ich hab eine Wohnung aus den 60er und die Installation wurde nie erneuert (glaub ich zu minderst).
Wenn Ich in den Sicherungskasten reinschaue dann schautes wie folgt aus:
Zuleitung Schwarz und Grau Vorsicherung 35A
Diazed Sicherung 4 x 16 A (1 Sicherung Küche, Gang, Kinderzimmer und Bad. 2 S Wohnzimmer,Schlafzimmer. 3 S. Herd. 4 S. keine Ahnung ist bloss eine Fassung drinnen.)
In den Steckdosen wurde der Null mit der Erde verbunden (klassische Nullung in jedes Zimmer)
Weil ich eine neue Küche gekauft habe möchte ich nur die Elektroinstallation da neu machen. Meine Idee war wie folgt: Ich trenne Die Küche von den anderen Sicherungen (alle Diazed austauschen mit Automaten Sicherungen 16B)
16A für Herd Querschnitt 2.5 mm
16A für Kochplatte 1,5mm
16A für Boiler 1,5mm
16A für Kühlschrank und Gefrierschrank 1,5mm
16A für die Waschmaschine 1,5mm
16A für die restlichen Steckdosen 1,5mm
Überall wird ein 3 Adriges Kabel gezogen die frage ist mit dem anschließen der Steckdosen kann ich einfach den N-Leiter und den PE-Leiter in denn Verteiler schon zusammen schlissen oder kann ich die Einzel anschließen und dann im Sicherungskasten von der N Schiene zur PE Schiene einfach Brücken.(oder wie soll ich die anschließen)
Und noch was kann ich dann einfach eine FI für das Bad einbauen (Bad,Schlafzimmer) wenn ich so ein Netz hab.
Kann mann das alles so machen wie ich es geschrieben hab
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube du kannst kein
FI-Schutzschalter installieren, da du für den FI einen
Nullleiter (N) bräuchtest, welches du ja nicht hast da du es
mit PE gebrückt hast. Das würde heißen, das bei Inbetriebnahme
eines Geerdeten Gerätes im BAD der FI auslösen würde. (Bin mir
aber nicht sicher).
Die Fehlerstromschutzschaltung ist übrigens unter anderem für ALLE Steckdosenstromkreise vorgeschrieben. (VDE 0100-410) Nicht nur im Bad.
Also meine Empfehlung wäre, wenn du schon etwas neu machst,
dann komplett in der Wohnung die Elektroinstallation zu
erneuern
Das ist schon mal ein grundsätzlich guter Tip. Wenns ein Fachbetrieb macht.
Zumal
manche älteren Installationen auch Brandgefährlich sind
(gerade wenn mann nur eine Phase hat),
Was hat das Vorhandensein nur eines Außenleiters - also Wechselstromzähler - mit Brandgefahr zu tun?
Moin,
…
Die Fehlerstromschutzschaltung ist übrigens unter anderem für
ALLE Steckdosenstromkreise vorgeschrieben. (VDE 0100-410)
Nicht nur im Bad.
Richtig ist:
Die Neuregelungen der DIN VDE 0100-410 gelten sowohl für den Wohnbereich als auch für gewerbliche
Anwendungen,
wenn Steckdosenstromkreise dort
auch von technischen Laien genutzt werden können.
Konkret verlangt die Norm jetzt:
„… zusätzlichen Schutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
(RCDs)
…für alle Steckdosenstromkreise im Laienbereich und für alle
Endstromkreise im Außenbereich.“
DIN VDE 0100-410;
VDE 0100-410: 2007-06 Norm, 2007-06 Errichten von
Niederspannungsanlagen -
Teil 4-41: Schutzmaßnahmen - Schutz gegen elektrischen Schlag
(IEC 60364-4-41:2005, modifiziert);
Deutsche Übernahme HD 60364-4-41:2007
Ausnahmen:
Steckdosen für bestimmte Verbraucher (Kühlschrank…),
diese müssen dann aber entsprechend gekennzeichent werden!!
…
ich bin Betriebselektriker hab mehr mit CNC Maschinen zu tun
die Erfahrung mit Elektroinstallationen fehlt mir.(Zurzeit
grosses Projekt Küche ).
dann tu dir den Gefallen und hole einen Kollegen, der sich mit
Hausinstallationen wirklich auskennt und lasse dich vor Ort beraten
und ein Konzept machen.
Dabei kannst du auch Varianten besprechen, die sich an den
baulichen Gegebenheiten halten und hier per Ferndiagnose eh
schlecht zu beurteilen sind.
Wenn Du allerdings schon mal bei der Erneuerung bis, dann
solltest du auch möglichst nach dem neuesten Stand der Technik
erneuern und für den Rest der Wohnung vorplanen.
Über eine Erneuerung der Einspeisung würde ich ersthaft nachdenken.
Die praktische Ausführung wirst du dann sicher selbst hinbekommen.
Wenn alles fertig ist, sollte dann nochmal ein Elektriker (Meister)
mit entsprechender Meßtechnik kommen und dir alles abnehmen.
Die Fehlerstromschutzschaltung ist übrigens unter anderem für
ALLE Steckdosenstromkreise vorgeschrieben. (VDE 0100-410)
Nicht nur im Bad.
Nachtrag: Damit hab ich nicht gemeint, daß sofort alle bestehenden Anlagen umgebaut werden müssen. Neue Vorschriften gelten in der Regel nur für neue Anlagen bzw. neue Anlagenteile. Wenn man aber schon beim Umbauen ist, kann man sich ja danach richten.
Richtig ist:
Die Neuregelungen der DIN VDE 0100-410 gelten sowohl für den Wohnbereich als auch für gewerbliche
Anwendungen,
wenn Steckdosenstromkreise dort
auch von technischen Laien genutzt werden können.
Konkret verlangt die Norm jetzt:
„… zusätzlichen Schutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
(RCDs)
…für alle Steckdosenstromkreise im Laienbereich und für alle
Endstromkreise im Außenbereich.“
Ausnahmen:
Steckdosen für bestimmte Verbraucher (Kühlschrank…),
diese müssen dann aber entsprechend gekennzeichent werden!!
Da gibt es bereits jetzt heftige Diskussionen und ich glaube, die Norm wird aufgrund dieser schwammigen Formulierung nachgebessert werden. Wie sind z.B. „alle Steckdosenstromkreise“ definiert? Schuko? Auch CEE Steckdosen in Betrieben mit 63A? Da fallen mir noch einige Fragen ein, wenn ich die Norm so durchschaue.
Es gibt Firmen, die schon seit Jahren grundsätzlich die ganze Wohnung an einen oder mehrere FI 30mA hängen, egal welche Netzform. Es gab ja für Wohnungen in der VDE auch eine Empfehlung dazu.
ich bin Betriebselektriker hab mehr mit CNC Maschinen zu tun
die Erfahrung mit Elektroinstallationen fehlt mir.(Zurzeit
grosses Projekt Küche ).
In dem Fall empfehle ich, einen Elektroinstallateur zu fragen. Ich persönlich machs auch manchmal so, daß ich mir die Sache vorab mal anschau, den Leuten sag, was sie selber machen können (z.B. Leitungen verlegen, Dosen setzen, Leitungen einführen). Das ist doch eh die meiste Arbeit. Wenn jemand, wie du, Fachkraft ist, aber in einem speziellen Bereich ehrlicherweise Defizite zugibt, dann ist mir das lieber als jemand, der meint, alles zu können. Alles kann niemand. Ich hab z.B. mit SPS nix am Hut, obwohl das auch zum Elektroinstallateur gehört, und werd sowas ganz sicher nicht erstmals bei Kunden ausprobieren.
Ohne das ganze gesehen zu haben, kann man keine ehrlichen Tips geben. Woher sollen die Leute hier z.B. wissen, welcher Querschnitt für den Herd erforderlich ist, ohne den Schleifenwiderstand an der Verteilung zu kennen. Die Abschaltbedingung muß ja schließlich eingehalten werden, wenn kein FI-Schalter eingebaut ist. Die Verlegebedingungen (unter Putz, im Kanal, Häufung…) kenn ich auch nicht. Wieder kein Querschnitt nennbar.
Und pauschale Wischiwaschitips, die dem Fragesteller nicht weiterhelfen, aber gefährden könnten, geb ich nunmal nicht. Da gibts andere hier im Forum, die können alles, dazu viel besser als ich und können das alles von der Ferne auch beurteilen.
Für die beschränkte Hilfe bitte ich deshalb um Verständnis.
… Neue Vorschriften
gelten in der Regel nur für neue Anlagen bzw. neue
Anlagenteile. Wenn man aber schon beim Umbauen ist, kann man
sich ja danach richten.
Nicht kann, sondern muß! Wobei das nur für die Änderung gilt.
Übergangsfristen, weiß ich auch noch nicht,
da die neue „DIN VDE 0100-410“ selbst noch nicht eingesehen habe.
…
Wie sind z.B. „alle Steckdosenstromkreise“ definiert? Schuko?
Auch CEE Steckdosen in Betrieben mit 63A?
Der 2-Teilige Artikel aus der de (siehe PDFs in meinen Links) erklärt dazu einiges.
Zitat aus dem Artikel:
<u>Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit maximalem Bemessungsdifferenzstrom von 30mA</u>
**Es gibt nun eine umfangreiche Forderung nach einem zusätzlichen Schutz durch
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von ≤30mA
für (fast) alle Steckdosen bis 20A (im Inneren von Gebäuden)
sowie für Endstromkreise bis 32A (Benutzung von tragbaren Verbrauchsmitteln im Freien).**
Bei diesen Anforderungen muss man demzufolge unterscheiden zwischen:
• Steckdosen, die nur in Innenräumen errichtet werden,
• Steckdosen zur Speisung von tragbaren Verbrauchsmitteln im Außenbereich
sowie
• Endstromkreise mit fest angeschlossenen tragbaren Verbrauchsmitteln zur Verwendung im Freien.
<u>RCDs für Steckdosen, die nur in Innenräumen errichtet werden</u>
Auch hierbei handelt es sich um eine sehr wesentliche Änderung in der neuen Norm,
weil nun für (fast) alle Steckdosen (ein- und mehrpolige Steckvorrichtungen),
**welche für die allgemeine Verwendung und Benutzung durch Laien vorgesehen sind
und deren Bemessungsstrom nicht mahr als 20A beträgt,
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom ≤ 30mA gefordert werden.**
Die oben stehende Einschränkung »fast alle« lässt sich damit erklären,
dass die neue Norm auch künftig Ausnahmen zulässt – allerdings weniger als bisher.
Anders, als in einigen Teilen der Gruppe 7XX von DIN VDE 0100
(VDE 0100) ist nicht der gesamte Stromkreis zu schützen.
Es existiert vielmehr nur die Forderung nach einem zusätzlichen
Schutz für die Steckdosen selbst.
Verwendet man jedoch diese Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)
auch gleichzeitig für den Fehlerschutz – was im TT-System meistens der Fall ist –,
ergibt sich die Notwendigkeit, den ganzen Stromkreis zu chützen.
Da fallen mir noch einige Fragen ein, wenn ich die Norm so durchschaue.
Zumal
manche älteren Installationen auch Brandgefährlich sind
(gerade wenn mann nur eine Phase hat),
Was hat das Vorhandensein nur eines Außenleiters - also
Wechselstromzähler - mit Brandgefahr zu tun?
Weil - nach meinen Beobachtungen - oft auch bei Wechselstrom nur eine 5x1,5 oder 5x2,5 zum Herd gelegt wurde, die dann mit 3 x 16A abgesichert wurde! Was dann der Neutralleiter macht, ist klar.
Meistens ist er dann nicht mehr blau, sonder braun-schwarz.