Netzteil gesucht

Hallo,

Für eine Anwendung brauche ich eine geregelte Spannung von +/- 15 V.
Dafür suche ich ein passendes Netzteil, das folgende Voraussetzungen
erfüllen soll:

  1. +/- 15 V stabilisiert (am besten wäre die Ausgangsspannung +/- 18
    V, damit ich mit einem LM317 sehr präzise +/- 15 V hinbekomme. Denn
    die dienen nicht nur als Spannungsversorgung für OPs, sondern auch
    als Referenzspannung an anderer Stelle)

  2. etwa 20 Watt würden dicke ausreichen

  3. Nullabgriff, sprich, die 0 V sollten am besten direkt abgegriffen
    werden können.

  4. Kosten: Nicht mehr als 20 bis 30 Euro

Diese Eierlegende Wollmilchsau habe ich Schaltnetzteilen gesucht,
aber noch nicht gefunden. Muß ich mir denn ein Netzteil mit Trafo
bauen? Wie würdet Ihr die Sache angehen? Ich bin gespannt auf Eure
Antworten und freue mich über jeden Tip!

Viele Grüße,

Bernhard

Hallo Bernhard,

Für eine Anwendung brauche ich eine geregelte Spannung von +/-
15 V.
Dafür suche ich ein passendes Netzteil, das folgende
Voraussetzungen
erfüllen soll:

  1. +/- 15 V stabilisiert (am besten wäre die Ausgangsspannung
    +/- 18
    V, damit ich mit einem LM317 sehr präzise +/- 15 V hinbekomme.
    Denn
    die dienen nicht nur als Spannungsversorgung für OPs, sondern
    auch
    als Referenzspannung an anderer Stelle)

  2. etwa 20 Watt würden dicke ausreichen

  3. Nullabgriff, sprich, die 0 V sollten am besten direkt
    abgegriffen
    werden können.

  4. Kosten: Nicht mehr als 20 bis 30 Euro

Nur Material ?

Diese Eierlegende Wollmilchsau habe ich Schaltnetzteilen
gesucht,
aber noch nicht gefunden. Muß ich mir denn ein Netzteil mit
Trafo
bauen?

Vermutlich schon. Schaltnetzteile mit symmetrischem Ausgang sind kein Standard. Da Du sowieso analog stabilisieren willst, kannst Du auch gleich alles analog aufbauen.

Wie würdet Ihr die Sache angehen?

Ich würde das ganz klassisch mit 50-Hz-Trafo und sekundärseitiger Mittelanzapfung aufbauen.

Jörg

Rückfrage
Hallo,

  1. +/- 15 V stabilisiert (am besten wäre die Ausgangsspannung
    +/- 18 V, damit ich mit einem LM317 sehr präzise +/- 15 V hinbekomme.

eine stabilisiert Spannung stabilisieren? Wozu denn das?

Ansonsten schließe ich mich meinem Vorschreiber *g* an - 50Hz-Trafo, zwei Dioden, zwei Elkos, zwei Festspannungsregler, nochmal zwei Elkos und zwei Keramikkondensatoren. Einfacher und billiger geht’s nicht.

Btw., es gibt z.B. bei Conrad Universalplatinen, wo genau sowas drauf ist. Und auch passende Trafos etc. dazu.

Gruß
Axel

Hallo Jörg & Axel,

Hallo,

  1. +/- 15 V stabilisiert (am besten wäre die Ausgangsspannung
    +/- 18 V, damit ich mit einem LM317 sehr präzise +/- 15 V

hinbekomme.

eine stabilisiert Spannung stabilisieren? Wozu denn das?

Zugegeben, ich habe noch keine Erfahrungen, weder in Theorie noch in
Praxis, mit Schaltnetzteilen sammeln können. Deswegen weiß ich nicht,
inwiefern die Spannung stabil ist. Wie ist das denn genau? Wieviel
Signal von der Schaltfrequenz ist da noch drauf? Wie verhält sich die
Spannung, wenn ich den Ausgang mit 100 mA, 500 mA oder gar 1 A
belaste?

Ansonsten schließe ich mich meinem Vorschreiber *g* an -
50Hz-Trafo, zwei Dioden, zwei Elkos, zwei Festspannungsregler,
nochmal zwei Elkos und zwei Keramikkondensatoren. Einfacher
und billiger geht’s nicht.

Ja, darauf läuft es wohl hinaus. Dann müßte ich nur nochmal selber
Hand anlegen. Und dann wäre auch die fertige Schaltung wieder relativ
groß und schwer.

Btw., es gibt z.B. bei Conrad Universalplatinen, wo genau
sowas drauf ist. Und auch passende Trafos etc. dazu.

Das klingt interessant. Hast Du nähere Infos?

Grüße!

Bernhard

Hallo,

  1. +/- 15 V stabilisiert (am besten wäre die Ausgangsspannung
    +/- 18 V, damit ich mit einem LM317 sehr präzise +/- 15 V

hinbekomme.

LM317 ist keine präsive Referenzspannung,vor allem wenn das Ding
dann auch noch als Spannungsversorgung für die ganze Schaltung
dient und ordentlich belastet wird (-> Temperaturdrift).
Da nimmt man eine Referenzspannungsquelle z.B. Ref02 oder ZRAxx
oder LT1019 oder sonst was in der Art.

eine stabilisiert Spannung stabilisieren? Wozu denn das?

Zugegeben, ich habe noch keine Erfahrungen, weder in Theorie
noch in
Praxis, mit Schaltnetzteilen sammeln können. Deswegen weiß ich
nicht,
inwiefern die Spannung stabil ist. Wie ist das denn genau?

Stabil ist die genauso gut oder besser als beim LM317 oder 78xx.
Aber die Oberwellen vom Schaltregler können schon lästig sein,
z.B. wenn man damit sensible Verstärkerschaltungen betreibt und
dann evtl. noch einen fliegenden und störempf. Aufbau hat.
Über die Randbedingungen wissen wir aber nix.

Wieviel Signal von der Schaltfrequenz ist da noch drauf?
Wie verhält sich die Spannung, wenn ich den Ausgang mit
100 mA, 500 mA oder gar 1 A belaste?

Kommt drauf an, wie gut das Teil ist.

Ja, darauf läuft es wohl hinaus. Dann müßte ich nur nochmal
selber Hand anlegen. Und dann wäre auch die fertige Schaltung
wieder relativ groß und schwer.

Von nix kommt nix. Entweder billig und dafür paar Nachteile
oder eben auf die Bedürfnisse sehr speziell zugeschnitten und
dann kostet es auch etwas mehr.

Gruß Uwi

Zugegeben, ich habe noch keine Erfahrungen, weder in Theorie noch in
Praxis, mit Schaltnetzteilen sammeln können. Deswegen weiß ich nicht,
inwiefern die Spannung stabil ist. Wie ist das denn genau? Wieviel
Signal von der Schaltfrequenz ist da noch drauf? Wie verhält sich die
Spannung, wenn ich den Ausgang mit 100 mA, 500 mA oder gar 1 A
belaste?

Hallo Bernhard,

nachstabilisieren ist schon eine Option für hochwertige Versorgung, aber dann muss muss man auch ganz genau wissen, was man da macht: Der Innenwiderstand z.B., also die Abhängigkeit von der Belastung, wird dadurch nicht unbedingt verbessert, es kann auch das Gegenteil der Fall sein. Die nachgeschaltete Regelstufe hat ihren typischen Innenwiderstand (den man bei einem integrierten Regler auch wenig beeinflussen kann), und der kann eben besser oder schlechter sein als der der ersten Regelstufe. Und auch die restliche HF von einem Schaltregler wird nur ausreichend unterdrückt, wenn die Schaltung entsprechend nach HF-Grundsätzen entworfen wird, sonst kann es sein, dass die 2. Stufe weniger bewirkt als ein einfaches L-C-Filter.

Auch die Grundgenauigkeit und Temperaturabhängigkeit der Nachregelung kann ja durchaus schlechter sein als die der ersten Stufe - das muss man alles nachrechnen, um nicht mit mehr Aufwand schlechtere Ergebnisse zu erzielen.

Gruss Reinhard

Hallo,
nimm einfach Trafo, vier Dioden und 'nen Elko. Und dann schaust Du mal hier:
http://www.tracopower.com/products/index.htm

Musst Du allerdings ein paar €uronen mehr hinlegen, aber Du hast dann Deine perfekte eierlegende …

Ich arbeite schon lange mit diesen Teilen und bin total zufrieden.

Viel Spaß
Kalle

Tach!

Ein Trafo, ein Gleichrichter, einpaar dicke Elkos und je nen 7815
und 7915. Noch ein paar Kondensatoren gegen die Schwingerei, fertig.
Da kommst du auch mit 20-30 Euro hin.

Die Referenzspannung an anderer Stelle würd ich dann getrennt erzeugen, bzw. da „stabilisieren“ wo sie gebraucht wird.

Grüsse, Stefan.

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