Auch Hallöchen!
Man sagt:
Er muss/kann/könnte das gemacht haben.
In der Tat sagt man so. Und man nennt das den „subjektiven Gebrauch der Modalverben“, weil darin subjektive Meinungen des Sprechers, also Vermutungen, zu dem von ihm Gesagten ausgedrückt werden.
Wobei je nach Modalverb und Indikativ oder Konjunktiv die Sicherheit größer oder kleiner ist:
Er könnte das gemacht haben. 50%
Er kann das gemacht haben. 58,5%
Er dürfte das gemacht haben. 75%
Er müsste das gemacht haben. 85%
Er muss das gemacht haben. 99, 3%
Die Zahlenangeben sind subjektiv!
Des weiteren gibt es:
Er soll das gemacht haben.
Dies bedeutet, dass andere vermuten, dass er das gemacht hat.
und:
Er will das gemacht haben.
Das bedeutet, er behauptet, dass er das gemacht hat.
Was wäre, wenn ich eine Verneinung in den Satz einfügte?
Er muss das nicht gemacht haben.
d. h. Es ist durchaus möglich, dass jemand anders es gemacht hat.
Er kann das nicht gemacht haben.
d. h. Es ist sehr wenig wahrscheinlich, dass er das gemacht hat.
Er hätte das nicht machen können.
d. h. Ohne Hilfe hätte er es nicht machen können.
Die Negation in diesen Sätzen ist also kein Problem. Die Bedeutung ist die gleiche, allerdings mit anderem Vorzeichen: statt + eben -.
Gruß Fritz