Hallo Queedin,
wer von Euch kann mir denn mal was über Namibia erzählen?
ich hoffe mal ich 
Also: aufgrund unserer tollen Erfahrungen dort haben wir
unsere Pläne für dieses Jahr über den Haufen geworfen und
beschlossen, gleich nochmal nach Kapstadt zu fliegen. diesmal
wollen wir allerdings von Kapstadt die Westküste hoch und nach
namibia.
Hört sich doch gut an. Frage: Wie stellt ihr euch die Reise vor? Im Mietwagen, mit einer Tourgruppe?
jetzt unsere Frage: was sollte man sich in 2 1/2 wochen
ansehen (mehr Zeit haben wir leider nicht).
Also Swakopmund sollte man gewesen sein und in Windhoek auch. Wenn man in Swakop ist gehört natürlich Soussusvlei zum Pflichtprogramm. Gerade wenn man von Süden her kommt sollte man noch den Fish River Canyon besuchen.
Leider liegen einige der „Hauptattraktionen“ Namibias im Norden: Der Brandberg und vor allem natürlich der Etosha-NP, der wirklich klasse ist. Es ist die Frage, wie nördlich man in 2 1/2 Wochen kommt, wenn man nicht nur KM reißen will.
Welche Routen sind zu empfehlen?
Nmbia verfügt über ein hervorragendes Straßennetz, die großen Verbindungen sind hervorragend geteert, die kleineren meist Pisten in wirklich gutem Zustand. Die Straßen sind so gut, dass sich die meisten Verkehrsunfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit ereignen.
wie sind die Preise in Namibia?
Dank des Verfalls des Rand (an den der NAM$ gekoppelt ist) sind für Europäer die Preise wieder etwas günstiger - aber ein Billigreiseland ist NAM nicht.
Kommt man dort
ähnlich gut klar (nette Leute, Ausschilderung der Straßen,
B&B-Unterkünfte per Telefon organisieren usw).
Wenn mich Freunde fragen, so nenne ich Namibia immer „Africa for beginners“. Die Menschen sind sehr offen, Rassismus gegen Weiße ist mir höchst selten begegnet. Dort alleine herumzureisen war wirklich nie ein Problem, verfahren habe ich mich echt nie. Ich war zur weihnachtszeit/Jahreswechsel dort 3 Wochen mit einem Freund unterwegs - alle haben uns für verrückt erklärt, weil wir NICHTS vorgebucht hatten. Zur Not hätten wir im Auto geschlafen, aber Fakt ist, dass wir immer irgendwie untergekommen sind und das nie schlecht. Der Vorteil von NAM ist, dass dort recht wenige Menschen leben, was dazu führt, dass viele dort ein gutes Kontaktnetz haben. Sprich: Man hat ein B&B in Windhoek, fragt den Gastgeber nach einer Unterkunft in Swakop und er empfiehlt einem was, ja ruft dort sogar für einen an. Manche B&B wollten zum Jahreswechsel eine Garantie haben, dass man kommt in Form einer Vorabzahlung, das hatte sich jedoch immer sofort erledigt, wenn der Gastgeber der aktuellen Pension anrief. Ich habe wirklich nur allerbeste Erfahrungen machen dürfen.
Ich wäre also
für jeden Hinweis dankbar. noch können wir es uns ja anders
überlegen!
Was die Kriminalität betrifft so möchte ich die Aussage von TUFKAC zurückweisen. Natürlich sind dort schon Übergriffe passiert, aber man muss das Ganze mal in Relation zu den Touristen sehen. Ich lese fast täglich die (deutschsprachige) Allgemeine Zeitung Namibia ( http://www.az-namibia.de ), in der über solche Vorfälle berichtet wird. Fakt ist, dass NAM sicherlich nach wie vor eines der sichersten Reiseländer ist und nicht im Ansatz mit J´burg zu vergleichen. Natürlich muss man Vorsicht walten lassen (keine Wertsachen im Auto, nachts nicht unbedingt in die Armenviertel gehen), aber ein unkalkulierbares Risiko besteht nun wirklich nicht. Mir ist in 3 Wochen Daueraufenthalt in NAM sowie in regelmäßgen Aufenthalten für 2-3 Tage zwischendurch lediglich einmal das Auto aufgebrochen worden und der Schlafsack geklaut worden. Und dass bei dauerndem Aufenthalt im Ovamboland, bei nächtlichen Spaziergängen durch Windhoek, durch Katutura (das Soweto von Windhoek), bei Botengängen durch Windhoek mit zig tausend Dollar in der Tasche. Wer die nötige Vorsicht walten läßt braucht dort IMO wirklich nichts zu befürchten.
liebe Grüße und ein frohes neues Jahr!
Euch oder dir auch!
Mein Tipp: Kauft euch den Ivanowski Reiseführer Namibia, schmökert darin und macht euch klug. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
MfG Claus