ich habe ein etwas verzwicktes Problem:
Ich bin im öffentlichen Dienst beschäftigt mit 25 Wochenstunden.
Da ich mit dem Geld auf Dauer nicht hinkomme, muss ich mir einen Nebenjob suchen.
Ich habe nun die Möglichkeit, nachts in der Rezeption eines Hotels zu arbeiten. Zeitlich ist das mit meinem ersten Job vereinbar, da ich dort hauptsächlich nachmittags arbeite.
Nun mein Problem::
Der neue Zweitjob beträgt auch 25 Stunden pro Woche. Ich liege also insgesamt bei 50 Wochenstunden. Ich müßte eigentlich eine Nebntätigkeit bei meinem Hauptarbeitgeber genehmigen lassen.
Das wird der jedoch niemals machen (wegen der hohen Stundenzahl).
Ich überlege jetzt, ob ich den neuen Job annehmen kann und ggf. heimlich ausüben kann.
Jetzt meine Fragen:
1.) Kann man überhaupt eine solch hohe Stundenzahl auf 2. Steuerkarte laufen lassen? (Ich habe mal gehört, dass ein Nebenjob nur ein Drittel der normalen Wochenstundenzahl betragen darf.)
2.) Erfährt mein Hauptarbeitgeber automatisch (das heisst über Kontrollmeldungen des Finanzamtes oder der Sozialversicherung) von meinem Zweitjob? Dann könnte ich es nämlich gleich bleiben lassen.
3.) Angenommen, mein Hauptarbeitgeber erfährt zufällig von dem Zweitjob - Womit müsste ich dann rechnen? Abmahnung oder gleich mit der Kündigung?
3.) Angenommen, mein Hauptarbeitgeber erfährt zufällig von dem
Zweitjob - Womit müsste ich dann rechnen? Abmahnung oder
gleich mit der Kündigung?
Das ist eine Verletzung der Arbeitspflicht und kann mit einer fristlosen Kündigung beantwortet werden (vor allem, wenn Deine Arbeitsleistung nachlassen sollte). Ich wäre da an Deiner Stelle sehr, sehr vorsichtig (bzw. ich würde es nicht machen).
Ob Dein AG allerdings auch sofort eine Kündigung ausspricht, ist natürlich nicht sicher. Viele AG würden hier erst mal abmahnen - das kannst Du aber als sicher vorraussetzen (vor allem, wenn ich lese, daß er den Zweitjob nicht genehmigen würde).
Überlege Dir lieber einen anderen Ausweg aus Deiner Finanzkrise (vieleicht kannst Du ja auch stundenmäßig aufstocken?)
Gruß Stefan
P.S.: Ich sehe, Du bist erst seit heute Mitglied. Du kannst Dich schon mal auf einige Beschimpfungen gefasst machen…hier turnen jede Menge Moralapostel herrum. Aber laß Dich davon nicht abschrecken, das wird sich niemals ändern.
Nun mein Problem::
Der neue Zweitjob beträgt auch 25 Stunden pro Woche. Ich liege
also insgesamt bei 50 Wochenstunden. Ich müßte eigentlich eine
Nebntätigkeit bei meinem Hauptarbeitgeber genehmigen lassen.
Das wird der jedoch niemals machen (wegen der hohen
Stundenzahl).
Das Problem ist: Er darf es nicht! Im Arbeitszeitgesetz steht, dass die tägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten darf. Es kann zwar auf bis zu zehn Stunden erweitert werden, aber nur, wenn innerhalb einer 6-Monatsfrist ein Ausgleich geschaffen wird - sodass Du auf einen Schnitt von 8 Stunden kommst!
Da Dein Arbeitgeber so etwas wie eine Fürsorgepflicht hat, KANN er dem Ganzen nicht zustimmen!
Ich überlege jetzt, ob ich den neuen Job annehmen kann und
ggf. heimlich ausüben kann.
Wenn es rauskommt, riskierst Du eine Abmahnung, bei Wiederholung die Kündigung (von beiden Arbeitgebern!). Ich würde es mir dreimal überlegen…
Jetzt meine Fragen:
1.) Kann man überhaupt eine solch hohe Stundenzahl auf 2.
Steuerkarte laufen lassen? (Ich habe mal gehört, dass ein
Nebenjob nur ein Drittel der normalen Wochenstundenzahl
betragen darf.)
Du darfst nicht über 40 Stunden gesamt kommen!
2.) Erfährt mein Hauptarbeitgeber automatisch (das heisst über
Kontrollmeldungen des Finanzamtes oder der Sozialversicherung)
von meinem Zweitjob? Dann könnte ich es nämlich gleich bleiben
lassen.
Finanzamt: Nein! Sozialversicherung: Unter Umständen!
3.) Angenommen, mein Hauptarbeitgeber erfährt zufällig von dem
Zweitjob - Womit müsste ich dann rechnen? Abmahnung oder
gleich mit der Kündigung?
Eine Kündigung bei einem einmaligen Verstoß halte ich für nicht haltbar! In der Regel entscheiden die Gerichte hier für den Arbeitnehmer (also: Keine Abmahnung - keine Kündigung), aber vor Gericht und auf hoher See…
Nachden ganzen Informationen was nicht geht: Hier vielleicht eine Lösungsmöglichkeit.
Ich hatte das Problem der finanziellen Krise auch und habe neben meinem 9-10 Stunden Job noch einen Nebenjob gemacht. 2. Steuerkarte ist immer ein wenig riskant und nicht so günstig. Zum einen erhöhen sich deine Steuerabgaben und zum zweiten ist die Gefahr gross, dass der andere AG das rausfindet.
Eine Möglichkeit ist ein Gewerbe anzumelden und dann mit einem potenziellen Arbeitgeber für einen Nebenjob auszuhandeln das man als freier Mitarbeiter läuft. Das hat für den AG den Vorteil dass er keine Sozialversicherungen abzuführen hat. Ich habe mal bei einer Firma Lieferscheine abgetippt und habe das dann über eine ausgestellte Rechnung erledigt. Hier kannst Du auch mit einem höheren Stundenlohn rechnen als wenn du es auf Steuerkarte machst. Du musst jedoch die Einnahmen über die Steuererklärung in einer speziellen Anlage aufführen. Hast aber auch die Möglichkeit das ganze durch anfallende Kosten zu minimieren.