Hallo an alle !
Ich hätte gerne gewußt wie es anderen Menschen mit den diversen Nebenwirkungen der verschiedensten Medikamente geht. Mein Interesse wurde dadurch geweckt, daß ich mittlerweile auf das x-te Medikament verschiedenster Wirkungsbereiche massive Unverträglichkeiten, beziehungsweise Allergien bekommen habe.Außerdem würde ich gerne wissen ob man seine Erfahrungen dazu irgenwo deponieren kann,denn bei Rückmeldung an den Arzt oder Apotheker wie es im Beipacktext empfohlen wird hatte ich bisher das Gefühl nur auf bestenfalls mäßiges Interesse gestoßen zu sein.(Ich dachte immer in solchen Fällen würde eine Rückmeldung an die Pharmafirma oder auch die Zulassungsstelle gemacht, um diese doch sehr wichtigen Daten flächendeckend zu erfassen !)
Abschließend möchte ich noch einige der Medikamente nennen mit denen ich gravierende Probleme bekommen habe:
Alle Antibiotika der Erythrocingruppe wie Josalid,Ketek,Klacid,Erytromycin e.t.c
Pantaloc und diverse andere Protonenpumpenhemmer
Lisinocomp ( Blutdruck )
Spasmolyt ( Stressinkontinenz )
Herzlichen Dank im voraus wenn mir da jemand weiterhelfen kann!
Liebe Grüße - Doris
Hallo Doris,
„Keine Wirkung ohne Nebenwirkung!“
Damit ein neues Medikament zugelassen werden kann, muss der Hersteller Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und pharmazeutische Qualität nachweisen. Ob die Anforderungen für die Zulassung in Deutschland erfüllt sind, entscheidet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Seit 1995 können die Pharmahersteller auch die Zulassung bei der europäischen Zulassungsbehörde EMEA (European Medicines Evaluation Agency) in London beantragen.
Nach den oft jahrelang dauernden, teuren Zulassungsverfahren, in denen die Arzneimittel u. a. klinisch auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen überprüft werden, kommt ein zugelassenes Medikament auf den Markt und erhält eine Packungsbeilage auf der u. a. die möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aufgelistet sind.
Reagiert ein Patient z. B. mit Allergien auf ein bestimmtes Medikament (häufig sind auch die enthaltenen Hilfsstoffe ursächlich), so hat der Arzt häufig die Möglichkeit ein anderes Medikament auszuwählen, dessen mögliche Nebenwirkungen auf den betreffenden Patienten evt. nicht oder im schlechteren Fall in einem erträglichen Maß zutreffen. Aber noch lange nicht jeder hat bei jedem Medikament Nebenwirkungen.
Zitat aus der BfArm-Site:
Wenn ein Arzneimittel nach der Zulassung in den Verkehr gebracht und von vielen Patienten angewendet wird, können seltene, zuvor nicht aufgefallene Nebenwirkungen entdeckt werden. Das BfArM sammelt und bewertet solche Berichte von den Ärzten in Deutschland und von den pharmazeutischen Unternehmern. Es entscheidet dann darüber, ob die Fach- und Gebrauchsinformationen für die entsprechenden Arzneimittel geändert werden müssen, damit sie diesen Risiken Rechnung tragen. Wenn sich die erkannten Nebenwirkungen eines Arzneimittels als so schwerwiegend oder häufig erweisen, dass sie den Nutzen übersteigen, nimmt das BfArM die Zulassung auch wieder zurück. Bei seiner Ermittlung, Bewertung und Abwehr arzneimittelbedingter Gefahren steht es in ständigem Austausch mit anderen Behörden der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zitatende.
Hier findest du die BfArM-Adresse:
http://www.bfarm.de/de/Arzneimittel/index.php
Wenn du dort zur Hälfte runterscrollst, findest du auf der linken seite eine E-Mail-Adresse, wo du ein Blatt öffnen kannst, um deine Bedenken loszuwerden. Evt. kannst du auch fragen, ob man dir eine zuständige Adresse für Österreich geben kann. Sitzt der Arzneimittelhersteller eines deiner Mittel in Deutschland, so kann man dir dort auf jeden Fall kompetent antworten:
E-mail: Kontakt zum BfArM
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Gruß, Renate
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