Hallo Fragewurm,
Naja, der Grund warum wir Wechselstrom haben ist dass er
einfach besser über Stromleitungen zu verteilen ist als
Gleichstrom.
Das stimmt so nicht ganz.
Gleichstrom hat bei der Übertragung geringere Verluste als Wechselstrom, das bezieht sich aber nur auf die Leitung selbst.
Wechselstrom kann man einfach mit Trafos umspannen und Trafos haben einen recht guten Wirkungsgrad.
Allerdings gibt es ein paar transibirischer Übertragungsstrecken, welche mit Gleichspannung betrieben werden. Obwohl das Gleichrichten der Wechselspannung und das anschliessende Umrichten in eine Wechselspannung etwas mehr Verluste als zwei Trafos machen, rentiert es sich bei diesen Strecken, wegen der geringeren Leitungsverluste.
Aber diese Betrachtungen machen erst dann Sinn, wenn man die Leistung ganzer Kraftwerke durch einen halben Kontinent transportieren will. Bei dir im Hause würde es sich nicht rechnen.
Das Problem ist der Spannungsabfall über dem Kabel und dieser
hängt wieder vom Leiterquerschnitt, der Länge und dem Strom
ab.
Um nichts anderes geht es ja. Und das hat nun mal was mit dem
Gleichstrom zu tun.
Denn wenn am Ende zu wenig rauskommt habe ich ein Problem.
Genau!! Das hast du aber auch genau so mit Wechselstrom.
Wichtig ist der fliessende Strom, die Eingansspannung und die nötige Ausgangsspannung und alle einzuhaltenden Toleranzen.
Dann kann den nötigen minimalen Leiterquerschnitt berechnen.
Eine andere Lösung ist, dass man eine höhere Spannung überträgt und dann erst am Ende eine stabilisierte Spannung erzeugt.
Wenn bekannt auch wie das mit der Kabellänge für das Video und
das Mikro ist.
Je billiger das Kabel ist, umso kürzere Distanzen können noch
überbrückt werden ohne zu grosse Qualitätsverluste zu haben.
Mit dem Preis muss das nicht in fixem Zusammenhang stehen.
Die „Voodoo“-Kabel (sogar Stromleitungen bzw.
Mehrfach-Steckdosen) sind auch nicht so viel besser wie sie
teurer sind.
Scharlatane gibt es überall. Das meine ich aber nicht.
Billige Koax-Kabel sind recht dünn und haben ein einfaches Kupfergeflecht als Schirm. Entsprechend hoch ist die Kabelkapazität, die Verluste und die Abschirmung ist auch nicht das Optimum.
Dickere Koax-Kabel haben schon einmal eine geringere Kapazität. Wenn dann der Schirm noch aus einer Folie mit einem versilberten Kupfergeflecht aufgebaut ist, sehen die elektrischen WErte anders aus. Allerdings ist die Herstellung auch teurer.
Bei Mikrophonen kommt es auch noch auf auf die
Übertragungstechnik an.
Ja, gespeiste dürften weniger Probleme mit der Kabellänge
haben.
Aber davon habe ich weniger Ahnung. Mir geht es um ganz
normale einfache Mikros bzw. Kapseln mir sie am PC benutzt
werden.
Kommt jetzt auch noch darauf an was du aufnehmen willst und mit welcher Qualität.
Beim Mikrophon spielt auch wieder die Kabalkapazität mit. Ist sie Gross und die Leitung lang, wirkt sie als Tiefpass, d.h. die hohen Töne werden abgeschnitten. Und eine bessere Schirmung, macht sich bei langen Leitungen auch bemerkbar.
Noch ein kleines Beispiel aus der Praxis. Die Centronics-Schnittstelle für Drucker war auf 3m begrenzt. Ganz billige Kabel machten manchmal schon mit 2m Probleme. Mit den richtigen Kabeln und der richtigen Aderbelegung konnte man aber problemlos 10m überwinden. Die waren aber anders aufgebaut als die billigen.
Bei Kabeln macht es halt elektrisch einen Unterschied on die lagen- oder parrverseit sind.
MfG Peter(TOO)