Nebenwirkung L-Tyroxin

Hallo zusammen,

bin langsam am verzweifeln und hoffe vielleicht hier hilfe zu finden. Ich hatte einen starken basedow also überfunktion. während dieser zeit haben schon Panikattacken angefangen, die aber noch nicht häufig kamen. im oktober 2011 wurde mir die sd entfernt bis auf die nebensd, ging mir dann eigentlich recht gut. habe mit 50 l-tyroxin (henning’) angefangen und bin nun seit ca. 4 monaten auf 150. hatte seidem immer mal wieder kleine PA. anfang märz hatte ich eine so massive pa das der notarzt kommen musste seidem geht es mir eigentlich schlecht, tägliche ängste und massives herzrasen begleiten mich täglich wie auch schlafstörungen. werde bald verrückt. nun ist mein tsh wert auf 4,1 wurde mir heute gesagt und mein artz (endokr. ) meinte nun ich solle bei den 150 bleiben und jeden sonntag die doppelte menge also 300 nehmen. erhlich gesagt macht mir das ein wenig angst. bin ja schon am überlegen ob den die ganzen ängste und attacken nebenwirkungen sein können. nun traue ich mich nicht die dosis immer sonntags zu verdoppeln. Vielleichthat ja jemand von euch einen tipp für mich oder ähnliche erfahrung gemacht. Für tipps wäre ich sehr sehr danbar.

gruß

moni

Hallo Moni,

bezüglich der Nebenwirkungen auf die von dir genannten Medikamete kann ich dir leider nicht konkret helfen, weil ich selber seit meiner Depressionen/Panikattacken-„Karriere“ nur Imipramin und Citalopram nehme.
Generell liest es sich aber, als ginge es dir nicht gut… Mein Therapeut hat in der ersten Sitzung zu mir gesagt, dass Medikamente immer nur der Krückstock sein können, der uns hilft laufen zu lernen. Und ich denke das ist auch so, mir sind die Gespräche mit Ihm nach wie vor wichtig, auch wenn ich gut eingestellt bin und es mir gut geht. Wenn ich ganz stabil bin will ich versuchen, nach und nach abzusetzen.
Was ich damit sagen will ist: wenn du dem Doc bzw seinem Urteil, der dir für Sonntags die 300 aufbrummt, nicht vertrauen kannst, dann such dir einen anderen, der besser zu dir passt. Oder zieh eine ambulante oder stationäre Therapie in Erwägung, je nachdem wies passt… Aber bitte schau auf dich, nicht nur was die Einstellung der Medis betrifft, sondern auch nach deinen persönlichen Bedürfnissen nach Gespräch, Distanz, Nähe…
Liene Grüße
Eileen

Hallo Moni,

die von Dir geschilderten Nebenwirkungen sind typisch, ich würde das dem Arzt mal schildern und mir zur Not mal eine zweite Meinung (bei einem Endikrinologen) einholen.

Gruß, Jutta

Hallo Moni,

mit Medikamenten habe ich keinerlei Erfahrungen.

Habe meine Panik ohne diese überwunden.

LG W

Hallo Moni,

ich kenne mich jetzt gar nicht mit Basedow aus und schon gar nicht mit der Dosierung der Medis oder der Entfernung einer Schilddrüse. Ich würde an Deiner Stelle auch alles, gerade wegen der komplexen Thematik, mit einem Arzt besprechen. Warst Du bisher eigentlich immer bei einem Arzt oder hast Du auch einmal bei einem anderen Arzt vorgesprochen für eine Zweitmeinung? Warst Du schon in Foren unterwegs um mit gleichfalls Betroffenen Austausch zu haben? Das ist immer sehr empfehlenswert.

Aus meiner eigenen Erfahrung, allerdings mit Hashimoto, kann ich sagen, dass ich mit meinen Medis immer höher gehen musste, allerdings bis auf 150 mit Tendenz zur Steigerung auf 175. Zu dem Zeitpunkt habe ich eine Arzt für Ayurveda kennengelernt und mich zeitgleich (also zu dem L-Thyroxin) mit Ayurveda behandeln lassen. Bei mir war es so, dass ich dadurch abgenommen habe und auch die Menge an Medis reduzieren konnte. Aber das gilt für meinen Einzelfall, ich möchte damit auch nur andeuten, dass es manchmal sinnvoll ist sich umzuhören und umzuschauen, um zu sehen, welche Alternativen es für einen selbst noch gibt. Aber bitte - das ist mein Einzelfall, ich kann nicht für Dich sprechen, aber ich möchte Dich ermuntern Dich weiter zu informieren und einen für Dich passenden Arzt zu finden, der Dir helfen kann.

Alles Gute!

Hallo,

leider kann ich da nicht weiterhelfen. Am besten wäre es, das mit dem Arzt zu besprechen. Falls der Endokrinologe nichts dazu weiß, könnte vielleicht ein guter Psychiater es besser beurteilen.

Wünsche Dir alles Gute
Petra

Hallo Moni,
habe zu schnell gelesen und daher übersehen, daß Du schon bein einem Endokrinologen warst.
Ich habe die von Dir geschilderten Symptome schon seit 20 Jahren, der Befund der SD war immer ok. Man hat mir dann das L-Tyroxin verschrieben (obwohl die Werte im Normbereich), nachdem ich den Beipackzettel gelesen hatte, habe ich mich entschlossen, dieses Medikament nicht zu nehmen, mir aber medikamentös helfen lassen (von einem Neurologen) was die Panikattacken, Herzrasen und Schlafstörungen betrifft. Es hat auch funktioniert (da psychisch bedingt), aber Du wirst von diesen Tabletten natürlich abhängig mit der Zeit, deshalb - nur auf eigene Veantwortung! Letztendlich, wenn gar nichts mehr hilft, würde ich eine Psychotherapie empfehlen, aber da genau aufpassen, an wen man gerät!
Hoffe, es geht Dir bald besser. Ich kenne viele solcher Fälle, meistens sollte man einmal sein Umfeld und „störende“ Faktoren überprüfen.
Das wird schon wieder!
Gruß, Jutta