Passt vielleicht zum Thema:
http://www.lindenmuseum.de/html/deutsch/home/home.php
Khoekhoen nennen sich die bei uns als Hottentotten bekannte und verkannte Völkergruppen.
Der Name Hottentotte wurde diesen von holländischen Siedlern gegeben, weil der Refrain des Liedes, mit dem die Einheimischen die Fremden begrüßten „hothothothot“ lautete.
Wurden Neger im allgemeinen als kulturlos betrachtet, so waren die Hottentotten der Höhepunkt dieser Kulturlosigkeit.
Sogar Karl May, später ein Verfechter der Gleichwertigkeit aller Menschen, hat sich in jungen Jahren zu diesen Worten verstanden:
„Die ganze Organisation der Negerrasse deutet darauf hin, dass sie mehr für Sinnlichkeit und alles, was auf das Gefühl Bezug hat, als für höhere Intelligenz befähigt ist. Deshalb kann man die Neger als große Kinder, und zwar, sobald man sie sich selbst überlassen sind, als große verwilderte Kinder betrachten.“
Buch der Liebe, S. 124f.
Er plapperte eben gängige Vorurteile nach.
Zur selben Zeit, also als Südwestafrika Deutschsüdwestafrika wurde, zeigte der erste Fasnachtsumzug in Konstanz eine Gruppe von Weißen, die den Schwarzen „Kultur“ brachten. Dabei musste den „dummen Negern“ gezeigt werden, dass man Hemden nicht über die Füße zieht, Strümpfe keine Kopfbedekungen sind, wie man mit Messer, Gabel und Löffel isst, wie man auf Stühlen an Tischen sitzt etc.
Ein trauriges Kapitel!
Gruß Fritz