Negative digitalisieren ?

Hallo !

Ich habe seit kurzem eine Olympus Camedia 765, zu der es ein Zusatzgerät zum Abfotografieren von Dias gibt (Tubus mit Einschub und Milchglasscheibe).
Gibt es sowas auch für Negative?
Die Farbumkehrung bietet ja jede Software, aber was macht man mit der orangen „Grundfarbe“ der Negativstreifen ?

Jochen

Hallo Jochen,
Am Besten Digitalisiert man Farbnegative mit speziellen.
Negativ Scannern. deren software bietet die entsprechenden Korrekturen
für die orange maske… sprich man stellt nur den film ein und
alles geht wie von zauberhand.

natürlich kann man solche korrekturen auch nachträglich in einer bildbearbeitung
machen. bei photoshop hab ich einigermaßen aktzeptable ergebnisse
über einstellungen> gradationskurven und dann „auto“ bekommen. jedoch
muss man dafür trozdem handarbeit in jedes bild stecken. und an den auto kurven
dann noch etwas basteln…

gruss chris

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Zum Preis des Zusatzgerätes gibt es auch einen Filmscanner, der Dias und Negative in besserer Qualität digitalisiert.
MFG Peter

Als größtes Argument um dir eine Empfehlung auszusprechen wiegt der Preis.
Wenn du wirklich super scharfe Scans mit perfekten Tonwerten/Grauabstufungen möchtest, kommst du an einem Negativscanner nicht vorbei. Solche Geräte kosten brauchbar ab etwa 1600eur. Ich weiss ja nicht ob du Kleinbild oder Mittelformat/Großformat Dias/Negative meinst, denn bei letzteren kannst du bereits mit einem besseren Flachbettscanner mit Durchlichtungseinheit SEHR GUTE Ergebnisse erziehlen. Beim kleinen Kleinbildnegativ siehts da schon anders aus…

Es ist immer eine Frage des Anspruchs. Willst du deine Negative scannen um davon A2 Ausdrucke für eine Ausstellung machen zu lassen, dann wird das eher nix mit dem Flachbett… für alles andere könnte er dir durchaus reichen.

Die eigentliche optische Leistung variiert sehr stark unter den Flachbetts. Dabei spielt es kaum eine Rolle welche maximale Dichte der Hersteller suggeriert, oder welche Auflösung, denn diese Angaben sind in der Praxis NIEMALS erreichbar. Somit ist es keine Seltenheit das ein Scanner mit einer maximalen Dichte von 4.0 schlechtere Details wiedergibt als einer mit 3.6.

Durchlichtungseinheit…
Das heisst nix anderes als das der Scanner im Deckel eine „Lampe“ verfügt, die das Negativ/Dia von hinten durchstrahlt. Du kannst dir das wie bei einem Diaprojektir vorstellen, nur dass die Fläche auf die das Licht trifft keine Leinwand, sondern eben der digitale Sensor ist. Die normalen Geräte haben wie gesagt eine Lampe eingebaut. Die besseren einen Leuchtkopf der parallel zum Scanschlitten der Unterseite mitfährt.

Wegen Farbumkehr…
Das funktioniert so nicht. Da du dann kaum Kontraste hättest. Würdest du die Tonwerte soweit spreizen das es 100% Weis/Schwarz ergeben würde, hättest du ein sehr hohes Rauschen und das bei einem MINIMALEM Tonwertumfang.

Ordentliche Flachbettscanner bieten mit der enthaltenen Software natürlich die Funktion des Negativscans. … Die beste Software heisst dabei Silverfast und ist bei einigen besseren Scanner enthalten. Allein gekauft kostet das locker 500eur. Vorteil… Der Funktionsumfang ist allumfassend! Dazu kommt das es nicht nur reicht, wie du meinst, das Foto zu invertieren. Silverfast hat alle Profile der gängigen Filmsorten, und dieses angewandt, bietet das best mögliche Ergebniss für deinen verwendeten Film.

Staub-Kratzer…
…die besseren…
besitzen eine Hardwaremäßige Staub und Kratzer Korrektur. Je nach Hersteller nennt sich das Fare (Canon…) oder Digital ICE (Epson, Nikon…). Eine solche Korrektur KANN nicht durch Bildbearbeitung ersetzt werden. Im Grunde schaut der Scanner seitlich hinter das Staubkorn, der Fehler wird so meist behoben, oder wenigstens stark minimiert. Das Stempelwerkzeug würde allein Bildpixel wiederholen, aber NICHT WIEDERHERSTELLEN. Wie denn auch?! Die Funktion ist echt eine Empfehlung, aber Scanner mit ihr ausgerüstet, sind eben teuer.

Übrigends…
Das beste bleibt immer noch…
Die Negative unter ordentlichen Bedingungen zu lagern, und ggf. Abzüge zu machen. Ein rein chemisch hergestellter Abzug, im optimalstem Fall ein selbst erstellter Handabzug, IST DURCH NICHTS ZU ERSETZEN! Hattest du schonmal einen Handabzug auf Baryt-Papier in den Händen?! Wieso ich frage?! Hast du, dann weisst du wieso!

Negative zu scannen ist selbst mit preiswerten Flachbettscannern möglich, so lange sie nur eine Durchlichtungseinheit besitzen. Doch wirklich gute Resultate lassen sich NUR mit richtig fetten Trommelscannern erreichen, die dann mal locker 100000eur kosten können. ABER… um einen Abzug/Print in SEHR GUTER QUALITÄT zu digitalisieren, bedarf es einen durchschnittlich guten Flachbett, für sagen wir 200eur.
Das Problem dabei ist aber… gute Abzüge sind teuer! Es ist entscheidend wie wichtig dir deine Fotos sind. Sind sie es sehr… könntest du die Negative in ein ordentliches Labor schicken, die dann gleich den Auftrag für die digitalisierung und die Abzüge bekommen. Das würde aber auch nicht ganz billig…

Ist schon nicht einfach…
Schau doch einfach mal in den MM deines vertrauens, und lass dir dort einen deiner Negativstreifen scannen. Genügt dir das Ergebniss kauf ihn. Genügt es dir nicht, lass es professionell einscannen… es lohnt sich.

Ich unterbreche hier mal. Denn die wichtigste Frage bleibt.
Wieviel willst du ausgeben?!

Was brauchbares bekommst du für um die 200eur mit dem Epson Perfection 4180 Photo. Wenn um die