Hallo an alle!
Es gibt ja verschiedene Namenszusätze wie „Mc, Mac, van, van de, von der, von, etc.“ Gibt es dazu irgendwelche Regeln, wann bzw. ob diese Zusätze zum Beispiel abgekürzt werden dürfen? Hintergrund der Frage ist der, dass wir an einer Eingabemaske arbeiten, die Namen nur nach bestimmten Regeln zulassen soll- damit die mühselige Arbeit des korrigierens im Nachhinein wegfällt. So haben wir uns überlegt, dass keine Punkte zugelassen werden sollen, was ja sicherlich nicht verkehrt oder falsch ist.
Aber wie ist das zum Beispiel mit dem Großbuchstaben. Da es für gewöhnlich keine Doppelnamen ohne Bindestrich gibt, wollten wir zwei einzelne Wörter, beide groß geschrieben, ohne Bindestrich nicht zulassen. Jedoch kam da bei uns die Frage auf, ob es nicht vielleicht Zusätze gibt, die einfach so geschrieben werden.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte 
Moin, Serenade,
bei Namen gibt es keine Regeln, sondern nur den Wunsch dessen, der den Namen trägt. Wenn jemand von der Leyen heißt, dann wird er keinen Wert auf Abkürzungen legen. Wer Frau von der Leyen einen Brief schreiben möchte, ist gut beraten, nichts abzukürzen. Wozu dann abgekürzte Namen abspeichern?
Mit den Doppelnamen ist das auch so eine Sache. Die Schreibweise von Doppelname-Bindestrich kann nicht geprüft werden, die muss der Sachbearbeiter so hinnehmen, wie er es vom Träger das Namens gesagt bekommt. Professor Meyer zur Kapellen würde sich bedanken, wenn ihm ein Programmierer Bindestriche in den Namen fummelte oder seinen Namen zu Meyerzurkapellen verhunzte. Noch nicht mal bei den Westfalen ist Verlass darauf, dass der Döinghaus bei Schulte-Döinghaus mit einem Bindestrich angehängt wird. Fast meistens zwar, aber nicht immer.
Meine Epfehlung: Keine müde Mark in derartige Überlegungen investieren - ihr erntet keinen Dank.
Gruß Ralf
Hallo,
insbesondere bei den Doppelnamen kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Schon im Deutschen gibt es solche Fälle, wenn auch sicherlich nicht in der Mehrheit der Fälle, aber bei Menschen mit nichtdeutschen Namen sind Nachnamen ohne Bindestriche manchmal das übliche. In Spanien etwa wird der zweiteilige Nachname eines Menschen aus dem ersten Nachnamen seines Vaters und dem ersten Nachnamen seiner Mutter gebildet – und ohne Bindestrich.
Euer Kunde (oder sein Kunde) ist bestimmt nicht begeistert, wenn aufgrund solcher formaler Unachtsamkeiten das Formular nicht richtig benutzt werden kann.
Ich würde wohl eher ein kleines Beispiel über das Formularfeld schreiben, in dem dann auch gezeigt wird, ob das „von“, „van“ etc. vor oder hinter den Vor- bzw. Nachnamen geschrieben werden soll.
Grüße
Michael
So haben wir uns überlegt, dass keine Punkte
zugelassen werden sollen, was ja sicherlich nicht verkehrt
oder falsch ist.
Ohoh,
habt ihr euch da auch über die Rechtslage informiert? Nach deutschem Namensrecht ist meines Wissens der Prof. Dr. gesetzlicher Bestandteil des Namens selbst! Man kann noch nicht einmal so einfach freiwillig drauf verzichten.
Aber wie meine Vorredner schon festgestellt haben, nicht nur die Details eures Vorhabens sind Mist, sondern das ganze Projekt. Ab damit in den Mülleimer.
Gruss Reinhard
PS. bei uns gibt es ein bekannte Fa. Stoooss mit 3 O. Der Gründer und Inhaber besteht darauf.
Hallo Reinhard,
Nach
deutschem Namensrecht ist meines Wissens der Prof. Dr.
gesetzlicher Bestandteil des Namens selbst! Man kann noch
nicht einmal so einfach freiwillig drauf verzichten.
der Prof ist eine Bezeichnung des Beruftums, also ein Titel, mithin auf keinen Falle ein Bestandteil des Namens.
Der Dr. ist ein akademischer Grad und es ist ein wahrer Quell juristen Disputs, ob er Bestandteil des Namens ist oder nicht.
Man kann (muß aber nicht) ihn in den Pass eintragen lassen, man hat aber keine Handhabe, daß er genannt werden muß. Wer mag, der tuts, wers nicht tut, kann nicht belangt werden; zumindestens nicht juristisch.
Allerdings werden, bei Kenntniss, unsere Kunden stets mit Dr. angeschrieben.
Gandalf
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Hallo,
Eine keine Ergänzung, um die Konfusion vollständig zu machen!
Im offiziellen schweizerischen Telefonbuch gibt es z.B. unter „V“ den Namen „Von Büren“; den ebenfalls existierenden Namen „von Büren“ muss man jedoch unter dem „B“ suchen. Der grosse Bruder hat entschieden, dass so kleine Vorgeplänkel irrelevant sind.
Viel Glück beim Suchen einer mündlich erhaltenen Adresse!
Erich
PS Im übrigen schliesse ich mich der Meinung von Drambeldier an: GENAU so schreiben, wie es der stolze Inhaber des Namesn möchte, da er meist darauf „steht“.