Narkose?!

Hallo,

meine Tochter (19) soll an den Weisheitszähnen operiert werden. Große Panik!! Spritzen - noch dazu im Mund!
Und der doofe Kieferchirurg der auf Nachfrage „Tut das weh“ sagt „Ja, das ist ziemlich unangenehm“ …

Nun ist Töchterlein hysterisch. Weint, hat Angst. Will eine Vollnarkose.
Aber Frau Schmidt sagt, Vollnarkose gibbet nich. Kieferchirurg sagt: Narkose gibbet wohl, für 400.- pro 2 Zähne.

Na, ich habe jedenfalls keine 800.- rumliegen für eine Narkose… was können wir tun? Gibt es irgendwelche Sonderregelungen?

LG, C.

Moin Moin,
es gibt zwei Möglichkeiten, zum einen die Vollnarkose weglassen dafür ein so genanntes Dormikum bekommen Kostenpunkt zwischen 40 und 80 Euronen, des weiteren die alle Weißheitszähne auf einmal weg machen lassen. Zum einen hat, die Tochter nur einmal Panik davor und zum zweiten keine Mehrkosten.

Die zweite Möglichkeit währe sich die Phobie attestieren zu lassen und es bei der Krankenasse einzureichen damit dan die Narkose übernommen wird, aber auch hier warum zwei mal und nicht auf einmal. Diese Möglichkeit wird allerdings nict all zu offt von der Kasse genehmigt.

Grüße

Hallo,

sofern ihr gesetzlich versichert seid, hat euch der Arzt bezüglich der Kosten an der Nase herumgeführt…Ich habe alle vier Zähne während einer einzigen OP entfernen lassen und für meine Vollnarkose knapp 200 Euro bezahlt. Laut Anästhesist ist dieser Eigenanteil weitestgehend unabhängig von der versichernden Krankenkasse, da er wohl erst durch eine neue Gebührenordnung notwendig geworden ist…

Gruß!
Trinity

Guten Tag,

Hallo,

meine Tochter (19) soll an den Weisheitszähnen operiert
werden. Große Panik!! Spritzen - noch dazu im Mund!
Und der doofe Kieferchirurg der auf Nachfrage „Tut das weh“
sagt „Ja, das ist ziemlich unangenehm“ …

Hallo,
Die Sache ist etwas komplizierter als bisher geschildert. Bei Kindern (unter 12 Jahren meines Wissens, bin ich mir aber nicht hundert% sicher) genügt in der Tat der Hinweis auf fehlende Kooperationsbereitschaft um eine Vollnarkose mit der Krankenkasse abrechnen zu können. Dies kommt daher, dass bei vielen vor allem sehr kleinen Kindern nicht die Mitarbeit da ist, um komplizierte zahnärztliche Eingriffe durchzuführen.
Bei Erwachsenen geht man davon aus, das sie die Unannehmlichkeiten einer Zahnbehandlung schon aushalten können. Schmerzfrei wird (sollte) ja auch die Weisheitszahnentfernung mit einer Spritze sein, nur halt unangenehm. Deshalb sind die Regeln hier strenger und die Krankenkasse verlangt den NAchweis einer echten Angsterkrankung (Phobie), die eine Behandlung in Narkose notwendig werden lässt.
Andere Möglichkeiten, wenns so auf keinen Fall geht sind:

  1. (wie schon angesprochen) Dormikum - ein dem Valium verwandtes Medikament, was Angstgefühle herabsetzt und schläfrig macht. Muss man allerdings mit dem Chirurgen/Zahnarzt besprechen, ob er das macht - nie einfach selbst was nehmen, das könnte gefährlich sein.
  2. Manche Zahnärzte behandeln mit Lachgas. Auch das entspannt und macht einen „wurschtiger“, ist aber keine Narkose, bei der man nix mitkriegt
  3. Manche Zahnärzte bieten eine Behandlung mit Hypnose an. Da muss man auch selber einen Zugang dazu haben, nicht jeder Arzt oder Patient kann damit etwas anfangen.

Im Übrigen: Wenns nur um die Angst vor Spritzen geht, solltem man sich schon überlegen, ob man sich da nicht überwinden kann. So schlimm ist das ja nicht, und auch bei anderen Behandlungen (Füllungen oder ähnliches) werden ja im Mund Spritzen gegeben. Da kann man ja auch nicht jedesmal eine Totalnarkose machen.

Warum man die Weisheitszähne nicht alle 4 auf einmal macht hat damit zu zun, dass man dann nicht auf beiden Seiten Beschwerden hat und auf einer Seite noch essen kann. Ist angenehmer so. Bei einer Totalnarkose werden allerdings, wenn nichts anderes dagegen spricht, meist alle 4 auf einmal gemacht, schon wegen des großen Aufwands der mit so einer Narkose einhergeht.

Hoffe geholfen zu haben
Gruß Christian

Hi,

also, die Betäubungsspritze piekst ca. zweimal pro Seite, also ca 4mal für alle Weisheitszähne. Man merkt da nur den Einstich. Damit man nicht mal den merkt, kann man ein Betäubungsspray auf die Einstichstelle bekommen. Hab ich probiert, funktioniert super.
Vollnarkose hab ich auch mal probiert, allerdings nciht beim Zahnarzt. Man braucht einen vollen Tag, um wieder zu sich zu kommen - halber, bis man überhaupt mal die Augen aufkriegt, dann schläft man noch nen halben. Und auch dann ist der folgende Tag noch so, als hätte einen jemand mit einer Dampfwalze überfahren.
In beiden fällen wird sie trotzdem ne ganze Weile lang Maulsperre haben, also den Mund nicht richtig aufbekommen, das wird sich nicht verhindern lassen (Juhu, Grießsuppe und Pudding und Suppe essen dürfen bis zum Abwinken)
Also ich würde mir die Vollnarkose nicht antun. Wenn die Angst so schlimm ist, halt eine Beruhigungstablette geben lassen, oder jemanden suchen der unter Hypnose behandelt, aber die von mir zuerst angegebene Variante mit Betäubungsspray gegen den Einstich müßte doch reichen. Den sobald die eigentliche Spritze wirkt, merkt man null, nichts.

Die Franzi

Hallo,

sofern ihr gesetzlich versichert seid, hat euch der Arzt
bezüglich der Kosten an der Nase herumgeführt…Ich habe alle
vier Zähne während einer einzigen OP entfernen lassen und für
meine Vollnarkose knapp 200 Euro bezahlt. Laut Anästhesist ist
dieser Eigenanteil weitestgehend unabhängig von der
versichernden Krankenkasse, da er wohl erst durch eine neue
Gebührenordnung notwendig geworden ist…

An der Nase herum geführt bezüglich des Preises kann man so nicht sagen, manche dinge kosten in München mehr wie in Buxdehude, liegt am Satz mit dem es abgerechnet wird und eben an dem Gewinn den die Praxis in einem bestimmten Zeitraum erringen will. Das hat absolut nichts damit zu tun ob man GKV oder PKV ist diese Leistung im ZAbereich wird im der Norm nicht von der GKV getragen in der PKV nur bis zu einem bestimmten Satz. Deshalb meinte ich man könne versuchen sich die Phobie bestätigen zu lassen, GKV übernehmen dan die Kosten auch wenn dies relativ selten der Fall ist.

Gruß!
Trinity

Gruß

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Servus Franzi,

zwei kleine Korrekturen:

also, die Betäubungsspritze piekst ca. zweimal pro Seite, also
ca 4mal für alle Weisheitszähne. Man merkt da nur den
Einstich.

Es sind pro Zahn mindestens 2 Einstiche, weil neben dem Zahn selbst auch die umgebenden Weichteile unempfindlich werden müssen. Das heißt, daß im Oberkiefer zu der Injektion im Bereich der Umschlagfalte eine weitere im hinteren Gaumenbereich gesetzt wird.

Im Unterkiefer wird die Wangenschleimhaut auch nur bei einer bestimmten, weithin unbekannten, Technik der Leitungsanästhesie mit betäubt, so daß hier auch eine weitere Injektion nötig ist.

Damit man nicht mal den merkt, kann man ein
Betäubungsspray auf die Einstichstelle bekommen. Hab ich
probiert, funktioniert super.

Mit dem Betäubungsspray im Gebiet dieser Injektionen macht man sich bei den Patienten auch nicht gerade beliebt, weil -

  • das Zeug in den Rachen läuft und schauderhaft schmeckt
  • besonders bei der Leitungsanästhesie im Unterkiefer ca. 15 mm tief eingestochen werden muß. Eine Wirkung des Oberflächenanästhetikums bis in diese Tiefe ist nicht zu erwarten. Besser ist, wenn man bei JEDER Lokalanästhesie erst einmal 2-3 mm tief einsticht, gaaaanz langsam ein- zwei Tropfen injiziert, etwas wartet und dann die Kanüle in das bereits taube Gewebe, weiter infiltrierend, vorschiebt. Auf dies Weise läßt sich die gefürchtete Spritze sehr schonend gestalten.
    Im Bereich des sehr empfindlichen Gaumens hilft auch eine kurze Druckanästhesie mit dem Griff des Mundspiegels. Also: Schleimhaut kräftg zusammendrücken (ist mäßig unangenehm) und schnell an dieser Stelle seine zwei Tropfen unterbringen.

Die typische Macho-Chirurgen-Methode geht genau anders herum:
Kanüle 'reinrammeln bis Knochenkontakt (bei der ‚Leitung‘ muß der erreicht werden), dann Hand rasch schließen und das Anästhetikum mit knapper Schallgeschwindigkeit ins Gewebe donnern. Spritze laangsam und genußvoll herausziehen und in die verdiente Kaffeepause entschwinden.

In beiden Fällen wird sie trotzdem ne ganze Weile lang
Maulsperre haben, also den Mund nicht richtig aufbekommen,

> Besserwissermodus ON:
nicht AUF-Können heißt Kiefer KLEMME, nicht ZU können, heißt Kiefer(Maul)SPERRE

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Hi,

stimt natürllich. Wobei, zumindest für mich, nur der eigentliche Einstich piekst, sonst ist da nichts zu merken. Wenn die „leitung“ getroffen wird, höre ich das eher als dass ich es spüre (im Sinne von Schmerzempfinden).
Den Betäubungsspray hab ich mir bisher nur einmal geben lassen, könnte aber noch öfter vorkommen. Ich muss mir wöchentlich selbst Interferone im injizieren. Seither wird es mir unwohl bis leicht übel, wenn eine Spritze ansteht (außer bei er einen pro Woche, die ich mirselber setze). Ich hab keine Angst, aber es ist so, als ob sich der Körper auf die Hinterbeine stellt. Und da das ja beim Zahnarzt was anderes ist, wenn man da wegsackt, als beim Blutabnehmen, hab ich vorher Bescheid gesagt. N Besonderer Geschmack ist mir nicht in Erinnerung, könnte aber schon bissl bitter gewesen sein, aber ich hab halt den Pieks nicht gespürt, mir wurde nicht übel, und nach dem Pieks merke ich eh nichts mehr.
Ich denke mir halt, dass es der Tochter der UP ähnlich gehen wird - sie hat angst vor der Piekserei, daher mein vorschlag. Aber du hast auch grad eindrucksvoll beschrieben, wie viele weitere Möglichkeiten es gibt, so einen Eingriff erträglicher zu gestalten.

Die Franzi

danke euch… wir werden wohl mal versuchen mit einem attest eine übernahme der kk zu bekommen… meine tochter ist total hysterisch und hat panische angst… also ist „phobie“ ja nicht mal gelogen.

grüße, c.