Hallo alle zusammen.
Ich habe eine vererbte Neigung zu Nasenbluten (mein Bruder und meine Oma leiden auch darunter) und hatte heute nach ein paar mal Niesen (beidseitig) Nasenbluten.
Weiß jemand hier eine Behandlung dagegen?
Ich war vor einem Jahr schon mal im Krankenhaus, weil ich über 45 Minuten Nasenbluten hatte, und es nicht mehr aufhören wollte…der Arzt dort hat mir etwas in der Nase veräzt, kurz darauf hatte ich aber wieder Nasenbluten.
Und was macht man am Besten im Akutfall? Kopf in den Nacken, oder nicht?
Es gibt meines Wissens einige Gründe für die Epistaxis. Ich würde in ihren Fall, als erstes ein Gerinnungsproblem ausschliessen in einem Gerinnungslabor. Ein Gerinnungsfehler kann in der Familie vorliegen und dann weiter übertragen werden.
Es gibt auch eine seltene erbliche Erkrankung „Morbus Osler“, wo die Gefäße krankhaft sind und uz Epistaxis kommen kann, dafür wäre auch der Besuch zu einem Internisten nicht schlecht.
Im akuten Fall Kopf nach vorne beugen (Kinn zur Brust!) und etwas kaltes am Nacken legen. Wenn es aber sehr stark ist, da nutzt es leider diese Technik nicht viel, weil etwas Zeit benötigt wird. Es gibt aber Streifen in der Apotheke, die mit einem Gerinnungsmittel impregniert sind und die kann man in die Nase stopfen
Wichtig ist das Drücken der Nasenflügelim vorderen Bereich. Dort läuft das Blutgefäßgeflecht, von wo aus es meist blutet. Und die meisten Blutungen reagieren gut auf Druck.
Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist der Weg zum HNO-Arzt oder in einen Ambulanz angezeigt.
Das Risiko mit dem Toilettenpapier in der Nase ist einfach, dass man beim herausnehmen die zarte Kruste mitherausreißt und somit eine erneute Blutung provoziert.
Zum eigentlichen Problem gibt es vielleicht noch zu sagen, dass die Pflege der Nasenschleimhäute das A und O ist. Gerade jetzt in der Heizperiode für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen. Andererseits gibt es auch Nasensalben für Zwischendurch, wenn es mal wieder ganz schlimm ist. Auch kann ich mir vorstellen, dass ihr beim Niesen einfach einen massiven Druck aufbaut und damit die zarten Gefäße zum Platzen bringt… Versucht beim Niesen mal bewußt nicht gegenzuhalten, vielleicht auch den Mund leicht offen zu halten, dann schafft ihr es nicht die „Bauchpresse“ aufrecht zu erhalten und könnt somit nicht diesen massiven Druck aufbauen.
Jule hat die zu ergreifenden Maßnahmen genauso beschrieben, wie ich es auch kenne. Nicht den Kopf in den Nacken legen und das Blut schlucken!
Ich hatte als Heranwachsende oft Nasenbluten, einmal auch einen Fall, in dem das Nasenbluten länger als eine halbe Stunde angehalten hat. Damals wurde mir vom in die Schule geeilten Arzt das gezeigt, was Jule beschreibt: hinsetzen, etwas kaltes in den Nacken legen um die Blutgefäße zu verengen, den Kopf über ein Waschbecken beugen, versuchen, sich zu entspannen.
Wenn es nicht aufhört zu bluten, eventuell (beim Arzt besorgen) eine Tamponade (müsste notfalls auch mit einem handelsüblichen Mini-Tampon gehen, denke ich) vorsichtig in der Nase platzieren. (Wenn die Blutung zu lang/heftig ist, natürlich einen Arzt/eine Klinik aufsuchen!)