Netzlösung für Kleinunternehmen

Hallo,

Meine Frage ist keine reine Netzwerkfrage sondern betrifft eine Gesamtlösung. Ich stelle sie mal hier ein, ggf. kann ja verschoben werden. Ich suche nach Lösungsansätzen für diesen Anwendungsfall:

Eine kleine Firma hat Büros an 3 Standorten. An jedem Standort arbeiten ein bis zwei Mitarbeiter. Die Standorte sind derzeit nicht vernetzt und verfügen über DSL-2000 bzw. DSL-6000-Anbindungen. Es soll eine Server- und Netzwerk-Lösung eingerichtet werden mit folgenden Anforderungen:

  • zentrale Datenhaltung

  • zentraler Exchange-Server

  • mobiler Zugang vom Notebook, z.B. aus öffentlichen WLANs

  • moderates Datenvolumen: Office-Dateien, Anwendungsdaten für Kalkulationsprogramme und ähnliches.

  • Hosting einer Homepage mit geringem Datenvolumen.

Eine angedachte Lösung basiert auf einem Server am Standort mit dem DSL-6000-Anschluss und Vernetzung der Standorte über WAN. Dabei stellen sich u.a. folgende Fragen:

  • Ist die Kapazität der vorhandenen Anschlüsse ausreichend für die Einrichtung eines Firmen-WANs, insbesondere am Server-Standort?

  • Wenn nein, welche Art von Anschluss muss am Server-Standort verfügbar sein?

  • Welche Hardware wird für das LAN benötigt?

  • Welche Software empfiehlt sich für den Server?

Alternativ denke ich an eine Lösung mit einem Managed Server bei einem Hoster. Gibt es so etwas überhaupt für den beschriebenen Anwendugsfall? Ich habe bisher nur Angebote für Exchange Server bzw. für Web-Hosts, speziell für das Hosting von Internetauftritten gefunden.

Grüße
Rainer

Eine angedachte Lösung basiert auf einem Server am Standort
mit dem DSL-6000-Anschluss und Vernetzung der Standorte über
WAN.

Im Fall von normalem DSL ist der Upstream deutlich langsamer als der Downstream. Wurde das bedacht?

Ist die Kapazität der vorhandenen Anschlüsse
ausreichend für die Einrichtung eines Firmen-WANs,
insbesondere am Server-Standort?

Kommt drauf an, welche Daten übertragen werden sollen. eMails sind, von Anhängen abgesehen, klein. Powerpoint-Dateien werden allerdings manchmal riesig. Auch kleines DSL reicht aus um Daten zu übertragen - es dauert dann nur entsprechend lange.

Wenn nein, welche Art
von Anschluss muss am Server-Standort verfügbar
sein?

Eine die ausreicht um beide entfernten standorte gleichzeitig mit der maximal notwendigen Kapazität anzubinden.
Mir scheint, Sie versuchen das Pferd von hinten aufzuzäumen. Zuerst sind Überlegungen notwendig, welche Daten wie oft übertragen werden sollen. Daraus ergibt sich die geforderte Bandbreite, aus der sich die Bedürfnisse de rStandorte ableiten lassen.

Welche Hardware wird für das LAN
benötigt?

Kommt auf die Aufgaben an, die es erfüllen muß. Router, Switches, Kabel, Patchpanel, Verteilerschrank, die Liste lässt sich bei solch schwammigen Anforderungen beliebig erweitern…

Welche Software empfiehlt sich für den
Server?

Da Exchange drauf laufen soll kann’s ja nur Microsoft-Software sein.

Alternativ denke ich an eine Lösung mit einem Managed Server
bei einem Hoster.

Hosted Exchange? Klar, einfach mal googeln.

Gibt es so etwas überhaupt für den
beschriebenen Anwendugsfall? Ich habe bisher nur Angebote für
Exchange Server bzw. für Web-Hosts, speziell für das Hosting
von Internetauftritten gefunden.

Was spricht für mehrere verschiedene Dienstleister? Einen für das Hosting der Homepage, einen für Hosted Exchange, einen für Daten…

Zusammenfassend möchte ich dringend raten, bei einem lokalen IT-Systemhaus nachzufragen. Das kostet meist weniger als man denkt, es ist aber sicher das Geld wert, weil bei Amateur-Lösungen meistens die Datensicherheit leidet oder am Ende etwas nicht geht und teure Fachkräfte 'ran müssen.

Im Fall von normalem DSL ist der Upstream deutlich langsamer
als der Downstream. Wurde das bedacht?

Das ist mir schon klar. Die Frage zielte daher mehr darauf hin, ob es auch Anschlüsse mit höherer Uplink-Rate als die maximal 800 KBit/s bei den normalen DSL-Anschlüssen gibt.

Mir scheint, Sie versuchen das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Zuerst sind Überlegungen notwendig, welche Daten wie oft
übertragen werden sollen. Daraus ergibt sich die geforderte
Bandbreite, aus der sich die Bedürfnisse de rStandorte
ableiten lassen.

Da derzeit die Dateizugriffe nicht über das Netz sondern direkt auf die lokale Platte durchgeführt werden, ist es schwierig, das erwartete Datenvolumen abzuschätzen. Gibt es Tools, mit denen man das messen kann?

Alternativ denke ich an eine Lösung mit einem Managed Server
bei einem Hoster.

Hosted Exchange? Klar, einfach mal googeln.

Das kenne ich, gibt es z.B. bei T-Online. Die Frage zielt auf den File-Server. Dafür habe ich mit Google nichts gefunden.

Zusammenfassend möchte ich dringend raten, bei einem lokalen IT-Systemhaus nachzufragen. Das kostet meist weniger als man denkt, es ist aber sicher das Geld wert, weil bei Amateur-Lösungen meistens die Datensicherheit leidet oder am Ende etwas nicht geht und teure Fachkräfte 'ran müssen.

Ich weiss schon, was seriöse Dienstleister kosten, und es ist auch klar, dass eine Lösung mit einem eigenen Server und VPN-Routern von einem Profi installiert und servitiert werden muß. Leider hat die Firma, um die es geht, mit den örtlichen Anbietern bislang recht negative Erfahrungen gemacht. Daher wollte ich mich hier erst mal grob über die Möglichkeiten orientieren, bevor wir uns an einen IT-Dienstleister wenden.

Grüße
Rainer

Hallo Rainer,

Im Fall von normalem DSL ist der Upstream deutlich langsamer
als der Downstream. Wurde das bedacht?

Das ist mir schon klar. Die Frage zielte daher mehr darauf
hin, ob es auch Anschlüsse mit höherer Uplink-Rate als die
maximal 800 KBit/s bei den normalen DSL-Anschlüssen gibt.

Was ist für dich normales DSL?
„Normal“ ist aDSL, das „a“ steht für asymetrisch, weil eben Up- und Downstram unteraschiedlich schnell sind.
Dann gibt es auch noch sDSL, s für symetrisch.

Eigentlich sollte ein Blick auf die Seite eines Providers deine Frage schon klären.

MfG Peter(TOO)

Das ist mir schon klar. Die Frage zielte daher mehr darauf
hin, ob es auch Anschlüsse mit höherer Uplink-Rate als die
maximal 800 KBit/s bei den normalen DSL-Anschlüssen gibt.

Natürlich, du kannst dedizierte Leitungen (MPLS) mieten. Damit sind die Außenstellen transparent angebunden, für dich sieht das nicht anders aus, als wenn sie sämtlich lokal angebunden wären. Ein PC in A kommuniziert dann mit einem Rechner in B, als wenn beide unter dem gleichen Tisch stünden, am gleichen Switch angehängt wären. Die verfügbare Bandbreite ist ortsabhängig, die kann dir dein Provider nennen. 2 mbit sync. bekommst du praktisch überall, es können aber auch 100 mbit sein.

Da derzeit die Dateizugriffe nicht über das Netz sondern
direkt auf die lokale Platte durchgeführt werden, ist es
schwierig, das erwartete Datenvolumen abzuschätzen. Gibt es
Tools, mit denen man das messen kann?

Das wird nicht viel nutzen, wenn du erwartete Antwortzeiten nicht berücksichtigst. Was nutzt’s dir, wenn deine mittlere Auslastung in einem 2 mbit-Netz

Allerdings stellt sich bei der Terminallösung auch die Kostenfrage in Bezug darauf, ob bereits vor Ort vorhandene Hardware/Softwarelizenzen weiter genutzt und dementsprechend in das Konzept eingebunden werden sollen.
Dann würden auch nahezu sämtliche Datenzugriffe über das Netzwerk laufen, und auf einer zentralen Hardware stattfinden, was natürlich höhere Anforderungen an die Verfügbarkeit und Datenrate der Netzanbindung einerseits, und andererseits auch zu höherem Aufwand bei Server Hard-und Software führen kann.
Und vermutlich auch wird.

Die Zuverlässigkeit würde dann eventuell auch einen Backup-Server z.B. 2. Domain-Controler, und eine alternative Netzanbindung erfordern.

In so einem Fall hätte man nämlich einen „Single Point of Failure“, bzw. deren zwei, nämlich

  • Netzwerkanbindung des Servers
  • Ausfallsicherheit des Servers/Backupanforderungen.

Eine angedachte Lösung basiert auf einem Server am Standort
mit dem DSL-6000-Anschluss und Vernetzung der Standorte über
WAN.

Eine die ausreicht um beide entfernten standorte gleichzeitig
mit der maximal notwendigen Kapazität anzubinden.
Mir scheint, Sie versuchen das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Zuerst sind Überlegungen notwendig, welche Daten wie oft
übertragen werden sollen. Daraus ergibt sich die geforderte
Bandbreite, aus der sich die Bedürfnisse der Standorte
ableiten lassen.

Nicht zu vergessen die Verfügbarkeit der Verbindung bzw. zugesicherten Datenrate.

Welche Software empfiehlt sich für den
Server?

Da Exchange drauf laufen soll kann’s ja nur Microsoft-Software
sein.

Es wäre auch möglich, für andere Aufgaben außer dem Exchange-Server auch noch einen zweiten zu verwenden, z.B. einen Dateiserver.
Das hängt davon ab, welche Softwareanforderungen und Datenverarbeitungsaufgaben dafür sonst noch existieren.

Fraglich ist noch, ob evtl. schon eine Windows(Active-Directory-)Domäne samt Server existiert, welche Exchangeversion verwendet wird, und ob generell nur Windows/MS-Anwendungen verwendet werden.

Wenn durch Zukauf von weiteren Lizenzprodukten/Lizenzen erhebliche Kosten enstehen würden, wären evtl. auch Alternativen denkbar, auch zu MS-Exchange (siehe Wikipedia).
Dazu müsste man dann zumindest ein Bedarfsprofil für die benötigte Funktionalität erstellen.

Für eine Umstellung sollte man dann auch einen Spezialisten mit Erfahrung heranziehen.