Liebe/-r Experte/-in,
ich schreibe für meine Mutter, die folgendes Problem hat:
Sie wohnt in einem Mietshaus mit 4 Parteien, im Dachgeschoß. Die monatliche Gebühr für die Treppenhausreinigung betrug bis Ende 2007 für alle Parteien 5.-€, bei meiner Mutter nur 2,50€ da sie ganz oben allein wohnte und dort der wenigste Schmutz war. Die Reinigungsdame kam bei ihr nur alle 2 Wochen um das Treppenhaus oben zu reinigen.
Die Gebühr mussten die Mieter direkt bar an die Reinigungsdame bezahlen.
Nachdem eine Mieterin dies häufiger versäumte, beschwerte sich die Reinigungsdame beim Vermieter, der darauf hin in einem Schreiben an alle Mieter ankündigte, ab 2008 die Gebühr für die Reinigung über die Nebenkosten mit abzurechnen. Von einer Erhöhung der Gebühr war hier aber keine Rede.
Nun zwei Probleme: Offenbar ist dieses „Agreement“ zwischen meiner Mutter und der Reinigungsdame nur 14-tägig zu reinigen dem Vermieter nicht bekannt gewesen. Dazu kommt aber noch, daß jetzt plötzlich alle Mieter 7,50€/Monat zahlen sollen, was für meine Mutter eine Erhöhung von 200% ist. Statt wie früher 17,50€ zu kassieren, stellte die Reinigungsdame dem Vermieter nun 30€ pro Monat in Rechnung.
Diese Erhöhung war vorher nicht angekündigt, denn meine Mutter hätte sonst in 2008 ihre Treppe selber gereinigt.
Es mag sich etwas Kleinlich anhören, da meine Mutter mit Ende 50 aber von Hartz4 leben muss, sind 5€ viel Geld. Und es geht auch ein Stück weit ums Prinzip, so eine starke Erhöhung kann doch nicht einfach durch gehen, oder doch?
Sie wird heute noch einmal mit ihrem Vermieter darüber sprechen und möchte das natürlich auch im „guten“ lösen. Dennoch würde sie gerne wissen, wo sie rechtlich da steht, ob sie z.B. die komplette Erhöhung akzeptieren muss?
Vielen Dank für Ihre Mühe und Ihre Antworten.
Daniela Graß