Bald kommt bei uns DSL an den Start. Da ich mit 2 Rechnern online will, muss ich die beiden ja vernetzen und über 'nen Router gehen.
Nun steht der eine Rechner im 1. Stock, der 2. im Keller, direkt neben dem NTBA etc. Beide bisher an ISDN angeschlossen.
Um die beiden zu vernetzen müsste ich ja eigentlich ein zusätzliches Netzwerkkabel verlegen. Da ich aber beim Rechner im 1. Stock gut auf ISDN verzichten kann, habe ich mir folgendes überlegt:
Einfach ein Netzwerkkabel abisolieren und an die bereits liegenden Telefonadern anschließen. Im Keller das gleiche.
Da ich mich aber mit der Netzwerkmaterie nicht so auskenne, wäre jetzt meine Frage, ob das überhaupt technisch möglich ist und außerdem, ob das irgendwelche Nachteile mit sich bringt.
Kann ich als „Steckdose“ dabei nicht auch eigentlich direkt die ISDN-Steckdose verwenden?
Das vorhandene Telefonkabel ist - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit - absolut nicht geeignet, einen so hochfrequenten Datenstrom (und sei es auch „nur“ 10 MBit/s) zu verkraften. Es wird jedenfalls keine stabile Verbindung herstellbar sein. Die ISDN-Dose hat ein ähnliches Problem wie das Kabel: unzureichende Schirmung. Zum Zweiten hat die ISDN-Dose in der Regel nur 4 PINS belegt; und dazu noch die falschen, so daß du irgendwo noch die Adern entsprechend drehen müßtest.
Alles in Allem kann ich nur raten: laß dein Telefonkabel wo es ist und tu dir selbst den Gefallen, ein vernünftiges Netzwerkkabel zu verlegen.
Hallo,
da bin ich anderer Meinung. Isdn benötigt kabel der klasse 3. es sollte also für 10mbit ausreichen! wichtig ist hierbei darauf zu achten, die richtigen drähte zu nehmen, für sende und empfangsrichtung jeweils die verdrillten. wenn du allerdings pech hast, und ein 0815kabel von irgendeiner sub-firma bekommen hast, kann dies allerdings noch scheitern.
desweiteren ist die isdn dose nicht geeignet, eine datendose muß her. die ist dann wiederum für isdn geeignet. schließ das kabel ordentlich in den dosen ab, und stecke patchkabel rein.
wenn es dann mal funktioniert, kann es höchstens sein, daß viele fehler auftreten, die durch das tc-protokoll aber wieder weggemacht werden.
ich würde es auf jedenfall so machen und probieren. für den privaten haushalt ist es allemal ausreichend.
ISDN verlangt zwar - wie du richtig bemerkst - Cat3-Kabel. Diese Spezifikation ist jedoch bei den handelsüblich - auch von sog. Fachfirmen!! - verwendeten Kabeltypen selten eingehalten (jedenfalls nach meiner Erfahrung; die Firmen verwenden lieber die Billigware). Lediglich wenn größere Strecken vom NTBA bis zu den Anschlußdosen anfallen, werden auch entsprechende Kabel verwendet.
Wenn der Nutzer Glück hat, ist selbst mit Billigkabeln 10 MBit zu erreichen … jedoch geht die Fehlerrate mit steigender Länge extrem in die Höhe. Da helfen auch die Fehlerkorrekturmechanismen von TCP/IP oft nicht mehr.
Ich weiß, daß es zu diesem Thema sicher sehr kontroverse Meinungen gibt. Fakt ist für mich jedenfalls: Für eine Arbeit/einen Zweck immer das richtige Werkzeug benutzen.
Andererseits kann ich natürlich auch mit dem Hammer eine Schraube setzen )
Danke für eure bisherigen Antworten. Ich denke, es ist vielleicht wirklich besser, ein neues Kabel zu verlegen.
Nur die Kabellänge macht mir Sorgen:
Die Kabellänge würde dann nämlich an die 50 Meter betragen - grob über’n daumen gepeilt.
Sind dann Probleme bezüglich der Datenübertragung zu erwarten?
Muss ich für ein 100er Netzwerk spezielles Kabel haben?
Was kosten ein solches Kabel ca.?
Wäre echt klasse, wenn ihr mir da nochmal weiterhelfen könntet
Hallo,
da bin ich anderer Meinung. Isdn benötigt kabel der klasse 3.
es sollte also für 10mbit ausreichen!
ich weiss nicht, was isdn benoetigt, ich habe bisher allerdings selten isdn kabel gesehen, die auch nur twisted pair waren, geschweige denn cat 3 erfuellten. und mit geraden adern funktioniert auch 10base t nicht wirklich gut.
wenn es dann mal funktioniert, kann es höchstens sein, daß
viele fehler auftreten, die durch das tc-protokoll aber wieder
weggemacht werden.
dumm nur, wenn die kommunikation beim neuesten ego shooter ueber udp laeuft…
ich würde es auf jedenfall so machen und probieren. für den
privaten haushalt ist es allemal ausreichend.
ich wuerde mir den stress nicht geben. nachher kauft man doch ein netzwerkkabel.
joachim, der es mal mit 3m isdn strippe probiert hat - negativ
nur bis 10MBit gibt es da überhaupt einen UTP-Standard?
Billig und nur bis 10MBit wäre RG58 mit BNC-Anschluss, ist aber sterbende Technik und nicht ganz problemfrei.
Für 10MBit ist CAT 3 ausreichend. Längenrestriktion ist hier 150 m. Geht aber auch bei entsprechend guten Kabeln bis 190 m (CAT 3 STP 8x0,4mm) Bei einem Kunden von uns läuft 10 MBit über eine Strecke von 218 m mit SSTP-Kabel mit annehmbaren Fehlerraten; da hängen aber lediglich 2 Maschinen dran.
Die alte BNC-Verkabelung würde ich gar nicht mehr in Betracht ziehen.
Bei mir läufts genau so…
Keine Panik, das klappt wenn das Kabel nicht direkt neben anderen Stromleitungen liegt.
Bei mir funktioniert es jedenfalls genau so (Keller 1. OG).