Hallo MecFleih,
Du bist aber wohl auch ein wenig voreingenommen gegen PDA’s,
oder?
Keineswegs! Immerhin habe ich 2 PDAs und nur 1 eingebautes Navi 
Ein eingebautes Navi werde ich nicht mehr kaufen, solange sie so teuer sind.
Trotzdem. Die Anfrage war: „Er braucht es täglich und stellt an die Navigation recht hohe Ansprüche“. So soll es auch sein!
Bei den PDAs ist es umgekehrt, sie stellen hohe Ansprüche an den Benutzer. Schlimmer noch, für Alleinfahrer stellen sie ein größeres Unfallrisiko dar, als ein Handy ohne Freisprecheinrichtung.
Ich schätze an den Geräten daß sie „Minicomputer“ sind, die
wesentlich mehr können als nur navigieren. Man hat immerhin
einen vollwertigen PDA dabei und kann damit z. B. auch alle
Organizer-Funktionen des Gerätes nutzen. Dazu kommt - und das
ist es was mich immer wieder zum PDA greifen läßt - die
Möglichkeit POI’s zu individualisieren (ich sage nur
Blitzer-Infos, Schnellrestaurants, Autowerkstätten usw.) Gerda
diese Zusatzinfos sind für mich das „Salz in der Suppe“, was
die Möglichkeiten der Geräte erst richtig interessant macht.
Dazu kommt der - im Vergleich zum fahrzeugeigenen Navi -
wirkliche Schnäppchenpreis und die Variabilität. Das Ding
funzt in jedem Auto, in dem ich unterwegs bin, nicht nur in
dem wo das ganze Zeug eingebaut ist.
Als Technikgegeisterter sehe ich das auch so.
Was die Navigation im Tunnel angeht: stimmt, da hat man kein
GPS-Signal und dann sind die Navi-Daten weg. Nur: Wieviele
Tunnel mit darin verbauten Abbiegemöglichkeiten gibt es? Ich
kenne gerade mal 2, nämlich einen in Bonn und den anderen bei
Aschaffenburg. Was ich damit sagen will: die Häufigkeit ist so
extrem selten daß man es im Grunde vernachlässigen kann. Und
wenn muß man eben dieses eine Mal selber aufpassen und ohne
Navi-Anweisung richtig abbiegen. Das sollte man wohl schaffen,
zumal auch eine PDA die nächste Abbiegung immer auch in
Schrift anzeigt. Bei der ersten Abbiegung im Tunnel liest man
also auch noch wohin man fahren muß. Erst an der 2. Abbiegung
im Tunnel hat man wirklich keine Info mehr. Wieviele Tunnel
kennst Du, in denen man 2x abbiegen muß? Da kenne ich nämlich
gar keinen mehr… Das ist also IMHO ein zu vernachlässigendes
Argument.
Das stimmt schon, das mit den Tunneln ist wirklich kein ko-Kriterium.
(Im übrigen gibt es davon in Berlin mehr als in Bonn und Aschaffenburg zusammen).
Das Entscheidende ist aber, dass das eingebaute Navi mit dem Tacho verbunden ist. Dadurch weiß es viel genauer und aktueller wo es sich gerade befindet.
Wurde ein PKW mit Einbau-Navi auf einem Abschleppwagen gefahren werden, wäre die Navigation genauso „schlecht“ wie bei einem mobilen Navi.
Die Koppelung mit dem Tacho ist auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Ein U-Turn während einer Vorankündigung „in 200m links abbiegen“ wird erst etwas verspätet von der nächsten Satellitenortung erkannt.
Aus diesem Grund sind in einigen Luxus-Karossen Trägheits-Navis eingebaut, zusätzlich zur GPS-Navi. Mit dem Kreiselkompass wird die metergenaue Feinarbeit gemacht, während die Satelliten-Navi das ganze mit der absoluten Position synchronisiert (habe ich mal gelesen).
Meine Erfahrungen sowohl mit dem PDA als auch der
Handynavigation (Route66) sind positiv. Ich hatte nie
ernstzunehmende Probleme, seit 3 Jahren nicht.
Ich glaube daß bei diesem Thema unheimlich viel „Glaube“
mitspielt. Der eine hat lieber eine Kartendarstellung, der
andere möchte nur Pfeile sehen, der eine mal Programm X, der
andere Y. Hinz will ein Navi im Autoradio, Kunz als
eigenständigen Festeinbau, wieder andere einen PDA und manche
einen PNA. Alles hat Vor- und Nachteile. Am Ende entscheidet
da wohl zu großen Teilen schlicht der Geschmack und ob das
gewählte System/Programm zu den eigenen Bedürfnissen paßt…
Sehe ich auch so.
Als kritischer sehe ich die Situation an mit dem Kartenmaterial. Es ist viel zu teuer, und es gibt keinen praktikablen Updateservice.
Auch vermisse ich Offroad-Karten zum Radfahren, Scaten, Wandern usw.
Bei http://wimobi.com/gpsdash/news.ppc2.php gibt es etwas, was vielleicht hilft.
Viele Grüße
Dieter