Nachtrag!
Hallo Indy,
Tja, heutzutage sind die Leute nicht mehr so leichtgläubig wie
damals und glauben nicht gleich alles, was sie lesen, oder
hören und auch nehmen sie die meisten Dinge nicht einfach als
„Wunder“, oder „Zauberei“ an. Heute lassen sich Dinge
erklären, die früher „Gott“ zugeschrieben wurden.
der Glaube daran, dass man alles erklären kann, ist auch ein Glaube. So ist denn auch das Aufstellen von Naturgesetzen ein ständiger Wechsel zwischen der (sicheren) Deduktion und der (unsicheren) Induktion [Die ebenfalls unsichere Abduktion (Peirce) lasse ich mal unberücksichtigt, obwohl sie gerade in der Forschung eine große Rolle spielt.].
Warum auch
gibt es in vielen verschiedenen Kulturen, auch mehrere
verschiedene Götter??? Ganz einfach, weil Gott eine reine
Erfindung des menschlichen Geistes ist, …
„Kraft“ ist auch nur eine Erfindung des menschlichen Geistes - oder hast du schon mal „Kraft“ gesehen? Du wirst sagen, dass man sie nachweisen kann, aber das stimmt eben nicht. Man postuliert sie - sinnvollerweise (wohlgemerkt).
Schlecht ist meiner Meinung nach die Tatsache, daß es schon
viele Kriege, etliche Millionen Tote nur wegen Glaubensfragen
gegeben hat. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie man
sich wegen solchem Mumpitz die Köpfe einschlägt!!!???
Hier vermischst du die religiöse Frage mit der Machtfrage. Zwar hängen beide hier zusammen, aber sollte man diese beiden Fragen nicht getrennt behandeln, um sie angemessen zu würdigen?
bin halt Realist.
Irrtum, du bist ein gläubiger Naturwissenschaftler, der sich aber nicht intensiv genug mit dem, was man Logik nennt, beschäftigt, hat. Du kennst nur die Empirie und räumst ihr den höchsten Punkt in deinem Denken ein, ohne darüber nachgedacht zu haben, was denn „Empirie“ überhaupt bedeutet, also auch, welche Grenzen der Empirie gezogen werden (können).
Wenn ich dir jetzt sage, dass ich gar nicht religiös bin, wirst du dich wundern, warum ich hier überhaupt antworte. Ich antworte, weil ich „Überheblichkeit“ keine schöne Eigenschaft finde - bei Theologen auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite auch bei Naturwissenschaftlern, die alles abqualifizieren, was sich nicht ihren (oft undurchdachten) Maßstäben beugt.
Was also ist mein Fazit: Ich fordere nicht nur mehr Toleranz, sondern auch eine gewisse Bescheidenheit (gerade von Naturwissenschaftlern), denn wie die Dinge „wirklich“ sind, wissen wir nicht.
Ignoramus et ignorabimus! (Emil Du Bois-Reymond 1872)
Das gilt auch noch im 21. Jahrhundert. Leider oder zum Glück - das wäre ein anderes Thema.
Herzliche Grüße
Thomas Miller

- zu tun, die immer noch meinen zu wissen, ohne denken zu müssen.