wer hat Erfahrung mit nebenberuflicher Existenzgründung ? Ich muss gestehen, ich bin in dieser Hinsicht ein ziemlicher Angsthase und möchte erst einmal in einem geregelten Angestelltenverhältnis weiter arbeiten und feststellen, ob die Geschäftsidee überhaupt jemanden ernähren kann (von der
Wohnung etc. erst gar nicht zu reden).
Die meisten Informationen, die ich bisher gefunden und bekommen habe, beziehen sich grundsätzlich nur auf „richtige“ Selbstständigkeit.
wer hat Erfahrung mit nebenberuflicher Existenzgründung ? Ich
muss gestehen, ich bin in dieser Hinsicht ein ziemlicher
Angsthase und möchte erst einmal in einem geregelten
Angestelltenverhältnis weiter arbeiten und feststellen, ob die
Geschäftsidee überhaupt jemanden ernähren kann (von der
Wohnung etc. erst gar nicht zu reden).
Die meisten Informationen, die ich bisher gefunden und
bekommen habe, beziehen sich grundsätzlich nur auf „richtige“
Selbstständigkeit.
Hallo Sven,
daß Du nur Infos über die Vollzeit-Selbständigkeit gefunden hast, liegt daran, daß es bei den zu beachtenden Dingen, von der Gewerbeanmeldung bis zur Buchhaltung, keinen Unterschied gibt.
Deine Frage ist sehr allgemein gehalten. Was interessiert Dich besonders? Was möchtest Du machen?
daß Du nur Infos über die Vollzeit-Selbständigkeit gefunden
hast, liegt daran, daß es bei den zu beachtenden Dingen, von
der Gewerbeanmeldung bis zur Buchhaltung, keinen Unterschied
gibt.
Hallo Wolfgang,
erst einmal danke für die schnelle Antwort. Meine Frage geht in erster Linie in die Richtung Sozialversicherungspflicht. Ist es notwendig, Beiträge z.B. für die KV und PV zu bezahlen, wenn ich das bereits in meinem „normalen“ Job mache ? Die hier gültige Beitragsbemessungsgrenze habe ich erreicht, aber es wäre ja ein wirklich schlechter Witz, wenn die mit einer selbstständigen Tätigkeit wieder neu berechnet würde. Und RV und AV werde ich als Selbstständiger doch wohl hoffentlich nicht zahlen müssen ?
Wie bei (fast) jeder Selbstständigkeit werde ich ein Gewerbe anmelden müssen. Nur - in der Anfangszeit werde ich erst einmal rein vorbereitend tätig werden. Geht das, ich meine, ein Gewerbe anzumelden, wenn absehbar ist, dass sich für eine gewisse Zeit kein Geschäftsbetrieb mit Einnahmen und Ausgaben ergeben wird ? Wobei die Sache mit den Ausgaben ja so eine Sache ist … eigentlich kann man bei der Wahl des ensprechenden Gewerbes ja eine ganze Menge darüber laufen lassen.
Aber wenn das so einfach wäre, würde es ja jeder machen: nebenbei ein Gewerbe anmelden, alles an privater Ausstattung (Computer etc.) darüber kaufen, Verluste machen und die dann über die Lohnsteuererklärung gegen die im Hauptberuf gezahlte Einkommenssteuer aufrechnen. Da muss doch irgendwo ein Denkfehler sein, oder ?
Du zahlst als Angestellter Sozialversicherungsbeiträge. Deine selbständige Tätigkeit interessiert keinen gesetzlichen Versicherungsträger. Du kannst (mußt aber nicht) Dich allerdings recht billig in der für Dich zuständigen Berufsgenossenschaft gegen Unfälle während Deiner Selbständigkeit versichern.
Es ist zweckmäßig, den Gewerbeschein schon während der Vorbereitungszeit zu besorgen. Alle möglichen in Zusammenhang mit der Selbständigkeit erforderlichen Anschaffungen führen zunächst zu Verlusten, die Du tatsächlich mit den Einkünften aus unselbständiger Tätigkeit verrechnen kannst. Außerdem erstattet das Finanzamt die von Dir gezahlte Vorsteuer. Damit werden schon mal alle Anschaffungen 16% billiger.
Das Finanzamt akzeptiert eine umsatzlose Zeit, in der nur Verluste auftauchen. Du mußt Dich aber irgendwann fragen lassen, ob eine Gewinnerzielungsabsicht hinter Deinem Tun steckt. Kommt das FA zur Überzeugung, daß das von vornherein nicht der Fall war, mußt Du Steuervorteile wieder zurück zahlen.
Fehlende Umsätze haben nichts mit fehlendem Geschäftsbetrieb zu tun, will sagen: Du bist natürlich buchhaltungspflichtig! Ein Buchhaltungskursus, z. B. an der Volkshochschule, der Dich in die Lage versetzt, betriebliche Zahlen zu verstehen, sollte für Dich zur Pflichtübung werden. Das ist bestens angelegte Vorbereitungszeit. Wer über solche Kenntnisse nicht verfügt und glaubt, ein Steuerberater wird’s schon richten, wird erleben, wie etliche Leute (zuerst der Steuerberater) teuer mit ihm Schlitten fahren und von früh bis spät irgendwelchen (stets teuren) Unfug flüstern.
Im übrigen kann ich Dich nur zur Idee beglückwünschen, die Selbständigkeit zunächst parallel zum weich gebetteten Angestelltenjob zu beginnen.
Diese Aussage muß nicht zwingend richtig sein. Es gibt schon immer den Begriff des „selbständigen Lehrers“, der in Zeiten leerer Sozialkassen in den letzten Jahren wieder entstaubt wurde. Darunter fallen u.a. Hebammen, Künstler (sofern sie nicht der Künstler-Sozialkasse angehören), Lehrer und Trainer aller Bereiche, Heilpädagogen und ähnliche Berufe (nicht aber Ärzte und Heilpraktiker). Selbst wenn die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit zunächst nebenberuflich erfolgt, kann sich in diesen Fällen die RV mit einer Beitragsforderung melden. Zur Zeit ist dieser Bereich vollkommen unklar geregelt und es hängt sehr stark vom jeweiligen Sachbearbeiter ab, ob man als beitragspflichtig eingestuft wird oder nicht.
Hallo Sven,
habe mir deine visitenkarte angesehen, bischen wenig.
wenn du „erstmal“ ein bischen sebständig sein möchtest, ist das nicht nur wenig sondern viel zu wenig !
Aus allem was ich hier gelesen habe komme ich zu dem schluß das du gerne möchtest dich aber nicht traust. du solltest angestellter in einer stabsstelle bleiben.
wenn du aber doch anderer meinung bist als ich, und noch deutlich unter dreissig, darüber gibts schon mehr probleme die mman überdenken sollte, dann mach einen businesplan, und dann los mit aller kraft !
wenns dann schief geht hast du eine erfahrung gewonnnen, das ist alles.
und du fängst wieder von vorn an. kein problem.
und dann solltest du dich fragen - wie belastbar bin ich ?
kannst du unter extremen stress logisch denken und richtige entscheidungen treffen ?
wenn du ne starthilfe brauchst mail einfach
mfg
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Wende Dich an Deine zuständige IHK oder Handwerkskammeer,
die geben den besten unabhängigen Rat
PiRo
Von IHK oder Handwerkskammer bekommst du keine große Hilfe.
Woher ich das weiss? Ich und andere aus dem IT-Bereich waren selber mehrmals dort.
Herr PiRo arbeitet für die beiden.
Gehe zu deinen Steuerberater, der dir sagt was du verdienen musst, um auch Durststrecken überleben zu können.