Guten Tag.
Ich möchte meine Neubauwohnung noch etwas trockener bekommen.
Nun habe ich folgendes vor. Wäre das so korrekt?
-Raum tagsüber aufheizen (entweder durch Sonneneinstrahlung oder per Fussbodenheizung) und
gleichzeitig einen elektrischen Entfeuchter und Standventilator laufen lassen.
-Morgens und Abends stosslüften
-Dies eine ganze Woche am Stück.
Wäre das ok, und würde das was bringen?
Oder gibt es andere Tips?
Wenn man die Raumluft trocknet bleiben die Fenster zu. Beim Lüften holt man sich nur unnötige Luftfeuchte wieder in die Wohnung, die Luft ist ja bereits trocken, da kann nichts weggelüftet werden.
Wobei heizen und lüften sicher ausreichen würde.
wie hoch ist die Luftfeuchte denn, wenn man sich Sorgen macht?
wie „wäre zustätzlich zum Entfeuchten falsch“???
Man sollte doch morgens und abends (wenn es draussen kälter ist als drinnen) stosslüften?
Ich würde also tagsüber Fenster geschlossen und Entfeuchter laufen lassen, und Abends Entfeuchter aus
und stosslüften???
danke
Aktuell ist es draußen sehr warm und feucht. Abends wird die Luft zwar kühler, aber nicht viel. Das Wasser kondensiert nicht aus, und der Wassergehalt bleibt gleich.
Der Trockner erzeugt sehr trockene Luft mit sehr geringem Wassergehalt. Das Lüften - auch abends würde ihm nur mehr Arbeit machen.
Im Winter dagegen wäre das ideal. Um den Gefrierpunkt kann Luft nur sehr wenig Wasser halten, und wenn man sie auf Raumtemperatur bringt, ist sie staubtrocken und kann noch viel mehr Wasser aufnehmen. Relative Luftfeuchtigkeiten um die 15% sind kein Problem. Mehrfaches Heizen und Stoßlüften könnte dann sogar den Trockner sparen.
wenn du den Entfeuchter gnadenlos unterdimensionierst schadet das lüften natürlich nicht weiter.
Wenn der Entfeuchter aber das macht was er soll, herrscht in der Wohnung eine sehr geringe Luftfeuchte.
Diese kannst du durch lüften nicht mehr senken, nur anheben.
Man trennt grundsätzlich beim entfeuchten alle betroffenen Räume vom Rest (hier der Rest der Stadt ) ab und sorgt für gute Luftumwälzung und eventuell auch mehr Wärme - dann arbeitet der Entfeuchter besser.
Dann können die Wände ihre Feuchtigkeit gut an die trockene Raumluft abgeben.
Jedes mal, wenn du ein Fenster öffnest, kommt aktuell mehr Feuchtigkeit rein als Raus geht und der Entfeuchter muss wieder arbeiten damit die Wände überhaupt etwas abgeben können.
Denn trocken werden wie Wände weitgehend sein, das bissl was noch drin ist, kommt nur sehr langsam da raus.
Such in der Wohnung die gegenüberliegenden Fenster in den Räumen aus , durch die, wenn geöffnet der Wind durch die Wohnung pfeift.
Alles ander, wie Entfeuchtungsanlage, Stoßlüften so ein Unsinn usw. kannst du vergessen.
„Trockenheizen“ geht mit mit der Fussbodenheizung.
Dazu ist diese Stufenweise über 2-3 Tage auf mind. 40°C, besser 45°C hochzuregeln und durchgehend mind. 5 Tage so zu betreiben.
Bei Einsatz eines Luftentfeuchters ist ein direkter Ablauf in die Entwässerung sinnvoll.
Zusätzliches Lüften ist dann zu unterlassen.
Ohne Einsatz eines Luftentfeuchters ist regelmässiges Stossslüften angesagt.
Zur Ermittlung von Restfeuchte gibt es Messgeräte. Hier ein kleiner Überblick über die Methoden.