Nicht nur dass ich mir neue Namen unheimlich schlecht merken kann (in der Regel habe ich sie am Ende eines Gespräches schon wieder vergessen), manchmal sind auch Namen von bekannten Freunden oder Kollegen plötzlich weg bzw. spreche ich auch schon mal einen langjährigen Freund mit dem falschen Namen an. Vor allem wenn die Namen „ähnlich“ klingen, z.B. Alexander oder Andreas, Anja oder Antje etc. passiert mir das dauernd. Meistens bemerke ich dann die falsche Benutzung nicht, sondern erst durch die Reaktion der anderen. Manchmal kommt es auch vor, dass ein bekannter Name völlig weg ist. Ich weiß dann nur noch dass der Name mit A anfing, aber ich finde einfach die „Schublade“ nicht, in dem er abgelegt wurde.
Ab und zu ist es ja ganz lustig, aber gerade im Beruf kann das ganz schön peinlich bis ärgerlich sein. Zum Beispiel, wenn man vor dem Chef steht und sagt: „Die *soundso* hat gesagt.“ Und dieser dann meint: „Wieso, die ist doch gerade im Urlaub.“
Zur Zeit passiert mir so ein Vorfall mindestens einmal pro Woche, was ich schon als ziemlich belastend empfinde.
Ich bin 32, habe aber diese Gedächtnisstörung speziell für Namen schon so lange ich denken kann. Ansonsten funktioniert mein Kopf ganz normal - denke ich .
Ich habe auch schon einige Methoden ausprobiert - Namen aufschreiben oder immer beim Ansprechen zu benutzen - der Erfolg war aber nur gering.
Woran können diese Ausfälle liegen und welche Methoden gibt es noch das Namensgedächtnis zu trainieren?
ich glaube, da haben menschen einfach unterschiedliche fähigkeiten.
und welche Methoden gibt es
noch das Namensgedächtnis zu trainieren?
assoziationen bilden:
z.b. an dreh as, alexander (der in deinem alter schon weltreiche erobert hatte , sa biene , müller (der mit einem sack mehr auf dem rücken), schmidt (steht mit nacktem oberkörper am schmiedefeuer), frau antje aus holland ist NICHT anja und die ist nicht ann ja…(!), herr margold klingt fast wie mangold (schreckliches gemüse), frau grimm ist NICHT mit den märchenonkels verwandt, usw. …
helfen leider nicht, nur gestehen, daß wir Leidensgenossen sind.
Du bist also nicht allein
und noch eine Horrormeldung.
Bisher haben mir all diese guten Ratschläge mit Assoziationsbildung etc. leider nicht geholfen. Ich muß mit diesem Problem schlicht und ergreifend leben.
ich glaube, ich habe etwa 2 Jahre gebraucht, bis ich nach dem Umzug alle Nachbarskinder mit Namen fehlerfrei den einzelnen Familien zuordnen konnte.
Jetzt hat mein Kleiner ständig neue Kindergartenfreunde. Er erzählt von einem Tobias, von einem Timo, dann wieder von einer Ann-Kathrin und ich schaffe es nicht Namen und Gesicht dieser Kinder zu kombinieren.
Ich bin zum Glück selbständig mit kleiner Firma und muss mir so keine 100 Kollegen merken, sonst gäbs ne Katastrophe.
freut mich ja, dass ich nicht alleine bin. Ob es wohl so was wie „Nomasthenie“ gibt?
Zum Thema Assoziation muss ich sagen, dass ich zu vielen Namen eine gewisse Vorstellung habe, wie Personen dieses Namens aussehen (sollten). Wenn mir dann aber ein Tobias über den Weg läuft, der eher wie ein Hans-Martin aussieht, oder eine Maria, die eher nach einer Kathrin aussieht, dann habe ich besondere Schwierigkeiten den Namen zu behalten.
Wahrscheinlich kann ich mir deshalb auch den beschreibenden Spitznamen viel besser merken, als den echten Namen.
Ich beneide meine Schwester, die sich als Lehrerin jedes Jahr hunderte von Namen merken kann.
Zum Glück habe ich meine bessere Hälfte, die sich Namen immer sofort merkt…
Zum Thema Assoziation muss ich sagen, dass ich zu vielen Namen
eine gewisse Vorstellung habe, wie Personen dieses Namens
aussehen (sollten). Wenn mir dann aber ein Tobias über den Weg
läuft, der eher wie ein Hans-Martin aussieht, oder eine Maria,
die eher nach einer Kathrin aussieht, dann habe ich besondere
Schwierigkeiten den Namen zu behalten.
D a s finde ich jetzt wiederum einen sehr kreativen Gedankengang…
Dem kann ich mich anschließen…Ich finde auch, manche Leute sehen eher aus wie Hans-Martin, andere wie Mechthild. Aber -wie du schon sagst- man kann eben furchtbar daneben liegen, wenn der Name nicht zur Person zu „passen“ scheint.
Gruß,
BRanden
Wenn mir dann aber ein Tobias über den Weg
läuft, der eher wie ein Hans-Martin aussieht, oder eine Maria,
die eher nach einer Kathrin aussieht, dann habe ich besondere
Schwierigkeiten den Namen zu behalten.
Ann hatte ja schon den Vorschlag gemacht, dass das die Assoziationen auch negiert gehen.
„Also das ist der Typ, der so gar nicht wie ein Hans aussieht.“
Wahrscheinlich kann ich mir deshalb auch den beschreibenden
Spitznamen viel besser merken, als den echten Namen.
Von echten Namen gibts ja auch leider nur so wenige. Theoretisch zwar nicht, aber da sie oft Modeerscheinungen sind gibts real dann doch nur eine wenig und leider auch noch nichtssagende Auswahl.
Jens, Jörg, Oliver, Martin sind solche Kandidaten. Hießen sie doch nur Jermaine, Jerome, Ayhan und Gianfranco und mein Leben wäre leichter
als Lehrerin habe ich jedes Jahr 100-150 neue Namen innerhalb möglichst kurzer Zeit auswendig zu lernen. Ok, ich habe n fiesen Trick: ich lerne den Sitzplan auswendig, so kann ich die Namen recht schnell, solang sie sitzen … aber wehe sie wandern.
Das geht natürlich nicht, wenn die Schüler herumlaufen (das dürfen sie ja in den Pausen), und auch Verwandte und Bekannte auf Besuch halten sich selten an Sitzordnungen hrhr…
Jedenfalls. Was sehr hilft, ist, die Person, so oft es geht, mit Namen anzusprechen. Und wichtig: Dabei anschauen, aber nichth anstarren! nicht nur auf die Füße gucken oder so. Nebeneffekt: Die angesprochene Person fühlt sich besonders wahrgenommen und beachtet, kann ja auch nciht schlcht sein
Auf diese Weise lerne ich dann, die Leute auch mit Namen zu kennen, wenn sie herumlaufen.
zwei Fragen meinerseits zu deinem alltäglichem Umgang:
Schaust du deinem Gesprächspartner während des Gesprächs in
die Augen, nicht provozierend, eher offen, ehrlich, locker?
Immer!
Fühlst du dich gegenüber deinem Gegenüber unsicher?
Nein! Außer den Namen habe ich mit Mitmenschen keine Probleme. Bin in einer Gruppe auch eher das Zentrum als der Außenseiter.
Ich kann mir bestimmte Namen auch sehr schwer merken, je
nachdem. Es liegt an mir, es liegt am Gegenüber. Ich habe eine
Vermutung, zumindest für mich
Ich will mal so sagen: Wenn ich mir den Namen eines neuen Gesprächspartners nicht sofort merken kann, dann ist das zwar ärgerlich wenn es dem anderen umgekehrt gelingt, aber ich empfinde das nicht als belastend.
Anders sieht es aber mit Menschen aus, die ich schon jahrelang kenne und die ich plötzlich mit falschem Namen anspreche oder deren Namen im Gespräch plötzlich weg ist. Dass sind dann die Situationen, in denen ich am liebsten im Boden versinken würde.
ich wüsste auch gern woran soetwas liegt. Meine Mutter hat dieses Problem in Höchstform. Seit ich lebe, verwechselt sie die Namen von meiner Schwester und mir. Ständig nennt sie mich „Ulrike“. Aber auch im Verwandtenkreis verwechselt sie immer paarweise die Namen zweier Personen und das seit Jahrzehnten. Das wurde nie besser. Nun habe ich aber auch ein sehr schlechtes Namensgedächtnis allerdings vertausche ich die Namen nichts ondern merke sie mir erst gar nicht. Ich bin froh wenn ich innerhalb von 2 Jahren die Namen meiner Klassenkamaraden weiss, was aber auch an mangelndem Interesse liegen könnte. Vielleicht wird soetwas auch vererbt.
Haltet mich bitte auf dem Laufenden.