Neger

Hallo Äth in!

Ich verstehe zwar nicht ganz, auf was du mit deiner Frage hinaus willst, möchte jedoch darum bitten, auf solche verallgemeinernden Aussagen wie

Jeder hat schon mal gesagt, „ich bin doch nicht dein…“,
jeder

zu verzichten.

Ich benutze das Wort „Neger“ nie!!!

Ebensowenig wie die Wörter „Schwulitäten“, „getürkt“, „Kanacke“, o.ä… Ich war als junger Erwachsener politisch aktiv und es war in meinen Kreisen verpönt, sich nicht „pc“ (=political correct) auszudrücken. Das hat sich bis heute gehalten.

In meinem gesamten Freundeskreis gibt es ebenfalls keinen einzigen Menschen, der „Neger“ sagt!

Also bitte kein „jeder“!!

Grüße, jeanne

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also eben: zu behaupten, diese Begriffsinhalte würden Einzelne damit verbinden, ist ja gerade die Verneinung.
Und das macht keinen Sinn, weil es offensichtlich nicht so ist.

Du gibst mir meinen Glauben ein bißchen wieder.
Nur sollte es halt normal sein, und nicht verpönnt, was alles wieder aufhebt.

Hi!

An alle, die das nicht so gelernt haben (diejenigen s.u.)
Das Wort Neger beschreibt nicht einen dunkelhäutigen Menschen,
sondern das Bild des Schwarzafrikaners um die Jahrhundertwende
(die Vorletzte).

Naja, wenn Du das sagst, dann wird es schon so sein… Ich kenne zwar niemanden, der das Wort so benützt und bin auch nicht mit dieser Bedeutung des Wortes aufgewachsen, aber woher will ich denn wissen, wie ich das Wort verstehe…

Kopfschüttelnde Grüße

alien

Hi!

Jeder hat schon mal gesagt, „ich bin doch nicht dein…“,
jeder.

Nein, ich sage „Dienstbote“ oder „Sklave“.

Wir haben in der Grundschule „wer hat Angst vorm schwarzen
Mann“ gespielt, und ich bin noch nicht sooo alt.

Dieser schwarze Mann ist aber ein MONSTER, kein Farbiger.

Und wie gesagt, in Pippe Langstrumpf, was die meisten von uns
geprägt hat, ist der Neger nicht gerade kultiviert
dargestellt.

Die Darstellung der Wilden in Pippi hielt ich schon als Kind für ungefähr so realistisch wie den Rest des Buches. Abgesehen davon sind das meiner Meinung/Erinnerung nach keine Afrikaner, sondern irgendwelche Insulaner. (Aber darauf würd ich jetzt nicht unbedingt meinen Kopf verwetten.)

LG

alien

also bei mir sind Polizisten oft Bullen. Aber ich mein das halt nicht abwertend wenn ich das sage. Trotzdem steckt ganz bestimmt keine Hochachtung dahinter und ins Lexikon zu schreiben, dass dieser Begriff (am Ende noch von Betroffenen) als abwertend empfunden wird, wäre schlicht gelogen.
Das meine ich.
Unser Sprachgebrauch und was wirklich gemeint ist passt nicht zu dem, was offiziell außerhalb der Umgangssprache gehandelt wird.
Die deutsche Sprach passt sich der Umgangssprache an.
Aber is egal, ich seh oft Sachen, die kein anderer erkennt, ich pack das hier einfach dazu.

Hallo,

also bei mir sind Polizisten oft Bullen. Aber ich mein das
halt nicht abwertend wenn ich das sage. Trotzdem steckt ganz
bestimmt keine Hochachtung dahinter und ins Lexikon zu
schreiben, dass dieser Begriff (am Ende noch von Betroffenen)
als abwertend empfunden wird, wäre schlicht gelogen.

Wieso wäre das gelogen? Ich bin nicht sicher, ob ich deine Gedankengänge nicht verstehe oder ob du Deutsch so individuell handhabst, dass man es nicht verstehen kann.

Das meine ich.

Was denn?

Unser Sprachgebrauch und was wirklich gemeint ist passt nicht
zu dem, was offiziell außerhalb der Umgangssprache gehandelt
wird.

AUch hier: ???

Die deutsche Sprach passt sich der Umgangssprache an.

Ehh… Ja. Sprache ist lebendig. Was heute Umgangssprache ist, kann morgen akzeptable Schriftsprache sein.

Aber is egal, ich seh oft Sachen, die kein anderer erkennt,

Vielleicht weil sie nicht da sind?

Gruß
eklastic

Passt vielleicht zum Thema:

http://www.lindenmuseum.de/html/deutsch/home/home.php

Khoekhoen nennen sich die bei uns als Hottentotten bekannte und verkannte Völkergruppen.

Der Name Hottentotte wurde diesen von holländischen Siedlern gegeben, weil der Refrain des Liedes, mit dem die Einheimischen die Fremden begrüßten „hothothothot“ lautete.

Wurden Neger im allgemeinen als kulturlos betrachtet, so waren die Hottentotten der Höhepunkt dieser Kulturlosigkeit.

Sogar Karl May, später ein Verfechter der Gleichwertigkeit aller Menschen, hat sich in jungen Jahren zu diesen Worten verstanden:

„Die ganze Organisation der Negerrasse deutet darauf hin, dass sie mehr für Sinnlichkeit und alles, was auf das Gefühl Bezug hat, als für höhere Intelligenz befähigt ist. Deshalb kann man die Neger als große Kinder, und zwar, sobald man sie sich selbst überlassen sind, als große verwilderte Kinder betrachten.“

Buch der Liebe, S. 124f.

Er plapperte eben gängige Vorurteile nach.

Zur selben Zeit, also als Südwestafrika Deutschsüdwestafrika wurde, zeigte der erste Fasnachtsumzug in Konstanz eine Gruppe von Weißen, die den Schwarzen „Kultur“ brachten. Dabei musste den „dummen Negern“ gezeigt werden, dass man Hemden nicht über die Füße zieht, Strümpfe keine Kopfbedekungen sind, wie man mit Messer, Gabel und Löffel isst, wie man auf Stühlen an Tischen sitzt etc.

Ein trauriges Kapitel!

Gruß Fritz

hallo unaussprechlich,

in meinem bücherregal steht noch das kinderbuch über den revolutionären (fiktiven) führer „der neger nobi“.
desweiteren lernte ich in der schule damals, daß eine „der herausragenden probleme der USA die überwindung der unterdrückung der neger“ sei. du findest in genügend älteren büchern den begriff ohne diffamierende absicht oder hintergrund.
auch war das so lange ein ganz normales wort, bis an einem tage im oktober sich die teile deutschlands vereinigten.
dann war man über nacht plötzlich rassistisch, wenn man das wort verwendete.
die empörung der PC-leute führt natürlich dazu, diesen begriff weiter zu verwenden, schon aus trotz.
es gibt auch keine treffendere ersatzbezeichnung.
schwarzer: es sind die wenigsten schwarz, sondern braun
brauner: bei der deutschen vergangenheit? ich bitte dich!
farbiger: die sind nicht bunt und es regen sich welche darüber auf.
bürger mit stark pigmentiertem hintergrund: zu lang.
ich halte die „politische korrektheit“ für eine kulturfaschistische pest des 20./21. jahrhunderts.
solange wir uns darauf konzentrieren, nur nicht in fettnäpfchen zu treten, brauchen wir wenigstens nicht dafür zu sorgen, daß die menschen in afrika oder sonstwo krepieren. (ich weiß, daß nicht nur afrikaner gemeint sind).

strubbel
„weißkäse“
„quarkfresse“
„kotzgesicht“
(alles erlebte ausdrücke)

hallo jeanne,

dann stell im brett mal die frage, was denn „getürkt“ für eine bedeutung hat, wo es herkommt. nämlich eine positive.
„kanacke“ heißt nur mensch, mehr nicht.
auch da wird es schwierig, weil bürger mit migrationshintergrund zu lang ist und die bezeichnungen wie „türke“ oder „araber“ genauso schimpfwörter sind.
jedenfalls für die männlichen exemplare in berlin.

strubbel
3:open_mouth:)

Neger
aso . ich hatte auch mal diese Frage .
Mein Vater hat mir das dann so erklärt:

Früher hab es halt oft die dubkelhäutigen, die als Sklaven arbeiten mussten.
Der begriff wurde also für niederes Pack, oder Sklaven verwendet.
Von daher benutzt man das Wort, was von den Sklaven, die schwarz waren, geprägt wurden, immer noch für (meist schlechte Reden) über dunkelhäutige Menschen .

Lieber Gruß

Hi!

Mira Lobe hat 1987(!) „Lollo“ veröffentlich, die Titelheldin ist eine Negerpuppe.(Dieser Ausdruck kommt im Buch mehrfach vor. Lollo ist natürlich eine positive Gestalt, hilfsbreit und klug.)

LG

alien