Hallo. Ich brauch unbedingt einen Nebenjob, weil ich ausziehen will und nicht weiß ob ich BaföG kriegen werde (wenn ja wär das allerdings geklärt). Hat jemand irgendwelche Tipps? Will nicht unbedingt neben dem Studium das mir schon schwer genug fällt sowas erschöpfendes/stressiges machen wie im Supermarkt Regale einräumen und darauf achten, dass alle Artikel schön symmetrisch in den Regalen stehen (hab das mal gemacht, aber darauf hab ich wirklich keine Lust mehr). In der Studentenjobvermittlung gabs leider auch immer nur Callcenterjobs (bin leider eher eine etwas schweigsamere Natur
) und Nebenjobs für die man schon ein Vordiplom haben muss.
Hat jemand vll. Erfahrung mit einer Tätigkeit als Werkstudent im Bereich BWL? Würde gerne wissen was man da so für Aufgaben kriegt, wenn man noch kein Vordiplom hat und eigentlich noch nicht so das umfangreiche Wissen hat…
Werd Hiwi!
Hallo Du Student!
Ich kann Dir einen Hiwi-Job nur ans Herz legen! Du hast keinen Anfahrtsweg zur Arbeit, bist sehr flexibel (die Profs haben Verständnis, wenn Du vor den Klausuren weniger arbeitest), bekommst dadurch wertvolle Infos und Kontakte und hast immer einen PC mit Drucker zur Verfügung. Bei uns zahlen sie etwa 8,50 €/Std., was Du unter normalen Umständen nicht so leicht überbieten kannst. Auch wenn viele Profs in ihre Stellenausschreibung schreiben, dass Vordiplom Pflicht ist, nehmen sie auch gerne welche ohne Vordiplom. Der Vorteil der Jüngeren liegt ja auf der Hand: Sie werden länger bleiben! Von den Stellenausschreibungen würde ich mich sowieso nicht abschrecken lassen, denn ich kenne genug Leute (mich eingeschlossen), die die Anforderungen nicht erfüllen konnten und den Job trotzdem bekommen haben.
Übrigens ist gerade die beste Zeit für Bewerbungen (zumindest bei uns), weil ein Wechsel meist zu Beginn des neuen Semesters stattfindet.
Noch ein Tip: Geh mal zu den Hiwis des Lehrstuhls, wo Du Dich bewerben willst und rede ein bisschen mit ihnen. Sei nett! Manchmal fragen die Profs auch die anderen Hiwis nach deren Meinung zu einem Kandidaten
Ist ja auch wichtig, schließlich sollen die ja zusammenarbeiten.
Viel Glück,
Nic
Hi. Danke für den Tipp. Darf ich fragen was du als Hiwi-Studentin so für Aufgaben machen musst? Muss dann halt nur noch hoffen, dass ich so einen Platz krieg.
Danke + Grüße!
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Servus Nic!
Bei uns zahlen sie etwa 8,50 €/Std.,
In welchem Bundesland bist du bitte? Welches Land hat soviel Geld???
In Bayern liegt der HiWi-Lohn unter 6€/Std. (ich glaub’, das letzte Mal hab’ ich 5,93€ ausgerechnet)! *neidisch bin*
was Du unter normalen Umständen nicht so leicht überbieten kannst.
Naja, Nebenbeschäftigung bei Siemens & Co kann schon auch sehr lukrativ sein. Klappt aber meistens nur in den Ingenieur-Studiengängen.
peherr
Hi. Danke für den Tipp. Darf ich fragen was du als
Hiwi-Studentin so für Aufgaben machen musst?
Moin!
Wir machen alles was anfällt. Als da wären:
- Literaturrecherche
- Kopieren
- Texte und Zeichnungen erstellen
- Korrektur lesen
- Kaffee kochen
- Folien vorbereiten
- Internetseite aktualisieren
- Scheine ausgeben
- Skripte verkaufen
- Punkte der Klausuren nachzählen
- Aufgaben nachrechnen
Ach, ich weiß gar nicht. Am häufigsten holen wir Bücher aus der Bibliothek, würde ich sagen. Ich habe das Glück (oder manchmal eher Pech), dass ich mich um alles was mit Computern zu tun hat kümmern muss. Zur Zeit arbeite ich an der Erstellung unserer neuen Homepage. Das bringt Spaß, ich habe immer wieder kleine Erfolgserlebnisse und lerne eine Menge (Html-Learning by doing).
Am schlimmsten sind immer noch die Tage, an denen man gar nichts zu tun hat. Kommt zwar nicht oft vor, aber dann sitzt man da und surft im Internet und wartet auf den Feierabend
Oder man schaut bei www rein, und versucht wenigstens da seine Hilfe loszuwerden 
Also aufregend ist der Job fast nie. Dafür habe ich nette Kollegen und mein Prof schaut auch oft auf ein Pläuschchen rein. Auf jeden Fall kann man sagen, der Job ist abwechslungsreich, denn man weiß eigentlich nie, was einen erwartet 
Viel Glück beim Bewerben!
Nic
Moin Peherr!
In welchem Bundesland bist du bitte? Welches Land hat soviel
Geld???
Schon an der Begrüßung merkt man, dass ich genau vom entgegengesetzten Ende Deutschlands komme 
In Bayern liegt der HiWi-Lohn unter 6€/Std. (ich glaub’, das
letzte Mal hab’ ich 5,93€ ausgerechnet)! *neidisch bin*
Wir bekommen 250 Euro und ein paar Zerquetschte für 30 Stunden, wobei man 1 Stunde Urlaub im Monat hat. Also eigentlich 250€/29Std. = 8,62 €/Std.
Und Weihnachtsgeld gibts auch noch 
Der Unterschied könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Du was anderes studierst. Selbst in Kiel gibt es von Fakultät zu Fakultät kleine Unterschiede.
was Du unter normalen Umständen nicht so leicht überbieten kannst.
Naja, Nebenbeschäftigung bei Siemens & Co kann schon auch sehr
lukrativ sein. Klappt aber meistens nur in den
Ingenieur-Studiengängen.
Und da hast Du den Vorteil, behaupte ich jetzt mal. Hier in Kiel ist ja nichts los. Was es hier gibt, sind Call Center (7,93€/Std. weiß ich bei einem), McDonalds und Pizza-Services. Gut, ich kenne auch ein paar Glückliche, die bei ihren Ausbildungsbetrieben jobben (und da eine Menge bekommen - 15€/Std. weiß ich von einem), aber das ist leider eher selten.
Liebe Grüße in den Süden,
Nic
Ich würde versuchen in kleineren Betrieben (z.B. Eventagenturen, etc.) vielleicht mit einem Praktikum anzufangen und dann auf ein paar Jobs dort zu hoffen in denen du dich einbringen kannst.
Anderer mir bekannter Job wäre Promoterin auf Gewerbeschein, da verdient man wenigstens ein paar € (ca. 11-12€/Stunde).
Diese ganzen Hiwisachen sind doch bei den Löhnen eher ehrenamtlich und wenn dann für die spätere Laufbahn vielleicht lobenswert zu erwähnen.
Hallo! (dies ist übrigens ein Gruß)
Diese ganzen Hiwisachen sind doch bei den Löhnen eher
ehrenamtlich und wenn dann für die spätere Laufbahn vielleicht
lobenswert zu erwähnen.
Naja, die Arbeit als Hiwi in einem Fachbereich an seiner Uni dürfte ihm für seine praktische Ausbildung mehr bringen, als die Arbeit in einer „Event-Agentur“. In allen Ingenier-Fachbereichen die mir bekannt sind, kann man zwischen 8€ und 10€ pro Stunde bekommen, und das bei relativ flexiblen Arbeitszeiten, was im Prüfungszeitraum ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.
Wenn man natürlich nur aufs Geld schielt, dann gibt es sicherlich irgenwo eine Stelle, die etwas besser bezahlt ist. Aber im Lebenslauf macht sich eine Labortätigkeit sicherlich etwas besser, als bei McDoof Tabletts abzuräumen, und außerdem kommt es den persönlichen Interessen in der Regel auch wesentlich näher.
Gruß
Michael
Hallo! (dies ist übrigens ein Gruß)
Richtig.
Naja, die Arbeit als Hiwi in einem Fachbereich an seiner Uni
dürfte ihm für seine praktische Ausbildung mehr bringen, als
die Arbeit in einer „Event-Agentur“.
Diejenige studiert BWL - da kann eine anspruchsvolle Arbeit in einer Event-Agentur (im Marketingbereich z.B.) viel für die praktische Ausbildung bringen.
Wenn man natürlich nur aufs Geld schielt, dann gibt es
sicherlich irgenwo eine Stelle, die etwas besser bezahlt ist.
Aber im Lebenslauf macht sich eine Labortätigkeit sicherlich
etwas besser, als bei McDoof Tabletts abzuräumen, und außerdem
kommt es den persönlichen Interessen in der Regel auch
wesentlich näher.
Habe ich das nicht auch gesagt?
Nur bitte bedenke, dass Hiwi-Job nicht gleich Hiwi-Job ist.
Hallo Fragezeichen,
kannst du gut Sachverhalte erklären? Wenn ja, wie wär’s mit einem Nachhilfejob? Ob bei einer Nachhilfeagentur oder privat.
Vorteile Agentur: Du arbeitest z.B. 3 Stunden einmal die Woche (oder eben öfter, je nachdem, wieviel Zeit du hast) durch, musst dich nicht um Eltern und Unterrichtsmaterialien kümmern.
Nachteil: Nicht ganz so flexibel, Bezahlung recht unfair, da du nur einen kleinen Teil davon bekommst, was die Eltern wirklich löhnen.
Vorteile privat: sehr flexibel, meist Einzelunterricht (nicht so stressig, du kannst dich auf den Schüler persönlich vorbereiten und konzentrieren), du kannst evtl. auch mehr Geld verlangen, da ein Institut eh noch um ein vielfaches teurer ist, aber das kommt auch sehr auf die Gegend an.
Nachteil: Schüler können abspringen, in den Ferien verreisen etc., dann fällt der Lohn weg. Außerdem musst du dich auf jede Stunde vorbereiten, mit den Eltern die Fortschritte erörtern und wirst wohl kaum drei Stunden am Stück durcharbeiten.
Je nach dem, wieviel du arbeiten willst, kannst du natürlich auch sowohl in einer Agentur als auch privat unterrichten.
Es ist halt ein Job, der einem Spaß machen muss, wenn man ihn ausführt. Mir macht es sehr viel Spaß, insofern verbinden sich hier bei mir Hobby und Arbeit. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich.
Grüße,
Anja
Servus!
Moin Peherr!
In welchem Bundesland bist du bitte? Welches Land hat soviel
Geld???Schon an der Begrüßung merkt man, dass ich genau vom
entgegengesetzten Ende Deutschlands kommeIn Bayern liegt der HiWi-Lohn unter 6€/Std. (ich glaub’, das
letzte Mal hab’ ich 5,93€ ausgerechnet)! *neidisch bin*Wir bekommen 250 Euro und ein paar Zerquetschte für 30
Stunden, wobei man 1 Stunde Urlaub im Monat hat. Also
eigentlich 250€/29Std. = 8,62 €/Std.
Ja, schön wär’s! Bei uns is nix mit Urlaub; offiziell muss man die Stunden entweder vor- oder nacharbeiten (oder man hat 'nen kulanten Chef, der’s nicht so genau nimmt).
Und Weihnachtsgeld gibts auch noch
Sei ruhig! Weihnachtsgeld? Was ist das?
Der Unterschied könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Du
was anderes studierst. Selbst in Kiel gibt es von Fakultät zu
Fakultät kleine Unterschiede.
Nope - nicht in Erlangen! Bei uns ist das Gehalt staatlich festgeschrieben (Danke Hr. Stoiber!); andere Hochschulen zahlen hier das Gleiche.
was Du unter normalen Umständen nicht so leicht überbieten kannst.
Naja, Nebenbeschäftigung bei Siemens & Co kann schon auch sehr
lukrativ sein. Klappt aber meistens nur in den
Ingenieur-Studiengängen.Und da hast Du den Vorteil, behaupte ich jetzt mal.
Vielleicht dann, wenn ich da arbeiten würde. Aber so als HiWi wird das nix mit dem großen Geld.
Hier in Kiel ist ja nichts los. Was es hier gibt, sind Call Center
(7,93€/Std. weiß ich bei einem), McDonalds und Pizza-Services.
Gut, ich kenne auch ein paar Glückliche, die bei ihren
Ausbildungsbetrieben jobben (und da eine Menge bekommen -
15€/Std. weiß ich von einem), aber das ist leider eher selten.
Dazu müsste man dann vor dem Studium erst mal 'ne Ausbildung gemacht haben!
Gruß zurück nach Norden
peherr
Off Topic
Hi peherr!
Und ich dachte bisher immer, dass man in strukturschwachen Regionen (Ostdeutschland oder eben auch Wald- und Wiesenland Schleswig-Holstein) schlechter verdient als in solchen Ballungszentren wie München etc.
Scheint ja nicht für den öffentlichen Dienst zu gelten, was?
3 Monate hab ich noch, danach kannst Du meine Stelle gerne haben 
Lg,
Nic
*heut mal wieder was dazugelernt*
Hi. Genau damit liebäugel ich schon seit langer Zeit, da ich schon mal (privat) Nachhilfe gegeben hab. Das waren immer 2 * 45 Minuten und ich muss sagen, dass es mich leider ziiiemlich genervt hat, weil ich einfach keine Unterrichtsmaterialien hatte, die Sachen aus’m Buch nicht genug waren, etc. und die Schülerin eigentlich keine Verständnisfragen hatte sondern eigentlich nur die Eltern wollte, dass sie Nachhilfe kriegt, weil sie halt’n bisschen faul war (Ich hätte die Stunden natürlich auch vorbereiten und eigenes Übungsmaterial kaufen können, aber das war mehr son Job den ich von ner Bekannten übernommen hab und die Bezahlung war auch nicht mit der bei einer Nachhilfeagentur zu vergleichen. Achja.und außerdem hatte diejenige wirklich nurn kleinen Anstoß gebraucht…n halbes Jahr später hatte sie dann ne 2 im Zeugnis). Was mich daran also wirklich gelangweilt hat, war dass ich einfach fast nie wusste was ich mit der Schülerin machen sollte und ich keine Unterrichtsmaterialien hatte.
Ich hab mir allerdings gedacht, dass es bei ner Nachhilfeagentur insgesamt deutlich besser ausschauen würde, da man da ja wohl Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt bekommt, soweit ich weiß und ich dann auch zumindestens immer ne sinnvolle Übung hätte, die ich mit dem Schüler machen könnte. Jemandem was zu erklären, wenn er’s nicht versteht, find ich nicht „schlimm“ und kann’s auch glaub ich ganz gut.
Ich hab öfters gelesen, dass die den Nachhilfelehrern so um die 22Euro/90 Minuten bezahlen. Die Eltern zahlen aber wahrscheinlich nochmal ne ganze Ecke mehr; das hast du wahrscheinlich gemeint oder? Muss man bei sowas normalerweise zu den Schülern nachhause gehen? Ist wahrscheinlich bei der Einzelnachhilfe so, bei der Gruppennachhilfe aber nicht? Kriegt man für Gruppennachhilfe mehr als bei Einzelnachhilfe und gibt’s das bei den meisten Nachhilfeinstituten auch? (Ich denk mal da muss man dann nicht zu den Schülern nachhause gehen, sondern das findet dann im Nachhilfeinstitut statt oder?)
Danke für den Tipp
Grüße
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Fragezeichen,
Das waren immer 2 *
45 Minuten und ich muss sagen, dass es mich leider ziiiemlich
genervt hat, weil ich einfach keine Unterrichtsmaterialien
hatte, die Sachen aus’m Buch nicht genug waren, etc.
Dafür habe ich immer Lernhilfen aus der Bibliothek ausgeliehen. So hatte ich eine große Auswahl an verschiedenen Aufgaben und musste dafür nichts bezahlen. Mittlerweile würde ich aber vermutlich eher dazu übergehen, dass sich der Schüler ein solches Buch kauft, weil das „Hausaufgaben“ eher ermöglicht und auch für mich nicht so stressig wäre (die Vorbereitung hat immer eeeeeewig gedauert).
und die
Schülerin eigentlich keine Verständnisfragen hatte sondern
eigentlich nur die Eltern wollte, dass sie Nachhilfe kriegt,
weil sie halt’n bisschen faul war
Ja, das ist das blödeste, was einem passieren kann - wenn sich nur die Eltern die Nachhilfe wünschen.
Was mich
daran also wirklich gelangweilt hat, war dass ich einfach fast
nie wusste was ich mit der Schülerin machen sollte und ich
keine Unterrichtsmaterialien hatte.
Wie gesagt, die bekommt man leicht über die Bibliothek und dort gibt es auch wirklich gute Lernmaterialien (eben keine normalen Schullehrbücher, sondern spezielle Lernhilfen).
Ich hab mir allerdings gedacht, dass es bei ner
Nachhilfeagentur insgesamt deutlich besser ausschauen würde,
da man da ja wohl Unterrichtsmaterialien zur Verfügung
gestellt bekommt, soweit ich weiß und ich dann auch
zumindestens immer ne sinnvolle Übung hätte, die ich mit dem
Schüler machen könnte. Jemandem was zu erklären, wenn er’s
nicht versteht, find ich nicht „schlimm“ und kann’s auch glaub
ich ganz gut.
Das kommt darauf an. Soviel ich weiß, bekommst du bei größeren Agenturen wie Studienkreis vorgefertige Unterrichtsmaterialien, mit denen du eine einigermaßen homogene Gruppe in einem Fach unterrichtest, wobei nicht auf die aktuelle Schulsituation eingegangen wird. Das Ziel ist dann, Lücken aus vorhergehenden Jahren aufzuarbeiten.
Ich war in einer sehr kleinen, privaten, gerade erst eröffneten Agentur. Dort war das Prinzip anders. Ich hatte normalerweise 3-5 Schüler in eine Gruppe. Die Schüler waren verschiedener Altersgruppen und hatten teilweise auch verschiedene Fächer (wobei man bei Fächern wirklich versuchte, diese zu trennen - also z.B. reine Mathegruppen zu schaffen). Meine Aufgabe bestand dann darin, immer mal wieder bei jedem Schüler zu schauen, ihm das Thema zu erklären, ihm Aufgaben zu geben, wenn er nicht weiterkam, ihm Tipps zu geben etc. Das hatte den Vorteil, dass auf jeden Schüler individuell eingegangen wurde - wir haben eben das durchgenommen, was gerade in der Schule dran war, haben auch Vorbereitung auf Arbeiten gemacht und ich konnte bei den Hausaufgaben helfen. Wenn noch Zeit übrig blieb, konnten dann frühere Lücken aufgearbeitet werden. Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand - es blieb recht wenig Zeit für jeden Schüler übrig. Ich musste für jeden Schüler persönlich Unterrichtsmaterialien heraussuchen (wir hatten dort eine kleine Bibliothek an Lehrmaterialien und wenn ich ein Buch brauchte, das wir noch nicht da hatten, wurde dieses vom Institut gekauft). Und die Unterrichtsstunde war für mich recht stressig, weil ich mich gleichzeitig in bis zu fünf verschiedene Themen einarbeiten musste und anstatt nach einem vorgefertigten Stundenplan zu unterrichten war es jedes Mal eine Überraschung - mit welchem Thema kommt der Schüler heute an? Dadurch konnte ich mich auf die einzelnen Themen auch nicht gescheit vorbereiten - du musst dich in dem Fach also schon gut auskennen, um das hinzukriegen.
Ich hab öfters gelesen, dass die den Nachhilfelehrern so um
die 22Euro/90 Minuten bezahlen.
Ich habe 18 €/90 min bekommen, wieviel die Eltern bezahlten, weiß ich nicht, aber das muss schon eine ganze Menge mehr gewesen sein.
Muss man bei sowas normalerweise
zu den Schülern nachhause gehen? Ist wahrscheinlich bei der
Einzelnachhilfe so, bei der Gruppennachhilfe aber nicht?
Das kann man mit jedem Schüler individuell absprechen. Wenn du zu ihm hinfährst, ist eine zusätzliche Fahrtpauschale üblich. Ich meine jetzt aber Privatnachhilfe. Wenn du im Institut bist, dann wird natürlich immer im Institut selbst unterrichtet.
Kriegt man für Gruppennachhilfe mehr als bei Einzelnachhilfe
und gibt’s das bei den meisten Nachhilfeinstituten auch? (Ich
denk mal da muss man dann nicht zu den Schülern nachhause
gehen, sondern das findet dann im Nachhilfeinstitut statt
oder?)
Ich kenne nur Gruppenunterricht in Instituten. Dafür habe ich - wie gesagt - 18 Euronen pro Unterrichtseinheit bekommen, das waren dann jeden Freitag 36 Euronen und dementsprechend 144 Euronen pro Monat.
Wenn du privat unterrichtest, dann zahlt zwar jeder Schüler etwas weniger als bei Privatnachhilfe, aber insgesamt kommt für dich natürlich mehr zusammen. Deshalb lohnt sich Gruppenunterricht in privater Organisation. Andererseits ist es natürlich schwierig, privat eine Gruppe zu organisieren. Ich habe bei uns an der Uni ein Nachhilfegesuche für eine Schule gesehen, d.h. die Eltern wollen für ihre Sprößlinge zusätzlich Nachhilfe an der Schule veranstalten. Das wäre auf jeden Fall Gruppenunterricht. Du hättest den Vorteil, dass die Gruppe - was den Unterrichtsstoff angeht - sehr homogen wäre und die Bezahlung dürfte wirklich gut sein. Wenn du dann z.B. von jedem Schüler 10 € / 60 min nimmst (was für einen Nachhilfeschüler ein Schnäppchenpreis ist) und du dann z.B. 3-5 Schüler hast, dann kannst du dir deinen Verdienst selbst ausrechnen. Vielleicht wäre es sinnvoll, direkt auf die Schulen zuzugehen und Anzeigen an Schulen auszuhängen - ich bin mir sicher, dass du auf diese Weise den einen oder anderen Schüler findest und sich daraus evtl. eine Gruppe ergibt. Ich habe auch einmal mit einem Schüler an meiner Schule mit Französisch-Nachhilfe angefangen. Er war zufrieden und so kam dann sein Freund aus der Klasse hinzu. Hätte ich ein wenig länger unterrichten können (ich bin dann umgezogen und es ging nicht mehr), dann kann ich mir gut vorstellen, dass da noch ein paar mehr Leute zusammengekommen wären. Ich hätte auch die Möglichkeit gehabt, die Lehrerin darauf anzusprechen, sodass sie wiederum den Vorschlag der Klasse unterbreitet. Gerade in Französisch (und in Mathe) haben viele Schüler große Schwierigkeiten.
Ich hoffe, dir damit ein wenig weitergeholfen zu haben.
Schöne Grüße,
Anja
Hi. Danke für die Hilfestellung.
Hallo Fragezeichen,
Das waren immer 2 *
45 Minuten und ich muss sagen, dass es mich leider ziiiemlich
genervt hat, weil ich einfach keine Unterrichtsmaterialien
hatte, die Sachen aus’m Buch nicht genug waren, etc.Dafür habe ich immer Lernhilfen aus der Bibliothek
ausgeliehen. So hatte ich eine große Auswahl an verschiedenen
Aufgaben und musste dafür nichts bezahlen. Mittlerweile würde
ich aber vermutlich eher dazu übergehen, dass sich der Schüler
ein solches Buch kauft, weil das „Hausaufgaben“ eher
ermöglicht und auch für mich nicht so stressig wäre (die
Vorbereitung hat immer eeeeeewig gedauert).und die
Schülerin eigentlich keine Verständnisfragen hatte sondern
eigentlich nur die Eltern wollte, dass sie Nachhilfe kriegt,
weil sie halt’n bisschen faul warJa, das ist das blödeste, was einem passieren kann - wenn sich
nur die Eltern die Nachhilfe wünschen.Was mich
daran also wirklich gelangweilt hat, war dass ich einfach fast
nie wusste was ich mit der Schülerin machen sollte und ich
keine Unterrichtsmaterialien hatte.Wie gesagt, die bekommt man leicht über die Bibliothek und
dort gibt es auch wirklich gute Lernmaterialien (eben keine
normalen Schullehrbücher, sondern spezielle Lernhilfen).Ich hab mir allerdings gedacht, dass es bei ner
Nachhilfeagentur insgesamt deutlich besser ausschauen würde,
da man da ja wohl Unterrichtsmaterialien zur Verfügung
gestellt bekommt, soweit ich weiß und ich dann auch
zumindestens immer ne sinnvolle Übung hätte, die ich mit dem
Schüler machen könnte. Jemandem was zu erklären, wenn er’s
nicht versteht, find ich nicht „schlimm“ und kann’s auch glaub
ich ganz gut.Das kommt darauf an. Soviel ich weiß, bekommst du bei größeren
Agenturen wie Studienkreis vorgefertige
Unterrichtsmaterialien, mit denen du eine einigermaßen
homogene Gruppe in einem Fach unterrichtest, wobei nicht auf
die aktuelle Schulsituation eingegangen wird. Das Ziel ist
dann, Lücken aus vorhergehenden Jahren aufzuarbeiten.Ich war in einer sehr kleinen, privaten, gerade erst
eröffneten Agentur. Dort war das Prinzip anders. Ich hatte
normalerweise 3-5 Schüler in eine Gruppe. Die Schüler waren
verschiedener Altersgruppen und hatten teilweise auch
verschiedene Fächer (wobei man bei Fächern wirklich versuchte,
diese zu trennen - also z.B. reine Mathegruppen zu schaffen).
Meine Aufgabe bestand dann darin, immer mal wieder bei jedem
Schüler zu schauen, ihm das Thema zu erklären, ihm Aufgaben zu
geben, wenn er nicht weiterkam, ihm Tipps zu geben etc. Das
hatte den Vorteil, dass auf jeden Schüler individuell
eingegangen wurde - wir haben eben das durchgenommen, was
gerade in der Schule dran war, haben auch Vorbereitung auf
Arbeiten gemacht und ich konnte bei den Hausaufgaben helfen.
Wenn noch Zeit übrig blieb, konnten dann frühere Lücken
aufgearbeitet werden. Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand -
es blieb recht wenig Zeit für jeden Schüler übrig. Ich musste
für jeden Schüler persönlich Unterrichtsmaterialien
heraussuchen (wir hatten dort eine kleine Bibliothek an
Lehrmaterialien und wenn ich ein Buch brauchte, das wir noch
nicht da hatten, wurde dieses vom Institut gekauft). Und die
Unterrichtsstunde war für mich recht stressig, weil ich mich
gleichzeitig in bis zu fünf verschiedene Themen einarbeiten
musste und anstatt nach einem vorgefertigten Stundenplan zu
unterrichten war es jedes Mal eine Überraschung - mit welchem
Thema kommt der Schüler heute an? Dadurch konnte ich mich auf
die einzelnen Themen auch nicht gescheit vorbereiten - du
musst dich in dem Fach also schon gut auskennen, um das
hinzukriegen.Ich hab öfters gelesen, dass die den Nachhilfelehrern so um
die 22Euro/90 Minuten bezahlen.Ich habe 18 €/90 min bekommen, wieviel die Eltern bezahlten,
weiß ich nicht, aber das muss schon eine ganze Menge mehr
gewesen sein.Muss man bei sowas normalerweise
zu den Schülern nachhause gehen? Ist wahrscheinlich bei der
Einzelnachhilfe so, bei der Gruppennachhilfe aber nicht?Das kann man mit jedem Schüler individuell absprechen. Wenn du
zu ihm hinfährst, ist eine zusätzliche Fahrtpauschale üblich.
Ich meine jetzt aber Privatnachhilfe. Wenn du im Institut
bist, dann wird natürlich immer im Institut selbst
unterrichtet.Kriegt man für Gruppennachhilfe mehr als bei Einzelnachhilfe
und gibt’s das bei den meisten Nachhilfeinstituten auch? (Ich
denk mal da muss man dann nicht zu den Schülern nachhause
gehen, sondern das findet dann im Nachhilfeinstitut statt
oder?)Ich kenne nur Gruppenunterricht in Instituten. Dafür habe ich
- wie gesagt - 18 Euronen pro Unterrichtseinheit bekommen, das
waren dann jeden Freitag 36 Euronen und dementsprechend 144
Euronen pro Monat.
Hm okay…für GRUPPENnachhilfe sind 18 Euro pro 90Minuten(?) wirklich ziemlich untertrieben…
Wenn du privat unterrichtest, dann zahlt zwar jeder Schüler
etwas weniger als bei Privatnachhilfe, aber insgesamt kommt
für dich natürlich mehr zusammen. Deshalb lohnt sich
Gruppenunterricht in privater Organisation. Andererseits ist
es natürlich schwierig, privat eine Gruppe zu organisieren.
Ich habe bei uns an der Uni ein Nachhilfegesuche für eine
Schule gesehen, d.h. die Eltern wollen für ihre Sprößlinge
zusätzlich Nachhilfe an der Schule veranstalten. Das wäre auf
jeden Fall Gruppenunterricht. Du hättest den Vorteil, dass die
Gruppe - was den Unterrichtsstoff angeht - sehr homogen wäre
und die Bezahlung dürfte wirklich gut sein. Wenn du dann z.B.
von jedem Schüler 10 € / 60 min nimmst (was für einen
Nachhilfeschüler ein Schnäppchenpreis ist) und du dann z.B.
3-5 Schüler hast, dann kannst du dir deinen Verdienst selbst
ausrechnen. Vielleicht wäre es sinnvoll, direkt auf die
Schulen zuzugehen und Anzeigen an Schulen auszuhängen - ich
bin mir sicher, dass du auf diese Weise den einen oder anderen
Schüler findest und sich daraus evtl. eine Gruppe ergibt. Ich
habe auch einmal mit einem Schüler an meiner Schule mit
Französisch-Nachhilfe angefangen. Er war zufrieden und so kam
dann sein Freund aus der Klasse hinzu. Hätte ich ein wenig
länger unterrichten können (ich bin dann umgezogen und es ging
nicht mehr), dann kann ich mir gut vorstellen, dass da noch
ein paar mehr Leute zusammengekommen wären. Ich hätte auch die
Möglichkeit gehabt, die Lehrerin darauf anzusprechen, sodass
sie wiederum den Vorschlag der Klasse unterbreitet. Gerade in
Französisch (und in Mathe) haben viele Schüler große
Bei mir handelt’s sich um Französisch
(falls das nicht aus meinen anderen Postings schon hervorgegangen ist…)
Schwierigkeiten.
Ich hoffe, dir damit ein wenig weitergeholfen zu haben.
Schöne Grüße,
Viele Grüße
Anja
Einheitsbezahlung in Bayern
Hallo peherr,
Der Unterschied könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Du
was anderes studierst. Selbst in Kiel gibt es von Fakultät zu
Fakultät kleine Unterschiede.Nope - nicht in Erlangen! Bei uns ist das Gehalt staatlich
festgeschrieben (Danke Hr. Stoiber!); andere Hochschulen
zahlen hier das Gleiche.
Ich hatte auch mal einen Hiwijob in Bayern (Regensburg), da gabs auch den Einheitslohn. Das war aber insofern kein Problem, als daß man bei aufwendigeren Sachen (Praktikanten betreuen) eben mehr Stunden für die gleiche Arbeitszeit bezahlt bekam als wenn man was Anspruchsloses gemacht hat (Kopierdepp, Kaffeekochen,…). Es steht ja nirgends, daß man nur die Stunden bezahlt bekommen darf, die man arbeitet. Ich weiß nicht mehr, was mein Stundenlohn war, aber ich bekam pro Arbeitsstunde gut 2 Stunden bezahlt. Dann schaut der Lohn nämlich wieder anders aus.
Viele Grüße aus dem Exil
Claudia