Nbkst. sparen/Sat-schüssel statt Kabel?

Hallo liebe Wissende!

Gerade habe ich die Betriebskostenabrechnung für meine Mieter fertig gestellt. Leider, leider sind die Nebenkosten wieder einmal erheblich gestiegen. Im Interesse meiner Mieter suche ich nach Möglichkeiten die Kosten, wo es nur irgendwie geht, zu senken.
Dazu meine Frage:
z.Zt. verfügt das Haus über einen Kabelanschluß. Die Gebühr dafür hat sich auch in diesem Jahr wieder verteuert. Wie schaut es aus wenn ich eine Satellitenschüssel installieren lasse? Was kostet diese? Werden ebenfalls jährliche Gebühren an irgendeine Organisation fällig? Kann ich die Installation der Schüssel, zumindest anteilig,auf die Mieter umlegen?
Noch folgendes: ich selber wohne in einem separaten „Nebenhaus“, und habe einen Kabelanschlußtarif der sowohl mein Haus als auch das Mietobjekt einschließt, d.h. an den Kosten für den Kabelanschluß bin ich natürlich beteiligt. Kündige ich nun den Anschluß und ersetze ihn durch eine Sat-Schüssel, so muß ich entweder einen neuen Kabelanschlußvertrag für mein eigenes Haus abschließen oder mir ebenfalls eine Satellitenschüssel zulegen.
Hat jemand eine Ahnung wie dafür die Kosten aussehen?
Lohnt sich edas ganze „Projekt“?? Was meint ihr?
Ich bin für jede Auskunft dankbar und falls jemand noch Ideen hat wie man Kosten sparen kann… Nur zu!!

Liebe Grüße und Danke im Voraus sagt
Lea

Hallo Lea,

es entstehen die Anschaffungskosten für die Schüssel und es werden natürlich auch geringe Stromkosten fällig. Gebühren, mit Ausnahme der ohnehin an die GEZ zu zahlenden Gebühren treten dagegen nicht auf.

Gerade habe ich die Betriebskostenabrechnung für meine Mieter
fertig gestellt. Leider, leider sind die Nebenkosten wieder
einmal erheblich gestiegen. Im Interesse meiner Mieter suche
ich nach Möglichkeiten die Kosten, wo es nur irgendwie geht,
zu senken.
Dazu meine Frage:
z.Zt. verfügt das Haus über einen Kabelanschluß. Die Gebühr
dafür hat sich auch in diesem Jahr wieder verteuert. Wie
schaut es aus wenn ich eine Satellitenschüssel installieren
lasse? Was kostet diese? Werden ebenfalls jährliche Gebühren
an irgendeine Organisation fällig? Kann ich die Installation
der Schüssel, zumindest anteilig,auf die Mieter umlegen?

Eine Umlage ist nur dann möglich, wenn die Massnahme vorher mit den Mietern besprochen wurde und die Kosten auch vorher bekannt sind. Wobei hier die Umlage insoweit problematisch ist, weil ein Mieter den Kaufpreis zu finanzieren hat, möglicherweise jedoch nach zwei oder drei Jahren auszieht und Anteile erwirbt, die er nicht mitnehmen kann, aber auch nicht an einen anderen Mieter verkaufen kann.

Es sollte deshalb mit den Mietern gesprochen werden und es erscheint sinnvoll die Kosten auf einige Jahre zu verteilen inkl. der Abschreibung und dann mit deutlich geringeren Beträgen mit Zustimmung (durch Vertragsänderung) der Mieter umzulegen.

Noch folgendes: ich selber wohne in einem separaten
„Nebenhaus“, und habe einen Kabelanschlußtarif der sowohl mein
Haus als auch das Mietobjekt einschließt, d.h. an den Kosten
für den Kabelanschluß bin ich natürlich beteiligt. Kündige ich
nun den Anschluß und ersetze ihn durch eine Sat-Schüssel, so
muß ich entweder einen neuen Kabelanschlußvertrag für mein
eigenes Haus abschließen oder mir ebenfalls eine
Satellitenschüssel zulegen.

Hier dürfte für Dich die Kostenfrage wohl eher negativ ausgehen. Möglicherweise hast Du sogar den erheblich günstigeren Tarif wie er üblicherweise verlangt wird. Wenn Du nun den Kabelsanchluss änderst, wirst Du wohl die Kosten eines Einzelanschlusses tragen müssen.

Wenn ich beachte, dass ich derzeit 14,50 € monatlich für den Kabelanschluss entrichte und der Anschluss soll ab Juli um die 20 € betragen, sind dies im Jahr sage und schreibe nach dem jetzigen Tarif im Jahr nur 174,00 € oder 340,31 DM pro Jahr. Da es schon Schüssel weit unter 500 € gibt, kannst Du sogar für Dich alleine ausrechnen, dass sich diese Investition spätestens nach die Jahren rentiert. Nach drei Jahren fallen nämlich nur notwendige Kosten für Verstärkeranlagen (Stromkosten geruing) an. Da kannst Du dann eine "Pauschale für die Nutzung der Satelittenschüssel, die nicht mit den Betriebskosten abgerechnet wird, sondern Bestandteil der Miete sein sollte " mit den Mietern vereinbaren. Ich bin der Auffassung, dass sich ein Umdenken lohnt. Wir sind derzeit an diesem Thema, weil wir die zwischenzeitlich unverschämten Preise von Kabel nicht mehr länger abkzeptieren wollen. Ich befürworte die Umstellung.

Hat jemand eine Ahnung wie dafür die Kosten aussehen?
Lohnt sich edas ganze „Projekt“?? Was meint ihr?
Ich bin für jede Auskunft dankbar und falls jemand noch Ideen
hat wie man Kosten sparen kann… Nur zu!!

Ich gehe bei der nächsten Beantwortung von der Tatsache aus, dass diese Kosten umgelegt werden und versuche in etwa der Reihenfolge der Kostenarten zu folgen:

Kosten bei Grundsteuern nicht beeinflussbar.
Kosten der Wasserversorgung - Wasserspülung im WC geringer einstellen - statt z.B. 9 Ltr nur 7 Ltr. pro Spülung. Darauf achten, dass keine undichten Hähne vorhanden sind.
Kosten der Entwässerung sind nicht beinflussbar, sondern sidn an den Wasserverbauchskosten orientiert. Wer Wasser einspart, spart dann natürlich Kosten der Entwässerung.

Wer Wasser für den Garten nutzt sollte prüfen, ob in der Gemeinde/Stadt/Wasserwerke ein Sondertarif besteht, der vorschreibt, dass eine Wasseruhr an der Entnahmestelle Garten sein muss, damit das dort verbrauchte Frischwasser nicht als Abwasser berechnet wird.

Aufzugskosten sind nicht beeinflussbar.
Kosten der Strassenreinigung müssen nicht unbedingt anfallen, wenn die Mieter insgesamt sich abwechselnd selbst beteiligen. Die Kosten der Müllabfuhr dagegen sind oft nicht beeinflussbar, Selten fährt jemand in einer Komune günstiger, der wenig Müll verursacht.

Hausreinigung können die Mieter selbst übernehmen und hierbei Kosten sparen. Dasselbe gilt für die Gartenpflege. Bedingung ist aber, dass alle Mieter mitmachen und nicht einige warten bis die anderen putzen und sich an der Arbeit vorbei mogeln.

Treppenhausbeleuchtung, Allgemeinbeleuchtung. Zeittimer anbringen, damit in den Allgemeinräumen nicht das Licht immer wieder unnötig brennt. Wenn möglich auf Bewegungsmelder verzichten. Ansonsten prüfen, ob es sein muss, dass jeder, der auf dem Gehweg entlang geht den Bewegungsmelder auslösen muss.

Kaminfeger, Immission/Emmission sind nicht zu vermeiden. Auf einen Wartungsvertrag oder eine regelmässige Wartung der Heizung und der Warmwasserboiler sollte nicht verzichtet werden. Ein funktionierender Heizkessel oder entkalkte Warmwasserboiler helfen Energiekosten zu sparen.

Bei Sach- und Haftpflichtversicherungen auf Gebäudebrand, Hauseigentümerhaftpflicht, Leitungswasserversicherung, in Einzelfällen mit Dachfenster eine Glasbruchversicherung sind bei richtiger Wahl der Versicherung durchaus Prämieneinsparungen möglich.

Kosten eines Hauswartes. Hier ist tatsächlich zu prüfen, ob solche Kosten entstehen müssen. Wobei hier beachtet werden muss, dass selbstverständlich diese Frage, ob ein Hauswart erforderlich ist in einem Gebäude bis zu 10 Mietern relativ einfach zu klären sein wird, während in Großanlagen meist sogar Mieter deshalb einziehen, weil sie nichts mit Reinigung zu tun haben wollen. Um aber insgesamt die Kosten für den Einzelnen zu senken, ist der Hauswart anzuweisen, dass er keine Arbeiten für einen einzelnen Mieter ausführt, ohne dass, wenn eine Hausverwaltung vorhanden ist, diese Arbeiten dieser oder dem Vermieter mitgeteilt werden. Diese Kosten sind dann unter Kleinreparatur nur dem Mieter zu berechnen, den sie betreffen. Diese Kosten dürfen im Übrigen auch nicht bei den Gesamtkosten umgelegt werden. Also einfach: Wer eine Dichtung an einem Wasserhahn sich vom Hausmeister ersetzen lässt, hat diese Kosten über die Kleinreparaturklausel selbst zu zahlen.

Kosten der Geeisnchaftsantenne / Kabelanlage sind je nach Art nicht zu beeinflussen, können aber druch Satelittenschüsseln gesenkt werden. Bitte hier klären, ob in einer Komunue ein Beschluss besteht, dass keine Schüsseln auf die Dächer dürfen, weil das Kabelnetz gelegt wurde.

Bei den Heizkosten sollte man bei Ölheizungen versuchen den günstigsten Zeitpunkt zum Einkauf zu erwischen und Angebote einholen. Achtung ! Ab 01.09.2001 kann der Mieter einen Nachweis verlangen, welche Angebote eingeholt wurden und weshalb nicht der preisgünstigste Anbieter berücksichtigt wurde

Gaspreise sind überwiegend derzeit noch nicht beeinflussbar. Bei Strombezug jeder Art besteht bekanntlich schon heute die Möglichkeit einen anderen Lieferanten zu wählen. Hier bitte aber genau die Verbrauchsmengen, Preise und Einzelheiten der Verträge prüfen.

Hoffe nun, ich habe hier einige Hinweise geben können.

Gruss Günter

Hallo Lea,

das Projekt ist nicht ganz billig. Du benötigst:

  1. Eine ordentliche Sat-Schüssel (nicht diese kleinen Baumarkt-Dinger)
  2. Einen Universal-LNB mit 4 Ausgängen
  3. Einen sog. Multiswitch, der die Signale in die einzelnen Wohnungen verteilt.
  4. Im schlimmsten Fall: Neue Kabel in den Wänden (wie alt ist die Installation?).

Dazu kommt noch: Für Deine Mieter ist das eine gewisse Einschränkung/Belastung. Jede Partei muß sich einen Receiver anschaffen und das beim Kabel so schöne „eine Sendung im Rekorder aufzeichnen, während man die andere guckt“ geht dann auch nicht mehr. Das könnte Gemaule geben.

Sollte man sich gut überlegen.

Gruß
Stefan

Hallo Günter,

ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort!!
So, da muß ich jetzt also gut überlegen und natürlich als erstes mit meinen Mietern sprechen, was wir bzgl. der Satellitenschüssel vereinbaren.
Deine anderen Kostenspar-Vorschläge habe ich auch schon durchüberlegt. Da mein Haus erst fünf Jahre alt ist, ist es technisch so ziemlich auf dem neuesten Stand. Also Wärmedämmung, Wasserspartaste bei Toilettenspülung, Doppelglasfenster etc. pp… Auf unseren Hausmeister (der übrigens der geringste Kostenfaktor ist!), will eine Mietpartei nicht verzichten. Die wollen halt nicht selber putzen oder im Winter Schnee räumen. Also können wir ihn nicht streichen…
Das Ärgerlichste ist die Kostensteigerung bei den Posten die man halt kaum beeinflussen kann. Bspw. eben die Grundsteuer. Absolut wütend macht mich die rasante Kostensteigerung für die Müllabfuhrgebühren! Und das, wo man eh den Müll trennt und macht und tut… *grrrh*
Mittlerweile habe ich für meine Mieter schon mal Energiespartipps zusammen gestellt, so dass auch jeder für sich versuchen kann seine Kosten zu senken. Dabei bin ich auf einen interessanten Hinweis gestossen wie man mit Hilfe eines Deckenventilators Heizkosten sparen kann. Um bspw. eine Bodentemperatur von 21 Grad zu erreichen, muß man 30% mehr an Heizaufwand betreiben!!! Mit Hilfe des Ventilators wird die Luft umgewälzt, also die sich an der Decke befindliche warme Luft besser im gesamten Raum umverteilt. Wenn das hilft 30% Kosten einzusparen kauf ich mir selber auch gleich einen Ventilator!
Vielleicht war dieser Hinweis ja auch für dich nützlich.

Vielen Dank nochmals und einen schönen Sonntag!
Lieben Gruß von Lea

Hallo Stefan,

herzlichen Dank für deine Antwort!
Ja, da habe ich nun wirklich wieder etwas zum gut „Drübernachdenken“… *seufz*

Hallo Lea,

das Projekt ist nicht ganz billig. Du benötigst:

  1. Eine ordentliche Sat-Schüssel (nicht diese kleinen
    Baumarkt-Dinger)
  2. Einen Universal-LNB mit 4 Ausgängen
  3. Einen sog. Multiswitch, der die Signale in die einzelnen
    Wohnungen verteilt.
  4. Im schlimmsten Fall: Neue Kabel in den Wänden (wie alt ist
    die Installation?).

Das Haus ist fünf Jahre alt.

Dazu kommt noch: Für Deine Mieter ist das eine gewisse
Einschränkung/Belastung. Jede Partei muß sich einen Receiver
anschaffen und das beim Kabel so schöne „eine Sendung im
Rekorder aufzeichnen, während man die andere guckt“ geht dann
auch nicht mehr. Das könnte Gemaule geben.

Ach herrjeh, da ich einen, zwar sehr lieben, aber ziemlich fernsehwilden Mieter habe, wird das Projekt vermutlich an ihm scheitern.

Sollte man sich gut überlegen.

Wie schon gesagt, das werde ich natürlich tun und dann mit den Mieter sprechen wie wir uns entscheiden.
Mich macht halt diese rasante Kostensteigerung zornig und wütend. Und das Übelste daran ist, dass man an den verschiedenen Kostenfaktoren praktisch nichts ändern kann.

Danke nochmal für deine Hinweise und einen schönen Sonntag!

Herzlichen Gruß von Lea

Gruß
Stefan

Hallo Lea,

kannte diesen Tipp bisher nicht. Danke.

Gruss Günter

Hallo Lea,

das Projekt ist nicht ganz billig. Du benötigst:

  1. Eine ordentliche Sat-Schüssel (nicht diese kleinen
    Baumarkt-Dinger)
  1. Im schlimmsten Fall: Neue Kabel in den Wänden (wie alt ist

die Installation?).

Dazu kommt noch: Für Deine Mieter ist das eine gewisse
Einschränkung/Belastung. Jede Partei muß sich einen Receiver
anschaffen und das beim Kabel so schöne „eine Sendung im
Rekorder aufzeichnen, während man die andere guckt“ geht dann
auch nicht mehr. Das könnte Gemaule geben.

Sollte man sich gut überlegen.

Gruß
Stefan

Moin Stefan,
Dumme Frage eines noch-Unwissenden:
Wieso muß jeder Mieter einen eigenen Receiver haben?
Ich denke das geht doch auch über eine sogenannte Kopfstation: Irgendso ein fetter Receiver speist die Satellitenprogramme in die vorhandene, im Haus verlegte Antennenleitung ein und die Mieter merken theoretisch fast nichts davon; eventuell muß der eine oder anderere Kanal nachjustiert werden?
Neue Antennenkabel brauchst dann auch fast gar nicht.
Telekom verdient nichts mehr und man kann die Kanäle einspeisen, die die Mieter wollen und nicht die, die irgendeine Kommission beschlossen hat [ich ärgere mich, daß ich in Augsburg nicht die Norddeutschen Dritten bekomme, dafür aber Viva und MTV; als VH-1 dicht macht hatten die nichts besseres zu tun als noch so einen MTV-Kanal ins Kabel zu bringen :frowning:(]

Gruß

heavyfuel

Das geht auch
Hi,

Dumme Frage eines noch-Unwissenden:
Wieso muß jeder Mieter einen eigenen Receiver haben?
Ich denke das geht doch auch über eine sogenannte Kopfstation:
Irgendso ein fetter Receiver speist die Satellitenprogramme in
die vorhandene, im Haus verlegte Antennenleitung ein und die
Mieter merken theoretisch fast nichts davon; eventuell muß der
eine oder anderere Kanal nachjustiert werden?

Das lohnt sich aber nur bei wirklich GROSSEN Wohneinheiten: Bei einer Kopfstation musst Du mit ca. 250 € pro aufbereitetem Kanal rechnen zzgl. Grundkosten von 2-3 TEUR. Wenn Du jetzt ein durchschnittliche BK-Einspeisung mit 30-40 Kanälen nimmst, kommst Du auf ganz nette Summen in der Anschaffung. Wenn Du dann auch noch digitale Kanäle einspeisen willst, wird es nochmal teurer.

Gruß
Stefan

Hallo Lea,

wegen Deckenventilator: Ich habe seit Jahren so ein Ding oben an der Decke hängen. Im Winter wälzt er um, im Sommer kühlt er merklich. Aber: Bitte kaufe nicht den kleinen billigen Baumarkt-Scheiss. Der Ventilator sollte 5 Flügel haben, mind. 1 m im Durchmesser, Kugellager im Antrieb, in beiden Richtungen laufen können, mind. 3 Geschwindigkeiten haben und ganz wichtig: eine Fernbedienung haben. So ein Teil ist nicht gerade billig, aber eine gute Anschaffung.

Gruß
André