Neubau Gartenhaus: Dachaufbau so richtig?

Hallo Bauexperten,
ich bin gerade dabei, ein selbst entworfenes Gartenhaus aus Blockbohlen zu bauen. Kurz zur Info: Größe 4 x 6 m, Dachneigung 18 Grad, Statik vorhanden. Die Innen- und Außenwände stehen, nun bin ich beim Bau des Daches und benötige eure Hilfe.
Die Firstpfette ist bereits oben, ich bin im Moment beim anbringen der Dachsparren (Abstand 72 cm). Aber wie geht es dann weiter? Ich bin mir bei dem genauen Dachaufbau nicht sicher.
Zwischen die Sparren soll Dämmung, von der Innenseite her soll Sichtschalung angebracht werden. Als Dacheindeckung ist ein Metalldach von blechdachpfanne.de bestellt (dort kann mir leider niemand Tipps geben). Sie meinen aber, es muss zwingend eine Hinterlüftung vorhanden sein.

Also meine laienhafte Idee wäre jetzt( von innen nach außen):

  • Sichtschalung
  • Sparren mit Dämmung dazwischen
  • Dampfsperre
  • Konterlattung (?) 30 x 50 auf die Sparren für Hinterlüftung
  • Dachlatten waagerecht
  • Blechdach

Ist das so richtig?

Für eure Tipps schon mal vielen Dank
Thomas

Hi,

( von innen nach außen):

  • Sichtschalung
  • Dampfsperre
  • Sparren mit Dämmung dazwischen
  • Unterspannbahn (diffusionsoffen)
  • Konterlattung (?) 30 x 50 auf die Sparren für Hinterlüftung
  • Dachlatten waagerecht
  • Blechdach

So müßte es stimmen

Grüße

Chris

Hallo,

( von innen nach außen):

  • Sichtschalung
  • Dampfsperre
  • Sparren mit Dämmung dazwischen
  • Unterspannbahn (diffusionsoffen)
  • Konterlattung (?) 30 x 50 auf die Sparren für Hinterlüftung
  • Dachlatten waagerecht
  • Blechdach

So müßte es stimmen

dem stimme ich zu denn:
Die Dampfsperre soll verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem warmen Inneren in der Dämmung kondensiert.
Die Unterspannbahn soll Feuchtigkeit von außen abhalten, aber eine Diffusion von Wasserdampf aus der Dämmung in den hinterlüfteten Bereich ermöglichen.

Gruß, Niels

Hallo Thomas,

Also meine laienhafte Idee wäre jetzt( von innen nach außen):

  • Sichtschalung
  • Dampfsperre
  • Sparren mit Dämmung dazwischen

diffusionsoffene Unterspannbahn

  • Konterlattung (?) 30 x 50 auf die Sparren für Hinterlüftung
  • Dachlatten waagerecht
  • Blechdach

So würde ich es machen.
Die Unterspannbahn ist wichtig, damit bei einem ev. Schaden des Deckmaterials die Isolierung nicht feucht wird. Diffusionsoffen muß sie sein, damit ev. in die Isolierung gekommen Feuchtigkeit wieder raus kann. Feuchtigkeit, keine Nässe!

Die Dampfsperre muß innen liegen, damit von innen keine Feuchtigkeit in die Isolierung kommt. Dort liegt nämlich bei richtiger Ausführung der sog. Taupunkt und dort würde die Feuchtigkeit kondensieren.

Gandalf

Hallo,
ich würde Unterspannbahn zwischen Lattung und Konterlattung setzen. Die Wahrscheinlichkeit, daß „Flugschnee“ oder Regen zwischen Konterlattung und Isolierung gerät, ist bei entsprechendem Dachüberstand gleich Null. Die Innenfeuchte würde leichter entsorgt, da nicht zusätzlich durch die diffusionsoffene Unterspannbahn gebremst.

Gruß
Der Franke

( von innen nach außen):

  • Sichtschalung
  • Dampfsperre
  • Sparren mit Dämmung dazwischen
  • Unterspannbahn (diffusionsoffen)
  • Konterlattung (?) 30 x 50 auf die Sparren für Hinterlüftung
  • Dachlatten waagerecht
  • Blechdach

So müßte es stimmen

dem stimme ich zu denn:
Die Dampfsperre soll verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem
warmen Inneren in der Dämmung kondensiert.
Die Unterspannbahn soll Feuchtigkeit von außen abhalten, aber
eine Diffusion von Wasserdampf aus der Dämmung in den
hinterlüfteten Bereich ermöglichen.

Gruß, Niels

Danke für eure Antworten.

Gut, die veränderte Lage der Dampfsperre finde ich logisch.

Hallo,
ich würde Unterspannbahn zwischen Lattung und Konterlattung
setzen. Die Wahrscheinlichkeit, daß „Flugschnee“ oder Regen
zwischen Konterlattung und Isolierung gerät, ist bei
entsprechendem Dachüberstand gleich Null. Die Innenfeuchte
würde leichter entsorgt, da nicht zusätzlich durch die
diffusionsoffene Unterspannbahn gebremst.

Das würde aber bedeuten, dass keine Luft mehr hinter dem Metalldach zirkulieren kann. Laut dem Vertrieb wäre das aber nötig, um von innen anfallendes Kondenswasser wieder abzuleiten.
Apropos: Bei der Konterlattung genügt es, wenn ich sie flach draufnagel, oder? Dann hätte ich 30 mm Zirkulationsraum. Oder müssen es doch 50 mm sein?

Thomas

Hallo,

Das würde aber bedeuten, dass keine Luft mehr hinter dem
Metalldach zirkulieren kann.

Doch, zwischen Lattung und Blechverkleidung.

Laut dem Vertrieb wäre das aber
nötig, um von innen anfallendes Kondenswasser wieder
abzuleiten.
Apropos: Bei der Konterlattung genügt es, wenn ich sie flach
draufnagel, oder? Dann hätte ich 30 mm Zirkulationsraum. Oder
müssen es doch 50 mm sein?

Ich denke 30mm sind mehr als ausreichend für die Hinterlüftung einer so kleinen Fläche.

Gruß
Der Franke

häh?
Hallo Franke,

ich würde Unterspannbahn zwischen Lattung und Konterlattung
setzen.

Du hast aber schon mal ein Dach gebaut?!
Das was Du da vorschlägst wäre ein (grober) Baufehler.
Die Unterspannbahn wird mit deutlicher Überlappung von unten nach oben verlegt, festgetackert (Hammertacker) und die Tackerpunkte müssen immer unter der Überlappung der nächsten Bahn liegen.
Mit der Lattung wird die Unterspannbahn endgültig auf den Balken fixiert, auf die Konterlattung kommen dann üblicherweise die Pfannen und hier die Bleche.

Die Wahrscheinlichkeit, daß „Flugschnee“ oder Regen
zwischen Konterlattung und Isolierung gerät, ist bei
entsprechendem Dachüberstand gleich Null.

Das würde Dir die Versicherung aber völlig anders interpretieren, wenns um die Regulierung eines Feuchtigkeittsschadens geht.
Wie würdest Du denn die Unterspannbahn befestigen wollen?
Auf die Latten tackern?
Dann pass aber höllisch auf, daß Du dabei die Spannbahn nicht zerreißt.

Die Innenfeuchte
würde leichter entsorgt, da nicht zusätzlich durch die
diffusionsoffene Unterspannbahn gebremst.

Bei fachgerechter Ausführung kommt keine Feuchtigkeit in die Isolierung.
Die Unterspannbahnen sind so ausgelegt, daß eine gewisse Menge an Wasser (Feuchtigkeit) abgeführt werden kann. Genaue Werte habe ich leider auf die Schnelle keine gefunden.

Deine Lösung ist wie gesagt nicht fachgerecht und ich würde es nie so machen. Ich sehe nur Risiken und keine Vorteile.

Gandalf

Hallo Franke,

da fällt mir noch was ein.

Wenn die Unterspannbahn zwischen Konterlattung und Lattung gelegt wird, würde, so das Blech undicht wird, sich das Wasser an der Lattung stauen. So würde zum einen die Gefahr steigen, daß die Latten verrotten und auch daß Wasser doch durch die Bahn gelangen kann und die Isolierung durchnässt.

Gandalf

Hallo Thomas,

ich würde die Unterspannbahn auch nicht zwischen Lattung und Konterlattung legen, siehe meinen anderen Beitag (Antwort auf Franks Beitrag).

Apropos: Bei der Konterlattung genügt es, wenn ich sie flach
draufnagel, oder? Dann hätte ich 30 mm Zirkulationsraum. Oder
müssen es doch 50 mm sein?

Du nimmst doch zwei Lagen Dachlatten, die jeweils 24 - 25 mm stark sind. --> Voila, 50 mm Zirkulationsraum.

Gandalf

Hallo,

Das würde aber bedeuten, dass keine Luft mehr hinter dem
Metalldach zirkulieren kann. Laut dem Vertrieb wäre das aber
nötig, um von innen anfallendes Kondenswasser wieder
abzuleiten.

Stell dir mal vor, du würdest eine horinzontale Lattung direkt auf die Sparren aufbringen. So… Vorgestellt? Würde nun Wasser auf die Sparren gelangen, dann würde sich dieses an der Dachlatte auf dem Sparren sammeln. Sinn der Konterlattung ist nun, eventueles Stauwasser, welches sich hinter der Lattung auf den Sparren ansammeln könnte, abzuwenden. Praktischerweise ergeben sich durch die Konterlattung 2 Vorteile: Wasser kann sich nicht sammeln/stauen (auf den Sparren) und es wird automatisch hinterlüftet (vorausgesetzt, der Überstand, der durch die Konterlattung entsteht, wird bis zur Dachrinne mit fortgeführt). Man sieht dies hin und wieder an Häusern, wo unter der Dachrinne ein Lochblech o.ä. angebracht ist. Von dort aus kann dan die Luft unter der Dacheindeckung zirkulieren (wiederum vorausgesetzt, oben am Giebel kann die Luft entweichen (Schornsteineffekt). Ansonsten passt der Dachaufbau m.e. so wie bereits korrigiert wurde.

MfG
Thomas

Hallo Gandalf,
entweder hast du mich nicht verstanden oder wir reden von unterschiedlichen Dingen.
Zu deinem ersten Posting:
Mein Aufbau:
Schalung, Dampfbremse, Sparren mit Zwischendämmung, Konterlattung, Unterspannbahn, Lattung, Blechdach.

Wenn die Unterspannbahn zwischen Konterlattung und Lattung
gelegt wird, würde, so das Blech undicht wird, sich das Wasser
an der Lattung stauen. So würde zum einen die Gefahr steigen,
daß die Latten verrotten und auch daß Wasser doch durch die
Bahn gelangen kann und die Isolierung durchnässt.

Konterlattung liegt senkrecht zu Balken, also „waagerecht“. Querbelüftung zwischen Isolierung und Unterspannbahn, bei der Fläche eines Gartenhauses absolut kein Problem zum Entsorgen der Luftfeuchtigkeit aus dem Innenbereich.
Lattung (für Blechverkleidung) verläuft wiederum senkrecht zur Konterlattung, also senkrecht. Daher kein Problem der Staunässe.
Für die Befestigung der Unterspannbahn ist es unerheblich, ob diese auf Sparren oder Konterlattung erfolgt. Die von dir beschriebene Weise der Überlappung etc. setze ich bei meiner Variante auch voraus.
Bezüglich der Durchlässigkeit der Unterspannbahn: Bei meiner Variante könnte es theoretisch sogar eine dampfundurchlässige Bahn (Bitumen z.B.) sein, da die Querbelüftung die über Dampfbremse und Isolierung diffundierende Feuchtigkeit (die bei einem Gartenhaus eh gering sein dürfte) locker ablüftet.
Es wird keinen Feuchtigkeitsschaden geben, sofern Blech und Unterspannbahn dicht sind.

Gruß
Der Franke

Hallo Franke,

Es wird keinen Feuchtigkeitsschaden geben, sofern Blech und
Unterspannbahn dicht sind.

gutgut, dann machs bei Dir so, ich halte Dich nicht davon ab.
Ich rate anderen trotzdem davon ab.

Gandalf

Hallo Gandalf,

gutgut, dann machs bei Dir so, ich halte Dich nicht davon ab.
Ich rate anderen trotzdem davon ab.

Verunsichern ist wohl der schlechteste Ratgeber. Ich bin sicher, daß bei meinem Vorschlag kein Baufehler vorliegt.
Wo liegt das Problem, wenn ich die Unterspannbahn zwischen die Lattungen lege? Bei einer Bahnenbreite von 1m und Lattenabstand von 40cm habe ich ausreichend Überlappung. Ich habe auch kein Problem mit der horizontalen Lattung bzgl. Staunässe, wenn die Unterspannbahn darüber liegt. Ganz im Gegenteil.

Gruß
Der Franke

Hi,

wenn die die Unterspannbahn direkt unter der der Querlattung liegt, dann passiert das was bei meinem Dach letztes Jahr passiert ist.

Ich habe keine Unterspannbahn sondern Dachpappe und darauf wurde dierkt die Lattung für die Ziegel genagelt - Konterlattung war 1965 wohl noch Luxus.

Ein Ziegel ist gebrochen (durch unachtsamen Schornsteinfeger) und da ist der Regen ins Dach gelaufen. Das Wasser hat sich an der Lattung aufgestaut (klar, es kann ja nur bis zul Lattung runter laufen) und ist dann am Überlappungsbereich in´s Dach gelaufen.

Dieses hat mich auch dazu veranlaßt nur meine Geschoßdecke zu dämmen, da nicht auszuschließen ist das an anderer Stelle wieder passiert.

Die Dachschrägen werden erstgedämmt wenn das Dach mal neu eingedeckt wird.

Grüße

Chris

Hallo Franke,

ich hab eben mit einem unserer Isolierer gesprochen, der ist aber gelernter Dachdecker (Meister).
Als ich ihm Deine Konstruktion vorstellte, schaute ich in ein ziemlich schräges Gesicht und er meinte, das hätte er noch nie so gesehen und fachgerecht wäre es auf keinen Fall.
Als ich ihm den kompletten Strang zugemailt und er ihn sich durchgelesen hatte, war seine Meinung keine andere.
Er meinte nur :
‚Das ist Blödsinn‘.
Das Argument mit dem Dachüberhang sei völlig daneben, weil Schnee schon bei geringer Windstärke sich davon in keiner Weise abhalten ließe, sich in der Isolierung einzunisten und dann gibt es sehr schnell ein Problem.
Nach seiner Meinung (wie gesagt Dachdeckermeister) ist die Ausführung Sparren, Unterspannbahn, Lattung, Konterlattung, Deckmaterial die einzige fachgerechte.

Gandalf

Hallo,

Nach seiner Meinung (wie gesagt Dachdeckermeister) ist die
Ausführung Sparren, Unterspannbahn, Lattung, Konterlattung,
Deckmaterial die einzige fachgerechte.

du meinst vermutlich die Abfolge Sparren, Unterspannbahn, Konterlattung, Lattung, Deckmaterial

Gruß, Niels

Hallo Niels,

dann sag ich es mal so:

Sparren
Unterspannbahn
Dachlatten in Laufrichtung der Sparren (zur Fixierung der Unterspannbahn)
Dachlatten horizontal zu den Sparren (Konterlattung, als Träger des Deckmaterials)
Deckmaterial

Sind wir uns so einig?

Gandalf

Hallo,

dann sag ich es mal so:

Sparren
Unterspannbahn
Dachlatten in Laufrichtung der Sparren (zur Fixierung der
Unterspannbahn)
Dachlatten horizontal zu den Sparren (Konterlattung, als
Träger des Deckmaterials)
Deckmaterial

Sind wir uns so einig?

wir sind uns im mechanischen Aufbau einig, nur nicht bei der Bezeichnung. Die Konterlattung ist das, was direkt auf den Sparren (parallel zu denselben) befestigt wird.

http://www.zimmerei-rottenwoehrer.de/Zimmererarbeite…
http://www.bramac.at/fileadmin/rootBramac/bramac_all…

Gruß, Niels