Nervige Kollegin

Guten Morgen,

ob ihr mir helfen könnt, weiss ich nicht, aber ich versuchs mal. Und wenn nicht, schon mal danke für´s einfach nur zuhören…

Seit Januar diesen Jahres haben wir (3 Kollegen im Büro) eine neue Kollegin dazu bekommen. Diese Madame - wie ich sie nur noch nenne - hat es innerhalb von 2 Stunden geschafft (am ersten Tag wohl gemerkt) das sie mir durch ihre bloße Anwesenheit auf den Keks geht. Das geht soweit, das ich richtig aggressiv werde, wenn ich mit ihr reden muss. Das lässt sich aber auch nicht vermeiden, immerhin arbeiten wir zusammen und sie muss eingearbeitet werden. Ich rede allerdings auch nur dienstlich und nicht ein einziges Wort privat mit ihr.

Ich bin der Meinung ich habe es gut im Griff sie einfach zu ignorieren, aber kann das auf Dauer ne Lösung sein? So wie es aussieht bleibt sie wohl doch länger als bis Dezember. Ürsprünglich war geplant, das sie bis Dezember meine Freundin (und Kollegin) vetritt, die zur Zeit in Mutterschaftsurlaub ist. Jetzt sieht es so aus, als käme meine Freundin in ein anderes Amt, sprich nicht zurück zu uns ins Büro.

Ich denke, meine Abneigung Madame gegenüber hat nix mit meiner Freundin zu tun, eigentlich gebe ich jedem eine Chance, aber wer schon nach 2 Stunden über meine Figur lästert (ich weiss selbst, das ich keine tolle Figur habe), is schnell unten durch.

Madame hat auch andere Unarten. Letztens zum Beispiel. Unser Kollege war krank, meine andere Kollegin und ich hatten am nächsten Tag (Dienstag) einen halben Tag Seminar. Da Madame Montags nicht da war (war selbst auf Seminar) haben wir ihr einen Zettel auf den Tisch gelegt, das der Kollege immer noch krank ist und wir beide bis ca. 13 Uhr auf Seminar sind.
Und was macht Madame? Rennt zum Chef und beschwert sich, das wir ihr nur einen läppischen Zettel aufn Tisch gelegt und ihr nicht persönlich Bescheid gesagt haben. Was sie beim Chef natürlich nicht erwähnt hat, war, das sie uns auch nicht Bescheid gesagt hatte, das sie Montag auf Seminar ist.

Naja, und so kommt halt eins um andere zusammen. Bin echt am überlegen, was ich mache, wenn sie tatsächlich länger bleibt als bis Dezember.

Momentan is es ok, da sie noch bis 14.06. Urlaub hat *jubel* Aber ich weiss jetzt schon, das es Diskussion gibt wenn sie wieder kommt, weil ich ihr keinen schönen Urlaub gewünscht habe.

Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen?

Wir haben schon mal mit ihr geredet, aber das einzige was dabei rauskam war, das sie die folgenden 3 Wochen krank war.

Gruss
Sueh

Hallo,

wer schon nach 2 Stunden über meine Figur lästert (ich weiss
selbst, das ich keine tolle Figur habe), is schnell unten
durch.

Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen?

Wenn sie jünger ist und für sehr hübsch gehalten
wird (hohes Prestige bei männl. Belegschaft),
hast Du praktisch kaum eine Chance, ausser
sie vielleicht durch konzentriertes Mobbing der
eingesessenen Weibchen herauszudrängen, so lange
sie noch keine starke Lobby hat.

Denn bei der Festlegung der neuen Rangordnung
spielt auch die Wahrnehmung der massgeblichen
Männchen eine Rolle, vorausgesetzt, dass sich
Eure Fähigkeiten nicht allzusehr unterscheiden.

Das ist der Grund, warum im Harem sich die
eingesessenen Weibchen gegen die junge
hübsche Neuanschaffung verbünden.

Es geht um die Rangordnung.

Wir haben schon mal mit ihr geredet, aber das einzige was
dabei rauskam war, das sie die folgenden 3 Wochen krank war.

Aha, ihr habt „geredet“. LOL
Das kann ich mir vorstellen :wink:

Grüße

CMБ

Hallo,

manche Probleme, vor allem auf der Arbeit, kann man nur durch ‚aussitzen‘ lösen bzw. zu einem Ende bringen. Auch wenn’s unter Umständen Jahre dauert.

Ich würde mich bemühen, sie besonders korrekt zu behandeln.

Heiß und innig lieben müßt ihr euch ja nicht, das kann keiner verlangen.

Gruß Carolin

Hallo sueh,

Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen?

als erstes könntest du darüber nachdenken was genau dich an der Person nervt. Ein bisschen habe ich den Verdacht, dass ihr prima zusammenpaßt - eben mit negativen Folgen. Du vermißt deine Freundin, die mehr als nur eine Kollegin für dich war. Und die Neue scheint Erfahrung darin zu haben das Falsche zum falschen Zeitpunkt zu sagen (Thema Figur), und so einen nachhaltigen Eindruck bei dir zu hinterlassen.
Deine Bezeichung „Madame“ und deine Bemühung sie zu ignorieren sind schlechte Voraussetzungen dich nicht über sie zu ärgern. Und Grunde genommen kann sie mittlerweile es Euch gar nicht mehr recht machen, so schätze ich. Die neue Kollegin ist nämlich für Euch kein Mensch mehr mit allen dazu gehörigen Fähigkeiten, Liebenswürdigkeiten und Untiefen, sondern eine personifizierte Nervensäge namens Madame.
Mir tut übrigens dein Chefs leid, wenn er mit solchen Kleinmädchengezänk aufgehalten wird, denn keinem Chef der Erde sind Blockaden im Informationsfluß fremd. Aber das Problem der Neuen wird sein, dass sie mangels Routine noch keine Topkraft sein kann. Und weil sie im Team nicht integriert ist, macht sie den Chef auf die hakelnde Zusammenarbiet aufmerksam, um nicht an allem Schuld zu bekommen, wenn etwas schief geht. Ihre Hilflosigkeit solltest du ernst und wichtig nehmen, ungeachtet dessen wie sie ist. Ihr hätte im nachhinein ein „Entschuldigung für die etwas unpersönliche Nachricht auf dem Zettel“ geholfen. Nicht nur ihr, sondern Euch auch, weil sie bei nächsten Mal angemessener reagieren wird, und manches relativieren.

Wir haben schon mal mit ihr geredet, aber das einzige was
dabei rauskam war, das sie die folgenden 3 Wochen krank war.

Das riecht nach Kapitulation!
Da frage ich mich, was Ihr mit der Aussprache vorhattet: Ihr Bescheid zu geben, was Euch alles nicht an ihr paßt? Wäre die Aussprache konstruktiv gewesen, dann wäre sie zumindest soweit motiviert gewesen trotz eines Anflug einer Erkältung (oder was auch immer) zur Arbeit zu kommen.

Nicht nur die Kollegin nervt, sondern wahrscheinlich du auch (bitte, ich kenne dich nicht, und will dich bestimmt nicht beleidigen :smile:). Meiner Meinung nach bedingen sich streitende Leute einander. Es gibt ein Wort das andere, Aktion zieht Reaktion nach sich. Du mußt die Kollegin nicht lieben lernen, sondern so viel Phantasie entwicklen, dass du irgendwann eine neutrale Haltung zu ihr bekommst. Es kann dir doch eigentlich egal sein, wie sie über dein Aussehen denkt, weil es auf die Leute ankommt, die dir wichtig sind, nicht wahr? Wieso hat dich das damals geärgert?! Und wenn sie zum Chef läuft, weil sie ein Problem mit Euch hat, dann kann man das ganz nüchtern miteinander ohne „big Daddy“ wie Erwachsene klären. Es steht ihr frei sich zu beschweren, aber bietet ihr doch auch häufiger situationsgerechte Gesprächsmöglichkeiten für einen Informationsaustausch an „wie können wir unsere Zusammenarbeit verbessern…“, und nicht erst wenn der Ärger zu einem Berg wird.
Du bist durch das nette Verhältnis zur Kollegin zuvor verwöhnt. Jetzt ist eine neue Situation, an die du dich gewöhnen mußt. Und du kannst, wenn du willst!
Immer schön locker bleiben :wink:))

viele Grüße
claren

Zickenkrieg?
Hi Sueh,

erstmal beneide ich Dich absolut nicht um die Situation an Eurem Arbeitsplatz. Dass du dir hier Rat holst heisst aber, dass du auch bereit bist, dich mit der Situation auseinander zu setzen, das ist ein guter Anfang.

Leider schreibst du wenig über die Nervensäge. Ist dies ihre erste Arbeitsstelle? Wie sind bei euch die Kompetenzen verteilt? Arbeitet ihr im Team oder unabhängig voneinander?

Mein Tip „ins Blaue“ wäre, dass du hier selbst absolute Professionalität zeigst. D.h. lass vor allem die Arbeit nicht unter der Antiphathie leiden und gehe trotz eurer Startprobleme auf die Neue zu. Vielleicht hat sich auch Schwierigkeiten und verfällt aus Eigenschutz in die „starke Haltung“. Gib ihr einfach eine Chance wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, spring über deinen Schatten und beginne zu angemessener Zeit ein nettes Gespräch indem du dich einfach erkundigst wie der Urlaub war oder so. Auch Menschen mit abwehrender Haltung werden dann vielleicht „weich“ wenn sie merken, dass sie grundsätzlich akzeptiert werden.

Will sie diese Chance nicht, wirst du es merken.

Viele Grüße Martina

Hi Sueh,

erstmal beneide ich Dich absolut nicht um die Situation an
Eurem Arbeitsplatz. Dass du dir hier Rat holst heisst aber,
dass du auch bereit bist, dich mit der Situation auseinander
zu setzen, das ist ein guter Anfang.

Mir wäre es schon lieber, wenn bei uns im Büro wieder die selbe gute Stimmung herrschte wie zu der Zeit vor Madame…

Leider schreibst du wenig über die Nervensäge. Ist dies ihre
erste Arbeitsstelle? Wie sind bei euch die Kompetenzen
verteilt? Arbeitet ihr im Team oder unabhängig voneinander?

Nein, sie war vorher in einem Amt, das aufgelöst wurde. Sie hat sich dann hausintern beworben, allerdings haben alle anderen Ämter erfolgreich alles dafür getan, das sie bei denen nicht unterkam. Nur uns hat keiner gefragt.

Wir sind vier Kollegen (drei Frauen, ein Mann) die sogenannte Einheitssachbearbeiter sind. D.h. wir bearbeiten alle das gleich und sind auch gleich gestellt. Der einzige Unterschied ist, das Madame mehr Geld bekommt, weil sie die sogenannte Besitzstandwahrung geniesst.

Mein Tip „ins Blaue“ wäre, dass du hier selbst absolute
Professionalität zeigst. D.h. lass vor allem die Arbeit nicht
unter der Antiphathie leiden und gehe trotz eurer
Startprobleme auf die Neue zu. Vielleicht hat sich auch
Schwierigkeiten und verfällt aus Eigenschutz in die „starke
Haltung“. Gib ihr einfach eine Chance wenn sie aus dem Urlaub
zurück ist, spring über deinen Schatten und beginne zu
angemessener Zeit ein nettes Gespräch indem du dich einfach
erkundigst wie der Urlaub war oder so. Auch Menschen mit
abwehrender Haltung werden dann vielleicht „weich“ wenn sie
merken, dass sie grundsätzlich akzeptiert werden.

Mal sehn, ob ich da schaffe.

Will sie diese Chance nicht, wirst du es merken.

Ich glaube nicht, das sie eine Chance möchte. Erstens war das erste was sie im Januar sagte, als sie bei uns anfing: „ich bleibe keine Minute länger als unbedingt nötig“ zweitens ist sie der Meinung wir seien ein „Kindergarten“ und das wir nicht auf ihrem Niveau sind, hätte sie ja direkt gemerkt, das müsse aber am Alter liegen. Sie ist 36, meine Kollegin ist 25, mein Kollege ist 27 und ich bin 28.

Weiterhin lässt sie sich ja auch von uns nichts erklären, und macht uns somit die Einarbeitung nahezu unmöglich.
Und wenn wir uns mal kurz privat unterhalten (z.B. wenn Bekannte uns besuchen kommen) steht sie auf und geht, weil schliesslich ist man ja zum arbeiten da und nicht zum schwätzen. Klar ist man zum arbeiten da, aber ab und zu mal fünf Minuten privat reden… selbst unsere Chefs sagen da nichts.

Viele Grüße Martina

Gruss
Sueh

Hi Sueh,

auch von mir (nach clarens gutem Beitrag) nur ein
paar Anregungen:
Die Situationen, die du beschreibst, kann man alle
anders interpretieren (ich war nicht dabei und die
wichtigste Information, der Ton, fehlt mir, aber
versuch mal anders an die Dinge ranzugehen):

Nein, sie war vorher in einem Amt, das aufgelöst wurde. Sie
hat sich dann hausintern beworben, allerdings haben alle
anderen Ämter erfolgreich alles dafür getan, das sie bei denen
nicht unterkam. Nur uns hat keiner gefragt.

Heisst das, sie weiss, dass sie allgemein unbeliebt ist?
Dass alle versucht haben, sie weiterzuschieben?

Wir sind vier Kollegen (drei Frauen, ein Mann) die sogenannte
Einheitssachbearbeiter sind. D.h. wir bearbeiten alle das
gleich und sind auch gleich gestellt. Der einzige Unterschied
ist, das Madame mehr Geld bekommt, weil sie die sogenannte
Besitzstandwahrung geniesst.

Ist das Neid eurerseits? Sie hat diese Regelungen ja nicht
gemacht, geniesst allerdings nun die Fruechte davon -
wuerdest du doch auch, oder?

Ich glaube nicht, das sie eine Chance möchte. Erstens war das
erste was sie im Januar sagte, als sie bei uns anfing: „ich
bleibe keine Minute länger als unbedingt nötig“

Sie merkt vielleicht, dass sie abgelehnt wird. Zumindest wird
sie wissen, dass sie eine gute Freundin im Team ersetzen muss.
Ihre Reaktion war dann natuerlich nicht klug,
aber vielleicht aus der Situation heraus verstaendlich?

zweitens ist
sie der Meinung wir seien ein „Kindergarten“ und das wir nicht
auf ihrem Niveau sind, hätte sie ja direkt gemerkt, das müsse
aber am Alter liegen. Sie ist 36, meine Kollegin ist 25, mein
Kollege ist 27 und ich bin 28.

Hat sie das wortwoertlich so gesagt? Manchmal geht Selbstironie
(ich bin halt alt!) in die Binsen, weil das Gegenueber es gar
nicht so verstehen will.

Und wenn wir uns mal kurz privat unterhalten (z.B. wenn
Bekannte uns besuchen kommen) steht sie auf und geht, weil
schliesslich ist man ja zum arbeiten da und nicht zum
schwätzen.

Sagt sie das? Oder gibt sie euch Privatsphaere? Vielleicht
will sie nicht stoeren.

Probier’s mal mit Wohlwollen. Nicht alles und jedes
gleich unbedingt negativ auslegen.
Viel Glueck
Elke

3 „Gefällt mir“

Hallo Semjon,

lies mal zuerst alle Postings, die hier zum Thema geschrieben wurden, dann wirst du feststellen, daß die Neue nicht die Jüngste, sondern die Älteste im Büro ist. Soviel zu deinen Vorurteilen und deiner miserablen Mobbing-Befürwortung.

Rüdiger

1 „Gefällt mir“

Ich denke, meine Abneigung Madame gegenüber hat nix
mit meiner Freundin zu tun, eigentlich gebe ich jedem
eine Chance, aber wer schon nach 2 Stunden über meine
Figur lästert is schnell unten durch.

Ich habe kein Verständnis für Leute, die irgendwas mitkriegen und dann über einem ganzen Menschen den Stab brechen. Also reiß dich mal bitte zusammen und gib „Madame“ eine zweite Chance.

Gruß Rüdiger

Hallo Rüdiger

lies mal zuerst alle Postings, die hier zum Thema geschrieben
wurden, dann wirst du feststellen, daß die Neue nicht die
Jüngste, sondern die Älteste im Büro ist.

Ja, prima, frag mal Ptolemäus, warum er noch
nichts von Kopernikus gehört hat.

Wie Du vielleicht noch nicht gemerkt hast,
werden die Posting hier dem Datum nach
umgekehrt einsortiert.

Soviel zu deinen Vorurteilen

OK, auch wenn mein Schnellschuss hier nicht traf,
so findet sich beschriebene Situation sicher
vieltausendmal.

Dass es genau das inverse Problem sein würde
(„erfahrene“ und unbeliebte „Firmenpsychopathin“
wird an unerfahrene junge Frauen „weitergereicht“
und dann wartet man ab, was passiert …),
war aus dem Orig-Posting sehr schwer herauszulesen.
Der Augenschein zeigte in die andere Richtung.

und deiner miserablen Mobbing-Befürwortung.

Na, jetzt geht aber Deine Phantasie mit Dir durch.

Wenn Kompetenz oder Professionalität nicht ausreichen,
wird in Deutschlands Büroräumen regelmäßig zu Mobbing
gegriffen. Eine Partei profitiert zumeist davon.

Was verstehst Du daran nicht?

Grüße

CMБ

Wie Du vielleicht noch nicht gemerkt hast,
werden die Posting hier dem Datum nach
umgekehrt einsortiert.

Entschuldigung, das hatte ich übersehen.

Dass es genau das inverse Problem sein würde
(„erfahrene“ und unbeliebte „Firmenpsychopathin“
wird an unerfahrene junge Frauen „weitergereicht“
und dann wartet man ab, was passiert …),
war aus dem Orig-Posting sehr schwer herauszulesen.
Der Augenschein zeigte in die andere Richtung.

Sicherlich werden beide Seiten an sich arbeiten müssen, wenn sich das Klima im Büro verbessern soll.

Wenn Kompetenz oder Professionalität nicht ausreichen,
wird in Deutschlands Büroräumen regelmäßig zu Mobbing
gegriffen. Eine Partei profitiert zumeist davon.
Was verstehst Du daran nicht?

Die Schlußfrage paßt nicht in den Zusammenhang.

Gruß Rüdiger

Deeskalation
Hallo Sueh,

ihr beiden befindet euch im Moment in einer Spirale, die sich aktuell in nur eine Richtung dreht. Das Ende der Spirale - dreht sie sich weiter - ist die „Vernichtung“ mindestens(!) einer der beiden Parteien. Welche, ob Du es bist, sie es ist oder gar ihr beiden (im Zweifel löst man auch ein Team komplett auf, das nicht „funktioniert“), ist noch offen.

Wie geht man damit um, will man professionell, souverän und erwachsen sein? Man springt über seinen eigenen Schatten und deeskaliert. Das ist schließlich kein Kampf auf Leben und Tod, den man gewinnen muss:wink: Und Du musst auch keine Angst haben, den ersten Schritt zu machen, wenn Du ihn aus der Position des souveränen Alteingesessenen tust. Denn was hast Du zu verlieren?

Wie macht man das:
a) man macht ein zwischenmenschliches Angebot, versucht also eine neue Ebene der Zusammenarbeit zu finden. Das kann z.B. eine „Veranstaltung“ im Kollegenkreis sein, zu der man die neue einlädt (Rauchertratsch, Kaffekränzchen, Kneipentour o.ä.). Oder man bittet um Hilfe bei einer wichtigen Aufgabe. Sensible Gegner spüren den Sinn dieser Aktion, die integrieren soll und werden sich ebenfalls mäßigen. Das gibt einem die Chance zu einem gemeinsamen Neuanfang, ohne über die verbockte Vergangenheit nochmals reden zu müssen.
b) wird die Einladung oder Bitte zurückgewiesen oder nicht im gewünschten Sinne verstanden, hat sie also keinen mäßigenden Effekt, dann bleibt nur noch das offene Wort. Hierbei gilt immer die Regel, keine direkten Vorwürfe dem anderen zu machen (Stichwort: „Du bist immer…“), sondern eigene Fehler eingestehen und bedauern, aber auch ehrlich seine Gefühle gegenüber den Handlungen des anderen schildern (Stichwort: „Ich fühle mich übergangen, wenn Du…, weil…“, „Ich fühlte mich angegriffen, als Du…“). Wenn man über seine eigenen Gefühle redet, vermeidet man destruktive Verallgemeinerungen, und der andere fühlt sich nicht frontal angegriffen und bleibt offen für Deine Argumente. Wenns gut läuft, wird er Dir auch seine Gefühle Dir gegenüber schildern, so dass Du auch sein Verhalten verstehen und besser einschätzen kannst.
Und wenn ihr euch beide versteht, dann habt ihr auch die Chance, kritische Situationen in Zukunft zu umschiffen…

Sie muss nicht Deine Freundin werden, Gott behüte. Aber ihr seid ein Team und solltet als Erwachsene fähig sein, Regeln der Zusammenarbeit zu definieren, mit denen ihr beide klarkommt ohne euch zu zerfleischen…

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

danke auch für deine Antwort.Deine beiden Vorschläge sind gut, aber das haben wir auch schon vorgehabt. Wir haben ihr z.B. vorgeschlagen, man könne ja mal gemeinsam frühstücken, damit man sich besser kennenlernt. Ihr erster Kommentar dazu war: Aber nicht, das ihr mir zu private Fragen stellt. Das war natürlich nicht unsere Absicht! Wir wollten halt nur beiden Seiten, ihr und uns die Möglichkeit geben sich mal kennenzulernen. Naja, bei besagtem Frühstück, das wir tatsächlich durchgeführt haben,hat sie geredet wie ein Wasserfall. Auf unsere Anmerkung wir würden auch gern mal was sagen, hat sie nur gemeint, ne, weil dann fragt ihr mich nur Sachen auf die ich nicht antworten möchte und hat weitergeredet.
Und wenn man versucht, mit ihr darüber zu reden wer welche Fehler macht, also auch, welche Fehler wir „alteingessenen“ machen, steht sie auf und geht! Das einzige was wohl helfen würde, wäre Tür abschliessen damit sie nicht raus kann, aber das kann man ja schlecht machen!

Sueh

Hallo,

Heisst das, sie weiss, dass sie allgemein unbeliebt ist?
Dass alle versucht haben, sie weiterzuschieben?

Ich gehe davon aus, das sie es weiss. Sie hat es uns ja so erzählt.

Ist das Neid eurerseits? Sie hat diese Regelungen ja nicht
gemacht, geniesst allerdings nun die Fruechte davon -
wuerdest du doch auch, oder?

Wer würde nicht gerne mehr Geld verdienen, aber ich weiss, das ich auf der Stelle auf der ich jetzt sitze, nicht mehr bekommen kann, als das was ich jetzt verdiene.

zweitens ist
sie der Meinung wir seien ein „Kindergarten“ und das wir nicht
auf ihrem Niveau sind, hätte sie ja direkt gemerkt, das müsse
aber am Alter liegen. Sie ist 36, meine Kollegin ist 25, mein
Kollege ist 27 und ich bin 28.

Hat sie das wortwoertlich so gesagt? Manchmal geht
Selbstironie
(ich bin halt alt!) in die Binsen, weil das Gegenueber es gar
nicht so verstehen will.

Ja, das hat sie wortwörtlich so gesagt.

Und wenn wir uns mal kurz privat unterhalten (z.B. wenn
Bekannte uns besuchen kommen) steht sie auf und geht, weil
schliesslich ist man ja zum arbeiten da und nicht zum
schwätzen.

Sagt sie das? Oder gibt sie euch Privatsphaere? Vielleicht
will sie nicht stoeren.

Sie sagt nichts, sie redet ja nicht mit uns.

Gruss Sueh

Ich würde mal eurem Chef davon berichten und ihn bitten als neutraler Vermittler zwischen euch zu agieren, der das Gespräch leitet und persönliche Fragen gleich verbietet etc. In der Situation wird es für sie schwieriger werden zu flüchten, weil der Chef es gleich mitbekommt. Es kommt natürlich drauf an , was für ein Verhältnis ihr zum Chef habt. Wenn es so ein Kotzbrocken ist würde ich es nicht machen, sondern mir irgendwelche Suchen die höher Positioniert sind.

Und wenn man versucht, mit ihr darüber zu reden wer welche
Fehler macht, also auch, welche Fehler wir „alteingessenen“
machen, steht sie auf und geht! Das einzige was wohl helfen
würde, wäre Tür abschliessen damit sie nicht raus kann, aber
das kann man ja schlecht machen!

Ich würde es tun, wenn es ja anscheinend die einzige Möglichkeit ist mit ihr zu reden. Anscheinend hat sie Angst vor Kritik. Sie hat wohl schon schlechte Erfahrungen damit gemacht und geht lieber einem Konflikt aus dem Weg ( das würde auch erklären, warum sie sich so von euch distanziert und nichts von sich erzählt, weil jedes kleine Detail aus ihrem Privatleben kann ein Angriffspunkt für euch sein! )