Navigation gesucht

Hallo,

mein Vater sucht ein passendes Gerät für die Navigtion. Bisher hatte er ein eingebautes Navigationsgerät, was aber jetzt nicht in Frage kommt.
Er braucht es täglich und stellt an die Navigation recht hohe Ansprüche. „Offroad“-Meldungen und unnütze Umwege sind ihm ein Ärgernis.

Seine Wünsche:

  • gut lesbares Farbdisplay
  • integrierte GPS Antenne
  • schneller Rechner (für schnelles navigieren wenn man an der Straße vorbei fährt)
  • Updates per Internet (Kartenmaterial usw.)
  • TMC-Funktion (Stauumfahrung)
  • Kartensoftware: Navtec für Europa (nicht Teleatlas)

Eventuell kommt auch ein PDA in Frage, weil er dann die Kundendateien im Excel-Format anschauen und ggf. bearbeiten könnte. Dies steht aber nicht an erster Stelle.
Optimal wäre auch die Kombination mit Handy, denn eine Karte hat er. Hierbei denkt er an das neue HP iPAQ hw6915 Mobile Messenger o.ä.
In seinen Tests haben die „TomTom“ nur mittelmäßig abgeschnitten, daher kommt das wohl eher nicht in Frage, außer ihr könnt ihn vom Gegenteil überzeugen.
In der näheren Auswahl ist Navigon Mobil Navigator 5 (getestet mit: HP iPAQ H 2410 Karte: Navtec 2005).

Wer hat weitere Ideen / Anregungen oder kann ein bestimmtes Gerät empfehlen / davon abraten?

Gruß
Tato

Hallo Tato,
da sind ja fromme Wünsche dabei :smile:
Wenn dein Vater von einem Einbau-Navi auf ein PDA-Navi wechselt, muss er einige Abstriche machen bezüglich Bedienkomfort und Navigationsgenauigkeit. Ich bin viele weite Strecken mit dem PKW gefahren, wobei ich das Integrierte Navi und parallel das PDA-Navi eingeschaltet hatte.
Unterschiede:
Das PDA-Navi kann während der Fahrt aus Sicherheitsgründen nur vom Beifahrer bedient werden. Das integrierte Navi kann vom Fahrer teilweise ohne Hinsehen bedient werden, z.B. Wiederholen der letzten Ansage.
Der PDA mit integrierter Antenne muss an der Windschutzscheibe befestigt werden. Das hält zwar gut. Bei hellem Wetter (Sonnenschein) ist auf dem Display aber nichts mehr zu erkennen.
Ein PDA-Navi mit einem iPAQ kennt kein TMC. Wie denn auch? Dazu müsste der iPAQ einen Radio-Tuner haben, der TMC erkennt und die Daten dem Navi-System mitteilt ! Man kann die TMC-Info auch über eine GPRS-Internetverbindung einholen. Gemessen an dem fragwürdigen Nutzen von TMC halte ich diesen Aufwand für recht hoch.
Für Berufsfahrer gibt es eine wesentlich aktuellere und genauere Verkehrsinfo (Gebührenpflichtig. Komme jetzt nicht auf den Namen). Die wird an Autobahnbrücken per Funk ins GPS-System eingespeist.

Wenn man z.B. in einen Stadtautobahn-Tunnel einfährt, ist das PDA-Navi sofort „tot“. Das integrierte Navi funktioniert (eingeschränkt) aber immer noch, z.B. mit der Ansage „in 200 m rechts abbiegen“ und „jetzt abbiegen“. Das wird ermöglicht, weil das Navi mit dem Tacho verbunden ist.
Verblüfft hat mich mein Einbau-Navi als ich im Parkhaus ein neues Ziel eingegeben habe und es mir dann sagte „nach der Ausfahrt links abbiegen“. Ein Satellitenempfang bestand zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die GPS-Systeme, die ich habe/betreue (Medion, DB-Command), TomTom), benutzen alle Tele-Atlas Kartenmaterial. Es ist wegen des unterschiedlichen Formats leider immer nur auf dem einen System einzusetzen. Ein Karten-Update gibt es bei Teleatlas nicht, immer nur Neukauf (gibt es bei anderen Kartenmaterial-Lieferanten karten-Updates?)
Für die Navi-Software gibt es in großen Abständen einen kostenlosen Update.
Meine Tochter (Ärztin) hat bei Noteinsätzen im ländlichen Gebiet mit dem PDA-Navi (Compaq) graue Haare bekommen. Ein dediziertes Gerät a la TomTom ist da schon besser. Ich würde an deiner Stelle auch mal die GPS-Autoradios ansehen.
Viele Grüße
Dieter aus
08° 40´ 45" O
51° 44´ 27" N

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Dieter,

Du bist aber wohl auch ein wenig voreingenommen gegen PDA’s, oder?

Ich schätze an den Geräten daß sie „Minicomputer“ sind, die wesentlich mehr können als nur navigieren. Man hat immerhin einen vollwertigen PDA dabei und kann damit z. B. auch alle Organizer-Funktionen des Gerätes nutzen. Dazu kommt - und das ist es was mich immer wieder zum PDA greifen läßt - die Möglichkeit POI’s zu individualisieren (ich sage nur Blitzer-Infos, Schnellrestaurants, Autowerkstätten usw.) Gerda diese Zusatzinfos sind für mich das „Salz in der Suppe“, was die Möglichkeiten der Geräte erst richtig interessant macht. Dazu kommt der - im Vergleich zum fahrzeugeigenen Navi - wirkliche Schnäppchenpreis und die Variabilität. Das Ding funzt in jedem Auto, in dem ich unterwegs bin, nicht nur in dem wo das ganze Zeug eingebaut ist.

Was die Navigation im Tunnel angeht: stimmt, da hat man kein GPS-Signal und dann sind die Navi-Daten weg. Nur: Wieviele Tunnel mit darin verbauten Abbiegemöglichkeiten gibt es? Ich kenne gerade mal 2, nämlich einen in Bonn und den anderen bei Aschaffenburg. Was ich damit sagen will: die Häufigkeit ist so extrem selten daß man es im Grunde vernachlässigen kann. Und wenn muß man eben dieses eine Mal selber aufpassen und ohne Navi-Anweisung richtig abbiegen. Das sollte man wohl schaffen, zumal auch eine PDA die nächste Abbiegung immer auch in Schrift anzeigt. Bei der ersten Abbiegung im Tunnel liest man also auch noch wohin man fahren muß. Erst an der 2. Abbiegung im Tunnel hat man wirklich keine Info mehr. Wieviele Tunnel kennst Du, in denen man 2x abbiegen muß? Da kenne ich nämlich gar keinen mehr… Das ist also IMHO ein zu vernachlässigendes Argument.

Meine Erfahrungen sowohl mit dem PDA als auch der Handynavigation (Route66) sind positiv. Ich hatte nie ernstzunehmende Probleme, seit 3 Jahren nicht.

Ich glaube daß bei diesem Thema unheimlich viel „Glaube“ mitspielt. Der eine hat lieber eine Kartendarstellung, der andere möchte nur Pfeile sehen, der eine mal Programm X, der andere Y. Hinz will ein Navi im Autoradio, Kunz als eigenständigen Festeinbau, wieder andere einen PDA und manche einen PNA. Alles hat Vor- und Nachteile. Am Ende entscheidet da wohl zu großen Teilen schlicht der Geschmack und ob das gewählte System/Programm zu den eigenen Bedürfnissen paßt…

Gruß,

MecFleih

1 „Gefällt mir“

Hi!

Nur ein paar i-Tüpfelchen:

Ein PDA-Navi mit einem iPAQ kennt kein TMC. Wie denn auch?
Dazu müsste der iPAQ einen Radio-Tuner haben, der TMC erkennt
und die Daten dem Navi-System mitteilt ! Man kann die TMC-Info
auch über eine GPRS-Internetverbindung einholen. Gemessen an
dem fragwürdigen Nutzen von TMC halte ich diesen Aufwand für
recht hoch.

Oder ganz einfach mit einem Zusatzmodul (ohne GPRS-Internetverbindung sondern ganz einfach ein „kleiner“ Tuner)

Die GPS-Systeme, die ich
habe/betreue (Medion, DB-Command), TomTom), benutzen alle
Tele-Atlas Kartenmaterial.

Falsch: Medion benutzt NavTeq-Karten.

Grüße,
Tomh

Hallo MecFleih,

Du bist aber wohl auch ein wenig voreingenommen gegen PDA’s,
oder?

Keineswegs! Immerhin habe ich 2 PDAs und nur 1 eingebautes Navi :smile:
Ein eingebautes Navi werde ich nicht mehr kaufen, solange sie so teuer sind.
Trotzdem. Die Anfrage war: „Er braucht es täglich und stellt an die Navigation recht hohe Ansprüche“. So soll es auch sein!
Bei den PDAs ist es umgekehrt, sie stellen hohe Ansprüche an den Benutzer. Schlimmer noch, für Alleinfahrer stellen sie ein größeres Unfallrisiko dar, als ein Handy ohne Freisprecheinrichtung.

Ich schätze an den Geräten daß sie „Minicomputer“ sind, die
wesentlich mehr können als nur navigieren. Man hat immerhin
einen vollwertigen PDA dabei und kann damit z. B. auch alle
Organizer-Funktionen des Gerätes nutzen. Dazu kommt - und das
ist es was mich immer wieder zum PDA greifen läßt - die
Möglichkeit POI’s zu individualisieren (ich sage nur
Blitzer-Infos, Schnellrestaurants, Autowerkstätten usw.) Gerda
diese Zusatzinfos sind für mich das „Salz in der Suppe“, was
die Möglichkeiten der Geräte erst richtig interessant macht.
Dazu kommt der - im Vergleich zum fahrzeugeigenen Navi -
wirkliche Schnäppchenpreis und die Variabilität. Das Ding
funzt in jedem Auto, in dem ich unterwegs bin, nicht nur in
dem wo das ganze Zeug eingebaut ist.

Als Technikgegeisterter sehe ich das auch so.

Was die Navigation im Tunnel angeht: stimmt, da hat man kein
GPS-Signal und dann sind die Navi-Daten weg. Nur: Wieviele
Tunnel mit darin verbauten Abbiegemöglichkeiten gibt es? Ich
kenne gerade mal 2, nämlich einen in Bonn und den anderen bei
Aschaffenburg. Was ich damit sagen will: die Häufigkeit ist so
extrem selten daß man es im Grunde vernachlässigen kann. Und
wenn muß man eben dieses eine Mal selber aufpassen und ohne
Navi-Anweisung richtig abbiegen. Das sollte man wohl schaffen,
zumal auch eine PDA die nächste Abbiegung immer auch in
Schrift anzeigt. Bei der ersten Abbiegung im Tunnel liest man
also auch noch wohin man fahren muß. Erst an der 2. Abbiegung
im Tunnel hat man wirklich keine Info mehr. Wieviele Tunnel
kennst Du, in denen man 2x abbiegen muß? Da kenne ich nämlich
gar keinen mehr… Das ist also IMHO ein zu vernachlässigendes
Argument.

Das stimmt schon, das mit den Tunneln ist wirklich kein ko-Kriterium.
(Im übrigen gibt es davon in Berlin mehr als in Bonn und Aschaffenburg zusammen).
Das Entscheidende ist aber, dass das eingebaute Navi mit dem Tacho verbunden ist. Dadurch weiß es viel genauer und aktueller wo es sich gerade befindet.
Wurde ein PKW mit Einbau-Navi auf einem Abschleppwagen gefahren werden, wäre die Navigation genauso „schlecht“ wie bei einem mobilen Navi.
Die Koppelung mit dem Tacho ist auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Ein U-Turn während einer Vorankündigung „in 200m links abbiegen“ wird erst etwas verspätet von der nächsten Satellitenortung erkannt.
Aus diesem Grund sind in einigen Luxus-Karossen Trägheits-Navis eingebaut, zusätzlich zur GPS-Navi. Mit dem Kreiselkompass wird die metergenaue Feinarbeit gemacht, während die Satelliten-Navi das ganze mit der absoluten Position synchronisiert (habe ich mal gelesen).

Meine Erfahrungen sowohl mit dem PDA als auch der
Handynavigation (Route66) sind positiv. Ich hatte nie
ernstzunehmende Probleme, seit 3 Jahren nicht.

Ich glaube daß bei diesem Thema unheimlich viel „Glaube“
mitspielt. Der eine hat lieber eine Kartendarstellung, der
andere möchte nur Pfeile sehen, der eine mal Programm X, der
andere Y. Hinz will ein Navi im Autoradio, Kunz als
eigenständigen Festeinbau, wieder andere einen PDA und manche
einen PNA. Alles hat Vor- und Nachteile. Am Ende entscheidet
da wohl zu großen Teilen schlicht der Geschmack und ob das
gewählte System/Programm zu den eigenen Bedürfnissen paßt…

Sehe ich auch so.
Als kritischer sehe ich die Situation an mit dem Kartenmaterial. Es ist viel zu teuer, und es gibt keinen praktikablen Updateservice.
Auch vermisse ich Offroad-Karten zum Radfahren, Scaten, Wandern usw.
Bei http://wimobi.com/gpsdash/news.ppc2.php gibt es etwas, was vielleicht hilft.

Viele Grüße
Dieter

Hallo,
das mit dem TMC-Zusatzmodul habe ich jetzt auch entdeckt, bei Aldi.

Was das Medion-Kartenmaterial betrifft, haben wir wohl beide Recht:
Auf meinen CDs (für Medion-Navigator 4.2) ist eindeutig das Label von Tele-Atlas drauf.

Viele Grüße
Dieter

Nur ein paar i-Tüpfelchen:

Ein PDA-Navi mit einem iPAQ kennt kein TMC. Wie denn auch?
Dazu müsste der iPAQ einen Radio-Tuner haben, der TMC erkennt
und die Daten dem Navi-System mitteilt ! Man kann die TMC-Info
auch über eine GPRS-Internetverbindung einholen. Gemessen an
dem fragwürdigen Nutzen von TMC halte ich diesen Aufwand für
recht hoch.

Oder ganz einfach mit einem Zusatzmodul (ohne
GPRS-Internetverbindung sondern ganz einfach ein „kleiner“
Tuner)

Die GPS-Systeme, die ich
habe/betreue (Medion, DB-Command), TomTom), benutzen alle
Tele-Atlas Kartenmaterial.

Falsch: Medion benutzt NavTeq-Karten.

Grüße,
Tomh