Natursteinplatten auf Mörtel

Hallo Leute,

ich habe ein großes Problem. Ich habe mir letztes Jahr meinen Eingangsbereich sowie meine Terasse von einem Fachmann (Bauunternehmer) mit Natursteinplatten verlegen lassen. Diese wurden auf Mörtel gelegt. Anfänglich sehr zufrieden bemerke ich jetzt daß viele Platten hohl liegen und auch teilweisse lose sind und sogar
" kippen." Auf Anfrage bei dem Bauunternehmer wurde mir gesagt er komme vorbei und streicht nochmals Quarzsand ein. Somit sei das Problem gelöst denn der Sand setzt sich in die Hohlräume.
Es fällt mir schwer dieses zu glauben denn nicht umsonst legt man die Platten doch in Mörtel.Auch habe ich bedenken dass bei Regen der sand erneut herrausgespühlt wird und das gleiche Problem wieder da ist. Bedenkt man daß ich einige Tausend Euro für diese Arbeiten bezahlt habe ist dieses Thema für mich sehr wichtig und ich bin dankbar für jeden Tip.

Gruss Tom

Hallo Tom,
bei der Beurteilung eines solchen Sachverhalten muss man mit einer Schuldzuweisung, wie man es sehr häufig aus öffentlichen Foren kennt, sehr vorsichtig sein, soviel schreibe ich nur im Vorfeld.
Dass sich Naturwerksteinplatten wieder aus dem Mittelbettmörtel lösen, kann auch an den Plattenrückseiten liegen.
Wer aber letztendlich das zu vertreten hat, was ja auch nicht Deine Frage.
Wenn die Platten im Mörtel verlegt wurden, kann der Sand nur seitenstabilisierende Eigenschaften haben. Wichtiger ist die rückseitige Arretierung, und die ist nun mal aufgehoben.
Die richtige Entscheidung wäre, die Platte erst einmal aufzunehmen (mit Saugheber kein Problem) und sich die Rückseite anzuscheuen. Der Fliesen- und Plattenleger als Fachmann wird anhand des „Bruchbildes“ (so nennt man das) erkennen, was da passiert ist oder passiert sein könnte.
Unproblematisch!
Der Untergrund wird von dem Fliesenkleber befreit, grundiert oder vorgenässt und die Platte erneut verklebt. Fertig.
Erst dann kann man darüber nachdenken, ob eine Verfüllung der Fugen mit Quarzsand notwendig oder sinnvoll ist.
Also erst einmal den Klebeverbund wieder herstellen, dann absanden.
–…--…–…--…
Gruß: Klaus

Hallo Klaus,

vielen Dank für die sachliche Antwort. So kann ich wenigstens mit Anhaltspunkten und Vorschlägen auf den Handwerker zugehen…Klasse

Gruss aus Hessen

Hallo,

wir haben vor einigen Monaten auch eine Terrasse mit Natursteinen bekommen. Der Landschaftsgärtner sagte allerdings, dass man bei Terrassen die Steine immer nur in Sand legen sollte.
Durch den Frost im Winter könnten die Steine schonmal hoch kommen. Wenn sie nicht geklebt sind, ist das auch kein Problem. Wenn sie geklebt sind, kommen sie zwar nicht so schnell hoch, Aber wenn, ist’s ein Problem. Vielleicht ist das die Ursache bei dir?

Haelge

Hallo Fair_play
Ich als Landschaftsgärtner lege Natursteinplatten im Terrassenbereich immer in Mörtel. Dabei muß man aber einiges beachten.
1.Der Mörtel sollte schon mindestens 5cm stark aufgetragen werden.
2.Wenn es „weiche Steine“ sind, wie z.b. der Marburger Stein, dann müßen die vor dem verlegen gewässert werden. Weil ein trockener Stein entzieht dem Mörtel/Beton das Wasser. Und dann reißt er.
3.Damit man auf der sicheren Seite ist kann mann die Unterseite der Platten mit Haftgrund(PCI) einstreichen. Damit kann mann eine Verbindung zwischen alten und neuen Stein-/Betonflächen erstellen. Und das Zeug klebt wie Pech und Schwefel.

Wenn Du diese Sachen beachtest dann gehen „vielleicht“ nach einigen Jahren von ca. 200 Platten 2-3 Stk. los, wenn Du Staunässe am Haus hast. Aber das ist noch normal.

Gruß Mirco