Netzanschluß für den Garten

Situation: vom Wohnbereich eines Einfamilienhauses ist eine Leitungsverlängerung zum später angebauten Wintergarten gelegt und soll nun von dort weitergeführt werden zum ca. 20 m entfernten Gartenteich.
Der Wohnbereich ist mit 16 A Automat abgesichert. Wenn im Wintergarten oder späterem Außenbereich Arbeiten anfallen und dazu die Leitung spannungslos geschaltet wird, so ist der gesamte Stromkreis betroffen. Ich möchte deshalb in der Zuleitung zum Wintergarten 2 Schalter anbringen, einmal für den Wintergarten und einmal für die Weiterführung Außenbereich, so daß bei jeweiligen Arbeiten nach Bedarf der aufgeteilte Stromkreis abgeschaltet werden kann.
Frage: a. genügt ein einfacher Lichtschalter oder müssen beide Adern getrennt werden und wie nennen sich letztere.
b.Ist es sinnvoll für den Außenbereich einen eigenen Sicherungsautomaten nach dem Schalter zu setzen und diesen mit nur 10 A abzusichern.
c.Ist diese Installation nach den Auflagen im Elektrobereich zulässig.

mit
grüßen
Ulli

Hallo Ulli,

Der Wohnbereich ist mit 16 A Automat abgesichert. Wenn im
Wintergarten oder späterem Außenbereich Arbeiten anfallen und
dazu die Leitung spannungslos geschaltet wird, so ist der
gesamte Stromkreis betroffen.

Was für arbeiten ??

Ich möchte deshalb in der
Zuleitung zum Wintergarten 2 Schalter anbringen, einmal für
den Wintergarten und einmal für die Weiterführung
Außenbereich, so daß bei jeweiligen Arbeiten nach Bedarf der
aufgeteilte Stromkreis abgeschaltet werden kann.
Frage: a. genügt ein einfacher Lichtschalter oder müssen beide
Adern getrennt werden und wie nennen sich letztere.

Hängt noch etwas von der Antwort auf die vorige Frage ab.
Im Prinzip genügt es nur den L-Leiter zu unterbrechen.

b.Ist es sinnvoll für den Außenbereich einen eigenen
Sicherungsautomaten nach dem Schalter zu setzen und diesen
mit nur 10 A abzusichern.

Nein, mit 10A und 16A ist die Selektivität nicht gewährleistet. Man kann nicht mit sicherheit sagen, welcher der beiden Sicherungen bei einer Störung auslöst. DU müsstest mit 6A oder 8A absichern.

Was aber viel wichtiger ist wäre ein Fehlerstrom-Schutzschalter für den Aussenbereich.

c.Ist diese Installation nach den Auflagen im Elektrobereich
zulässig.

Das mit „den Arbeiten“ (s.o.) ist noch so eine Frage welche im Raum steht. Möglicherweise müsste noch ein Schutz gegen wiedereinschalten vorhanden sein ?

MfG Peter(TOO)

hallo Peter,
selbstverständlich ist der Stromanschluß per FI abgesichert. Dieser befindet sich im Hauptverteiler und ist nicht nur für das Bad zuständig sondern in diesem Falle sind auch Verbraucher im Teich - Pumpe udgl. mit einbezogen.
Unter Arbeiten meine ich z.B. Steckdosenaustausch, nachsehen der Anschlüsse, anbringen von Gartenlampen, eventuell Wandlampenanschluß im WG udgl.
Ich würde natürlich nur Schalter mit Kontrollämpchen einsetzen, trotzdem würde ich den Sicherungsautomaten zusätzlich bevorzugen um bessere Gewährleistung zu haben daß die Leitung auch spannungslos ist, Die Überprüfung durch Fingerprobe wie es oft ältere und gestandene Fachleute bevorzugen oder zumindest in ihren Erzählungen wiedergeben, möchte ich mir lieber ersparen.
gruß Ulli

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Hallo,

Erdkabel, Feuchtraumsteckdosen in einem Regenschutzgehäuse und eigene Absicherung sollten selbstverständlich sein.
Der Stromkreis muss auch über einen FI angeschlossen sein.
Ein zweipoliger Schalter ist von Vorteil, da bei Feuchtigkeit durch Kondenswasser der FI nicht auslöst.
Um Selektivität zu gewährleisten kann eine 10A SI einer 16A SI nachgeschaltet werden. (mit gleicher Auslösekarakteristik oder erste SI etwas träger als die nachgeschaltete SI)

nicki

Hallo Ulli,

selbstverständlich ist der Stromanschluß per FI abgesichert.
Dieser befindet sich im Hauptverteiler und ist nicht nur für
das Bad zuständig sondern in diesem Falle sind auch
Verbraucher im Teich - Pumpe udgl. mit einbezogen.

Ein Zweiter FI wäre aber schon sinnvoll. Es macht nicht unbedingt Spass, wenns im Bad dunkel wird, wenn draussen die Gartenbeleuchtung einschaltet …
Du musst dann zuerst in den WIntergarten und dort den Gartenkreis abschalten und danach an der Hauptverteilung den FI wieder einschalten.

Unter Arbeiten meine ich z.B. Steckdosenaustausch, nachsehen
der Anschlüsse, anbringen von Gartenlampen, eventuell
Wandlampenanschluß im WG udgl.

Und sowas machst du Wöchentlich ???

Ich würde natürlich nur Schalter mit Kontrollämpchen
einsetzen,

Das hilft aber nicht wirklich wenn deine Frau in den Wintergarten geht und sieht, dass das Lämpchen aus ist und du gerade im Garten am basteln bist …

Da haben die alten Schraubsicherungen einen wesentlichen Vorteil. Man schraubt das Ding raus und steckt es in seine Hosentasche …

Wenn du so oft bastelst und Wert auf Sicherheit legst, Wäre ein Schalter, welcher gegen Wiedereinschalten gesichert werden kann, schon sinnvoll.

Sowas in dieser Art (Bild 8):
http://catalog.moeller.net/ch/frmViewer.asp?FORM=2&B…
Da kannst du mit einem kleinen Vorhänge-Schloss gegen wiedereinschalten sichern.

trotzdem würde ich den Sicherungsautomaten
zusätzlich bevorzugen um bessere Gewährleistung zu haben daß
die Leitung auch spannungslos ist.

Ein SChalter ist genauso sicher wie ein Leitungsschutzschalter. Die grösste gefahr ist immer, dass jemand kommt und wieder einschaltet…
Wenn gebastelt wird, kann auch eine Sicherung falsch verdrahtet sein !!!

MfG Peter(TOO)

Immer prüfen!!!
Hallo

ich kann Peter nur zustimmen, auch Sicherungen können falsch geschaltet werden.

Ich habe es selbst erlebt, dass zwei Sicherungen parallel (!) geschaltet waren!!! Hab ich auch erst durch Erfahrung festgestellt, seitdem bin ich noch kritischer und prüfe immer!

Zusätzlich war eine weitere Höchstleisung, dass der gesamte Strom über ein ca. 2 cm langes Stück Klingeldraht (!) geleitet wurde. Naja.

Ein schönes WE

Gruß Volker

Hallo Volker,

Ich habe es selbst erlebt, dass zwei Sicherungen parallel (!)
geschaltet waren!!! Hab ich auch erst durch Erfahrung
festgestellt, seitdem bin ich noch kritischer und prüfe immer!

Den Fall hatte ich auch mal, bei der Aussenbeleuchtung eines Gemeindezentrums. Da gab es unterschiedliche Gruppe und ein Teil der Beleuchtung wurde Nachts teilweise abgeschaltet.
Eigentlich wollte ich, wegen der mangelhaften Beschriftung, nur herausfinden welche Sicherung zu welchen Lampengruppen gehört…

Der Typ hatte noch Glück gehabt, das ganze war auf 3 Phasen aufgeteilt …

Zusätzlich war eine weitere Höchstleisung, dass der gesamte
Strom über ein ca. 2 cm langes Stück Klingeldraht (!) geleitet
wurde. Naja.

Als zusätzlicher Überlastschutz vielleicht *duck*

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter (TOO)

Als zusätzlicher Überlastschutz vielleicht *duck*

Du brauchst Dich nicht zu ducken, ich hatte es nicht verbrochen, sondern das Haus gekauft.

Nachdem ich noch weitere Überraschungen erlebt hatte, habe ich die gesamte Elektrik lahmgelegt und alles neu gemacht.

Zwei Beispiele noch:

  • eine alte Steigleitung war im Keller abgeschnitten(gemeißelt???) und durch einen losen Ziegelstein isoliert

  • eine Steckdose fing an zu „riechen“, als ich den Stecker des Kühlschranks rausziehen wollte, hatte ich „Kaugummi“ am Stecker.

Dass natürlich alles Nachts passierte, muss ich wohl nicht noch extra erwähnen.

Gruß Volker

Hallo Ulli,
für eien Antwort müsste man erst einmal wissen wie lange die Leitung ist, welcher Querschnitt und welche Pumpe und andere Verbraucher angebracht sind.
Wenn es ein 1,5 ist bezweifle ich etws eine 16A Absicherung so wie du es geschildert hast als zulässig.
Bei der Pumpe kann es gar seind as du einen Trenntrafo benätigst da si efür FI nicht zulässig ist.
Weitergehend ist die Erdung zu überprüfen, sowie die ISolierung der Leitung im Erdreich.

Für eien Fachmann 10 Minuten zum ansehen und Messen.
15 Minuten für die 2 Schlater.
und 50 Euro und 15 Minuten für einen 2. FI und passende Sicherungen.

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hallo,
Die Gesamtleitungslänge würde 23 m betragen mit einem Leitungsquerschnitt von 1,5.
Zum Wintergartenanschluß zählen der Markisenmotor, ein Deckenventilator, eine Wandlampe sowie eine kl. Musikanlage. Ich rechne bei Aktivität aller Verbraucher mit 700 - 800 Watt.
Der Außenbereich für den Garten hat eine Hauswasserwerk von 1100 Watt und eine Teichpumpe von 60 Watt zu versorgen. Die Teichpumpe läuft über eine Uhr ca 10 H verteilt. Eine Wegbeleuchtung, die abends einige Stunden brennt ist mit einer Sparlampe von 15 Watt bestückt und kann in der Leistungsbilanz bestimmt vernachläßigt werden.

gruß Ulli

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Hallo,

Deckenventilator, induktiv
Markisenmotor, induktiv
Lampe, ohmisch - solareigenaktiv
Musikanlage, ohmisch
zusammen 800 Watt ohmisch.

Hauswasserwerk 1,1 kw induktiv
Teichpumpe 60w, induktiv

Ich würde dir hier zu einer kleinen Unterverteilung im Gartenhaus raten. Das Kabel (keien Leitung) ist mit den 3x1,5 stark an der Grenze der Belstung.

Das Erkabel mit der maximal Länge Sicherung bis Gartenhaus von 23m mit 16 Ampere ohne FI in der Hauptverteilung absichern, besser währe hier 10A, was aber durch die induktiven Lasen nicht möglich ist.
Falls die Leitungsverlegung also so angebracht ist das vom KAbel keien Brandgefahr oder Berührgefahr (Also absolut nicht auf Holz nageln oder ähnliches) gegeben ist sollte 16A gehen. Haften würde ich persönlich nicht dafür.

In der Unterverteilung einen FI 30 mA Fehlerstrom für Ventilator, Markiese, Musikanlage und Steckdosen.
An den Steckdosen kannst du aber keine starken Verbraucher verwenden.
Sicher hast du auch deien Beleuchtung im Gartenhaus vergessen, diese auch auf den FI.
Für diese Verbruacher einen B6 Sicherungsautomaten.
Bzw. für die Musikanlage und Steckdoesen einen zweiten B6 Automaten.

Besser währe hier eine Leitung 3x2,5 falls möglich mit 3 mal 16A absicherung.

Für die HAuswasseranlage eien 10A absicherung ohne FI, beachte das hier auch ein Motorschutzschlater zwingend vorgeschrieben ist.

Die Teichpumpe über den FI mit einer C2 absicherung.

Elegant währe es wenn du für die Verteilung zusätlich noch einen Staberder (kostet 7 Euro) bei deinen Gartenhaus anbringst um die Erdung zu 100% zu gewährlisten falls mal probleme im Erdkabel auftreten.


Beste Lösung währe:
ein 3x2,5 Kabel auf Neozed 10 A in der Huaptverteilung abgesichert.
Im Gartenhaus eine kleien Unterverteilung.

Ohne FI die Hauswasseranlage auf L1 10A abgesichert. Nicht 16A, weil ja alles über den Neutralleiter zurück muss. Bzw. die Energie vom Neutralleiter gezogen wird (Paktisch gesehen)
Natürlich den vorgeschrieben Motorschutzschlater nicht vergessen.

FI 30mA 3 Phasen
L 2
6A für alle Festinstallierten Gerätschaften
C2 für die Gartenteichpumpe

L3
B10 für die Absicherung der Steckdosen und der Musikanlage.

zusätzlich eien Staberder mit 10mm^2 Erdungsdraht direkt am Gartenhaus.

Verlegung der Zuleitung und weiterfürhung zur Hasuwasseranlge keinesfalls auf Holz direkt. Ebenfalls die UV nicht direkt auf Holz.

So würde für mich eine VDE gerechte Installation vorstellen mit der man sicher nachts schlafen kann ohne die Befürchtung das Gartenhaus und danach das HAus selbst brennt ab :smile:

Grüsse

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hallo Zoomi,

Ehrlich - deine umfassende Antwort haut mich um. Man dürfte nicht einmal einen Toaster oder Staubsauger anschließen ohne einem schlechten Gewissen. Irgendwie ist meine Frage nicht klar 'rübergekommen.
Der Wintergarten wurde später auf der Terasse an das Haus angebaut. Aus diesem Grunde gibt es auch nichts mit Haupt- oder Unterverteiler. Es wurde anfangs ein Kabel eben für diesen späteren WG mit in die Hauswand und Verblendung gelegt für die spätere Verwendung. Das Hauswassserwerk ist ein ganz gewöhnliches Aggragat mit Speicherkessel von 20 L und einem Motor obenauf. Dieses Hauswasserwerk ist fertig und auch so zugelassen mit einem ca. 1 m Kabel und fertigem Stecker ausgestattet und gedacht an einer normalen Garten- oder Außenwandsteckdose angeschlossen zu werden. Das dafür plötzlich ein Trenntrafo bezw. Motorschutzschalter notwendig ist, ist mir neu. Der Kabelquerschnitt von 1,5 ist überall im Haus außer den Starkstromleitungen ( Herd ) verlegt und wenn ich bedenke daß die Waschmaschine beim aufheizen über 1 KW zieht und bei den Leitungslängen vom Unterverteiler zu weiter entfernt oder im Obergeschoß liegenden Stromkreisen auch ganz schnell 20m zusammenkommen, bekomme ich richtiggehend Angst bezüglich der Sicherheit. Weil nun die Länge der Leitung zum Gartenteich zusätzlich hinzukommt hatte ich die Idee wegen des weiteren Sicherungsautomaten um der Überlastung vorzubeugen, aber für jeden Verbraucher eine eigene Absicherung und FI, wo bereits einer eingesetzt ist -ist das wirklich Vorschrift und notwendig?
Das Anbringen der zusätzlichen Aus-Schalter bezw. Automaten erfolgt in den Teil der Ziegelverblendung, die sich auf der Wand zum Wohnbereich befindet und sind somit weder für eine Berührung noch für Brandgefahr zugänglich. Nun glaube ich sind die vorhanden Vorgaben für eine Bewertung besser ersichtlich.

gruß Ulli

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Hallo Ulli,

ich kann dir aber keien andere Antwort geben als das die 1,5 mm^2 zu schwach ausgelegt sind und die Absicherung der Hauswasseranlage nicht komform ist. Auch wenn ich dir gerne etwas anderes sagen oder du etwas anderes hören würdest.