Negative entwickeln

Hallo zusammen,

weiter unten hatte ich schon danach gefragt, wie man das Entwickeln von Color-Fotos lernt. Ihr habt mir abgeraten, da es zu aufwendig zu sein scheint. Die eigentliche Entwicklung der Negative allerdings soll - habe ich mir sagen lassen - relativ einfach sein. Angeblich genügen ein, zwei Chemikalien zum Fixieren, eine Schere und ein dunkler Raum. Stimmt das?

Gruß

Boris

wenn du ein Anständiges Ergebniss willst
und die Negative auch noch Scanntauglich sein sollen (also Typgerecht und ohne Kippen).

NEIN!
Ulrich

wie bei Radio Eriwan…im Prinzip ja, und einen Trommelprozessor der Bewegungsrhythmus und Temperatur konstant hält, letztere auf 0,1 °C genau *lol

Warum willst Du alles selber machen?

Farbe nein, S/W ja!
Farbnegative bekommt man in Labors sehr preiswert und gut entwickelt. Selber könnte man mit Chemikalien-Lagerhaltung, Ausstattung zum Temperatur- und Bewegung-Konstanthalten das nie so rationell machen.

Schwarzweiß muss man eigentlich selber entwickeln, weil die Großlabors nicht mehr drauf eingerichtet sind (wenn sie es überhaupt noch machen!). Du bekommst unterentwickelte, dreckige, zerkratzte Negative zurück. Also: entweder ein auf Fine Art spezialisiertes Kleinlabor (schweineteuer, aber top) oder halt selber entwickeln. Da beginnt nämlich die Fotografiererei erst richtig Spaß zu machen!

Hallo zusammen,

moin

ich habe zu meiner schulzeit im gymnasium recht rege an der Photo AG teilgenommen, wie hatten damals anfangs der 80ger 3 Durst Vergrößerer (2 davon mit farbmischkopf), nen total verdunkelbaren recht großen Raum mit lichtschläuse und nen Vorrraum für hellarbeit, ne Natriumdampflampe an der decke, Papierschscheideinrichtungen bis A2 auf stahlrohrgestell, PVC becken 1 cm wandstärke auf stahlrohrgestell mit mehrene qm fläche, die üblichen Schalen und tageslichtenwicklungsdosen, chemikalen, film und papier trockner und den absoluten star : einen Durst Trommelprozessor für farb papier verabeitung , die kosten für die einrichtung hab ich nie nachgehalten, sie waren aber jenseits von gut und böse ich schätze irgendwo um 50 kilomark

ganz so aufwendig braucht man das allerdings nicht aufzuziehen

zum entwickeln von filmen braucht man nur

nen wechselsack oder nen total dunklem raum (naja, ich hab auch schon in vollem sonnenlicht unter einem mantel nen film in ne tageslichtentwicklungsdose eingespult) um den film in die dose zu bekommen

eben jene tageslicht entwicklungsdose mit den passenden spiralen für dein Filmformat

einen chemikaliensatz, einmalchemikalien sind evt recht angenehm, aber teuerer in der anwendung, bieten aber immer konstante ergebnisse, weil man ja immer mit frischer chemie ansetzt, ökonomischer sind mehrfach verwendbare entwickler und fixierer
aber der aufwand der lagerung in chemikaliendichten Flaschen unter sauerstoffabschluß fällt dann an

an chemie im wesentlichern entwickler, stoppbad, fixierer
entwickler gibt es grundverschiednene und hunderte verschiedene auf dem markt, und so einfach im photoladen sind se nicht mehr aufzutreiben, hier im ruhrgebiet kenne ich einen laden in dortmund und einen in bochum der sowas noch im regal liegen hat, aber es gibt auch versandangebote per web

dann braucht man nen staubarmen wasserunempfindlichen raum, wenn schon kein echtes photolabor, dann wenigstens ne holzplatte auf ner badewanne oder so, mit ausschnitten für die armaturen, evt. klappbar anner wand befestigt

dann ne wäscheleine, um den film zum trocknen aufzuhängen, normale wäscheklammern, gehen zwar auch, aber es gibt spez. filmklammern, mit zähnen die den film am rand einstechen , und gewichten, absolut festhaltend

dann nen thermometer auf mindestens auf 1°C genau im bereich 20-40 °c besser 0.1°C genauigkeit

dann noch weiters zubehöhr wenn der film fertig entwickelt ist
netagivaufbeahrungshüllen, diasortierpult, und so…

das wars für schwarzweiß, ne nowatt: viel frisches sauberes fließendes wasser, wenn vorwärmbar um so besser

bei farbfilmem wird der chemikaliensatz erheblich komplexer und die prozessführung und temperaturkontrolle nicht einfacher

ich entwickle auch heute noch meine einzellblattfilme 9*12 cm² in S/W von meiner fachkamera auf optischer Bank selber, aber nur gelegentlich, mit kleinbild arbeite ich fast nur noch in farbe und schlepp die filme zum billigstem drogeriemarkt zum entwickeln, je ein abzug, und ein indexprint, anschließend scanne ich die negative ein mit einem 1200 DPI scanner mit duchlichteinheit (der hat etwas zu geringe auflösung für KB, aber für 9*12 cm² taugt er wunderbar),
vor nem jahr hat in unserer Innenstadt ein kleines geschäft augemacht, ein Japaner führt den Laden mit seiner Frau, er hat im wesentlichen nen entwicklungsautomat, nen printer und ne theke und liefert farbabzüge innerhalb einer halben stunde zu guten preisen, wenn ichs eilig habe geh ich dahin

vor 5 jahren sah ich auf der photokina den e-film, ein ccd sensor den man in ne normale spiegelreflex von baujahr 1970 einsetzen konnte, hab den aber aus den augen verloren, werd ich gelegentlich mal nach suchen

eine echte Digitalkammera, ok, ganz nett, aber die akkus, und der strom verbrauch, und die miesen objektive, wie kann man damit nachst arbeiten, astronische anwendungen, und ähnliche fragen bewegen mich, und die pixelauflösung, ok, es gäbe schon modelle die mich interssiereren, aber die kosten soviel wie ein VW passat, und solange ich meine alten Objektive (welche inzischen auch einen erheblichen wert haben) nicht daran anschließen kann kommt mir sowas nicht ins haus, unter 8 megapixel sowiesonicht…

ciao norbert

Hallo Boris.
Da ich beruflich Filme entwickele möchte ich dir ganz eindeutig sagen, daß dies sehr leicht möglich ist. Wenn es überhaupt ein Problem dabei gibt, dann ist es das Temperieren des Entwicklers auf 38 Grad Celsius, aber das kann man in einem Wassermantelbad tuen. Die Chemikalien zur Filmentwicklung (und neuerdings auch zur Fotoentwicklung) gibt es in Tablettenform (also eine Tablette für einen Film, das ist klasse !).
Der Hersteller der Chemie ist Tetenal (www.Tetenal.com), sie heißt Colortec C41 Phototabs.
Total easy ist auch das Herstellen von Farbbildern, man/frau braucht allerdings einen (Farb-)Vergrößerer, ein Muß !
Gruß, Rüdiger