Hallo,
wir planen ein Grundstück zu kaufen und danach ein Haus drauf zu bauen. Natürlich steht man als erstes vor einer Finazierung… Jetzt wollte ich einfach mal um Tipps bitten. Es bestehen zwar 2 Bausparer, aber eigentlich wird uns dabei die monatliche Rate zu hoch. Jetzt wollten wir ganz normal über eine Bank oder Versicherung finazieren. Der noch nötige Betrag der Bank beläuft sich auf max. 130t€. Wer kann mir vielleicht „sehr gute“
Konditionen bei so einer Finazierung nennen.
Gruß
Sascha
Hallo Sascha,
also wenn du nicht selbständig bist, habe ich ganz gute Erfahrungen mit der Plattform von Dr. Klein gemacht (www.dr-klein.de) Bitte wenn keine Links gewünscht streichen.
Ist mal ein ganz guter Anhaltspunkt für Konditionen. Auch mal bei der Hausbank vorbei schauen. Als Privatkunde guter Bonität geht hier auch einiges an Konditionen. Bei der Hausbank bist Du i.d.R. flexibler was besondere Wünsche wie, Sondertilgungen, Laufzeiten, Sicherheiten usw. angeht.
Mit einer Lebensversicherung wüder ich ein eigen genutztes Objekt nicht finanzieren, da die Ablaufwerte der Versicherungen nie stimmen. Papier ist geduldig und so manche 7 bis 8% Rendite haben sich in der vergangenheit in Luft aufgelöst. Darlehen für eigengenutzte Immobilien immer tilgen, das ist die beste Anlagerendite.
Lass auch bei den Summen die Finger weg von Fremdwährungsdarlehen, da die Kreditsumme dafür zu klein ist und die Aufschläge schön beträchtlichsind, da kannst du in Euro bleiben.
Hoffe ich konnte Dir etwas helfen.
Dank dir…,
was würdet ihr vorschlagen. Ist es besser sich die Zinsen zB. Debeka 4,26% auf 20 Jahre zu sichern oder sollte man für unter 4% Zinsen bis 10 Jahre Finazieren…?
Sascha
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was würdet ihr vorschlagen. Ist es besser sich die Zinsen zB.
Debeka 4,26% auf 20 Jahre zu sichern oder sollte man für unter
4% Zinsen bis 10 Jahre Finazieren…?
Hallo,
wir wissen nicht wann Du fertig bist mit Zinsenzahlen, und noch weniger wissen wir, welcher Zinssatz in 10 Jahren aufgerufen wird.
Guenstig ist auf jeden Fall, in 10 Jahren fertig abgezahlt zu haben, und das noch kombiniert mit geringeren Zinsen.
Gruss Helmut
Hallo,
lass dich auf jeden Fall mal bei deiner Hausbank beraten und nehmt dabei auch eure Bausparunterlagen mit! Denn Bausparen ist noch lange nicht das schlechteste…
Denn:
- du weißt wie hoch dein Darlehen ist
- dein Zinssatz bleibt ständig gleich
- du kennst deine Rate bis das Darlehen zurückbezahlt ist
- es sind jederzeit kostenfreie(!) Sondertilgungen möglich
Logisch, eine komplette Finanzierung über Bausparen ist bei den meisten wegen der monatlichen Belastung nicht möglich. Aber du hast ja geschrieben, dass du zwei hast. Wie wäre es, wenn du evt. nur mal einen hierfür verwendest und den zweiten erst dann einsetzt wenn bei dir bei nem „Bankdarlehen“ die Zinsfestschreibung abläuft? Dann könntest du den mit dem neuen Bauspardarlehen ablösen.
Wie gesagt, kommt natürlich drauf an, welche Konditionen du dir damals beim Abschluss gesichert hast!
Nochmals wg. dem Zinssatz: momentan sind die Finanzierungszinsen auf einem Tiefstand zwischen 4 und 5%. Aber weißt du wo du in 10 Jahren stehst wenn deine Zinsfestschreibung ausläuft? Es kann bei 2% oder aber auch bei 10% sein. Kann dir niemand sagen. Durchschnitt der letzen 30 Jahre liegt bei 8%. Bedeutet, dass deine Rate in 10 Jahren evt. um mehrere hundert Euro an Zinstilgungen(!) steigt! Das kann dir beim Bausparen nicht passieren.
Falls deine Konditionen beim Bausparen schlecht sind, macht es evt. auch Sinn jetzt einen neuen Bausparvertrag abzuschließen. Gibt grad tolle Finanzierungstarife mit 1,95%.
Sprech deinen Berater doch einfach auch mal auf Zwischen- und Vorfinanzierung an. Lohnt sich!
Die Zinsersparnis ist nämlich wirklich hammer! (Wenn du en guten Berater hast, rechnet er es dir jeweils über die komplette Laufzeit aus und du wirst evt. vom Stuhl fallen…)
Und ganz großer Vorteil sind die Sondertilgungen. Bei Bankdarlehen wird Höchstsumme pro Jahr festgesetzt. Mehr geht dann nicht. Und: je mehr du außer der Reihe tilgen willst, um so höher wird dein Zinssatz!
Hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Hast vielleicht gemerkt, dass ich arg vom Bausparen begeistert bin. Liegt daran, dass ich selber Bankerin bin (nicht für Baufinanzierungen!) und es meinen Kunden immer so erklär. Und ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht wenn du Kunden finanziert / umfinanziert haben. Teilweise sind mir die Kunden deswegen wirklich schon um den Hals gefallen 
Einzigstes „Risiko“ falls du das Darlehen doch nicht in Anspruch nimmst ist die Abschlussgebühr. Und wie hat ein Kunde dann mal so schön gesagt: auf die 500 EUR kommt es beim Finanzieren dann auch nicht mehr drauf an!
Grüße
Nicole
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Hallo,
lass die Finger weg vom Bausparen und wenn dus wirklich in Betracht ziehsts, dann rechne dir mal die sogenanten Genzzinssätze bei Vorfinanzierungen aus, selbst bei den „Sagenhaften“ 1,95% Modellen kommen da Zinssätze von ca. 5,50% bis über 6% hin (Darlehenszins 4,5% und Guthabenzins 0,50% das ganze 8 bis 10 jahre). Je länger du die >Vorfinanzierung wählst, desto höher sind deine Genzzinssätze.
Denk immer daran bausparkassen sind keine Samariter und haben nicht zu verschenken, die Zinssicherheit „erkaufst“ du Dir mit extrem geringen Ansparzinsen. wenn dus so willst ist es eine Versicherung gegen steigende Zinsen für die du eine nicht unerhebliche Prämie zahlst.
Da die Bausparverträge mit so geringen Zinssätzen eine verhältnismäßig lange ansparzeit haben (In der Du die Bankzinsen zahlst, Tlgung geht ja in bausparvertrag) und eine Tilgung von i.d.R. 8 Promille statt der üblichen 6 Promille pro Monat,das heißt bei den „günstigen“ Bausparzinssätzen hast du allein schon an Tilgung einen Satz von 9,6% anfängliche Tilgung aufzubringen.
Solltest du der Meinung sein, dass in 8 bis 10 Jahren der darlehenszins bei über 6 % ist, dann weisst du nun ja welche Zinsbindung du wählen mußt.
Wenn du mit so hohen Tilgungen arbeitest ist jedes Bankdarlehen genau so gut bzw Besser. Lass dir nicht einreden mit Sondertilgungen, wenn Du es schaffst mehr als die üblichen 10% an Sondertilgungen im jahr der Darlehenssumme zu bringen, solltest du Dir um die Höhe Deiner tilgung gedanken machen und bitte kommt mir nich mit Lottogewinn oder Erbschaft. Wie warscheinlich ist sowas und wie oft kommt sowas vor. Solltest du tatsächlich im Lotto gewinnen oder erben dass du die Darlehen abzahlen kannst, kommt es auf die Vorfälligkeit auch nicht mehr an.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst bei der Finanzierung ohne viel Spekulation aktuell eine eher längere Laufzeit (20Jahre ist da ok) Tilgung 1% bis 2% je nach dem was du dir leisten kannst und Sondertilgungsmöglichkeiten von 5 oder 10% p.a., dann mußt du Dir um Zinsänderungsrisiken keine Gedanken mehr machen und hast wenn du die Sondertilgungen in Anspruch nehmen kannst das Darlehen innerhalb der ersten Zinsbindungsfrist abbezahlt.
Hallo,
also ich muss Holger zum Teil widersprechen.
Es gibt Bauspartarife wo die Tilgungsrate 8 Promille und mehr sind. Und das würde ich auch nicht empfehlen! Man muss sich halt auch immer das kleingedruckte anschauen. Oftmals sind es nämlich wirklich nur Schaufenstertarife! Wichtig ist auch zu schauen ob eine Bearbeitungsgebühr bei der Darlehensinanspruchnahme dazukommt. Ist nicht immer so!
Wegen den Zinsen: logisch ist, dass ein niedriger Darlehenszins auch ein niedriger Guthabenzins bedeutet. Aber: wie wärs wenn man da nur einen kleinen monatlichen Betrag draufzahlt (max. 100 EUR!) und den Rest gut verzinst bei ner Bank anlegt?
Und dann sollte man halt ab und zu mal mit seinem Berater zusammensitzen, der dann ziemlich genau sagen kann, wann man ne Einmalzahlung machen sollte, damit er zum gewünschten Termin zuteilungsreif wird.
Auch ne interessante Idee, oder? 
Liebe Grüße
Nicole
Es gibt Bauspartarife wo die Tilgungsrate 8 Promille und mehr
sind.
Wie, sind doch immer mehr, mehrere Prozent.
Gruss Helmut
Hallo,
las ich muß jetzt mal sagen, das mir das Argument von holger noch am besten gefällt. Ich glaube, ich sollte mir die 4,26% der Debeka auf 20 Jahre sichern. Es kommen keine weitere Kosten dazu und Sondertilgungen von 10% im Jahr finde ich auch ganz gut… Da bleibt die monatliche Rate vom ersten Monat an gleich… Sollte man mehr bezahlen können, nimmt es als Sondertilgung mit rein. Ach ja, sollte der Lottogewinn dann doch noch kommen, würde ich das Haus sowieso verkaufen und aus dem „Steuerland Deutschland“ auswandern… 
Grüße
Sascha
Hallo Nicole,
egal ob für 100 Euro im Monat oder für 1.000 Euro im Monat. Ein Bausparvertrag ist und bleibt ein negatives Zinsdifferenzgeschäft für den Kunden.
Sprich für 25.000 Euro Bausparsumme oder für 250.000 Euro Bausparsumme. das einzigste Argument was für einen Bausparvertrag spricht sind Zinsen über 6% nach Zuteilung des Bausparvertrags. Ach ja dann hast ja das Problem, dass die meisten Finanzierer ein weiteres Zwischendarlehen der Bank brauchen da Sie das Bauspardarlehen auf grund der schnellen Rückzahlung noch nicht komplett in Anspruch nehmen können.
Evtl. ein zweites Argument für einen Bausparvertrag ist, das man ncoh einen Altvertrag hat, der nicht für eine Wohnwirtschaftliche Verwendung genommen werden muß, 3% bis 4% Zinsen in der Ansparzeit bringt und der Bausparnehmer bekommt noch eine Wohnungsbauprämie. Da hat man ggfs. eine Rendite im Sicherheitsbereich die sehr ansehnlich ist.
Es gibt Bauspartarife wo die Tilgungsrate 8 Promille und mehr
sind.
Wie, sind doch immer mehr, mehrere Prozent.
Gruss Helmut
8 Promille pro Monat macht im Jahr eine Tilgung von 9,6%, das sind schon mehrere Prozent
Gruß
Holger