Hallo Arne, Design ist ein dehnbarer Begriff, manche Designer sind Freiberufler/Künstler, dh. nur steuerlich angemeldet, andere brauchen einen Gewerbeschein (zB. Webdesigner), den man bei der Stadt beantragt und der so etwa einmalig 30 Eu kostet. Die schicken einen (bzw. deine Unterlagen) dann meist weiter zum Finanzamt, bei dem man sich eh melden muss, Formular ausfüllen und fertig. Dann meldet sich irgendwann noch die IHk, sofern gewerbe, denen man dann sagt, dass man nur wenig Umsatz hat, drum wird man dann kostenlos Mitglied (bei mehr Umsatz kostet es natürlich.)
Allerdings ist der normale Geschäftsmann zumindest volljährig. Drum wird es bei dir etwas schwieriger, zum einen müssen deine Eltern mitspielen, denn sie müssen für deine aktivitäten noch geradestehen, zum aderen musst du vermutlich beim Jugendamt und Vormundschaftsgericht vorbeischauen etc. (irgendwo hatten wir hier mal einen thread zum Thema wie alt man mindestens sein muss)Es geht, ist aber umständlich…
Dann kommen ja noch weitere, zB. die Krankenkasse, bei denen musst du auch ein Formular ausfüllen, bis 350 Eu im Monat Gewinn (das ist nicht Umsatz)kannst du meist in der Familienversicherung bleiben.
Und dann gibts noch das Kinder- und Jugend-Arbeitsschutzgesetz, das du kennen solltest. Das ist auch für potentielle Auftraggeber relevant.
Alles in allem ist es einfacher, wenn du angestellt wärst, zB. auch in einem Mini-Job, der durchaus auch weniger als 400 Eu einbringen kann. Das ginge dann evtl auch als Haushaltsnahe Dienstleistung (weiß ja nicht was du Designen willst), dann wirst du von der Omi nebenan, die dein werk haben will, als Minijobber angestellt. Nebenbei kannst du dann auch noch solche Dienstleistungen wie Rasenmähen und Putzen übernehmen. Oder du wirst von einem Unternehmen angestellt, das von dir eine Homepage haben will und verteilst dann zB. auch gleich die Flyer? Vielleicht gründet auch irgendein Elternteil das unternehmen und beschäftigt dich dann?
Oder du machst es auf Basis der Nachbarschaftshilfe und bekommst dafür ab und an eben einen freiwilligen Betrag BAT (Bar auf Tatze).
es kommst halt drauf an, was genau du für wen machen willst, damit kannst du dann mal die diversen Möglichkeiten durchspinnen. Evtl lässt du dich bei der Krankenkasse beraten, was für euch die günstigste Möglichkeit wäre (also, wenn Papi gründet u. dich beschäftigt, kann für ihn der Kassenbeitrag enorm steigen, muss aber nicht, mit Minijobs kennen die sich auch aus)
Bei 500 Eu im Jahr ist Steuer erstmal irrelevant, dennoch müsste man sich überall anmelden und das ist eben bei dir mit gewissen Zusatzhürden verbunden, nur wegen des Alters.
Drum ist es eben besser, wie bei den gängigen Teeniejobs, das ganze angestellt zu machen.
Gruß Susanne
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