hätte zwecks Nebenkosten auch eine Frage.
Wir (mein Mann, ich und unser Sohn (2) wohnen seit nicht ganz einem Jahr in einer Mietwohnung mit ca. 115 qm. Wir zahlen eine Kaltmiete von 450.-Euro und haben die Nebenkosten mit 150.-Euro beanschlagt damit wir am Jahresende auf jeden Fall wieder etwas rauskriegen.
Jetzt kam die Abrechnung und uns hat fast der Schlag getroffen, wir sollen noch 220.-Euro nachzahlen. Seit Dezember letzten Jahres wohnen wir dort und die Abrechnung gilt von da bis Ende August diesen Jahres.
Wir haben 6 Zimmer von denen aber nur die Küche, das Schlaf.-Wohn.-und Kinderzimmer geheizt werden, und das auch nur in den Monaten Dez. - März. Und zudem war es ja diesen Sommer sehr heiß, da haben wir ja eh nicht geheizt und heiß duschen tut ja da wohl auch keiner.
Wir wissen von dem Paar das ganz unten wohnt das die ebenfalls Nachzahlen müßten,die zahlen im Monat 100.- und sollen für den Monat Juli!!! ca. 50 .-Euro nachzahlen. Da kann doch was nicht stimmen. Unser Vermieter wohnt in der Mitte, wir ganz oben. Die Rechnung der Firma mit den Zählerständen scheint zu stimmen aber wir können einfach nicht glauben das wir im Monat 150,- E und mehr an Heizung und Warmwasser verbraucht haben sollen. Wie kann man das selbst überprüfen?
Dringend!!!
Danke schon im voraus.
Heizungsanlage
Hi zurück!
Interessant wäre hier zu wissen, was für ein Heizsystem Ihr habt. Es gibt manchmal Fälle, in denen die Heizungsanlage von einem externen Anbieter betrieben wird. Hier begeht der Verwalter/Vermieter manchmal den Fehler, die ihm vom Heizungsbetreiber berechneten Heizkosten direkt umzulegen, obwohl in den Kosten auch Finanzierungsgebühren für die Heizungsanlage enthalten sind.
Zumindest sind mir zwei so geartete Fälle bekannt, kommt hauptsächlich bei größeren Wohnanlagen vor. In den mir bekannten Fällen waren dann trotz neuester Bauweise und Isolierung Nachzahlungen von 400-800 Eur fällig.
selbst überprüfen kann man die NK-Abrechnung, indem man Einsicht in die zugrundeliegenden Belege nimmt. Herausgeben muß sie der Eigentümer nicht, aber Einsichtnahme darf er nicht verweigern - auf Anfrage kopiert er den Kram vielleicht durch, weils ihm weniger lästig ist.
Eine Fährte, auf der man oft fündig wird, sind die Abgabenbescheide von der Gemeinde (je nach Grad der „Privatisierung“: Müll, Kanal etc.). Dort gibts immer noch unverbesserliche Kameralisten, die auf den laufenden Bescheiden bloß die Veränderungen zum letzten Bescheid ausweisen und nicht die absolut geschuldeten Beträge, was in der buchhalterischen Erfassung zu ziemlichem Chaos führen kann (Eingabe nur der „Mehr/Weniger-Beträge“ statt der gegebenen Verbindlichkeit). Wenn sich dann noch einer Zeit läßt mit Abgrenzung und Abrechnung, kann es zu ziemlich aufgeblasenen Posten aus bereits abgerechneten Vorjahren kommen, die er dann - möglicherweise nicht einmal in böser Absicht - in die noch offenen Perioden reinmurkst.
Eine andere Fährte ist die mögliche Umlage von Aufwendungen, die eigentlich Instandhaltung betreffen und je nach Vertrag („Schönheitsreparaturen“) in der Regel Vermietersache sind.
Alles bloß spekulativ. Einziger Weg, klarzukommen: Belege zeigen lassen und nachrechnen.
Vom Umfang her ist der Betrag, den Du nennst, erstmal nicht unplausibel hoch, es kommt darauf an, welche NK per Vertrag als umlagefähig vereinbart sind. Bei gewerblich genutzten (technisch modernen, Bj 1994) Bauten hab ich schon Beträge von 1,40 - 1,50 Euro pro Monat und m² als nicht außergewöhnlich hohes Niveau gesehen.
Also, zuerst einmal kann ich dazu von der Seite des Vermieters sagen, dass die allgemeinen Kosten für Strom, Heizung, Wasser, Müll usw wirklich explodiert sind in den letzten zwei Jahren. Ich habe bei den letzten beiden Nebenkostenabrechnungen schon fast ein schlechtes Gewissen bekommen, was da auf meine Mieter noch zukam.
Zum anderen ist eine Nebenkostenabrechnung für ein halben Jahr immer etwas teurer. Das liegt daran, dass z.B. die Heizkosten ja das ganze Jahr über eingezahlt werden, aber eben nur knapp ein halbes Jahr geheizt wird. Und diese Heizperiode errechnet sich mit sogenannten Wärmegradzahlen. Furchtbar komplizierte Sache finde ich. Aber auch wiederum irgendwie gerecht. Nur, wenn man dann zu einem ungünstigen Zeitpunkt einzieht, dann geschieht es schon, dass die Heizkosten einen großen Nachzahlungsposten erzeugen. Ich gebe meinen Mietern stets die einzelnen Posten mit in der Nebenkostenabrechnung. Dort ist dann genau aufgeführt, wer was abkassiert hat, wie das aufgeteilt wird auf die Haushalte und was jeder bereits bezahlt hat. Ich denke, das sollte für euren Vermieter wohl auch kein Problem sein. Schließlich muss er das ja ohnehin alles aufstellen.
vielen Dank erstmal für eure Hilfe.
Wir sind in der Zwischenzeit zumindest mal daraufgekommen das unser Vermieter uns Imissinonsrechnungen, Kaminreinigung etc.pp. und die Grundsteuer für ein ganzes Jahr berechnet hat. Und das für letztes Jahr bis August letztes Jahr, da haben wir noch gar nicht dringewohnt.Wir haben uns dahingehend bei dem Anbieter informieren können wo es hieß das wir die ersten seien die darauf kommen das wir das gar nicht bezahlen müssen sondern diese Rechnung noch vom Vormieter ist.Wir müßten diese Sachen erst nächstes Jahr bezahlen. Wir wissen jetzt nicht ob das vom Vermieter Absicht war und er uns bescheißen wollte oder ob er es einfach nicht blickt. Er ist Ausländer und der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig - leider.
Sind eigentlich furchtbar nette Leute aber wie wir von den anderen Bewohnern im Haus wissen ein ziemliches Schlitzohr wohl. Den Vormietern von den anderen hat er letzten Winter einfach die Heizung abgestellt und behauptet das die kaputt ist, die haben das nicht gecheckt! Superfies, also wissen wir nicht ob er in anderen Dingen nicht uns bescheißt. Echt traurig wenn man so einen Vermieter hat.
Super finde ich es wenn man so einen Vermieter hat wie Du, der mir geschrieben hat.
Muss mir echt überlegen wie man sowas nachweisen kann wenns wirklich so sein sollte. Kann der die Zählerstände fälschen oder unseren anzapfen???
Wär lieb wenn ich wieder was höre.
Viele liebe Grüße
Yvonne
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