NATO und Flüchtlingsschlepper

Hallo,

die SNMG 2 wird in Kürze zwischen griechischem und türkischen Hoheitsgebiet die Schlepperaktivitäten auszuspähen versuchen.

Derzeit besteht sie aus gerade einmal drei Schiffen:

SNMG2, composed of the flagship FGS BONN (Germany), TCG BARBAROS (Turkey) and HMCS FREDERICTON (Canada) …

Weiß irgendjemand, ob und ggf. wieviele Schiffe hinzubeordert werden sollen? Falls ja, welche?

Derzeit geht in den Medien u.a. die Mär um, dass mit dem Einsatz die Flüchtlinge „bekämpft“ werden sollen. Entzündet am Umstand, dass Seenotgerettete in die Türkei zurückgebracht werden. Allein schon wg. der bisher geringen Anzahl der eingesetzten Schiffe halte ich das für einen ausgemachten Blödsinn und "Propaganda"gewäsch; zumindest was die erwartbare Personenanzahl anbelangt.

Gruß
vdmaster

Und dazu kommt noch, dass das sowieso die Aufgabe von FRONTEX ist.

Hallo.
Jedenfalls koennte man theoretisch mit genuegend Kontroll-Schiffen und der eigenen Definition von Seenot bei ueberladenen Booten beliebig viele Fluechtlinge am Grenzuebertritt nach Griechenland hindern. (Das Heft in der Hand halten) Bei dem Vorgang sollen auf Dauer Infos zu Schleppern gewonnen werden. Die kann man dann einzeln ueberreden einen anderen Ort zu waehlen - aeh einen anderen Job zu machen.
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Zwischen griechischem und tuerkischem Hoheitsgebiet…
schoen ausgedrueckt, dazwischen ist nichts, kein Abstand, null offenes Fahrwasser fuer Schiffe. Jedes Schiff muss immer in dem einen oder dem anderen Hoheitsgebiet sein. siehe Lage Insel Kos
Gruss Helmut

Aha. Was denn für eine Aufgabe? Oder bringst Du jetzt griechisch-türkisches Seegebiet etwa mit italienisch-libyschem durcheinander?

vdmaster

… hin und her kreuzend.

Hallo,
die Karte mit der Grenze zwischen Tuerkei und Griechenland zeigt, dass groessere Schiffe kaum an der Grenze entlang fahren werden. Sie muessten zB zwischen Insel Kos und dem Festland fahren.

Hallo,

die werden einfach an den bekannten, engen Stellen rumschippern, so dass die optische und auch radartechn. Aufklärung einigermaßen klappt. Sicher auch nicht alle im Pulk, sondern einzeln oder in gestreckter Formation eingesetzt.

Die griech. Küstenwache hatte ja bislang keinen Zugriff auf die Radarinformationen der griech. Marine :rage: .
Und die türk. Küstenwache musste „immer“ dringend gerade woanders sein, nur nicht an den bekannten Stellen.

Gruß
vdmaster

Hallo,
hier noch eine (gefundene) Karte mit der eingezeichneten Grenze zwischen Tuerkei und Griechenland, also die Schengen-Aussengrenze.

Man sieht ganz deutlich die Grenze oestlich von den ersten Inseln.
Wenn dort die Nato die Schlauchboote kontrollieren will (oder kontrollieren = verhindern) muss die Nato mit kleinen Schiffen losziehen.
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Auf den Inseln vor der Tuerkei sollten Hotspots die Fluechtlinge aufnehmen, oder hab ich da was Falsches gelesen. Stellt sich die Frage, welche Schlepper sorgen dafuer, die weitaus groessere Entfernung ueber das breite Meer bis zum griechischen Festland zu ueberbruecken? Von Insel Kos (190) nach Athen zB?
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Gruss Helmut

Moin,

zwischen türk. Festland und griech. Insel sind jeweils immer einige Kilometer Platz. Da wird man schon ein Schiff mit einer Länge von ca. 170 Meter und einer Breite von 24 Metern (Führungsschiff „Bonn“) durchbugsieren können, falls es nötig wäre.

Tatsächlich aber wird das aber gar nicht in der „Enge“ auftauchen, sondern als Verbindungs- und Versorgungselement zwischen den kleineren Schiffen fungieren. Wichtig ist nur, dass das eingesetzte, seegeeignete Radar die Bewegungen aufklärt und an sowohl die griech. als auch türk. Küstenwache weiterleitet.

Für ein Paddelboot mit 20 Nasen setzt niemand die Bonn in Bewegung. Aber die lassen im Falle eines Falles ein oder zwei Beiboote losflitzen, falls von den Küstenwachen keins in der Nähe ist.

Bislang läuft vor Ort noch nichts, weil die TÜR mal wieder ein dreckiges Spiel treibt. Mit der Quintessenz, dass alles nicht so gemeint gewesen wäre, wie es sich die NATO (bzw. NATO-Staaten der EU) gedacht und in eine Einsatzplanung umgesetzt hat.

Gruß
vdmaster

Hallo,
in Kuerze (zeitlich) , es geht jetzt los.


Danke für die Info!