Ich habe nach vielen Jahren des Wartens nun endlich einen DSL-Anschluss bekommen, auch wenn nur einen abgespeckten.
In meiner Frage soll es nicht um die Computer technischen Sachen gehen, das macht eh mein Schwager,
sondern nur um das verlegen des Kabels.
Also mal einer Erklärung der räumlichen Verhältnisse.
Im Zimmer meiner Freundin ist sozusagen die „Zentrale“, da endet also die öffentliche Telefonleitung im DSL-Splitter.
Daran ist der „Speedport W 701V“ von der Telekom. Am Speedport sind derzeit 2 PC´s über Netzwerkkabel angeschlossen.
Es sollen aber noch 2 weitere ran, welche gewerblich in einem anderem Gebäude genutzt werden.
2 Steckplätze sind ja noch frei.
Ich habe es inzwischen mit W-Lan versucht, das bringt aber keine guten Ergebnisse, geht nur so „von Fenster zu Fenster“,
aber auch nur schlecht.
Also zur eigentlichen Frage:
Ich habe mir vorgestellt, die zukünftigen 2 PC´s über ein Netzwerkkabel anzuschließen.
Das Kabel geht dann aus dem Zimmer meiner Freundin in den Dachboden, dort entlang, durch die Hauswand, und dann in einem Kabelkanal die Hauswand herunter, dann zusammen mit einer Kraftstromleitung freischwebend über den Hof in ein Nebengebäude.
Meine Fragen:
Ich gehe mal davon aus, dass ich für 2 PC´s 2 Kabel verlegen muss, richtig? Ist ja kein Problem, wenn ich das einmal mache.
Die Kabellänge dürfte so 50 Meter und beim anderen 70 Meter betragen. Geht das?
Gibt es Probleme, wenn das Netzwerkkabel direkt neben einer Kraftstromleitung verlegt wird?
Ich gehe mal davon aus, dass das Kabel von der Rolle kommt, wie bekomme ich die Stecker ran ?
Das Kabel wird teilweise im Freien verlegt werden, mit Sonneneinstrahlung, Kälte, Regen usw. Ist da was zu beachten?
Und was wird er ganze Spaß etwa kosten, also der Meter Kabel,
und ev. 4 Anschlussdosen und irgendwelche Adapterkabel?
Nur ganz grob, ist nicht so wichtig.
Freue mich für alle hilfreichen Antworten,
ich kenne mich mit dem Zeugs leider nicht so gut aus.
Ich will nur Fehlinvestitionen vermeiden.
Ich gehe mal davon aus, dass ich für 2 PC´s 2 Kabel
verlegen muss, richtig? Ist ja kein Problem, wenn ich das
einmal mache.
Muss nicht sein, du kannst auch einen Switch an beiden Enden anschliessen. Ein Kabel als Reserve schadet aber nie.
Die Kabellänge dürfte so 50 Meter und beim anderen 70 Meter
betragen. Geht das?
Von Endgerät zu Endgerät sind 100m zulässig, ein Switch gilt aber als Endgerät. Wenn man also in der Mitte einen Switch hat, sind 200m zulässig, usw.
Gibt es Probleme, wenn das Netzwerkkabel direkt neben einer
Kraftstromleitung verlegt wird?
Das ist nicht die Frage, das ist unzulässig. Elektriker fragen, es müssen z.B. 2 getrennte Kanäle verwendet werden. Ob es elektrische Störungen gibt, hängt davon ab, was auf den Leitungen läuft, eine Werkshalle mit Maschinen macht wahrscheinlich Probleme.
Ich gehe mal davon aus, dass das Kabel von der Rolle kommt,
wie bekomme ich die Stecker ran ?
Jemand machen lassen, der das beherrscht. Dazu ist etwas Übung nötig, wenn du erst mal ein paar Stecker versaust, ist das zu teuer.
Das Kabel wird teilweise im Freien verlegt werden, mit
Sonneneinstrahlung, Kälte, Regen usw. Ist da was zu beachten?
Die üblichen Installationskabel sind für Freilandverlegung ungeeignet. Ich habe auch schon Patchkabel durch den Garten gelegt, aber das hält nicht lange (
Das Kabel geht dann aus dem Zimmer meiner Freundin in den
Dachboden, dort entlang, durch die Hauswand, und dann in einem
Kabelkanal die Hauswand herunter, dann zusammen mit einer
Kraftstromleitung freischwebend über den Hof in ein
Nebengebäude.
Oh-oh…
Mein Tipp: lass’ es!
Kraftstromleitungen und Datenleitungen sind keine guten Nachbarn, von der Unzulässigkeit laut VDE 0100 wollen wir noch nicht mal reden.
Verbindungen zweier Gebäude über ein Kupfer-Datenkabel schreien nach Problemen mit Potentialausgleichsströmen und dadurch verursachten Störungen.
Auch wenn ich sonst kein Freund von WLAN bin - hier würde ich es probieren: nimm einfach auf jeder Seite eine Richtantenne (kann man selber bauen). Die Alternative wäre Glasfaser und das dürfte Dir zu teuer werden.
wenn WLAN von Fenster zu Fenster klappt, dann dürfte es die beste Variante sein, sich zwei WLAN-Accesspoints anzuschaffen, die im Bridge-Mode betrieben werden können und über einen Anschluss für eine externe Antenne verfügen (den hat der W700V leider nicht). Dazu dann zwei Richtantennen. Den ersten AP hängst Du an den W700V und installierst ihn so, dass Du eine möglichst kurze Strecke mit freier Sichtverbindung zum Nachbargebäude bekommst und stellst die Antenne entsprechend ein. Auf der Gegenseite dann das selbe Spiel mit dem zweiten AP. An den kommt dann ein kleiner Switch, und an den dann wieder die beiden PC.
Geschwindigkeitstechnisch wird das nicht unbedingt der Brüller, aber wenn es nicht gerade Hunde und Katzen regnet, dann ist so eine Richtfunkverbindung über nur wenige Meter kein Problem. Müsstest ggf. mal schauen, ob Du für diesen klar umrissenen Einsatzzweck evtl. sogar auch schon Geräte mit dem noch nicht verabschiedeten N-Standard einsetzt. Zwei identische Geräte werden sich da auf jeden Fall verstehen, und es muss ja kein weiteres Gerät das Netz zwischen den beiden nutzen.
Verschlüsselung darf man natürlich bei so einer Sache nie vergessen.
Gruß vom Wiz, der sonst auch eher zu Kabel raten würde. Dann aber eine anständige unterirdische Verkabelung im Panzerrohr mit Potentialausgleich einsetzen würde.
Ich kann die ganze Sache aber nicht überblicken,
und werde das wohl beser von einem Fachmann bauen lassen.
Gute Idee! Aber pass auf wen Du als „Fachmann“ engagierst! Ich habe schon Installationen gesehen, die mir nicht nur die Fußnägel hochgerollt, sondern mich auch zu einem schreckensbleichen Hechtsprung zum Sicherungskasten veranlasst haben. Ich will jetzt nichts gegen Dorfelektriker sagen, aber…
Weil ich nicht sinnlos Geld verpulvern will,
und zuverlässig muss das ganze ja auch sein.
Also ein fachmännisch verlegtes Daten-Erdkabel mit Abschlußmessungen ist nicht ganz billig. Ich denke, mit WLAN kommst Du erheblich preiswerter hin.
Ich habe erfolgreich 2-fach geschirmtes Cat5E-Kabel über eine länge von 100 Metern durch ein uraltes Bürogebäude gelegt. Verbindung und Geschwindigkeit sind gut. Weder armdicke Stromleitungen noch Heizungsrohre o.ä. stören.
das Verlegen und so wird kaum Probleme machen. Das einzige wo
du aufpassen solltest ist das Kabel sollte bei einer Ausenverlegung
auch dafür geeignet sein. Denn sonst bekommst du bald Probleme das
sich das Kabel langsam in seine Einzelteile zerlegt. Also am besten
wenn du dort ein Rohr (PVC) verlegen kannst.
Zum anderen weiß dein Provider das du einem Gewerbetreibenden deinen
Internetzugang zur Verfügung stellst? Das ist so weit ich weiß nicht
rechtens.
Gruß
Hajo
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