Nebengewerbe, was bleibt über ?

Ich habe eine dringende Frage !!!

Wenn ich ein Nebengewerbe im Handel (Ebay) anmelde und ich sage mal z.B. einen Umsatz im Monat von ca. 2000-3000 € mache, was bleibt da nach allen abzügen wohl in etwa über ?..also was werde ich ca. als reinen Gewinn haben ?

Hallo Danny,

wer soll denn diese Frage beantworten können ?

Wir sind doch keine Hellseher !

Wenn der Umsatz z.B. 3.000€ im Monat beträgt und die Kosten (var. und fixe Kosten) 3.200€ betragen, dann müssen Sie keine Steuern bezahlen, weil Sie einen Verlust produzieren.

Wir kennen doch weder Ihre Marge, noch kennen wir Ihre sonstigen Kosten, wer soll Ihnen denn auf diese Frage eine vernünftige Antwort geben können ?

MfG
M. Grigo

Sorry, ja…habe etwas vergessen…

Also ich gehe jetzt mal von 2500 € aus…Krankenversicherung dürfte in etwa bei 240 € liegen (mindest. bei AOK z.B.)—

Dann fallen Versicherungskosten an monatlich (Angebot von Arag) Unternehmerschutz, Haftpflicht, Rechtsschutz u.s.w. sind 40 €…der Vermittler sagte mir, das bei einem solch kleinen Unternehmen mehr nicht an Pflicht sei bzw. mehr braucht man auf keinen Fall…

Dann 500 € Ausgaben für z.B. Telefon, Drucker, Internet, Wareneinkauf u.s.w.----

Jetzt liege ich bei 1720 €----

Was habe ich vergessen, was muss ich noch abziehen und bedenken ?..Steuer, Gewerbesteuer, Einkommenssteuer u.s.w. oder sonstiges was ich vergessen habe…

Vielen Dank für die Hilfe !!!

Da liegen wir dann bei 1720 €

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Hallo!
Also, ein paar Infos mehr musst Du schon rüberwachsen lassen…
Ausserdem wirst Du, je nach Artikel, wahrscheinlich selbst am besten beurteilen könne, was für eine Umsatzrendite es Dir bringt?! Sonst würdest Du (hoffentlich) kein Gewerbe starten wollen…
Gruß,
Iceman

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Hallo Danny,

Sie sind sich sicher, dass der Wareneinsatz in den 500€ enthalten ist ???

Das wäre ein Rohertrag von mindestens 80%, denn in den 500€ sind ja noch sonstige Kosten enthalten ???

MfG
M. Grigo

Hallo,

Dann 500 € Ausgaben für z.B. Telefon, Drucker, Internet,
Wareneinkauf u.s.w.----

Das wären also ca. € 300,- bis € 350,- für den Wareneinkauf? Damit einen Umsatz von € 3.000,- bei eBay zu erzielen, halte ich für absolut unrealistisch, es sei denn, man hat die topgeheime Superquelle; aber wer hat die schon - auf Dauer!

Eine realistische Schätzung wäre ein Umsatz von € 500 bis € 750, vielleicht € 1.000 in einem guten Monat. Hierbei gilt natürlich: je größer (i.e. teuerer) das Produkt, desto geringer die Marge. Allerdings kann es sich bei € 300 bis € 500 insgesamt nicht um teure Sachen handeln.

Was habe ich vergessen, was muss ich noch abziehen und
bedenken ?..Steuer, Gewerbesteuer, Einkommenssteuer u.s.w.
oder sonstiges was ich vergessen habe…

Vor allem: Wo sind in der Rechnung die eBay Gebühren? Je nach Branche (und damit Marktlage) kann man durchaus zwischen 25% und 50% vom Umsatz einplanen, die an eBay gehen. Bei dem Kleinkram sind es vor allem die Einstellgebühren, die richtig ins Geld gehen. Und wer für € 3000 Kleinkram verkaufen will, der muß vieeeeel einstellen.

Also bitte mal probeweise die Einstell-Gebühren für einen Monat errechnen.

viele Grüße,

Ralf

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Das mit dem wenigen Einsatz liegt daran, weil ein großer Teil auf Komission sein wird (sicher) !

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Hallo Danny,

ich kann mich ja irren, aber ich glaube, da läuft irgendetwas nicht ganz so richtig ?!?!?!

Ein Kommissionär kauft oder verkauft Waren oder Wertpapiere für Rechnung eines anderen (des Kommittenten) in eigenem Namen.

Als Entgelt für diese Tätigkeit erhält er dann eine Provision.

Ihre Rechnung stimmt… aber nur dann, wenn Sie dem Kommittenten das ihm zustehende Geld aus dem Verkaufserlös nicht weiterreichen.

Ich weiß nicht… ich weiß nicht…

MfG
M. Grigo

Komission ist vielleicht auch das falsche Wort…es ist mit Großhändlern so ausgemacht, das wenn ich Ware verkaufen kann, diese auch in einer gewissen Menge da sind…als Beispiel :

Ich spreche mit dem Großhändler, ob er mir garantieren kann, das innerhalb z.B. eines Monats eine bestimmte Menge einer bestimmten Ware noch vorhanden ist…

Da der Kunde (oft ebay) sowieso erst überweisst, habe ich das Geld, um dann entsprechend die Ware bei dem Großhändler zu kaufen und direkt weiter zu schicken…

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Hallo Danny,

d.h. als Beispiel, Sie verkaufen die Ware im Februar und erhalten den Verkaufserlös im Februar zurück.

Die Rechnung des Lieferanten erhalten Sie im März und buchen Sie daher auch erst im März.

Dadurch haben Sie im Februar „keinen“ Wareneinsatz und kommen auf einen Rohertrag von 100%.

Was ist denn das für eine Rechnung ?

Es tut mir ja leid, das schreiben zu müssen, aber meinen Sie nicht, dass Sie sich mal ein Handbüchlein für Existenzgründer kaufen oder ein Gründerseminar mitmachen sollten ?

MfG
M. Grigo

Komission ist vielleicht auch das falsche Wort…es ist mit
Großhändlern so ausgemacht, das wenn ich Ware verkaufen kann,
diese auch in einer gewissen Menge da sind…als Beispiel :

Hallo,

ja und?

Bleibt noch die immer die völlig absurde Marge gerade bei eBay, wo jede Branche inzwischen recht gut mit Schwarzhändlern und deren Dumpingpreisen besetzt ist. Heißt, will ich eine Ware immer zu ihrem 10fachen Einkaufspreis bei eBay loswerden (und anders funktioniert diese Rechnung nicht), muß sich seeeehr oft einstellen. Die Frage nach den eBay-Gebühren wurde im übrigen immer noch nicht beantwortet.

Abgesehen davon: Hier sollen Waren bei eBay verkauft werden, die der Verkäufer gar nicht hat und erst bei Geldeingang des Kunden beim Großhändler kauft. Dieses „Geschäftsmodell“ gibt es zu Genüge bei eBay und täglich geht einer von denen mit hunderten von negativen Bewertungen und einem ganzen Stapel Anzeigen und Verfahren am Hals baden.

Der Grund ist ganz einfach: kein Großhändler (der noch ganz bei Trost ist) gibt eine (juristisch verwertbare) Garantie , daß eine Ware X, von der er am 05.02. noch 500 VE auf Lager hat, auch am 20.02. oder 25.02. (wenn dann das Geld der eBay-Käufer da ist) noch ausreichend verfügbar hat. Wenn nämlich zwischenzeitlich mehrere Großkunden da waren und zufällig das Werk mal nicht nachliefern kann (oder die Produktion eingestellt hat), dann steht der eBay-Verkäufer mit einem paar Dutzend bereits bezahlter Bestellungen vor einem leeren Lager. Und das ist kein Super-GAU Ausnahmeszenario sondern kommt täglich vor.

Wenn sowas im Shop passiert, ist das kein Thema: mail an den Kunden „Artikel ausverkauft“, eventuell bereits überwiesenes Geld zurückgezahlt und für die Härtefälle gibt es immer noch die AGB, die sie bei ihrer Bestellung akzeptiert haben.

Bei eBay und ähnlichen Plattformen ist aber ausdrücklich vorgeschrieben, daß nur Artikel angeboten werden dürfen, die auch verfügbar sind und sofort verschickt werden können… Und die Bewertungen, die es dann hagelt, tun ihr übriges.

Also, tu Dir einen Gefallen und überleg das noch mal in aller Ruhe, denn SO wird das garantiert nichts.

viele Grüße,

Ralf

Ich habe kein Problem mit Kritik u.s.w.—soll ja ruhig sein…ich bin schon einmal 4 Jahre selbstädnig gewesen und das ist heutzutage eine lange Zeit…also ein Handbüchlein brauche ich nicht…

Nur war es damals in der Baubranche, also was ganz anderes…

Und das viele meinen, das es mit der Ware so nicht funktioniert, kann ich ja ebend im voraus nicht wissen…war ja auch nur eine Idee…

Also bist Du Dir sicher, das dies nicht funktionieren kann ?..deswegen bin ich ja hier um Rat zu suchen

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Hallo Danny,

das hat nichts mit funktionieren zu tun, die Rechnung ist ganz einfach sachlich falsch !

Machen wir mal ein Beispiel über drei Monate laufend und unterstellen wir mal einen Wareneinsatz von 50% auf den Umsatz.

Im ersten Monat haben Sie nur Umsatz und sonstige Kosten, weil keine Eingangsrechnung verbucht wird, kommen Sie auf einen Ertrag von 80% bezogen auf den Umsatz.

Im zweiten und dritten Monat kommen die Eingangsrechnungen und mindern den Ertrag auf 30% bezogen auf den Umsatz.

Wird das Geschäft im dritten Monat eingestellt, so erhalten Sie im vierten Monat nur noch die Warenrechnung für die Verkäufe aus dem dritten Monat.

In der Summe erwirtschaften Sie im gesamten Zeitraum einen Umsatz von 300 und einen Ertrag von 90, dies sind dann aber nicht 80% sondern nur 30%.

Monat…1…2…3…4

Umsatz…100…100…100…0…=…300
Einsatz…0…50…50…50…=…150
soKosten…20…20…20…0…=…60
Gewinn…80…30…30…-50…=…90

Aus diesem Grunde stimmt Ihre Rechnung nicht.

MfG
M. Grigo
http://www.bebo-consulting.de

Ich werde jetzt noch mal eine Rechnung aufstellen und setze sie hier hinein…muss dazu meine Akten und alles durchschauen, dauert ein wenig…habe ja auch ein Konzept und eine Marktanalyse, bzw. beobachte seit langem ständig den Markt…

Vorweg noch eine andere Frage…

Ich möchte und will keinen Betrügen, möchte einfach nur eine Lösung des Einsatzes haben bzw. so gering wie möglich halten. Auch wenn ich davon überzeugt bin das es funktioniert heist das ja noch lange nicht das es so sein wird.

Wie ist es denn wenn ich z.B. beim Großhändler für 2000 € bestelle, und zeitgleich bei Ebay die Waren reinsetze. Sagen wir es sind 200 Warenstücke…ich verkaufe aber nur 100 Warenstücke. Kann ich diese dann wieder zurück geben ?..bzw. würden sich da Großhändler drauf einlassen…da muss es doch auch Gesetze für geben ?..wie gesagt, es geht nicht ums Betrügen…es geht um Sicherheit…und das ist eine ernsthafte Frage !

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Warum sollte der Großhändler irgendwelche Ware die du bei ihm gekauft hast
wieder zurücknehmen? Einzig ein Umtauschrecht haben deine Kunden. Der
Großhändler ist doch kein Verein, dein bester Freund oder eine
Wohltätigkeitsstiftung! -, wenn du große Mengen abnimmst erhälst du Skonto und
Rabatte, aber so sicher wie du es haben möchtest - Artikel an Großhändler
zurückgeben falls du sie nicht bei eBay loswirst - geht es wirklich nicht. Dazu
machst du doch Marktforschung wie du selbst sagst, damit du schon vorher weiß
wieviel zu welchem Preis z.B. deine Mitbewerber bei eBay verkaufen, woraus du
ersehen kannst, wieviel du dann bestellen mußt, verkaufst, und nicht loswirst.

Hallo Danny,

Wie ist es denn wenn ich z.B. beim Großhändler für 2000 €
bestelle, und zeitgleich bei Ebay die Waren reinsetze. Sagen
wir es sind 200 Warenstücke…ich verkaufe aber nur 100
Warenstücke. Kann ich diese dann wieder zurück geben ?..bzw.
würden sich da Großhändler drauf einlassen…da muss es doch
auch Gesetze für geben ?..wie gesagt, es geht nicht ums
Betrügen…es geht um Sicherheit…und das ist eine ernsthafte
Frage !

Nein, so funktioniert das nicht.

Wenn Du Ware einkaufst, dann wird die Ware Dein Eigentum, was aber auch heißt, daß Dir niemand diese Ware wieder zurücknimmt, ausgenommen natürlich, es existiert eine entsprechende Vereinbarung mit dem Großhändler/Hersteller (was aber eher die Ausnahme ist).

Wenn Du 200 Stück reinstetzt und davon 100 Stück zu Deinem Preis verkaufst, dann hast Du die restlichen 100 Stück weiterhin auf Lager und mußt diese weiter reinstetzen -> und hier schlagen u.a. die eBay-Gebühren zu! Aus diesem Grund solltest Du zu Anfang auch nicht zu viele Exemplare einzelner Artikel kaufen sondern besser möglichst viele verschiedene Artikel. Im ersten Überschwang 100 Stück von einem Artikel zu kaufen, der denn gar nichts geht oder dessen Preis am nächsten Tag ins bodenlose fällt (Dein Großhändler beliefert nicht nur Dich!), kann einem echt den Start versauen.

In jedem Fall kann ich nur noch einmal davor warnen, Waren bei eBay oder auf sonst einer offenen Plattform anzubieten, die man nicht vorrätig hat. Da ist massiver Ärger vorprogrammiert. Im eigenen Shop ist das dagegen eher unproblematisch.

viele Grüße,

Ralf