Mag schon sein, daß Sie das nicht gut finden - warum
eigentlich?
Einfach aus Prinzip.
In der Wissenschaft sollte man nichts „aus Prinzip“ tun,außer einem: man sollte sich aus Prinzip hart an Fakten, Belege und Untersuchungen halten. Sonst geraten wir ins’s glauben. Gerade in der Medizin kann das dem Patienten übel bekommen.
Medikamente sollten eine Art Ultima Ratio
bleiben und nicht zur symptomatischen Behandlung verwendet
werden.
Wenn Sie Sich ein Bein brechen , haben Sie anschließend gemeine Schmerzen. Die Gabe von Schmerzmitteln wäre da symptomatisch. Also leiden lassen?
Im UP wird ein Leidendruck beschrieben, und diesem muß abgeholfen werden. Das ist die ärztliche Pflicht zur Hilfe.
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Beispiel Kopfschmerzen: Es ist ja toll dass Aspirin und
ähnliches gegen den Schmerz helfen, man sollte ich aber auch
mal Gedanken über die Ursachen machen und da entgegenwirken
bevor man regelmäßig zu Medikamenten greift.
Glauben Sie wirklich, daß ein Patient, der mit chronischen Kopfschmerzen kommt, nicht genau untersucht wird, sondern nur so einfach Aspierin kriegt?? Ein bißchen Verantwortungsgefühl hat unsereins doch.
Es ist eine gängige Methode und schadet nichts, außerdem soll
er dieses Mittel ja nicht dauernd nehmen.
Letzendlich soll er es selber entscheiden.
Richtig. Eine symptomatische Behandlung. Und der Patient muß selbst entscheiden, wann er es braucht. Solche Leute kriegen Ratschläge und Dosierungsanweisungen - was spricht dagegen?
Ein weltberühmer Geiger hat immer vor seinen Auftritten
ß-Blocker genommen. Er war der Ansicht, daß die Leute alle nur
kämen, um zu hören, wie er sich verspielte. Dementsprechend
war seine Gemütsverfassung.
Armer Kerl 
Warum? Er trat doch nicht jeden Abend auf. Und ein Violinkonzert von Beethoven oder Tschaikowsky zu spielen, erfordert ruhige Finger. Und Aufmerksamkeit.
Und den leuten, die sich dafür interessierten, bescherte er unvergeßliche Auftritte. Das wußte er, und ar war deshalb ganz und gar nicht arm.