Hallo,
im Archiv fand ich nichts, was auf meine Bremsen zutrifft.
Die Beläge und beide Radbremszylinder (Trommelbremse) wurden im März komplett neu gemacht.
Anfangs ‚schrabbten‘ sie häufiger, was mit der Zeit aber nachließ.
Inzwischen fiel mir auf, dass das Schrabben wohl nur (vorwiegend) bei Kälte und Nässe auftritt. Allerdings immer nur hinten rechts, und auch nur bei bis zu 3-6 Bremsungen, danach ist es weg.
Der Werkstattihnhaber meinte, das wäre normal wegen des Rostes und höre nach einigen Beremsungen auf. (Letzteres stimmt ja schon)
Auf Anfrage, warum denn nur rechts -> Es rostet eben unterschiedlich. Da könne auch nichts kaputt gehen, es wäre völlig normal.
Nunja, ich traue diesem Typ nicht, denn er hatte mich offenbar schon bei der Reparatur ordentlich über den Tisch gezogen.
Das ganze hört sich für mich nicht sehr schlüssig an, zumal die rechte Seite hausseitig und daher beim Parken eher wettergeschützt ist.
Darum meine Bitte um eure Expertenmeinung.
Marion
Hallo Marion,
wurden die Bremsbeläge mit den Bremsbacken ersetzt?
wurden die Bremsbeläge vor dem einbauen überdreht.
wurde die Bremstrommel ausgedreht?
wurden die Rückzugsfedern erneuert?
wurde der Bowenzug von der Handbremse zur Trommelbremse erneuert?
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Hallo Wolf,
Danke für deine Fragen. Kann ich leider nur unzufriedenstellend beantworten.
wurden die Bremsbeläge mit den Bremsbacken ersetzt?
Auf der Rechnung steht nur Radbremszylinder und Bremsbacken, Bremsflüssigkeit. *grübel* Da steht ja nichts von Belägen.
wurden die Bremsbeläge vor dem einbauen überdreht.
Keine Ahnung
wurde die Bremstrommel ausgedreht?
Stand nicht auf der Rechnung
wurden die Rückzugsfedern erneuert?
Stand nicht auf der Rechnung
wurde der Bowenzug von der Handbremse zur Trommelbremse
erneuert?
Stand nicht auf der Rechnung
Marion
Einige Fragen kapiere ich nicht…
wurden die Bremsbeläge mit den Bremsbacken ersetzt?
Es gibt eigentlich keine Bremsbacken (neu) wo nicht auch neue Beläge drauf sind…was soll also diese Frage???
wurden die Bremsbeläge vor dem einbauen überdreht.
seit wann „überdreht“ man Bremsbeläge…Wenn neue Bremsbacken eingebaut werden braucht da nichts „überdreht“ werden…
wurde die Bremstrommel ausgedreht?
endlich mal ne Frage, die ich verstehe…und sinnvoll ist…
wird aber nicht mehr sooft gemacht…nur wenn neue Trommeln extrem teuer sind, wie z.B. bei LKW…neue PKW-Trommeln kosten paarweise, je nach Fahrzeugtyp, zwischen 50 und 200 Euro; nach dem Ausdrehen von Trommeln sind unbedingt Backen mit „Übermaß“ einzubauen…
wurden die Rückzugsfedern erneuert?
…der sogenannte „Montagesatz“ sollte bei jedem Backentausch mit ausgetauscht werden…ist relativ preiswert, so um die 15-25 Euro
wurde der Bowenzug von der Handbremse zur Trommelbremse
erneuert?
…zumächst einmal heisst das Teil „Bowdenzug“ ( damit wird aber Gas gegeben …) Ansonsten wird die Handbremskraft mittels einem oder mehrerer Bremsseile übertragen…die müssen aber so gut wie nie ausgetauscht werden…wenn die Handbremse vorher funktioniert hat;
Ich vermute mal, dass beim Einbau der Bremsbacken fehlerhaft gearbeitet wurde…im schlimmsten Fall wurden keine neunen Bremsbacken eingebaut…
Wenn ein Auto ein paar Tage nicht bewegt wird kann es durchaus sein, dass es Geräusche durch Flugrost gibt…
du solltest zu einer anderen Werkstatt mit der Rechnung fahren und die Arbeiten dort nachprüfen lassen…neue Bremsbacken erkennt man ohne Probleme und auch ggf. andere neu eingebauten Teile wie Radbremszylinder etc…
Falls mangelhaft gearbeitet wurde, unbedingt Fotos machen und nicht einfach instandsetzen lassen…sondern die ursprüngliche KFZ-Werkstatt konfrontieren und ggf. Anzeige wegen Betruges ankündigen…
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Hi,
Ich vermute mal, dass beim Einbau der Bremsbacken fehlerhaft
gearbeitet wurde…im schlimmsten Fall wurden keine neunen
Bremsbacken eingebaut…
Wenn ein Auto ein paar Tage nicht bewegt wird kann es durchaus
sein, dass es Geräusche durch Flugrost gibt…
Fährt täglich, außer am Wochenende. Tritt aber auch auf wenn Wagen bewegt wurde.
du solltest zu einer anderen Werkstatt mit der Rechnung fahren
und die Arbeiten dort nachprüfen lassen…neue Bremsbacken
erkennt man ohne Probleme und auch ggf. andere neu eingebauten
Teile wie Radbremszylinder etc…
Das Prob ist, dass die Rep. (incl. 2 Spurstangenköpfe und -manschetten) 570 € kostete und ich es mir leider nicht leisten kann, eine andere Wekstatt zu bemühen.
Falls mangelhaft gearbeitet wurde, unbedingt Fotos machen und
nicht einfach instandsetzen lassen…sondern die
ursprüngliche KFZ-Werkstatt konfrontieren und ggf. Anzeige
wegen Betruges ankündigen…
Ich dachte mir, dass ich zunächst zumindest ein Einwurfeinschreiben schreibe, bei dem ich alles was ablief festhalte, und mir eine Schadensersatzforderung für die Bremsen und auch die evtl. falsch eingestellte, bzw. nicht eingestellte Spur und den damit einhergehenden evtl. ungleichen Reifenabriebe vorbehalte.
Dann schau ich Mal ob, und wie er darauf reagiert.
Marion
Hallo Marion,
ich an Deiner Stelle würde mit einem Zeugen noch einmal zu der Werkstatt gehen und die Bremsanlage höflich aber bestimmt reklamieren und eine Nachbessereung verlangen.
Lehnt das die Werkstatt ab, hast du die kostenlose Möglichkeit dich mit einem Schreiben an die zuständige Handwerkskammer zu wenden. In dieser Kammer gibt es eine Schlichtungsstelle die in aller Regel mit Erfolg zwischen Dir und der Werkstatt vermittelt, bevor es zum Rechtsanwalt und dann vor Gericht geht.
Wenn Du bei dem Gespräch mit der Werkstatt zum Ausdruck bringst, das Du zur Handwerkskammer gehst oder was auch Sinn macht die Bremsanlage vom TÜV überprüfen lässt, müsste die Werkstatt einlenken und das Problem zu lösen sein.
Wenn Du trotzdem nicht weiter kommst, melde dich per Mail noch einmal.
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Hallo Wolf,
Danke für den Hinweis.
Wenn Du bei dem Gespräch mit der Werkstatt zum Ausdruck
bringst, das Du zur Handwerkskammer gehst oder was auch Sinn
macht die Bremsanlage vom TÜV überprüfen lässt, müsste die
Werkstatt einlenken und das Problem zu lösen sein.
Das ist keine Vertragswerkstatt. Macht das die Kammer dann trotzdem?
Um heruaszufinden ob er der Kammer angehört, müsste ja ein anruf dort genügen.
Wenn Du trotzdem nicht weiter kommst, melde dich per Mail noch
einmal.
Danke für das Angbot!
Marion
Hallo Marion,
nur Schwarzarbeiter gehören nicht der Handwerkskammer an. Aber ernsthaft, mit wenigen Ausnahmen muß jeder Betrieb bei der Hanwerkskammer gemeldet/angemeldet sein.
Und in den Betriebe, oft auch an der Aussenfassade hängt das Schild = Mitglied in der Handwerkskammer XXXX
Ansonsten bei der Handwerkskammer anrufen.
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Hallo!
Das ist nicht ganz richtig so,
bzw. die vorherigen Beiträge waren auch falsch.
Also eine legale Autowerkstatt ist in die Handwerksrolle eingetragen, sonst wäre es eine Schwarzarbeiterwerkstt.
Es gibt auch noch eine niedrigere Stufe von Werkstätten, welche keinen Meister haben, die dürfen aber auch nicht an Bremsen bauen.
Die höchste Stufe wäre dann also ein „Innungs-Fachbetrieb“, also logischerweise zusätzlich in die Handwerksrolle eingetragen,
und NUR für die Kunden der Innungs-Fachbetriebe gibt es eine Schiedsstelle der Innung.
Das sind meist nur uralte Familienbetriebe, deren Chefs dann meist auch in der Schiedsstelle sitzen.
Die haben eine Mentalität wie der Vatikan, und begünstigen ehr die Werkstätten.
Wenn die Werkstatt mal ganz groben Unsinn verzapft hat,
wäre der Rechtsanwalt die bessere Adresse.
Und hier in dem speziellen Fall:
Wenn die Radbremszylinder kaputt waren, ist da wahrscheinlich einiges an Bremsflüssigkeit in die Bremstrommel getropft.
Das Zeug zieht leicht in das Material ein, und zieht auch Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an. Das bildet dann Rost.
Ich denke mal,
spreche noch mal mit der Werkstatt.
Ich als Werkstatt würde dann mal ganz vorsichtig und dosiert eine Strecke mit leicht schleifender Handbremse fahren.
So dass keine Schäden an der Bremse auftreten, aber die sich durch die Hitze reinigt.
Das können nur Fachleute…
Alternativ wären neue Bremstrommeln,
aber das ist ja auch nicht ganz billig.
Grüße, Steffen!
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Hallo Steffen,
danke für deine ausführliche Antwort.
Und hier in dem speziellen Fall:
Wenn die Radbremszylinder kaputt waren, ist da wahrscheinlich
einiges an Bremsflüssigkeit in die Bremstrommel getropft.
Das Zeug zieht leicht in das Material ein, und zieht auch
Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an. Das bildet dann Rost.
Ich denke mal,
spreche noch mal mit der Werkstatt.
Ich habe ja mit der Werkstatt gesprochen.
Ich fahre täglich ca. nur Stadtverkehr und bin die letzten 1,5 Mon. ca. 360 km gefahren, incl. 1 längeren Fahrt. Wieviel KM Stadtverkehr (also viel Bremsen) benötigt man denn ungefähr, um die Bremsflüssigkeit abzufahren?
Alternativ wären neue Bremstrommeln,
aber das ist ja auch nicht ganz billig.
Die sind angeblich in Ordnung. Der Bremsentest beim TÜV im Febr. war auch ok.
Marion
Ich habe ja mit der Werkstatt gesprochen.
Ich fahre täglich ca. nur Stadtverkehr und bin die letzten 1,5
Mon. ca. 360 km gefahren, incl. 1 längeren Fahrt. Wieviel KM
Stadtverkehr (also viel Bremsen) benötigt man denn ungefähr,
um die Bremsflüssigkeit abzufahren?
Hallo Marion!
Bei der Kurzstreckenfahrerei wird das natürlich nichts, weil da hinten kaum was bremst.
Ich würde sagen, täglich 1/2 km mit halb angezogener Handbremse fahren. Fünf Tage lang.
Also so, dass man merkt, dass es schon bremst.
Ich mache das meist im 4. Gang,
fahre so 80 km/h,
und ziehe die Handbremse dann soweit an, dass der Motor bei Vollgas die Geschwindigkeit noch gerade so hält.
Also keinesfalls 5 x nacheinander, sondern jedesmal die Bremse abkühlen lassen.
Dann müsste die Bremse mehrmals gut heiß gewesen sein, und sich die Bremsflüssigkeitsreste verflüchtigt haben.
Aber bitte nicht übertreiben,
weil sich sonst ev. die Bremstrommeln verziehen können, ev. geklebte Bremsbeläge sich ablösen, oder die Bremszylinder wegen Überhitzung undicht werden könnten.
Grüße, Steffen!
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