Hallo Julia,
na herzlichen Glückwunsch, jetzt kannst Du Organisationstalent und Zielstrebigkeit vorführen. Das macht sich suuuper im Lebenslauf: „Mehlmottenplage binnen vier Wochen exterminiert“, damit ist dir ein Job beim Unternehmensberater sicher.
Die Eckdaten sind alle schon ausgeführt, ich will´s aber noch ein bißchen verschärfen:
1.) Nur ein wasserdiches Gefäß ist ein mehlmottensicheres Gefäß. Die kleinen Flattermänner (-frauen!) legen ihre winzigen Eierchen überallhin, daraus schlüpfen winzigwinzigkleine Krabbelwürmchen und die machen sich in allem breit, was trocken ist und auch nur ansatzweise Kohlehydrate enthält. Ein vergessene Packung genügt denen als Bastion. Die haben keine Probleme mit Tee und Kaffee und mampfen Chilischoten, ohne rot zu werden. Das dicke Ende für sie kommt, wenn sie wieder rauswollen, das geht dann nur bei Tüten, durch die man sich durchknabbern kann. Sonst müssen sie sich eben im Glas verpuppen, ausschlüpfen, rumflattern und paaren und alles von vorn, das geht über Generationen gut.
2.) Die Tiefkühltruhe ist ein echter Safe und Desinfektionskammer. Dorthinein über Nacht oder länger wenigstens alle 14 Tage, was Dir lieb und teuer ist und noch nicht wasserfest eingebunkert.
3.) Mit chemischer Keule rumfuchteln bringt meiner Erfahrung nach nix. Wichtig ist, alle anfälligen Gebinde stets im Überblick zu haben und ggf. ratzfatz zu 1.) und 2.) zurückzugehen. Alte Puppengespinste finden sich noch nach Jahrzehnten hinter der Fußleiste, in Unterputzelektrodosen, in Türschlössern usw… Sie bis dahin zu verfolgen ist müßig, da sind die schlauer.
4.) Fallen bringen´s nur, wenn 1.) und 2.) sauber durchgezogen werden, sonst kriegen die schneller Nachwuchs, als Du sprühen/klatschen/fangen kannst.
Du siehst: Organisationstalent und Zielstrebigkeit. Wenn Du in 4 Wochen mit dem Thema durch bist, weißt Du, was Du kannst.
Waidmannsheil!
Gruß,
Martin