Frage:Was sind Informationen aus der Außenwelt und Innenwelt ,die mein Gehirn erreichen, Naturwissenschaftlich (nicht Philosophisch und Theologisch),Objektiv, Wirklich und Real?
Frage:Was sind Informationen aus der Außenwelt und Innenwelt
,die mein Gehirn erreichen, Naturwissenschaftlich (nicht
Philosophisch und Theologisch),Objektiv, Wirklich und Real?
Auf welchen Punkt willst Du genau hinaus?
„Information“ ist ein relativ abstrakter Begriff. In den Naturwissenschaften gibt es dafür den Shannonschen Informationsbegriff, oder den Informationsbegriff der Informatik. Beide Zugänge sind nicht absolut identisch mit dem intuitiven Informationsbegriff und beschreiben nur Teilaspekte.
Oder meints Du mit „Objektiv, Wirklich und Real“ die Hardware und physikalisch/chemischen Vorgänge zur Repräsentation und Verarbeitung der Information? Einerseits wird die Information durch Anregungszustände von Neuronen repräsentiert, weitergeleitet und verarbeitet. Andererseits spielen chemische Stoffe bei der Informationsübertragung eine Rolle, z.B. Neurotransmitter zwischen den Neuronen, oder andere Bootenstoffe…
Hallo Heinrich! (Das war ein Gruß)
Erstens: Bist Du sicher, dass Du im richtigen Brett gelandet bist? Das hört sich irgendwie eher biologisch an.
Zweitens: Hättest Du nicht einen etwas weniger allgemeinen Titel für diesen Thread finden können?
Frage:Was sind Informationen aus der Außenwelt und Innenwelt
,die mein Gehirn erreichen, Naturwissenschaftlich (nicht
Philosophisch und Theologisch),Objektiv, Wirklich und Real?
Fast alle Informationen die das Gehirn erreichen gelangen über Nervenzellen ins Gehirn, und zwar über das Rückenmark oder die Hirnnerven. Im Computer kann eine Leitung entweder unter Spannung stehen oder nicht. Die Information wird also binär verschlüsselt. In Nervenzellen funktioniert das ein bisschen anders: Es gibt so genannte Aktionspotenziale (APs). Ein AP hat immer dieselbe Höhe und die selbe Dauer. Die Information wird als AP-Frequenz verschlüsselt: Viele APs in kurzer Zeit bedeutet „Starkes Signal“ (z. B. im Sehnerv: „hell“), eine niedrige AP-Frequenz steht für "Schwaches Signal. Es handelt sich also eher um ein analoges FM-Signal (FM = frequenzmoduliert).
Häufig ist es für den Menschen wichtiger, auf die Veränderung eines äußeren Reizes zu reagieren als auf die Reizintensität selbst. Deswegen generieren Sinneszellen nach längerer Reizdauer häufig eine niedrigere AP-Frequenz, trotz unverminderter Reizintensität. Daher können wir Gerüche nach einer gewissen Gewöhnungszeit nicht mehr wahrnehmen. Ein Schweinestall stinkt nur, wenn man ihn gerade betreten hat.
Daran kann man sehen, dass objektive Informationen das Gehirn nie erreichen. Schon im Sinnesorgan findet eine Modifikation der Information statt. Was wir erleben ist also eine Art Cyberspace, der zwar von der Außenwelt beeinflusst wird, aber nicht mit ihr übereinstimmt. Alle optischen Täuschungen befassen sich mit dieser Diskrepanz (und das obwohl unser Lichtsinn wahrscheinlich derjenige ist, der die Umwelt am exaktesten abbildet).
Ich hoffe, das hat Dir etwas geholfen,
Michael
(Das war eine Verabschiedung)
Frage:Was sind Informationen aus der Außenwelt und Innenwelt
,die mein Gehirn erreichen, Naturwissenschaftlich (nicht
Philosophisch und Theologisch),Objektiv, Wirklich und Real?
Huhu,
Grundsätzlich ist die Frage nach Wirklichkeit und Realität NICHT Gegenstand der Naturwissenschaft! Die NatWiss können solche Fragen NICHT beantworten. Ihnen geht es nur darum, Modelle zu entwickeln, die experimentell überprüft werden können. Ob man dahinter nun eine „echte Realität“ oder nur eine dem Modell gehorchende Phantasie oder sonstwas vermutet, steht AUSSERHALB der NatWiss.
Dann hast Du noch ein Problem mit dem Begriff „Information“, für den es keine allgemein gültige Definition gibt (s.a. Beiträge unten!). Wenn man die informationserzeugenden Prozesse und die Informationsträger (zB. Schall oder Licht) in der „Außenwelt“ als real annimmt, dann muss man auch die Informationsträger in der Innenwelt (als die Zustände der Nervenzellen) als real annehmen.
LG
Jochen
Energie, Zeit, Raum
Huhu,
Grundsätzlich ist die Frage nach Wirklichkeit und Realität
NICHT Gegenstand der Naturwissenschaft! Die NatWiss können
solche Fragen NICHT beantworten. Ihnen geht es nur darum,
Modelle zu entwickeln, die experimentell überprüft werden
können. Ob man dahinter nun eine „echte Realität“ oder nur
eine dem Modell gehorchende Phantasie oder sonstwas vermutet,
steht AUSSERHALB der NatWiss.
Tag Jochen,
vllt oute ich mich jetzt als philosophischen Volllaien, aber ist „Energie“, „Zeit“ und „Raum“ nicht die objektivste Realität, die wir kennen?
Lebewesen schaffen es die verschiedensten Energieformen innerhalb verschiedener Zeitfenster zu detektieren und schließen daraus auf die Beschaffenheit des Raums.
Und damit sich eine Ameise orientieren (Sonne=EM-Energie) oder vor Feinden weglaufen kann (Erschütterung=kin.Energie) setzt nur meine drei Begriffe voraus. Keine Phantasie, keine experimentell überprüfbaren Modelle…
Wollen wir aber diese Energieformen nutzen, verstehen, manipulieren bauen wir uns hübsche Modelle (die funzen, aber nicht „real“ sind)
gruß
jartUl
Frage:Was sind Informationen aus der Außenwelt und Innenwelt
,die mein Gehirn erreichen, Naturwissenschaftlich (nicht
Philosophisch und Theologisch),Objektiv, Wirklich und Real?
Die „Informationen“ können erst so genannt werden, wenn sie verarbeitet werden, d.h. jemand Rückschlüsse aus diesen über seine Umwelt zieht.
Was aber die Informationsträger angeht, sind diese objektiv, wirklich und real: Energie abhängig von Zeit und Raum.
Kernenergie (Sonne) --> Elektromagnetische Energie (Licht) --> Chemische Energie (Auge, Gehirn) --> motorische Energie (Flucht, Jagd) --> Wärmeenergie (Reibungsverluste)
Zeigt, dass es verschiedene Energieformen gibt, die Lebewesen alle unterschiedlich wahrnehmen (=Informationsverarbeitung betreiben)
Gruß
jartUl
P.S: Sollte sowas nicht ins Philobrett?
Frage:Was sind Informationen aus der Außenwelt und Innenwelt
,die mein Gehirn erreichen, Naturwissenschaftlich (nicht
Philosophisch und Theologisch),Objektiv, Wirklich und Real?
objektivitaet, wirklichkeit und realitaet sind die begriffe, die man verwendet, wenn ein subjektiver mensch einen anderen subjektiven menschen von einer subjektiven feststellung ueberzeugen will.
real gibt es nicht, wenn du auf etwas absolutes anspielen solltest. ich mache meine aussage zwar auch gerade zum absolutum, aber naja…irgendwo muss ja mal ein ende sein*ggg*
die allgemein akzeptierten realitaeten sind physikalische erklaerungen.
die sind fuer uns so real wie fuer den glaubigen die existenz gottes real ist, so lange keiner ein gegenteil beweisst.
mfg:smile:
rene
Hi,
ist „Energie“, „Zeit“ und „Raum“ nicht die objektivste
Realität, die wir kennen?
Nö. Die NatWiss _glaubt_(!) es sei die objektive Realität (oder zumindest Aspekte davon). Die Annahme aber, dass es überhaupt sowas wie eine objektive Realität gibt, läßt sich _innerhalb_ derselben nicht widerlegen und nicht beweisen. Es ist und bleibt ein Glaube, eine Grundannahme, sozusagen. Diese Annahme ist aber für die NatWiss selbst sogar eigentlich bedeutungslos, weil es für die Vorhersagekraft von Modellen unerheblich ist, ob alles nur ein „Traum“ ist oder aber „objektive Realität“.
LG
Jochen
Traum ich?
Nö. Die NatWiss _glaubt_(!) es sei die objektive Realität
(oder zumindest Aspekte davon). Die Annahme aber, dass es
überhaupt sowas wie eine objektive Realität gibt, läßt sich
_innerhalb_ derselben nicht widerlegen und nicht beweisen. Es
ist und bleibt ein Glaube, eine Grundannahme, sozusagen. Diese
Annahme ist aber für die NatWiss selbst sogar eigentlich
bedeutungslos, weil es für die Vorhersagekraft von Modellen
unerheblich ist, ob alles nur ein „Traum“ ist oder aber
„objektive Realität“.LG
Jochen
Tach jo,
ich verstehe kein Wort von dem was Du sagst… sind da Tautologien versteckt? „innerhalb von irgendwas irgendwas beweisen“ oder sprichst Du dem Universum seine Existenz ab und es wird nur geträumt… oder wie?
rätzälnde grüße
jartUl
Ok, „Energie“, „Raum“ und „Zeit“ sind lediglich intersubjektive Realität und nicht wirklich objektiv, da wir von _innerhalb_ noch nichts über _außerhalb_ sagen können. Trotzdem stimme ich zu, dass „Energie“, „Zeit“ und „Raum“ die objektivste Realität ist, die wir kennen.
Es ist fraglich, wozu der Begriff der „echten Objektivität“ überhaupt sinnvoll ist, da er aus prinzipiellen Gründen nie erreicht werden kann - das wäre ein positivistisches Argument. Mein Vorschlag: Wir bezeichnen die objektivste aller Realitäten einfach mit „Realität“, mit dem Wissen, dass die Existenz noch realerer Realitäten nicht ausgeschlossen werden kann. 
Ptee
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
ich verstehe kein Wort von dem was Du sagst…
Sorry!
sind da Tautologien versteckt?
Nicht absichtlich, zumindest.
„innerhalb von irgendwas irgendwas beweisen“
Ein etwas verrücktes Beispiel, zugegeben, aber ein Versuch: Stell dir mal ein grünes Ding vor (egal was, einen grünen Ball meinetwegen). Sonst überhaupt nichts! Keinen Raum drumrum, keine Erde, kein Universum. Nichts. Was soll dan die Eigenschaft „Grün“? Ähm… was ich sagen will… Wenn es _nur_ das grüne Ding gibt, dann kann es nicht entscheiden, ob es nun grün ist.
Noch ein Versuch, jetzt etwas realistischer: Was ist Leben? Wir kennen nur diese eine Form genetisch programmierter, mikroskopisch kleiner Wassersäckchen mit Struktureller Grundlage auf Kohlenstoffbasis. Nichts sonst ist in den Effekten dem ähnlich. Wir sagen zwar: „Das ist Leben“, aber letzlich meinen wir damit nur eine mehr oder weniger vollständige Ansammlung von Eigenschaften, die _irdisches_ und _bekanntes_ „Leben“ eben hat. Was nun Leben wirklich ist, können wir nicht entscheiden, weil uns andere Konzepte zum Vergleich fehlen, die auch Eigenschaften haben, die, nun ja, „lebendig“ sind. Ok, auch der Vergleich hinkt. Ich laß’ es.
Wenn du magst, setzte nun „Realität“ an die Stelle von „Grün“ oder „Leben“.
oder sprichst Du dem Universum seine Existenz ab und
es wird nur geträumt… oder wie?
Ich spreche dem Universum garnichts ab. Aber auch nichts zu. Zu behaupten, es ist _kein_ „Traum“ ist genauso (viel oder wenig) verwegen, wie das Gegenteil zu behaupten.
rätzälnde grüße
Ich fürchte, dass ich mit dieser wirren Antwort nicht wirklich geholfen habe…
LG
Jochen
Hallo,
Es ist fraglich, wozu der Begriff der „echten Objektivität“
überhaupt sinnvoll ist, da er aus prinzipiellen Gründen nie
erreicht werden kann - das wäre ein positivistisches
Argument. Mein Vorschlag: Wir bezeichnen die objektivste aller
Realitäten einfach mit „Realität“, mit dem Wissen, dass die
Existenz noch realerer Realitäten nicht ausgeschlossen werden
kann.
Finde ich richtig gut! Stimme voll zu! Das ist ein pragmatischer Ansatz ganz nach meinem Geschmack… 
LG
Jochen
Ich fürchte, dass ich mit dieser wirren Antwort nicht wirklich
geholfen habe…LG
Jochen
Hi Jochen,
Du hast wirklich nicht viel geholfen
Aber anstatt sich nach meinem „ich raff nix“ posting schmollend in die Ecke zu verkriechen, hast Du wenigstens versucht Licht ins Dunkel zu bringen.
Mit Ptee’s Direktheit (Pragmatismus…) und Deiner Zustimmung verstehe ich jetzt aber wirklich was Du meintest!
Bin nur nicht auf die Idee gekommen, dass solche Gedankengänge im naturwissenschaftlichen Brett zelebriert werden (nicht, dass ich sie nicht zu schätzen wüsste
)
gruß
jartUl
PS: Zur Definition von Leben halte ich mich an Lesch: „Leben ist ein kosmischer Durchlauferhitzer“. Noch Fragen? *g*
Hallo!
Du hast wirklich nicht viel geholfen
Das freut mich wirklich!
Mit Ptee’s Direktheit (Pragmatismus…) und Deiner Zustimmung
verstehe ich jetzt aber wirklich was Du meintest!
Schön … jeman versteht mich! Wo ist der Rotstift…?.. ich muß das im Kalender markieren… 
Bin nur nicht auf die Idee gekommen, dass solche Gedankengänge
im naturwissenschaftlichen Brett zelebriert werden (nicht,
dass ich sie nicht zu schätzen wüsste)
Naturwissenschaftler haben einfach vor nichts Respekt…!
LG
Jochen