Narkose bei Zahnarztbesuch beim 5 j J

Hallo,

unser kleiner (5 Jahre) hatte bei einem Routine-Besuch den Mund geöffnet und bekam dann -mehr oder weniger- überraschent gebohrt: Sein Lachen wurde zum weinen. Jetzt haben wir Probleme, damit er sich überhaupt nochmal auf den Stuhl sitz. Am Dienstag muß aber ein Zahn geöffnet werden. Der Z-Arzt will nun wohl (Voll ?) - Narkose geben. Was haltet Ihr davon? So was ähliches auch schon erlebt?

Danke für die schnellen Antworten

Jörg

Grüß dich Jörg!
Ich habe so was schon mit meinem Sohn erlebt, da war er 2 1/2. So ne Nakose ist echt nichts schönes, aber manchmal muß es sein. Ich habe von der Nakoseärztin eine Salbe mit einem Pflaster geben lassen, das heißt Zauberpflaster. Das wir auf die Einstichstellen gegeben eine Stunde bevor ihr den Termin habt, dann spürt er das stechen nicht. Dann habe ich noch was bekommen damit er sich nicht an das ganze erinnern kann, und zwar eine Kapsel, weiß aber leider nicht mehr wie die heißt.
Ich möchte dich noch vor wahrnen, wenn dein Kleiner wieder aufwacht wird er ziemlich viel weinen, kann auch sein das er um sich schlägt und euch zurück weist. Das meint er nicht so, das kommt alles von der Nakose. Wenn ihr in die Praxis geht nehmt im ein Kuscheltier mit und einen Tee ( aber ohne Zucker und Honig, sonst gibt es ärger vom Arzt!).
Mit viel Liebe übersteht ihr das schon.

Ich hoffe ich konnte euch helfen?

Gruß manuela

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Hallo Jörg,

ganz wichtig ist dass die Narkose von einem Facharzt, also von einem Anästhesisten und nicht vom Zahnarzt seber gemacht wird. Informiere dich genau ob die Praxis auch entsprechend ausgestattet ist damit bei Problemen reagiert werden kann. Wie sieht die Überwachung nach der Narkose aus?
Ich persönlich würde bei meinen Kindern eine Narkose zur Zahnbehandlung nur in einer Klinik machen lassen, niemals ambulant.

Viele Grüße - Sue

Hallo Jörg,

zu Sues Bemerkung möchte ich die Warnung hinzufügen, daß es auch ausgebildete ambulante AnästhäsistInnen gibt, die mit einem verdammt üblen Zahnarzt zusammenarbeiten!
Andererseits kann sich bei einem Kind die Zahnarztangst auch wieder legen, wenn man Vorbereitungen macht, die Vertrauen schaffen. Ich hoffe für Euch, daß es doch eine Möglichkeit gibt, die Aktion ein paar Monate hinauszuzögern.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Ich persönlich würde bei meinen Kindern eine Narkose zur
Zahnbehandlung nur in einer Klinik machen lassen, niemals
ambulant.

Das kann ich nur unterschreiben! Jede (Voll-)Narkose ist ein Risiko!

Gruß
Nelly

Hi,
ich würde erstmal überlegen, den Zahnarzt zu wechseln, da er offenbar nicht gut mit Kindern umgehen kann. Unsere Zahnärztin erklärt meinem Sohn immer vorher ganz genau, was sie macht, zeigt ihm die Instrumente, lässt ihn den Bohrer (natürlich ohne die Bohrspitze) vorher an der Hand spüren, sagt ihm, dass sie ein „Luftloch“ in den Zahn bohren muss, usw. Natürlich findet mein Sohn das Bohren trotzdem nicht toll, aber ich finde, man darf ein Kind nicht einfach damit überrumpeln.
Einmal hat sie uns auch ins Krankenhaus geschickt, da mehrere Zähne gefüllt und 2 gezogen werden mussten. Das wurde dann mit Vollnarkose gemacht. So etwas würde ich NUR im Krankenhaus machen lassen, weil dort eben mehrere Ärzte sind, die sich im Notfall um das Kind kümmern können (Vollnarkosen sind IMMER ein Risiko!). Was weiter unten schon geschrieben wurde, kann ich auch bestätigen: Mein Sohn war von der Narkose auch total verwirrt, er hat herumgeschrien und geflucht, aber man hatte mich darauf vorbereitet, so habe ich das nicht so ernst genommen.
Aber dass eine Narkose kein Kinderspiel ist, sieht man daran, dass wir vor dem Eingriff einen Extra-Termin in der Klinik hatten bei dem Anästhesisten, und dass der Eingriff verschoben wurde, weil die letzte Impfung noch nicht lange genug zurücklag. Ich würde, wenn es um die Gesundheit meines Kindes geht, kein Risiko eingehen!

Liebe Grüße
Nelly

Hallo Jörg,

meine Tochter( fast 4 J.) hat vor ca. 4 Wochen eine dental Sanierung über sich ergehen lassen müssen, da sie leider nicht besonders gute Zähne hatte. Mit Vollnarkose natürlich.

Grundsätzlich gilt! Für einen „ottonormalen“ Zahnarztbesuch, dürfte keine Narkose von nöten sein. Natürlich wird da die Geduld vom Zahnarzt schon gefordert. Meine Tochter hat auch so Tage wo sie sich alles machen läßt ohne nur zu piepsen und an anderen Tagen fängt sie schon an zu weinen wenn sie sich auf den Stuhl setzen soll.
Sei einfach geduldig mit Deinem kleinen. Wenn es ím moment nicht unbedingt notwendig ist, versuche es einfach mal in 2 Wochen nocheinmal und das so lange bis der Zahnarztbesuch für ihn zur Routine wird.

Hallo,

ich hab zwar noch keine Kinder, aber selbst tierische Angst vor Zahnärzten. Und das, obwohl ich erst ein Loch hatte, (und eines, wo eine Krone fällig war, aber da stellt sich die Frage nach der Narkose wohl nicht).
Damals wurde ganz normal gebohrt, hat auch nicht übermäßig weh getan. Trotzdem würde ich beim nächsten mal um eine (natürlich örtliche) Betäubung bitten. Das schlimmste während des ganzen Vorganges war nämlich die immense Angst, es könnte gleich fürchterlich weh tun. Für mich als Erwachsener war’s kaum auszuhalten. Als Kind habe ich mir keine Spritze ohne langes Zetern geben lassen, das ist inzwischen kein Problem, aber Zahnärzte…
Wenn das Kind also Angst hat, kann eine Betäubung auch günstig sein, wenn man ihm z.B. erklärt, dass es nicht weh tuen kann, auch wenn man natürlich den Druck spürt. Eine Vollnarkose empfinde ich aber nicht unbedingt als angebracht, ich würde in jedem Fall einen zweiten Zahnarzt befragen, ob das wirklich nötig ist. Mein ehemaliger Zahnarzt hat z.B. alle zwei Jahre geröntgt (bei Privatpatienten), heute würde ich protestieren, Röntgenstrahlen sind ja nicht gerade gesund.

Fazit: Es gibt auch schlechte Ärzte, manche haben auch in einigen Punkten seltsame Meinungen.

Viele Grüße

Bianca

Moin Jörg,

besser spät als nie - meine unmaßgebliche Meinung… :wink:

unser kleiner (5 Jahre) hatte bei einem Routine-Besuch den
Mund geöffnet und bekam dann -mehr oder weniger- überraschent
gebohrt: Sein Lachen wurde zum weinen.

Öhm, hat der Doc den Kleinen denn nicht darauf vorbereitet? Ich meine, wie dringend kann denn ein zu bohrendes Loch sein, als daß man nicht das Küken darauf vorbereitet und ggf. nochmals einen neuen Termin macht? *staun*

Jetzt haben wir Probleme, damit er sich überhaupt nochmal auf den Stuhl sitz.

Ja, klar - ging’ mir damals auch so.

Am Dienstag muß aber ein Zahn geöffnet werden. Der Z-Arzt will
nun wohl (Voll ?) - Narkose geben. Was haltet Ihr davon?

Okay, ich bin wohl dann zu spät, oder? Also, Vollnarkosen darf nur ein entsprechend in der Anästhesie ausgebildeter Doc einleiten. Selten hat ein Zahnarzt sowas als Zusatzausbildung, meist kommt dann zwei, drei Mal im Monat ein externer Anästhesist rein, der dann amulante "Voll"narkosen macht.
Inzwischen sind die Jungs so gut, daß sie die Schlafphase auf 3-5 Minuten genau steuern können. Der Pieks für den Zugang ist kein Problem, dafür gibt’s ja die erwähnten Pflaster - die leider auch sonst wirklich fähige Kinderärzte nicht immer kennen.

http://www.astrazeneca.de/az/content/010/020/030/ind…
http://www.astrazeneca.de/az/content/010/020/020/ind… )

AstraZeneca ist einer der größten europäischen Pharmahersteller, einfach mal nach Emla googeln.

So was ähliches auch schon erlebt?

Ja, leider selbst als Kind erlebt. Der Zahnarzt weigerte sich auch standhaft, mir eine Betäubung zu verpassen, denn Spritzen fand und finde ich absolut nicht schlimm. Nur, so schmerzhaft und blutig wie der im Mund „rumgewühlt“ hat… ‚das kann ja gar nicht soo schlimm sein, sind ja gleich fertig‘ - kein Wunder, daß ich mich jahrelang dem Zahnarzt verweigert habe mehr, als nur mal reinschauen lassen war nicht drin; mit entsprechenden Folgen, das ist klar.

Warum nur fällt es Docs soo schwer, Kindern (und sonstigen Patienten!) frühzeitig (!) eine Spritze zu geben? Wird doch bezahlt, oder nicht?! *Kopf_schüttel*
Naja, vermutlich aus dem gleichen Grund, warum Kindern immer noch in 90% aller Fälle ohne Emla-Pflaster Blut abgenommen wird. Letztens war ich auch mit meinem 2-jährigen zum wiederholten Blut-abnehmen. Genau wie sein „Vorgänger“ sollte auch er etwas mehr Blut abgezapft bekommen, also Zugang in die Vene legen. Das Küken vor uns quikte echt erbärmlich und unter Tränen. Vielleicht noch nicht mal so sehr vor Schmerzen, als viel mehr vor Schock, Überraschung, oder sowas; aber das kann man doch auch umgehen… Jedenfalls wollte mein Kleiner sein Pflaster abmachen und dem Kind bringen - worauf der, sonst wirklich sehr fähige Doc, erstaunt fragte, was er denn da habe… „Zauberpflaster! *zeig’ Armbeuge*“ - Doc: „*aha, hmm, *staun*“

Danke für die schnellen Antworten

Vielleicht spät, aber hoffentlich nicht zu spät für noch folgende Arztbesuche. In einem der Links (oder irgendwo auf der Seite) gibt’s auch extra Tapferkeitsurkunden für Kids zum Ausdrucken… :wink:)

Grüße,
Achim