Nervige Nahrungsmittelmotten

Hallo Liebe Experten

ich hab ein lässtiges Problem.
seit einigen Wochen hab ich so lästige Nahrungsmittelmotten in der Wohnung.
Ich hab jetzt schon alles weggeworfen, woher sie kommen könnten, und so Fallen
aus dem Supermarkt. Aber sie sind immer noch da und ich hab keine Ahnung woher
sie jetzt kommen. Hat jemand von euch einen Tipp, wie ich die loswerden kann?
Irgendein Hausmittel?

Danke für eure Hilfe

Julia

Hallo Julia,

wichtig ist: nicht viele Lockstofffallen in einem Raum anbringen. Eine innen in den befallenen Schrank, eine außen im Raum, mehr nicht. Mehrere Fallen gleichzeitig machen für die Mottenmännchen nicht mehr ortbare Pheromonwolken, der Effekt bleibt aus, weil die Mottenmännchen nicht mehr klarkriegen, in welcher Richtung die Musik spielt.

Nach Anbringen der Fallen geht es eine ganze Weile, bis keine Motten mehr da sind: Weggefangen werden nur die Männchen, und erst, wenn es deswegen keine Nachkommenschaft mehr gibt, hast Du Ruhe - bis zum nächsten Mal.

Schöne Güße

MM

Hallo Julia!

Das sind Getreidemotten, die kommen oft in Nager- oder Vogelfutter vor. Oft auch „Vitakraft“. Ansonsten in Lebensmittel, welche lange nicht benutzt werden und die man einfach dann vergisst. Ist mir beides schon passiert.
Wenn das Tierfutter bei Dir nicht zutrifft, dann gilt:

  1. Alles kontrollieren, was nicht niet- und nagelfestfest ist - im Zweifelsfalle wegwerfen und alles andere in verschließbare Behältnisse umfüllen, so können sich die Viecher erstmal nicht weiter im Essen vermehren.
  2. Die entfleuchten Motten sind das größere Problem, aber man braucht ´ne Weile Zeit und Geduld, dann ist es zu schaffen.

Lebensmittel-Mottenfallen mit Pheromon
Horst Bode, Hamburg, Tel. 040/739 33 20, Fax 040/ 739 70 35

Ich weiss nicht mehr was die Dinger kosten - ist schon eine Weile her, aber mein Tipp: wechsele die Fallen alle 2 Monate aus und halte das ganze ca. 1 Jahr durch.

An unzugänglichen Stellen, solltest Du „Ardap“-Spray (chemische Keule)
benutzen. Das habe ich nur zwei mal machen müssen, aber für Schränken, die man nicht verrücken kann, muss man etwas rigoroser sein!

Apropos: Falls Du doch Tiere hast, sei sehr vorsichtig vor allem beim Futter. Ich habe dies sofort nach Kauf geöffnet, kontrolliert und schon mehrfach zurückgegeben!(alles in Blechdosen!!!)

Viel Glück, Ines

Hi Ines

ich habe einen Hasen, aber sein Futter hält sich nicht lang:wink: Verfressenes Tier,
und wenns leer ist, schmeiss ichs weg. Wo können die Vicher sonst noch so drin
sein?
Könnten die umziehen? Also vom Hasenfutter in den Brot oder Obstkorb?

Nerv nerv nerv diese Vicher, sollen wo anders rumschwirren, nicht bei mir.

Julia

Hallo Liebe Experten

ich hab ein lässtiges Problem.
seit einigen Wochen hab ich so lästige Nahrungsmittelmotten in
der Wohnung.
Ich hab jetzt schon alles weggeworfen, woher sie kommen
könnten, und so Fallen
aus dem Supermarkt. Aber sie sind immer noch da und ich hab
keine Ahnung woher
sie jetzt kommen. Hat jemand von euch einen Tipp, wie ich die
loswerden kann?
Irgendein Hausmittel?

Hallo!
Ich hab mir diesen Sommer Dörrobstmotten mit dem Müsli eingeschleppt.
Bis ich sie wieder loshatte, dauerte es eine Weile, aber es hat Gott sei Dank funktioniert.

Du musst sämtliche Lebensmittel, die nicht in ‚mottensicheren‘ Plastikbehältern sind, wegschmeissen, bei mir waren die Tiere sogar im Tee!(Auch wenn sie das jeweilige Zeug nicht fressen, können sie trotzdem drin wohnen *iiiih*) Schraubverschlüsse sind NICHT mottensicher.

Alternativ (Tierfutter zb.) kannst du das Zeug auch 2 Tage im Tiefkühler gefrieren.

Alles Zeug in Zukunft in Plastikbehältern verstauen!

Die ganze Wohnung durchputzen und vor allem Staubsaugen. Vor allem hinter Kasteln usw. Das musst du vermutlich so zwei-dreimal machen.
Schau auch in Kabelkanäle und ähnliches. Die Mottenbehausungen verraten sich durch spinnennetzähnliche Knäuel.

Mit einer Lebensmittelmottenfalle kannst du den männlichen Motten zuleibe rücken, ausserdem alles erschlagen was fliegt *g*

Wiege dich nicht in falscher Sicherheit, wenn die Tiere mal 2 Wochen verschwunden bleiben, das ist zwar schon ein beachtlicher Fortschritt, aber sie arbeiten bestimmt noch an einer zweiten Invasion (war zumindest bei mir so) *g*

Viel Glück bei der Mottenjagd wünscht,
Bettina

Hallo Julia,

wir haben alle ein bis zwei Jahre dasselbe Problem, und bei uns kommen die Viecher seltener aus dem Hasenfutter, sondern häufiger aus dem Heuballen oder aus dem Strohstreu.

Wenn sie sich einmal eingenistet haben, kannst Du nur noch alle angebrochenen losen Tee- Mehl- Zucker- und Gewürzvorräte (und alles andere was ebenso fein ist) wegwerfen, weil dir sonst unweigerlich irgendwann doch mal ein Kokon daraus entgegenfällt. Das ist absolut EKLIG, das garantiere ich dir! (eigene Erfahrung)

Du solltest tatsächlich die Pheromonfallen immer in der Wohnung aufgebaut haben und diese alle 6 Wochen erneuern. Auch wenn sich ein- oder zweimal keine Motte drin gefangen hat, stell trotzdem neue auf - irgendwann kommen sie doch wieder. :frowning:

Viel Erfolg wünscht dein Leidensgenosse
Robert

Hallo Julia!

Schön, dass wir dem Problem so schnell auf die Spur gekommen sind.
Als (leider) Ex-Zoo-Fach-VK würde ich an Deiner Stelle die Aktion durchführen: siehe erste Antwort.
Ansonsten: tausch´doch mal das Futter, z.B. „Bunny“, ist zwar teurer, aber für die Tiere gesünder. Und auf jeden Fall immer alles für sich in verschliessbare Behältnisse geben!!!
Sonst wirst Du die Viecher nicht los!!!
Wenn Du lieber telefonieren willst, mail mir Deine Nummer.
Ansonsten - viel Erfolg!
Ines

Hallo Julia,

na herzlichen Glückwunsch, jetzt kannst Du Organisationstalent und Zielstrebigkeit vorführen. Das macht sich suuuper im Lebenslauf: „Mehlmottenplage binnen vier Wochen exterminiert“, damit ist dir ein Job beim Unternehmensberater sicher.

Die Eckdaten sind alle schon ausgeführt, ich will´s aber noch ein bißchen verschärfen:

1.) Nur ein wasserdiches Gefäß ist ein mehlmottensicheres Gefäß. Die kleinen Flattermänner (-frauen!) legen ihre winzigen Eierchen überallhin, daraus schlüpfen winzigwinzigkleine Krabbelwürmchen und die machen sich in allem breit, was trocken ist und auch nur ansatzweise Kohlehydrate enthält. Ein vergessene Packung genügt denen als Bastion. Die haben keine Probleme mit Tee und Kaffee und mampfen Chilischoten, ohne rot zu werden. Das dicke Ende für sie kommt, wenn sie wieder rauswollen, das geht dann nur bei Tüten, durch die man sich durchknabbern kann. Sonst müssen sie sich eben im Glas verpuppen, ausschlüpfen, rumflattern und paaren und alles von vorn, das geht über Generationen gut.

2.) Die Tiefkühltruhe ist ein echter Safe und Desinfektionskammer. Dorthinein über Nacht oder länger wenigstens alle 14 Tage, was Dir lieb und teuer ist und noch nicht wasserfest eingebunkert.

3.) Mit chemischer Keule rumfuchteln bringt meiner Erfahrung nach nix. Wichtig ist, alle anfälligen Gebinde stets im Überblick zu haben und ggf. ratzfatz zu 1.) und 2.) zurückzugehen. Alte Puppengespinste finden sich noch nach Jahrzehnten hinter der Fußleiste, in Unterputzelektrodosen, in Türschlössern usw… Sie bis dahin zu verfolgen ist müßig, da sind die schlauer.

4.) Fallen bringen´s nur, wenn 1.) und 2.) sauber durchgezogen werden, sonst kriegen die schneller Nachwuchs, als Du sprühen/klatschen/fangen kannst.

Du siehst: Organisationstalent und Zielstrebigkeit. Wenn Du in 4 Wochen mit dem Thema durch bist, weißt Du, was Du kannst.

Waidmannsheil!

Gruß,

Martin