Hallo,
ich habe eine Frage zu den jährlich anfallenden Nebenkosten, welche die Mieter tragen müssen (sollen).
Die Nebenkostenabrechnung enthält neben Kaminkehrer, Wasser, Strom usw. auch die Posten „Gebäudeversicherung“ und „Heizkosten-Ablesefirma“.
Beide Posten sind gegenüber dem Vorjahr enorm gestiegen (30 bzw 25%).
Als Erklärung wird vorgebracht, dass der Vertrag für die Gebäudeversicherung geändert worden wäre und die Kosten nun eben 30% höher seien.
Als Erklärung für die höheren Kosten der Heizkostenablesefirma wird vorgebracht, dass im vergangenen Jahr Mieter ausgezogen seien und somit die Firma mehrfach kommen musste.
Können beide Positionen den im Haus verbliebenen Mietern übertragen werden? Hätten die Mieter bei derart starken Kostenerhöhungen vorher informiert werden müssen (einzelne wären dann eventuell rechtzeitig ausgezogen). Können die stark gestiegenen Kosten auf einmal verlangt werden oder muss sich der Vermieter mit Ratenzahlungen einverstanden erklären?
Besten Dank
Slides-Only
Guten Morgen,
als erstes sei gesagt, dass der Vermieter dir mitteilen muss, ob eine Kostensteigerung von mehr als 5 % vorlieget und warum diese vorlieget. Die Begründung von der Ablesefirma, dass ein mehrfacher Mieterwechsel stattgefunden hat, ist hier nicht bedeutend, da diese Kosten eigentlich dem Vermieter zur Last gelegt werden müssen und nicht den im Haus lebenden Mietern.
Gebäudeversicherung:
Der Vermieter muss die Wirtschaftlichkeit gegenüber dem Mieter waren und ein solche Kostensteigerung nicht nur mit dem Wechsel zu einer anderen Versicherung erklären.
[…]
Gruß Latino2009
[Team: Gemäß AGB editiert]
Hallo,
viele Versicherungen haben letztes Jahr die Versicherungsbeiträge für Gebäudeversicherungen stark gesteigert. Die Begründung: Der Klimawandel und infolge dessen häufigere Sturmschäden.
Gruß
Samira
Hallo Samira,
wenn das der Grund wäre (nur mal angenommen), hätte dann der Vermieter den Mieter von einer derartigen Erhöhung (immerhin + 30%!) nicht rechtzeitig informieren müssen? Möglicherweise hätte der Mieter dann die Konsequenz gezogen und hätte die Mietsache gekündigt. So aber bleibt er (ohne Vorwarnung!) auf den Kosten sitzen.
Danke
Slides-Only
Hallo Samira,
wenn das der Grund wäre (nur mal angenommen), hätte dann der
Vermieter den Mieter von einer derartigen Erhöhung (immerhin +
30%!) nicht rechtzeitig informieren müssen? Möglicherweise
hätte der Mieter dann die Konsequenz gezogen und hätte die
Mietsache gekündigt. So aber bleibt er (ohne Vorwarnung!) auf
den Kosten sitzen.
Hi,
wieviel macht denn diese Erhöhung für Euch aus?
Gruß
Tina
Hallo Tina, was spielt das für eine Rolle? 100 € hier, hundert € da. Das läppert sich.
Im konkreten Fall sind die Kosten von 95 auf 120 Euro (25%) und von 132 auf 172 Euro (30%) gestiegen. Das ist mir einfach zu viel.
Slides-Only
Es gibt Nebenkosten, deren Höhe letztlich vom VM nicht zu beeinflussen sind. Meine Haftpflichtversicherung hat flächendeckend in allen Objekten die Beitragshöhe 2009 um mehr als 25% erhöht. Eine verantwortungsvolle Hausbewirtschaftung setzt eine Haftpflichtverletzung voraus. Eine Kündigung kommt daher nicht in Frage. Abgesehen davon werde ich als Vermieter auch nicht vorab informiert.
Dem Abflussprinzip folgend, fließen diese Beträge in die NK-Abrechnung 2009 ein, da im Dezember abgebucht. Wie hätte ich meine Mieter hier wann sinnvoll informieren sollen. Genau so läuft das bei allen Versicherungen, Schornsteinfeger, Wartungskosten etc. Lediglich Grundsteuer und Komunalabgaben werden vorab in der Presse kommuniziert.
Nur mal so zum Überlegen: Ist es nicht der Vermieter, der üblicherweise das ganze Jahr diese Erhöhungen vorfinanziert, bevor er sie abrechnen kann, aber möglicherweise einem Erstattungsbetrag monatelang nachlaufen muss?
vnA
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