Wir sind am überlegen, unsere Firmenfilale über eine Standleitung ans Netzwerk der ‚Zentrale‘ anzubinden. Es handelt sich dabei um ein NT-Netzwerk (Zentrale 30 User, Filiale 5 User).
Hat jemand von euch Erfahrung was Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Kosten betrifft (Entfernung der Firmen ca. 150km)?
Hat jemand von euch Erfahrung was
Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und
Kosten betrifft (Entfernung der Firmen
ca. 150km)?
Zuverlässigkeit:
Wie überall in der IT: Die letzten 10% kosten 90% des Geldes! Sprich: Je höher du die Verfügbarkeit ansetzt, desto teurer wird es. Die Maximallösung besteht daraus, alles an der Kopplung doppelt im Hot-Standby zu fahren. Wer sich’s leisten kann…
Wie immer sollte man erst mal ausrechnen, was ein Ausfall der Leitung die Firma an Geld kostet (das ist meist schon die größte Schwierigkeit!) und dann (von der Chefetage!) eine Entscheidung fällen lassen, wie lange die Strecke maximal tot sein darf. Das setzt man in Vergleich zu der Verfügbarkeit der Datenleitungen und den Servicekosten für die Router. Dann schaut man tief in die Kristallkugel und würfelt eine Lösung aus!
Tunlichst wählt man eine möglichst komplizierte Formel für die Berechnung der Verfügbarkeit, gibt keinen konkreten Bezugszeitraum an und erklärt die Parameter nur unzureichend. Dann hat man die Gewähr, dass man im Fehlerfall mit einer solchen Formel IMMER beweisen kann, dass man noch im grünen Bereich ist… (bewährte Praxis vieler Provider)
Geschwindigkeit:
Hängt natürlich stark davon ab, was an Daten über die Leitung gehen soll. Man kann durchaus eine Client-Server-Anwendung über eine 64kb Strecke fahren - wenn man aber auf einen zentralen Fileserver über diese Strecke zugreifen will, schlafen einem die Füße ein!
Kosten:
Bei 150km - recht ordentlich! Hängt natürlich stark von der gewünschten Bandbreite ab. Für 64kb wirst du bei der Telekom ca. 1 TDM bezahlen - für 2Mb ca. 5,5 TDM. Das Ganze natürlich pro Monat zzgl. Installation. Wenn du das Glück hast, in einer Großstadt zu hausen, kannst du auch mal die Konkurenz abfragen.
Bei der geringen Anzahl an Usern dürfte sicher eine 64 kbit-Leitung ausreichen. Bei einer Standleitung wird man übers Jahr verteilt mit summiert bis zu 5 Ausfalltagen rechnen können. Die kann man auch durch einen ISDN-Backup in der Verfügbarkeit verbessern.
Frag mal bei der Telekom nach, das was Du suchst gibt’s dort von der Stange namentlich „Lan to LAN“.
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Ich würde vorschlagen, Du läßt Dir jeweils eine 64K Standleitung einrichten, über die dann per VPN die beiden Standorte verbindest.
UUNet macht dafür recht günstige Angebote.
ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen, dass 64K eigentlich reichen sollten. Wobei du da auch eine Flatrate mit fester IP für gew. Nutzung nehmen kannst. Dann solltet ihr einen Proxy/Firewall hinstellen und einen IP-Tunnel zu dem Host-Rechner in der Zentrale machen. Falls ihr nicht unbedingt Daten dahin übertragen müsst oder wollt, könnt ihr dort auch einen Terminal-Server hinstellen, so dass eure Aussenleute über die 64K-Leitung eine Terminal-Session auf dem Server eröffnen und in der Zentrale quasi arbeiten. Falls du nähere Detail-Infos zu eurer Konstellation haben wollt, mail mir einfach, ich helf dir gerne.