Hallo Jens,
es sind nicht einige Nazis ins Ausland geflohen, sondern sehr
viele Deutsche, die im Morgenthau-Deutschland keine Zukunft
mehr und keine Perspektive sahen. Die kannten die haßverzerrten
Pläne in den USA für Deutschland und wollten darum anderswo ihr
Glück suchen. Viele haben es auch gefunden. Auch mein Vater plan-
te, nach Canada auszuwandern, um dort Bushpilot zu werden. Es
kam jedoch anders. Viele leben übrigens noch und nicht alle,
im Gegenteil, nur ganz wenige, haben Straftaten früher mal be-
gangen. Und sind natürlich längst rehabilitiert. Wie ja jedem
Menschen Jugendsünden rehabilitiert werden sollten, wenn man
nicht einem anderen Gerechtigkeitsgeist folgt. Keiner hat in
der neuen gefundenen Heimat eine kriminelle Karriere begonnen
oder ist unangenehm sonstwie aufgefallen.Klar rehabilitiert also!
Selbstverständlich ist bekannt, wo derartige Menschen leben, u.a.
auch in Rio de Janeiro, im Deutschen Club dort, wo auch Menschen
aus dem Auswärtigen Amt Deutschlands verkehren und viele Touris-
ten, die zu Gast dort sind, bzw. eingeladen werden, an den Ver-
anstaltungen des Deutschen Clubs teilzunehmen.
Auch Nachbarländer, vorwiegend Spanisch-Sprachige, wie Paraguay,
Uruguay und andere haben namhafte Deutsche, u.a. der für den
Stern später in Deutschland schreibende Sekretär von Goebbels,
van Oven. Dieser Herr van Oven ist sehr fitt und hochintelligent
und wird in Deutschland viel gelesen, weil er sehr gefällig
schreibt. Auch im Fernsehen tritt er ab und zu auf.
Selbstverständlich hat der Mossad eine genaue Liste aller NSDAP-
Parteimitglieder, und wo die im Ausland residieren, heute noch.
Aber für die politische Propaganda gibt das nichts mehr her, also
werden sie auch in Ruhe gelassen und machen sich für ihre neue
Regierung vor Ort stark und beraten verschiedene Institutionen.
Der namhafteste Berater für das Ausland ist der ehemals sehr
mächtigen Gestapo-Chef Müller gewesen, der lange Zeit für den
US-amerikanischen Geheimdienst CIC, später dann in CIA umbenannt,
arbeiten durfte und dort hohes Ansehen genoß. Soweit bekannt,
hat er bis zu seinem Tod großes beim Aufbau der CIA-Auslands-
schwadronen, auch in Chile vor 1970, geleistet. Akkurat, präzise,
pünktlich, typisch deutsch halt. Die US-Amis haben den vor dem
Mossad beschützt, weil sie ihn im sogenannten Kalten Krieg für
eigene Zwecke gebrauchen und nicht an den blutrünstigen Mossad für seine bekannten Schauspiele opfern wollten. Wie Wernher von
Braun in der Raketentechnik von Peenemünde, V-1, V-2, Dora-
Mittelbau als Produktionsstätte u.a., und andere bedeutende Ra-
keteningenieure hielten sich die USA Spezialisten für die neuen
Kriege, neuen Angriffe und Verteidigungen. Auch der Spezialist
für FREMDE HEERE OST des III. Reiches, General Reinhard Gehlen,
wurde vom CIC noch gebraucht und als erster BND-Chef in Pullach,
südlich München in der als souverän gelten sollenden BRD instal-
liert. Später kamen dann andere, noch zweifelhaftere Gestalten
dort unter, Gerhard Baum, Holger Pfahls - derzeit auf der Flucht
vor den Deutschen Staatsanwälten - und auch der spätere Außenminister der FDP. Aber das ist ja bekannt.
Unnatürlichen Todes oder in Armut ist kaum einer jemals gestorben.
Jens, bekanntlich hat Israel auf jegliche Rache verzichtet und richtet sich nur noch nach abendländischen Rechtsregeln. Soweit
ich weiß, soll das auch für Nahoost gelten, aber genaueres weiß
ich da leider gar nicht.
RR