Hallo Susanne,
mal angenommen, ein Mieter hat mit dem Vermieter einen
Mietvertrag geschlossen, in dem vereinbart ist: € 350,00
inclusive Nebenkosten.
Nun kommt der Vermieter und will € 800,00 an Nebenkosten
abrechnen.
Der Mieter weist ihn nun auf den geschlossenen Mietvertrag
hin, in welchem er eine Miete inclusive Nebenkosten vereinbart
hat. Er wird daher diese € 800,00 nicht zahlen.
Soviel ich weiß, sind ‚Nebenkosten‘ immer eine pauschale Bezahlung im Vorraus. Einmal im Jahr wird richtig abgerechnet. Dann kann der Vermieter das, was er selbst mehr gezahlt hat, nachfordern; wenn er weniger gezahlt hat, bekommt der Mieter Geld zurück.
Wenn es nicht ausdrücklich anders vereinbart wurde (wovon ich aber noch nie gehört habe), ist das eigentlich immer so.
800 Euro Nachforderung finde ich allerdings extrem viel. Wenn der Vermieter die Nebenkosten so falsch kalkuliert, kann es schon sein, dass er das nicht so ganz einfach verlangen kann, aber das müsste schon ein Spezialist beantworten.
Auf jeden Fall kann der Mieter sich alle Quittungen zeigen lassen, wofür er bezahlen soll.
Wurde hier eigentlich garnicht getrennt zwischen Kaltmiete und Nebenkosten? Kann man garnicht genau sagen, wie hoch die Nebenkosten monatlich sind? Das wäre allerdings ungewöhnlich, und dann könnte es m.M.n. vielleicht wirklich so sein, dass damit alles abgegolten ist. Handelt es sich vielleicht um einen Untermietvertrag?
Weil der Mieter ein netter Mensch ist
hat er bisher immer € 380,00 bezahlt mit der Begründung, er
wisse, dass er mehr Wasser als normal verbrauche. Er zahle
daher freiwillig die € 30,00 mehr.
Hat er durch die Bezahlung der zusätzlichen € 30,00 einen
Fehler gemacht, auf den man ihn jetzt festnageln kann?
Kann ich mir nicht vorstellen. Wieso?
Diese 30 Euro zusätzlich sind aber doch in der Nebenkostenabrechnung berücksichtigt, oder? Oder gibt es garkeine richtige Abrechnung?
Viele Grüße
Thea