am Wochenende haben wir in der Firma meines Bruders Computer vernetzt. Da ein Bekannter noch jede Menge Kabel (Meterware) und Stecker übrig hatte, hat mein Bruder so eine Zange für die Stecker gekauft.
Abgesehen davon, daß Friemelsarbeit = Frauenarbeit ist, durfte ich nicht nur die 8 Kabeladern in die Stecker fummeln, sondern bin jetzt auch Schuld, daß nicht alle Kabel funktionieren.
Nicht daß ich mir deshalb Sorgen mache (dann sollen das die Herren Netzwerkspezies eben selber machen), aber ich bin jetzt einfach mal neugierig:
Ich habe die 8 Kabeladern immer in der gleichen Farbreihenfolge von links nach rechts in die Stecker gesteckt, die meisten gehen auch, aber eben nicht alle. Jetzt bin ich nicht ganz sicher, ob vielleicht dort die Kabelenden nicht bis zum Anschlag im Steckergehäuse stecken oder ob es doch eine vorgegebene Reihenfolge gibt?
Sind bei fertigen Netzwerkkabeln aus dem Laden die Adern immer in der gleichen Reihenfolge oder ist das wurscht ob bei einem Kabel z.B. braun links oder rechts ist?
Wer kann mir diese Fragen beantworten, da ich bei Google bisher nichts gefunden habe (werde aber gleich nochmal gucken)?
Ich habe die 8 Kabeladern immer in der gleichen
Farbreihenfolge von links nach rechts in die Stecker gesteckt,
die meisten gehen auch, aber eben nicht alle. Jetzt bin ich
nicht ganz sicher, ob vielleicht dort die Kabelenden nicht bis
zum Anschlag im Steckergehäuse stecken oder ob es doch eine
vorgegebene Reihenfolge gibt?
Es gibt eine bestimmte Reihenfolge. Die einzelnen Leitungen in dem Kabel sind paarweise verdrillt (daher auch der Name „twisted pair“), um bestimmte Störeinflüsse minimieren zu können. Wenn diese Paarung nicht richtig eingehalten wird, dann wird es mit steigender Kabellänge wahrscheinlicher, dass die Störungen zu groß werden und die Daten nicht mehr richtig übertragen werden können.
Jetzt gibt es aber mindestens zwei Arten, die Paare aufzustecken. Du findest genauere Informationen unter http://www.kabelfaq.de/ unter „twisted pair“.
Hallo,
Es gibt eine bestimmte Reihenfolge. Die einzelnen Leitungen in
dem Kabel sind paarweise verdrillt (daher auch der Name
„twisted pair“), um bestimmte Störeinflüsse minimieren zu
können. Wenn diese Paarung nicht richtig eingehalten wird,
dann wird es mit steigender Kabellänge wahrscheinlicher, dass
die Störungen zu groß werden und die Daten nicht mehr richtig
übertragen werden können.
Jetzt gibt es aber mindestens zwei Arten, die Paare
aufzustecken. Du findest genauere Informationen unter http://www.kabelfaq.de/ unter „twisted pair“.
Ja, die Seite habe ich auch gerade eben gefunden und das nachgelesen. Hmm, ich habe eine etwas andere Reihenfolge gewählt (weibliche Intuition) - komisch, daß die teilweise trotzdem funktionieren, nach der Anleitung doch eigentlich unmöglich. Muss ich jetzt ALLE Stecker neu machen -
fragt sich
Heike?
Ja, die Seite habe ich auch gerade eben gefunden und das
nachgelesen. Hmm, ich habe eine etwas andere Reihenfolge
gewählt (weibliche Intuition) - komisch, daß die teilweise
trotzdem funktionieren, nach der Anleitung doch eigentlich
unmöglich.
Nein. Nicht unmöglich, nur unzuverlässig.
Muss ich jetzt ALLE Stecker neu machen -
Am besten wäre es natürlich. Sonst riskierst Du eine extrem unsichere Datenübertragung und (im Fehlerfalle) ein sehr lautes Fluchen, wenn jemand nach langem Suchen endlich das Kabel gegen ein korrekt konfektioniertes austauscht
Ich würde aber auf jeden Fall die Herren Kollegen dazu verpflichten, nach kräften mitzuhelfen. Immerhin hätten sie dich unbedingt vorher einweisen müssen.
am Wochenende haben wir in der Firma meines Bruders Computer
vernetzt. Da ein Bekannter noch jede Menge Kabel (Meterware)
und Stecker übrig hatte, hat mein Bruder so eine Zange für die
Stecker gekauft.
Ach du je - wo fertig konfektionierte Kabel doch so billig sind mitlerweile (http://www.reichelt.de)
Abgesehen davon, daß Friemelsarbeit = Frauenarbeit ist, durfte
ich nicht nur die 8 Kabeladern in die Stecker fummeln, sondern
bin jetzt auch Schuld, daß nicht alle Kabel funktionieren.
Zur Reihenfolge der Adern hat man Dir ja schon geantwortet, aber: war es überhaupt das richtige Kabel?
Wenn man Dir nämlich sog. Verlegekabel in die Hand gedrückt hat, kann nichts vernünftiges dabei rauskommen, wenn Du Stecker draufmachst. Verlegekabel kann man ganz einfach erkennen: eine der bunten Adern gaaanz vorsichtig abisolieren. Wenn das Auge dabei auf eine Litze aus mehreren sehr dünnen Kupferdrähtchen fällt, ist alles ok. Sollte sich unter dem Adermantel aber ein einzelner, massiver Kupferdraht verbergen, hat man nicht nur Verlegekabel erwischt, sondern auch die A***-Karte gezogen! Dieses Art von Ader ist nämlich nicht elastisch genug, um in den RJ45-Quetsch-Steckern zuverlässig Halt zu finden (auch wenn man es mit viel Mühe durchaus „rein“ bekommt) und muss daher zwingend in Dosen aufgelegt werden.
In diesem Falle schmeiss Deinem Bruder den Mist vor die Füße und sage ihm, er solle sich die Kabel gefälligst fertig kaufen.