Da exsitiert eine Datenbanktabelle names ABCD. Einen Datensatz
aus dieser Tabelle nenne ich ABCD-Datensatz (oder erstes
Problem ABCDdatensatz?).
ABCD-Datensatz ist wesentlich besser, da die Wortteile so übersichtlicher bleiben. Es geht auch Datensatz in ABCD.
Muß ich jetzt für ein gutes Deutsch tatsächlich Wörter
erfinden, die Zig bis hundert Buchstaben haben, oder gibt es
Regeln für Bindestriche oder Freistellen (wie es die Engländer
machen).
Das hängt im Wesentlichen von dir selbst ab. Denke immer daran, dass du für Menschen schreibst, die das auch verstehen möchten. Wenn du ellenlange Sätze mit sich achtmal wiederholenden Wörtern oder Wortbestandteilen schreibst, dann leidet darunter einfach die Lesbarkeit - egal in welcher Sprache.
Wenn der Kontext klar ist, dann musst du ihn doch nicht jedes Mal wiederholen. Du machst möglichst klar, dass du jetzt eben diese Tabelle als Beispiel nimmst und sagst dann:
Ein Datensatz dieser Tabelle/daraus …
Ein solcher Datensatz …
Damit …
Gutes, leserliches und verständliches Deutsch hat nicht nur etwas mit Korrektheit zu tun - und in wissenschaftlichen/technischen Abhandlungen wird sprachliche Quasigenialität auch nur selten belohnt.
Also, versuche immer, das, was du ausdrücken möchtest, so klar und einfach wie möglich zu schreiben. Das hängt auch ein bisschen von deiner Leserschaft ab, aber auch ein gebildeter Mensch wird durchaus dankbar sein, einen einfach verfassten Text zu lesen - wohingegen viele Menschen mit langen, komplizierten Satz- und Wortgebilden Probleme haben werden.
Je übersichtlicher du deinen Text also gestaltest, desto leichter wird er von einer heterogenen Leserschaft erfassbar.
Ach ja, nur, weil die Engländer das so machen, heißt das noch lange nicht, dass es bei uns auch so gemacht werden muss oder kann. Komplexere Ausdrücke beider Sprachen sind nur selten direkt übertragbar. Das solltest du auch nicht versuchen.
Lieben Gruß,
Stefan 