Nationalsozialismus/ Weimarer Republik

Hallo, ich muss folgende Aufgabe lösen: Vergleiche Hitlers Politik mit der Außenpolitik der Weimarer Republik!
Was kann man da zur Weimarer Republik schreiben???
Ich habe dies zu Hitlers Politik zusammengestellt: Hitler war Regierungschef und Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches und nannte sich selbst „Führer und Staatsoberhaupt“. Hitlers Hauptanliegen waren seine rassistischen und sozialdarwinistischen Vorstellungen und betrieb somit die systematische Entrechtung und Ermordung der europäischen Juden sowie anderer religiöser, ethnischer und gesellschaftlicher Gruppen.
Könnt ihr mir helfen?
Danke,… Mfg Kathy

Auch hallo.

Hallo, ich muss folgende Aufgabe lösen: Vergleiche Hitlers
Politik mit der Außenpolitik der Weimarer Republik!
Was kann man da zur Weimarer Republik schreiben???

-Versailler Vertrag: Reparationszahlungen an die Gewinner des 1.WK, Abrüstung der Armee auf 100.000 Mann, Verlust der Kolonien, Beteiligung am Kampf gegen den beginnenden Sozialismus in der Sowjetunion,…
Unter dem Strich war die Aussenpolitik der Weimarer Republik (schon wegen der geringeren Armeestärke) bedeutend friedlicher als zu Hitlers Zeiten.

Ich habe dies zu Hitlers Politik zusammengestellt: Hitler war
Regierungschef und Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches und
nannte sich selbst „Führer und Staatsoberhaupt“. Hitlers
Hauptanliegen waren seine rassistischen und
sozialdarwinistischen Vorstellungen und betrieb somit die
systematische Entrechtung und Ermordung der europäischen Juden
sowie anderer religiöser, ethnischer und gesellschaftlicher
Gruppen.

Die Wiederaufrüstung (Bruch des Versailler Vertrags) und die aggressiv betriebene Expansionspolitik (z.B. Österreich 1938) fehlen noch

HTH
mfg M.L.

Hallo!

Vielleicht schreibst Du ja was zu Stresemann?

Der Kerl war ja sehr nationalstisch, hat sich aber für Realpolitik eingesetzt.

Auch hat Hitler im Gegensatz zu Stresemann va auf „bilaterale“ Verträge gesetz. (Flottenabkommen mit Briten zB oder der Hitler-Stalin-Pakt meine ich)
Stresemann suchte die Völkerrechtsbühne. Hitler war doch idR gegen solche Abkommen etc.

VG, Stefan

Hallo Kathy,

zur Außenpolitik der Weimarer Republik kann ich dir folgende Suchwörter empfehlen. Da bekommt man schon auf Wikipedia sehr gute Artikel:

  • Vertrag von Versailles (bei den Rechten als „Schanddiktat von Versailles“ bekannt …)
  • Vertrag von Locarno
  • Vertrag von Rapallo

Die Außenpolitik Hitlers beruhte meiner Meinung nach auf einer Täuschung der Bündnispartner. Man ging hier zum Schein ein Bündnis ein, z.B. den Hitler-Stalin-Pakt. In Wirklichkeit hatte man jedoch nie vor, dieses Bündnis zu halten.

Hitlers Außenpolitik war auf Eroberung ausgerichtet. Er sah die Deutschen als „Volk ohne Raum“. Sein Plan war, im Osten große Landflächen zu erobern. Die dortige Bevölkerung sollte als Sklaven den Deutschen dienen. Es waren auch Sterilisierungsaktionen an Polen und Russen geplant. Clauberg forschte hier, wie man möglichst schnell und günstig eine große Menge Menschen sterilisieren konnte. Er hatte damit sogar Erfolg - zum Glück nicht mehr rechtzeitig, so lange die Nazis noch an der Macht waren. Aber sein Gedanke, dass man die Geschlechtsorgane der Frau mit einer ätzenden Flüssigkeit verkleben konnte, war richtig. Nur spritzte er die Flüssigkeit in die Gebärmutter, was zu starken Schmerzen und einer hohen Komplikationsrate führte. Heute spritzt man die Flüssigkeit in den Eileiter und eine Sterilisation ist so problemlos möglich. … Wie gesagt, zum Glück konnte er seine Forschungen nicht rechtzeitig zum Abschluss bringen.

Aber jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen. In „Mein Kampf“ spricht sich Hitler für den Krieg aus und gibt zu, sich schon als Jugendlicher den Krieg gewünscht zu haben. Da das Buch sehr langatmig ist, hat es leider kaum jemand gelesen.

Hitler verglich sich mit großen Feldherren der Vergangenheit, z.B. Napoleon und Alexander der Große. Die hatten auch Eroberungskriege geführt, und waren im Nachhinein zu Helden geworden. Er dachte, das passiert mit ihm auch, nachdem er seinen Krieg gewonnen hat.

Den Juden gab er mit die Schuld daran, dass der 1. Weltkrieg verloren wurde. Denn die Zeitungen unterstützten während dieser Zeit den Krieg nicht, sondern kritisierten ihn. Und viele Zeitungen gehörten damals Juden. So ist die „Dolchstoßlegende“ entstanden - wiki kennt sie :wink:

Er sah die Juden nicht als Religionsgruppe, sondern als „Staat im Staat“ und führte also nicht nur gegen die Alliierten Krieg, sondern auch gegen diesen „Judenstaat“, der ein Staat ohne eigenes Territorium war. Er hielt den Pazifismus für eine Erfindung der Juden.

Soweit in Kürze.

Schöne Grüße

Petra

Hallo! Danke für die schnelle Antwort, war sehr hilfreich!

Hallo Kathy,

Ich habe dies zu Hitlers Politik zusammengestellt: Hitler war
Regierungschef und Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches und
nannte sich selbst „Führer und Staatsoberhaupt“. Hitlers
Hauptanliegen waren seine rassistischen und
sozialdarwinistischen Vorstellungen und betrieb somit die
systematische Entrechtung und Ermordung der europäischen Juden
sowie anderer religiöser, ethnischer und gesellschaftlicher
Gruppen.

das ist ja alles nicht falsch, hat aber mit Außenpolitik nicht allzu viel zu tun. Ein wenig konkreter sollte es ja doch vielleicht sein. Mal ein paar Stichworte: Reichskonkordat, Abbruch der Abrüstungsverhandlungen mit England und Frankreich, Austritt aus dem Völkerbund, deutsch-polnischer Nichtangriffspakt, Rückgliederung des Saargebietes, deutsch-britisches Flottenabkommen, Rheinland-Besetzung, Antikominternpakt, Legion Condor, Anschluß Österreichs, Münchner Viermächtekonferenz, ‚Erledigung der Resttschechei‘, Hitler-Stalin-Pakt. Danach „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“, sprich Krieg.

Was kann man da zur Weimarer Republik schreiben???

Vertrag von Rapallo, passiver Widerstand gegen die Ruhrbesetzung, Dawes-Plan, Beitritt zum Völkerbund, Vertrag von Locarno, Berliner Vertrag, Briand-Kellogg-Pakt, Young-Plan.

Im Wesentlichen kann man die Unterschiede in der Außenpolitik am Umgang mit den Versailler Verträgen und der dadurch begründeten Nachkriegsordnung festmachen. Für eine Revision wären sämtliche Parteien Deutschlands. Der Unterschied besteht jedoch in der Wahl der Mittel - ob also eine solche Revision auf diplomatischem Weg erreicht werden sollte oder bewusst das Risiko einer Neuauflage des ersten Weltkriegs eingegangen wird.

Freundliche Grüße,
Ralf

Hallo Ralf,

… Der Unterschied besteht
jedoch in der Wahl der Mittel - ob also eine solche Revision
auf diplomatischem Weg erreicht werden sollte oder bewusst das
Risiko einer Neuauflage des ersten Weltkriegs eingegangen
wird.

Es gehört zwar nicht direkt zur Frage nach der Aussenpolitik, aber: War nicht die Wehrmacht/Reichswehr von Anfang an für einen Revanchekrieg? Es gibt da diverse Literatur. Viele Offiziere „hingen ja plötzlich völlig in der Luft“, fühlten sich „degradiert“, als sie in das normale Leben zurück mussten. Jemand erzählte mir mal von ihrem Vater, einem Offizier. Nach dem Krieg musste er zum Zoll. „Das war eine totale Degradierung für ihn und hat ihm schwer zu schaffen gemacht!“ Solche Leute haben doch nur auf eine Neuauflage gewartet.

Gruss
Laika