Neue Brille zu stark?

Hallo zusammen!
Ich habe große Probleme mit meiner neuen Brille. Ich habe seit 40 Jahren Brille, auch schon neue mit einer Steigerung von einer ganzen Dioptrie bekommen, wo die Eingewöhnung in der Regel max. 2 Tage dauerte. Nun habe ich eine Gleitsichbrille bekommen, da altersbedingt :frowning: nun halt auch die Fernsichtigkeit dazu kommt.Steigerung bei der Kurzsichtigkeit rechts ne ganze Dioptrie, links 0,75. Bisher habe ich mit zwei Brillen jongliert, was im Beruf extrem ungünstig war. Meine Werte der neuen Brille für die Kurzsichtigkeit sind rechts -7,50-0,75, links -3,00-0,75
Ich habe die Brille jetzt seit 10 Tagen. An die Gleitsicht habe ich mich halbwegs gewöhnt, Kopfhaltung beim Lesen anpassen, usw. Ich habe aber immer noch große Probleme mit dem normalen Sehen, z.B. in Räumen. Draußen, wenn ich „weit“ gucken kann, super,alles richtig schön scharf. Bei Entfernungen unter, ich schätz mal 5-6 Metern erschein mir alles überscharf. Es strengt permament extrem an, das Gefühl ist so schwer zu beschreiben, ich spüre quasi das Sehen, so wie man drückende Schuhe spürt. Ich habe ein GEfühl wie bei einer Nebenhöhlenentzündung, Druckgefühl rund um die Augen. Die ersten 8 Tage habe ich mich konsequent durchgebissen, die neue Brille durchgängig anbehalten. Als es nicht besser sondern gefühlt immer unangenehmer wurde, mußte ich an einem Tag im Büro und auch heute hier zu Hause meine alte Brille wieder aufsetzen. Kann es wirklich sein, dass die neue für die Ferne zu stark ist?
Ich war inzwischen schon mehrmals wieder beim optiker, da die neue Brille mir ne fiese Druckstelle verursachte, die inzwischen aber fast beseitigt ist, habe da auch schon mein Gefühl der „Überschärfe“ angesprochen. Man meinte, das wäre normal, und könnte bis zu einem halben Jahr dauern. Also, das kann doch wohl nicht sein, ich kann nicht ein halbes Jahr Kreislauftropfen und Kopfschmerztabletten einwerfen um den Alltag zu überstehen! Außerdem habe ich ja, wie schon gesagt, immer wieder neue Brillen mit nem Sprung nach oben bekommen, und noch nie solche Probleme so lange gehabt.
Was würdet Ihr tun?
Schon mal im Voraus danke für Tipps!
LG
Elviretta

Hallo Elviretta,

wenn ich es richtig verstehe, ist bei den früheren „Sprüngen“ die Art der Brille nicht geändert worden, sondern nur die Werte.

Jetzt ist der Übergang Normalbrille -> Gleitsichtbrille hinzugekommen.

Ich kenne mich den GSB nicht wirklich aus, weiß aber, dass fast alle, die diesen Umstieg machten, über unterschiedlich lange Zeiträume Probleme der Eingewöhnung hatten.

Es bleibt also nur der Kontakt zum Optiker.

Da ich meine Brille fast nie trage (geringe Kurzsichtigkeit, Werte habe ich nicht griffbereit)sehe ich auch „überscharf“, besser ist wohl „ungewohnt scharf“. Insbesondere bei Kaufhausbeleuchtung bekomme ich dann auch Kopfschmerzen. In der freien Natur alles o.k.

Da ich die Brille nur beim Autofahren getragen habe und jetzt kein Auto mehr habe, liegt sie halt auf dem Schreibtisch rum.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich an die Brille gewöhnst.

Achja, die Brille wird nach optisch/physikalischen Gesichtspunkte die optimale Abbildung liefern. Aber der Mensch ist keine Maschine, beim Sehen spielen auch noch physiologische Phänome eine Rolle.

Die technisch perfekte Lösung ist nicht immer die Beste!

Gruß Volker

Hallo Volker!
Vielen Dank fürs Mutmachen! :smile:
Tatsächlich habe ich wirklich das Gefühle, dass es langsam besser wird. Man muss wahrscheinlich dem Gehirn ein bißchen Zeit für die Umstellung lassen!
LG
elviretta