Netzwerkbrücke - ich bekomme einen Vogel

Hallo zusammen,

zum ersten Mal will ich eine Netzwerkbrücke unter Windows XP einrichten. Eigentlich bin ich ja nicht sooo doof, aber es klappt nicht.

https://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/window…
hab ich VORHER gelesen und auch soweit kapiert. Das Ganze ist also kein Routing wie bei ICS sondern Spanning Tree. Daher haben die ursprünglichen Verbindungen (bei mir einmal LAN und einmal WLAN mit WPA) keine IP mehr und die Netzwerkbrücke hat eine IP. ok.

In meinem Fall erhält die Brücke die IP per DHCP von einer Fritzbox 7050. IPCONFIG zeigt als IP 192.168.178.28 - vorher hat die WLAN-Verbindung die 192.168.178.100 als feste Adresse gehabt. In der Fritzbox wird der Rechner aber immer noch mit der 192.168.178.100 angezeigt. Resultat: der Rechner ist im Netz nicht mehr erreichbar :frowning:

Was habe ich bisher getan:

  • Der Brücke die 192.168.178.100 von Hand als Adresse gegeben
  • Tausend mal neu gestartet und tausendsiebzehnmal die Brücke neu eingerichtet
  • Die Mac-Adress-Sperre der Fritzbox aufgehoben
  • Die Fritzbox neu gestartet

Dazu meine Fragen:

  • Kommt die Fritzbox mit dem Spanning-Tree Geraffel nicht klar? Eine IP gibts ja per DHCP (Layer 2 ok und Layer 3 nicht?)
  • Hat jemand Erfahrung mit den Tücken und eine Idee für mich?

Danke!

Gruß,
Ecki

Hi Ecki,

da passt so einiges nicht so recht zusammen in Deiner Schilderung :smile:

Erst einmal wäre es wichtig, das Gesamtsystem, das Du da planst, zu kennen. Du hast eine Fritzbox, und stuerst sie über WLAN an. Gut. Nun willst Du offensichtlich die Ethernet Schnittstelle des PCs brücken. Warum? Das macht eigentlich nur Sinn wenn Du einen weiteren PC da anhängst, wahrscheinlich über ein Crossover Kabel.

Spanning Tree kannst Du knicken, die Konstruktion entspriche einem Hub oder Switch, nur eben in Software.

Bei mir läuft in etwa das was Du haben willst. Mein WLAn Router versorgt meinen Arbeitsplatz-PC, an die gebrückte Ethernetschnittstelle hänge ich manchmal mein Laptop an um Backups zu ziehen, und dann möchte ich manchmal vom Laptop aus mal schnell ins Internet.

Deshalb folgende Konfig: mein Router (Zyxel …) steht eisern in Standardkonfiguration auf DHCP Server. Nach dem Einrichten der Brücke bekommt die Brücke automatisch eine Pseudo-MAC Adresse, und holt sich daher per DHCP eine neue IP Adresse vom Router. Den MAC Filter auszuschalten war daher vollkommen richtig. Die ehemaligen MAC- und IP Adressen der WLAN- und Ethernetschnittstelle sind irrelevant, so lange die Brücke aktiv ist. Der Laptop steht ebenfalls auf DHCP, und holt sich über die Brücke eine IP vom Router. *XP Firewalls abschalten (auch auf der Brücke!) nicht vergessen*

Mit IPConfig ermittle ich die momentanen IP Adressen von PC und Laptop, und kann alle Geräte incl. Router wechselweise PINGen. Die Namensauflösung funktioniert dagegen mal und mal nicht, ist eine üble Wackelkonstruktion die Microsoft da im Laufe der Jahre zusammengepfuscht hat, ich kommuniziere meistens über die IP Adressen, das klappt immer.

viel GlüVk …

…Armin

Hi Ecki,

da passt so einiges nicht so recht zusammen in Deiner
Schilderung :smile:

Erst einmal wäre es wichtig, das Gesamtsystem, das Du da
planst, zu kennen. Du hast eine Fritzbox, und stuerst sie über
WLAN an. Gut. Nun willst Du offensichtlich die Ethernet
Schnittstelle des PCs brücken. Warum? Das macht eigentlich nur
Sinn wenn Du einen weiteren PC da anhängst, wahrscheinlich
über ein Crossover Kabel.

Über einen Switch, aber sonst ist das richtig. Ist dieser Rechner dann möglicherweise eigentlich ein WLAN-Repeater?

Spanning Tree kannst Du knicken, die Konstruktion entspriche
einem Hub oder Switch, nur eben in Software.

Läuft aber wohl über den STA, wie in dem verlinkten Artikel beschrieben, aber ist wohl eigentlich egal.

Bei mir läuft in etwa das was Du haben willst. Mein WLAn
Router versorgt meinen Arbeitsplatz-PC, an die gebrückte
Ethernetschnittstelle hänge ich manchmal mein Laptop an um
Backups zu ziehen, und dann möchte ich manchmal vom Laptop aus
mal schnell ins Internet.

genau so etwas will ich auch erreichen.

Deshalb folgende Konfig: mein Router (Zyxel …) steht eisern
in Standardkonfiguration auf DHCP Server. Nach dem Einrichten
der Brücke bekommt die Brücke automatisch eine Pseudo-MAC
Adresse, und holt sich daher per DHCP eine neue IP Adresse vom
Router. Den MAC Filter auszuschalten war daher vollkommen
richtig. Die ehemaligen MAC- und IP Adressen der WLAN- und
Ethernetschnittstelle sind irrelevant, so lange die Brücke
aktiv ist. Der Laptop steht ebenfalls auf DHCP, und holt sich
über die Brücke eine IP vom Router. *XP Firewalls abschalten
(auch auf der Brücke!) nicht vergessen*

Alles gemacht! Aber es rührt sich nichts. Die Brücke hat die 192.168.178.29 als IP erhalten und im WLAN-Monitor der Fritzbox sehe ich den Rechner als „Verbunden“ mit der IP 192.168.178.100

Mit IPConfig ermittle ich die momentanen IP Adressen von PC
und Laptop, und kann alle Geräte incl. Router wechselweise
PINGen. Die Namensauflösung funktioniert dagegen mal und mal
nicht, ist eine üble Wackelkonstruktion die Microsoft da im
Laufe der Jahre zusammengepfuscht hat, ich kommuniziere
meistens über die IP Adressen, das klappt immer.

Namensauflösung ist mir erstmal wurscht; ich würde mich erst mal über eine Verbindung freuen :smile:

Gruß,
Ecki

Hi Ecki,

Über einen Switch, aber sonst ist das richtig. Ist dieser
Rechner dann möglicherweise eigentlich ein WLAN-Repeater?

Na ja, darunter versteht man allgemein ein Kästchen, das ein WLAN „verlängert“, um die Reichweite zu erhöhen. Bei Dir ist die eine Seite Kupfer statt Luft, daher: nein. Wenn Du das aber so auffassen willst dass die IP Adressen, dir Du über WLAN vom Router beziehst, durch die Brücke auf die Kupferseite der Verkabelung weitergegeben werden: ja.

Läuft aber wohl über den STA, wie in dem verlinkten Artikel
beschrieben, aber ist wohl eigentlich egal.

Der Spanning Tree Algorythmus ist eine EIgenschaft, die Switche eingebaut haben sollten, damit man keine unabsichtlichen Ethernet Loops zusammenstöpseln kann. Der STA sorgt dann dafür, dass eine Schnittstelle abgeschaltet wird, sonst würde das Ethernet sich selber lahmlegen, weil es im Grunde seiner elektrischen Seele halt immer noch von einem geraden Stück Koaxkabel abstammt und sternförmige Verkabelung erst später dazugebastelt wurde. Wenn MS das in seine Brückenlösung mit eingebaut hat ist das ja nett, aber letztlich völlig irrelevant - es sei denn, der eingesetzte Switch wäre zufällig der in der Fritzbox eingebaute :smile: Davon gehe ich aber nicht aus, denn wenn das so wäre hättest Du sowieso alles mit allem verbunden und bräuchtest keine Bridge einzuschalten.

genau so etwas will ich auch erreichen.

Ich nehme an, es ist bei Dir wie bei mir: der Router hätte zwar einen eingebauten Switch, aber er steht nahe am DSL Anschluss, und ich möchte für den Laptop kein Kabel quer durchs Wohnzimmer verlegen, sondern die bestehende WLAN Anbindung des Arbeitsplatz PCs mitbenützen. Beide Geräte einfach per WLan anzubinden verbietet sich aus zwei Gründen: der Laptop kann von der Hardware her nur WEP, und abgesehen davon wäre die Performance des WLAN für ein sinnvolles Backup über die Fritzbox drüber viel zu gering.

Alles gemacht! Aber es rührt sich nichts. Die Brücke hat die
192.168.178.29 als IP erhalten und im WLAN-Monitor der
Fritzbox sehe ich den Rechner als „Verbunden“ mit der IP
192.168.178.100

Eventuell „irrt“ sich die Fritzbox ja einfach :smile: Wenn der Arbeitsplatz die 192.168.178.29 von der Fritzbox erhalten hat (Check: ipconfig /all auf dem Arbeitsplatz, IP Adresse des DHCP Servers = IP Adresse der Fritzbox?) dann hat die Fritzbox ihm die 29-er Adresse verpasst, und dann ist alles in Butter, auch wenn die Fritzbox anderer Meinung ist. Eventuell verwaltet sie ihre DHCP Tabelle über den Computernamen, und rechnet nicht damit, an ein und den selben Rechner zwei IP Adressen vermakelt zu haben, dann wäre das einfach nur ein Problem der Anzeige.

Um das zu prüfen kannst du den Laptop ja mal per Kupfer an die Fritzbox stöpseln, und einen Ping auf die 192.168.178.29 absetzen. Wenn er beantwortet wird, sind Fritzbox und Arbeitsplatz aus dem Schneider …

…Armin

Ach ja, ich hätte eventuell noch erwähnen sollen: mein Arbeitsplatz hat Windows Vista Pro drauf, mein Laptop XP SP-2

habs gelöst!
War eigentlich easy going, aber darauf muss man erst kommen:
Ich habe das WLAN-Konfigurationstool des Herstellers und nicht die Windows WLAN-Konfiguration verwendet -> geht!

Gruß,
Ecki