Nebenkosten-Abrechnung

Liebe/-r Experte/-in,

wir sind Vermieter eines 4-Familienhauses. Bei der Nebenkostenabrechnug 2011 ergab sich ein Heizölverbrauch von 4.501 Liter, verbraucht wurden aber nur 6.566 Heizungs-Einheiten (Funk-Messgeräte). Im Jahr davor haben unsere Mieter 4.30 Liter Heizöl verbraucht, allerdings bei 11.00 Einheiten.
De facto haben die Funkzähler im Vergleich zum Vorjahr nur halb so viel Einheiten gezählt bei minimal höherem Heizöl-Verbrauch. Das kann ja irgendwo nicht stimmen…

Wofür könnte das restliche Heizöl dann weg gegangen sein? Für Warmwasserbereitung kaum, denn das unterscheidet sich nicht gravierend zum Vorjahr. Klar ist der Heizölpreis gestiegen, aber bei fast gleichem Heizöl-Verbrauch müssten dann doch ungefähr dieselben Einheiten an der Heizung angezeigt werden, oder?

Der Winter war hart, die Heizung lief viel, aber nur weil sie mehr läuft, braucht sie doch nicht sooo viel Heizöl, oder? An der Heizungseinstellung wurde zum Vorjahr nichts verändert.

Habe alles nochmal durchgerechnet, die einzelnen Beträge auf der Abrechnung scheinen zu stimmen. Komisch sind eben nur die Einheiten.

Könnte ein Laie bzw. normaler Mieter diese Funkzähler irgendwie manipulieren? Die Firma sagt nein, aber ich denke, alles ist irgendwie manipulierbar, stellt sich nur die Frage nach dem Zeitaufwand und der Sachkenntnis.

Wir möchten das unseren Mietern nachvollziehbar erklären, weil wir niemanden besch… wollen. Wir vertrauen uns auch gegenseitig, deswegen wollen wir das gerne irgendwie rausfinden.

Freue mich sehr über hilfreiche Antworten!

Grüße von der ratlosen
Sandra … mehr auf http://www.wer-weiss-was.de/app/query/send?queryid=1…

Hallo Sandra,

diese Frage ist aus der Ferne kaum vernünftig zu beantworten.

Zu den Daten der Heizkostenverteiler kann in der Tat nur die Herstellerfirma was sagen. Die Fragen sind:

Sind es Geräte nach dem Ein-, oder Zweifühlermessprinzip?
Handelt es sich bei der Heizung um ein Einrohr-, oder Zweirohrsystem?
Gibt es möglicherweise nicht erfasste Entnahmestellen? (Freiliegende Leitungen, Heizschleifen in den Böden, die über den Heizkörperrücklauf versorgt werden, …)

Die Antworten auf diese Fragen können das möglicherweise aufklären. Möglich ist aber auch, dass die Gerätedaten nicht korrekt übermittelt wurden.
Frage:

Stimmen die Speicherwerte der Heizkostenverteiler (HKVE) mit dem Abrechnungszeitraum überein? (Bsp: Abrechnungszeitraum: 1.1. - 31.12. / Programmierte Stichtagswerte in den HKVE 1.5. - 31.4.)

Möglich ist auch, dass Ihr bei der Brennstoffmengenermittlung einen Fehler begangen habt?
Fehler „first in first out Methode“ können sich summieren und dann bei irgendeiner Abrechnung zu ähnlichen Problemen führen.

All das kann aber nur vor Ort geprüft werden.
Ihr müsst Euch mit diesen Fragen an die Abrechnungsfirma wenden. Die müssen kommen und das prüfen.
Nicht locker lassen!

Gruß
Weschdl

Brief schreiben an den, der die Abrechung macht und um Aufklärung verlangen und gleichzeitig ankündigen, da man von den Vorjahen den Zuvielverbrauch zurück haben möchte.

Und am besten gleichzeiting um Termin bitten für Einsichtnahme aller Abrechungen und Unterlagen (Rechnungen).
Ein Mehrverbrauch kann jedoch schon sein: ich habe auch 30% mehr Gas gebraucht für diesen Winter!!