Neue Fragen zum Immobilienerwerb

Moin nochmal!

Nun zu meinen neuen Fragen. Wir haben inzwischen also ein Objekt gefunden, das unser Interesse geweckt hat. Nach einigen Besichtigungsterminen, die eher Zeitverschwendung waren, haben wir diesmal die Sache anders angefasst. Wir haben uns das Objekt zunächst mal von außen angeschaut, ohne das der Makler oder der Verkäufer anwesend waren. Da wir am Wochenende ohnehin in der Gegend waren, bot sich das an. Und wenn wir schon von außen gesehen hätten, das es wieder ein Reinfall wäre, hätten wir uns den ausführlichen Besichtigungstermin für innen & außen sparen können.

Nun gut. Wir waren also am WE dort und haben von außen geschaut. Neugierig, wie Frauen numal sind, testete meine Frau spontan, ob das Tor verschlossen wäre und siehe da: Das Tor war offen. Also nutzten wir die Gelegenheit, das Grundstück gründlich zu inspizieren und das (derzeit unbewohnte) Haus aus allen Richtungen unter die Lupe zu nehmen. Zum Glück hat uns wohl niemand gesehen und wegen Einbruch die Polizei gerufen oder sowas *g*

Zusammenfassend stellen wir fest, das sowohl das Grundstück als auch das Haus zumindest von Außen einen äußerst gepflegten Eindruck machen. Dazu kommt, das das Grundstück von seiner Lage her absolut optimal für uns wäre. Alle wichtigen äußeren Umstände scheinen zu passen. Das Grundstück ist bereits voll erschlossen. Kita, Grundschule, Gesamtschule, Einkaufsmöglichkeiten, Regionalbahn, Ärzte, Apotheke. Alles im Bereich von zehn bis zwanzig Minuten Fußweg. Das Grundstück liegt am Ende einer Stichstraße, dort ist absolute Ruhe. Die Nachbarschaft ist, den Häusern nach zu urteilen, wohl als gut situiert zu bewerten. Was soll ich sagen? Es scheint perfekt.

Gut, natürlich gibt es auch einen Haken. Wir haben das Haus bisher natürlich nur von außen gesehen. Die Fassade, die Rolläden und das Dach scheinen recht neu zu sein. Zum Baujahr habe ich noch keine Info´s. Was uns als Haken erscheint, ist die Größe des Hauses. Es ist doch etwas klein. Die Wohnfläche laut Exposé beträgt wohl 80m². Mit dieser Größe an sich haben wir eigentlich keine Probleme, auch wenn etwas mehr wohl schon ganz nett wäre. Was wir uns schwer vorstellen können, ist allerdings die Frage der Innenaufteilung. Auf diese Fläche sollen sich vier Zimmer, ein Bad, ein Gäste-WC, eine Küche und zwangsläufig eine Treppe verteilen. Uns fehlt dazu irgendwie jede Vorstellung, wie das passen soll. Aber dies wird sich bei einer Innenbesichtigung klären lassen.

Meine Fragen jetzt. Ich werde heute mit der Maklerfirma telefonieren, um weitere Details zu erfragen und ggf. einen Termin zu vereinbaren.

Was mich zunächst interessiert, wäre das Baujahr des Hauses. Außerdem fände ich es interessant, zu erfahren, welche Art Heizung eingebaut ist und wie alt diese ist. Mein Tip wäre ja Gasheizung, weil die Gasleitung in der Straße liegt. Aber wissen tue ich es natürlich nicht.

Wie ist das eigentlich üblicherweise? Haben Häuslebauer oder -besitzer von ihren Häusern Baupläne, Baugenehmigungen etc.? Sollte ein potentieller Käufer diese zu sehen bekommen?

Irgendwie habe ich noch ein anderes Problem, das aber wohl eher subjektiver Natur ist. Vermutlich suche ich derzeit krampfhaft nach Haken und Ösen, weil ich ja gebürtiger Pessimist bin.
Was mir irgendwie Bauchschmerzen bereitet, ist der Veranschlagte Preis für das Objekt. Laut Makler soll das Objekt 125 T€ kommen, natürlich zzgl. aller üblichen Nebenkosten (Courtage, Steuer, Notar etc.). Ich weiß, das das eigentlich nicht teuer für Haus und Grundstück ist. Anderseits weiß ich aber auch, das ich im gleichen Ort auch Neubauten mit Grundstück für Preise angeboten bekomme, die sich zwischen 135 T€ und 150 T€ bewegen, auch das natürlich zzgl. Nebenkosten. Wobei bei diesen Angeboten die Courtage und Steuern natürlich nur auf den Grundstücksanteil entfallen würde. Bei Neubauten hätte man dann auch eine höhere Wohnfläche, meist um die 100m². Dafür bringen Neubauten in der Regel das Baurisiko mit sich.
Sei´s drum. Ich habe so das komische Gefühl, das ich für das kleine Haus in (für uns) optimaler Lage vom Verhältnis her doch zuviel bezahlen soll. Wobei natürlich auch mit hereinspielt, das für eine eventuell mögliche, wenn auch eigentlich unnötige Wohnflächenerweiterung bzw. Anbau ja auch noch Kohle fällig wäre.

In diesem Zusammenhang hätte ich eben auch noch eine Frage zu den üblichen Gepflogenheiten beim Immobilienkauf. Ist es üblich, bzgl. des Verkaufspreises zu handeln? Mir ist bekannt, das gerade in dem Ort manche Verkaufsschilder bereits seit über einem, teilweise seit zwei Jahren stehen. Das Angebot an freien Grundstücken ist riesig. Ich weiß beispielsweise, das ein Nachbar meiner Eltern (die bekanntlich dort leben) sein Grundstück zur Hälfte verkauft hat. Allerdings hat er über ein Jahr einen Käufer suchen müssen, und dieser hat dann auch nur etwa zwei Drittel seiner Vorstellungen vom Kaufpreis erfüllt.
Daher also die Frage, wie weit ist es üblich, in diesem Bereich zu verhandeln?

Eine weitere Frage geht eher in Richtung Finanzierung. Wir hätten eventuell die Möglichkeit, über die Investitionsbank des Landes einen Teil der Finanzierung auf der Basis zinsfreier(!) Kredite zu machen. Das hängt damit zusammen, das wir wohl als Junge Familie mit zwei kleinen Kindern besonders förderungswürdig sind. Wie auch immer, es ist zwar nicht meine Art, betteln zu gehen, aber warum sollte man das nicht mitnehmen? Der Vorteil durch die Zinsersparnis ist doch nicht unerheblich.
Der Haken an der Sache ist die Vorgehensweise bei der Förderungsvergabe.
Kurz gesagt ist es so, das man erst einen Kaufvertrag unterschreiben darf, wenn für dieses Objekt die Förderung bewilligt wurde. Andernfalls verliert man den Anspruch von vornherein. Dummerweise dauert es nach Aussage der Investitionsbank durchschnittlich drei bis vier Monate, bis die Förderung bewilligt wird. Ob sich ein Makler darauf einläßt, das er eben so lange warten muß? In Anbetracht der Marktgegebenheiten vor Ort und des reichlichen Angebots könnte man ja auch einfach abwarten. Doch bei unserem Glück dürfte dann vielleicht ausgerechnet dieses Objekt doch recht schnell einen Käufer finden.

Naja, soweit erstmal meine aktuellen Gedanken. Wem dazu hilfreiche Gedanken einfallen, der möge sie doch bitte hier loswerden. Wie immer bin ich für alle Hinweise, Anregungen und Ratschläge dankbar. Beispielsweise dazu, was ich dem Makler im Vorfeld bereits an wichtigen und von mir wahrscheinlich überhaupt nicht bedachten Fragen stellen sollte.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

hi der Dicke MD,

(ganz so ausführlich wie du postest kann ich hier aus zeitgründen nicht antworten aber ein paar tips sind sicherlich drin)

Zusammenfassend stellen wir fest, das sowohl das Grundstück
als auch das Haus zumindest von Außen einen äußerst gepflegten
Eindruck machen. Dazu kommt, das das Grundstück von seiner
Lage her absolut optimal für uns wäre. Alle wichtigen äußeren
Umstände scheinen zu passen. Das Grundstück ist bereits voll
erschlossen. Kita, Grundschule, Gesamtschule,
Einkaufsmöglichkeiten, Regionalbahn, Ärzte, Apotheke. Alles im
Bereich von zehn bis zwanzig Minuten Fußweg. Das Grundstück
liegt am Ende einer Stichstraße, dort ist absolute Ruhe. Die
Nachbarschaft ist, den Häusern nach zu urteilen, wohl als gut
situiert zu bewerten. Was soll ich sagen? Es scheint perfekt.

aber sag das nicht deinem makler/ Verkäufer , lieber am grundstück rummäkeln, tiefstapeln etc.

Gut, natürlich gibt es auch einen Haken. Wir haben das Haus
bisher natürlich nur von außen gesehen. Die Fassade, die
Rolläden und das Dach scheinen recht neu zu sein. Zum Baujahr
habe ich noch keine Info´s. Was uns als Haken erscheint, ist
die Größe des Hauses. Es ist doch etwas klein. Die Wohnfläche
laut Exposé beträgt wohl 80m². Mit dieser Größe an sich haben
wir eigentlich keine Probleme, auch wenn etwas mehr wohl schon
ganz nett wäre. Was wir uns schwer vorstellen können, ist
allerdings die Frage der Innenaufteilung. Auf diese Fläche
sollen sich vier Zimmer, ein Bad, ein Gäste-WC, eine Küche und
zwangsläufig eine Treppe verteilen. Uns fehlt dazu irgendwie
jede Vorstellung, wie das passen soll. Aber dies wird sich bei
einer Innenbesichtigung klären lassen.

da hst du doch schon ansatzpunkte für deine „tiefstabelei“ um den preis ein „bisschen“ zu drücken

Meine Fragen jetzt. Ich werde heute mit der Maklerfirma
telefonieren, um weitere Details zu erfragen und ggf. einen
Termin zu vereinbaren.

Was mich zunächst interessiert, wäre das Baujahr des Hauses.
Außerdem fände ich es interessant, zu erfahren, welche Art
Heizung eingebaut ist und wie alt diese ist. Mein Tip wäre ja
Gasheizung, weil die Gasleitung in der Straße liegt. Aber
wissen tue ich es natürlich nicht.

guck dir das haus erstmal an, klopf die lage ab, stell fragen 8wie lange leer, warum leer, wer hat wann renoviert, gibt es denkmalschutzauflagen, wassergrundstück, hochwasser etc. etc., halt alles was du wissen willst) nimm deine frau/ bekannten mit und mach dir hinterher, notizen was der makler/ verkäufer gesagt hat, lass deine frau/ bekannter (besser) darauf unterschreiben, so hast du erstmal einen nachweis für falschberatung/ -information (falls es dazu kommt)

Wie ist das eigentlich üblicherweise? Haben Häuslebauer oder
-besitzer von ihren Häusern Baupläne, Baugenehmigungen etc.?
Sollte ein potentieller Käufer diese zu sehen bekommen?

wohl eher selten, wenn dann kannst du die sicherlich zur prüfung bekommen

Irgendwie habe ich noch ein anderes Problem, das aber wohl
eher subjektiver Natur ist. Vermutlich suche ich derzeit
krampfhaft nach Haken und Ösen, weil ich ja gebürtiger
Pessimist bin.
Was mir irgendwie Bauchschmerzen bereitet, ist der
Veranschlagte Preis für das Objekt. Laut Makler soll das
Objekt 125 T€ kommen, natürlich zzgl. aller üblichen
Nebenkosten (Courtage, Steuer, Notar etc.). Ich weiß, das das
eigentlich nicht teuer für Haus und Grundstück ist. Anderseits
weiß ich aber auch, das ich im gleichen Ort auch Neubauten mit
Grundstück für Preise angeboten bekomme, die sich zwischen 135
T€ und 150 T€ bewegen, auch das natürlich zzgl. Nebenkosten.
Wobei bei diesen Angeboten die Courtage und Steuern natürlich
nur auf den Grundstücksanteil entfallen würde. Bei Neubauten
hätte man dann auch eine höhere Wohnfläche, meist um die
100m². Dafür bringen Neubauten in der Regel das Baurisiko mit
sich.

also das meine ich mit lage abklopfen, versuch herrauszufinden warum, weshalb das haus verkauft wird, wie die finazielle lage des verkäufers ist, ist der makler an einem schnellenverkauf interessiert weil die geschäfte schlecht gehen etc., frag nach dem termin in der nachbarschaft nach was du noch so alles wissen willst, gibt es in der gegend geister :wink:- sprich irgendwelche banden, gans oder trompeter, schlagzeuger, ist in der nähe ein landeplatz für großraumjumbos, wie sieht das klima/ wetterlage/ sonnenschein etc. aus

Sei´s drum. Ich habe so das komische Gefühl, das ich für das
kleine Haus in (für uns) optimaler Lage vom Verhältnis her
doch zuviel bezahlen soll. Wobei natürlich auch mit
hereinspielt, das für eine eventuell mögliche, wenn auch
eigentlich unnötige Wohnflächenerweiterung bzw. Anbau ja auch
noch Kohle fällig wäre.

noch ein punkt um am preis herrumzumäkeln

In diesem Zusammenhang hätte ich eben auch noch eine Frage zu
den üblichen Gepflogenheiten beim Immobilienkauf. Ist es
üblich, bzgl. des Verkaufspreises zu handeln?

man kann über alles und mit jedem verhandeln, (ausnahmen bestätigen die regel für alle die jetzt wieder aufschreine wollen)

Mir ist bekannt,
das gerade in dem Ort manche Verkaufsschilder bereits seit
über einem, teilweise seit zwei Jahren stehen. Das Angebot an
freien Grundstücken ist riesig. Ich weiß beispielsweise, das
ein Nachbar meiner Eltern (die bekanntlich dort leben) sein
Grundstück zur Hälfte verkauft hat. Allerdings hat er über ein
Jahr einen Käufer suchen müssen, und dieser hat dann auch nur
etwa zwei Drittel seiner Vorstellungen vom Kaufpreis erfüllt.
Daher also die Frage, wie weit ist es üblich, in diesem
Bereich zu verhandeln?

alles ist möglich, die immobilienlage ist derzeit so schlecht, dass du wohl mit etwas glück und ein bisschen geld in der hand die geschäfte deines lebens machen kannst

Eine weitere Frage geht eher in Richtung Finanzierung. Wir
hätten eventuell die Möglichkeit, über die Investitionsbank
des Landes einen Teil der Finanzierung auf der Basis
zinsfreier(!) Kredite zu machen. Das hängt damit zusammen, das
wir wohl als Junge Familie mit zwei kleinen Kindern besonders
förderungswürdig sind. Wie auch immer, es ist zwar nicht meine
Art, betteln zu gehen, aber warum sollte man das nicht
mitnehmen? Der Vorteil durch die Zinsersparnis ist doch nicht
unerheblich.
Der Haken an der Sache ist die Vorgehensweise bei der
Förderungsvergabe.

mach wenn du dir mit dem eigentümer einig bist einen notariellen vorvertrag, eine kaufoption, lass dich dabei vom notar beraten, mach dann deine anfrage nach förderung etc. wenn durch, dann kaufvertrag (evtl. kannst du das gleich im vertrag mit verbinden)

Kurz gesagt ist es so, das man erst einen Kaufvertrag
unterschreiben darf, wenn für dieses Objekt die Förderung
bewilligt wurde. Andernfalls verliert man den Anspruch von
vornherein. Dummerweise dauert es nach Aussage der
Investitionsbank durchschnittlich drei bis vier Monate, bis
die Förderung bewilligt wird. Ob sich ein Makler darauf
einläßt, das er eben so lange warten muß? In Anbetracht der
Marktgegebenheiten vor Ort und des reichlichen Angebots könnte
man ja auch einfach abwarten. Doch bei unserem Glück dürfte
dann vielleicht ausgerechnet dieses Objekt doch recht schnell
einen Käufer finden.

siehe eines weiter oben - kaufoption- notariell

Naja, soweit erstmal meine aktuellen Gedanken. Wem dazu
hilfreiche Gedanken einfallen, der möge sie doch bitte hier
loswerden. Wie immer bin ich für alle Hinweise, Anregungen und
Ratschläge dankbar. Beispielsweise dazu, was ich dem Makler im
Vorfeld bereits an wichtigen und von mir wahrscheinlich
überhaupt nicht bedachten Fragen stellen sollte.

den makler ruhig ausquetschen, alles was der erzählt um das haus doch noch zu verkaufen, kannst du dann hinterher als zugesicherte eigenschaft „einklagen“ - mit ein bisschen glück verspricht er dir das blaue vom himmel- und dann … (nun ja wenn du nicht ganz so gemein werden willst dann mach halt etwas ruhiger oder einfach nur das ganze für „alle“ fälle)

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

hoffe etwas geholfen zu haben

uwe

Moin nochmal!

Nun zu meinen neuen Fragen. Wir haben inzwischen also ein
Objekt gefunden, das unser Interesse geweckt hat. Nach einigen
Besichtigungsterminen, die eher Zeitverschwendung waren, haben
wir diesmal die Sache anders angefasst. Wir haben uns das
Objekt zunächst mal von außen angeschaut, ohne das der Makler
oder der Verkäufer anwesend waren. Da wir am Wochenende
ohnehin in der Gegend waren, bot sich das an. Und wenn wir
schon von außen gesehen hätten, das es wieder ein Reinfall
wäre, hätten wir uns den ausführlichen Besichtigungstermin für
innen & außen sparen können.

Ich wäre vorsichtig mit dem „erst mal von außen gucken“, da könnte dir ein echtes Schnäppchen entgehen! Ist das Haus schon halb verfallen oder sichtbar ungepflegt, braucht man natürlich nicht mehr reinzugehen, alles andere würde ich mir aber auch von innen anschauen. Man wundert sich manchmal, was so alles hinter einer unscheinbaren Fassade steckt! Unser Haus, das wir grad verkauft haben, hat z.B. den Nachteil von außen nicht viel herzumachen (aber gepflegt natürlich), da sind viele außen vorbeispaziert ;-(. Ich bezeichne es auch gern als „Scheinzwerg“, von außen Marke Schuhkarton und innen kommen dann die Ahs und Ohs und alle wundern sich, wie groß es ist und hätten sich das alles ganz anders vorgestellt.

Zusammenfassend stellen wir fest, das sowohl das Grundstück
als auch das Haus zumindest von Außen einen äußerst gepflegten
Eindruck machen. Dazu kommt, das das Grundstück von seiner
Lage her absolut optimal für uns wäre. Alle wichtigen äußeren
Umstände scheinen zu passen. Das Grundstück ist bereits voll
erschlossen. Kita, Grundschule, Gesamtschule,
Einkaufsmöglichkeiten, Regionalbahn, Ärzte, Apotheke. Alles im
Bereich von zehn bis zwanzig Minuten Fußweg. Das Grundstück
liegt am Ende einer Stichstraße, dort ist absolute Ruhe. Die
Nachbarschaft ist, den Häusern nach zu urteilen, wohl als gut
situiert zu bewerten. Was soll ich sagen? Es scheint perfekt.

Vorteil eines Altbaus, keine genormte Reihenhaussiedlung mit Freibadcharakter im Garten!

Gut, natürlich gibt es auch einen Haken. Wir haben das Haus
bisher natürlich nur von außen gesehen. Die Fassade, die
Rolläden und das Dach scheinen recht neu zu sein. Zum Baujahr
habe ich noch keine Info´s. Was uns als Haken erscheint, ist
die Größe des Hauses. Es ist doch etwas klein. Die Wohnfläche
laut Exposé beträgt wohl 80m². Mit dieser Größe an sich haben
wir eigentlich keine Probleme, auch wenn etwas mehr wohl schon
ganz nett wäre. Was wir uns schwer vorstellen können, ist
allerdings die Frage der Innenaufteilung. Auf diese Fläche
sollen sich vier Zimmer, ein Bad, ein Gäste-WC, eine Küche und
zwangsläufig eine Treppe verteilen. Uns fehlt dazu irgendwie
jede Vorstellung, wie das passen soll. Aber dies wird sich bei
einer Innenbesichtigung klären lassen.

Gfs. beim Bauamt nach Anbau/Ausbaumöglichkeiten erkundigen.

Wie ist das eigentlich üblicherweise? Haben Häuslebauer oder
-besitzer von ihren Häusern Baupläne, Baugenehmigungen etc.?
Sollte ein potentieller Käufer diese zu sehen bekommen?

Also wir haben welche! Die Pläne wird normal ja auch von die Bank des Käufers sehen wollen!

Irgendwie habe ich noch ein anderes Problem, das aber wohl
eher subjektiver Natur ist. Vermutlich suche ich derzeit
krampfhaft nach Haken und Ösen, weil ich ja gebürtiger
Pessimist bin.
Was mir irgendwie Bauchschmerzen bereitet, ist der
Veranschlagte Preis für das Objekt. Laut Makler soll das
Objekt 125 T€ kommen, natürlich zzgl. aller üblichen
Nebenkosten (Courtage, Steuer, Notar etc.). Ich weiß, das das
eigentlich nicht teuer für Haus und Grundstück ist. Anderseits
weiß ich aber auch, das ich im gleichen Ort auch Neubauten mit
Grundstück für Preise angeboten bekomme, die sich zwischen 135
T€ und 150 T€ bewegen, auch das natürlich zzgl. Nebenkosten.
Wobei bei diesen Angeboten die Courtage und Steuern natürlich
nur auf den Grundstücksanteil entfallen würde. Bei Neubauten
hätte man dann auch eine höhere Wohnfläche, meist um die
100m². Dafür bringen Neubauten in der Regel das Baurisiko mit
sich.
Sei´s drum. Ich habe so das komische Gefühl, das ich für das
kleine Haus in (für uns) optimaler Lage vom Verhältnis her
doch zuviel bezahlen soll. Wobei natürlich auch mit
hereinspielt, das für eine eventuell mögliche, wenn auch
eigentlich unnötige Wohnflächenerweiterung bzw. Anbau ja auch
noch Kohle fällig wäre.

Das müsst ihr euch sorgfältig überlegen, bedenke aber, dass auch bei einem „schlüsselfertigen“ Neubau i.d.R. noch weitere Kosten auf dich zukommen, z.B. Gartenanlage, Pflasterarbeiten etc. Oft ist es auch so, dass sich hinter diesen Preisen nur absoluter Minimumstandard verbirgt, willst du hier ein Fenster versetzen oder da andere Fliesen, will sagen irgendwelche Kleinigkeiten ändern, kann das ganz schön teuer werden!

Der Neubau hat natürlich auch viele Vorteile, u.a. höhere Eigenheimzulage, individuelle Aufteilung der Räume.

Ansonsten müsst ihr euch das Haus erst mal von innen ansehen, um den Wert beurteilen zu können. Mir kommt der Preis im Verhältnis zum Neubau auch recht hoch vor (zumal nur 80 qm), dazu kommt, dass ihr bestimmt nicht sofort einziehen könnt und mit Sicherheit wenigstens ein paar Tausend Euro noch reinstecken müsst.

In diesem Zusammenhang hätte ich eben auch noch eine Frage zu
den üblichen Gepflogenheiten beim Immobilienkauf. Ist es
üblich, bzgl. des Verkaufspreises zu handeln? Mir ist bekannt,
das gerade in dem Ort manche Verkaufsschilder bereits seit
über einem, teilweise seit zwei Jahren stehen. Das Angebot an
freien Grundstücken ist riesig. Ich weiß beispielsweise, das
ein Nachbar meiner Eltern (die bekanntlich dort leben) sein
Grundstück zur Hälfte verkauft hat. Allerdings hat er über ein
Jahr einen Käufer suchen müssen, und dieser hat dann auch nur
etwa zwei Drittel seiner Vorstellungen vom Kaufpreis erfüllt.
Daher also die Frage, wie weit ist es üblich, in diesem
Bereich zu verhandeln?

Es ist durchaus üblich und im Preis wohl auch miteinkalkuliert, dass noch gehandelt wird.

Versteift euch mal nicht zu sehr auf das erste „schöne“ Haus, das ihr gesehen habt, da sind bestimmt auch noch andere Schnäppchen zu haben. Ist im Moment der ideale Käufermarkt!

Gruß
Jeanny

Moin nochmal!

Nun zu meinen neuen Fragen. Wir haben inzwischen also ein
Objekt gefunden, das unser Interesse geweckt hat.

glückwunsch!
Nach einigen

Besichtigungsterminen, die eher Zeitverschwendung waren, haben
wir diesmal die Sache anders angefasst. Wir haben uns das
Objekt zunächst mal von außen angeschaut, ohne das der Makler
oder der Verkäufer anwesend waren. Da wir am Wochenende
ohnehin in der Gegend waren, bot sich das an. Und wenn wir
schon von außen gesehen hätten, das es wieder ein Reinfall
wäre, hätten wir uns den ausführlichen Besichtigungstermin für
innen & außen sparen können.
Nun gut. Wir waren also am WE dort und haben von außen
geschaut. Neugierig, wie Frauen numal sind, testete meine Frau
spontan, ob das Tor verschlossen wäre und siehe da: Das Tor
war offen. Also nutzten wir die Gelegenheit, das Grundstück
gründlich zu inspizieren und das (derzeit unbewohnte) Haus aus
allen Richtungen unter die Lupe zu nehmen. Zum Glück hat uns
wohl niemand gesehen und wegen Einbruch die Polizei gerufen
oder sowas *g*

Zusammenfassend stellen wir fest, das sowohl das Grundstück
als auch das Haus zumindest von Außen einen äußerst gepflegten
Eindruck machen.

Ist das wirklich so wichtig. Kleines Haus mit ein paar Freunden anstreichen = 6000 DM.
Garten muss sowieso jedesd Jahr gemacht werden.

Dazu kommt, das das Grundstück von seiner

Lage her absolut optimal für uns wäre.

Das ist doch das entscheidende!!!

Alle wichtigen äußeren
Umstände scheinen zu passen. Das Grundstück ist bereits voll
erschlossen. Kita, Grundschule, Gesamtschule,
Einkaufsmöglichkeiten, Regionalbahn, Ärzte, Apotheke. Alles im
Bereich von zehn bis zwanzig Minuten Fußweg. Das Grundstück
liegt am Ende einer Stichstraße, dort ist absolute Ruhe. Die
Nachbarschaft ist, den Häusern nach zu urteilen, wohl als gut
situiert zu bewerten. Was soll ich sagen? Es scheint perfekt.

Gut, natürlich gibt es auch einen Haken. Wir haben das Haus
bisher natürlich nur von außen gesehen. Die Fassade, die
Rolläden und das Dach scheinen recht neu zu sein. Zum Baujahr
habe ich noch keine Info´s. Was uns als Haken erscheint, ist
die Größe des Hauses. Es ist doch etwas klein. Die Wohnfläche
laut Exposé beträgt wohl 80m².

Für vier Personen finde ich das auch recht eng. Wahrscheinlich schmalste Treppen (Ist problematisch im Alter!) kleines Bad. Wenn das Haus unterkellert ist, läßt sich da z.B. ein Arbeitszimmer einrichten.

Mit dieser Größe an sich haben
wir eigentlich keine Probleme, auch wenn etwas mehr wohl schon
ganz nett wäre. Was wir uns schwer vorstellen können, ist
allerdings die Frage der Innenaufteilung. Auf diese Fläche
sollen sich vier Zimmer, ein Bad, ein Gäste-WC, eine Küche und
zwangsläufig eine Treppe verteilen. Uns fehlt dazu irgendwie
jede Vorstellung, wie das passen soll. Aber dies wird sich bei
einer Innenbesichtigung klären lassen.

Meine Fragen jetzt. Ich werde heute mit der Maklerfirma
telefonieren, um weitere Details zu erfragen und ggf. einen
Termin zu vereinbaren.

Was mich zunächst interessiert, wäre das Baujahr des Hauses.
Außerdem fände ich es interessant, zu erfahren, welche Art
Heizung eingebaut ist und wie alt diese ist. Mein Tip wäre ja
Gasheizung, weil die Gasleitung in der Straße liegt. Aber
wissen tue ich es natürlich nicht.

Falls Gas, ist eine Erneuerung der Therme finanziell nicht der Hit!

Wie ist das eigentlich üblicherweise? Haben Häuslebauer oder
-besitzer von ihren Häusern Baupläne, Baugenehmigungen etc.?

Baupläne absolut sicher.
Bei neueren Häusern ist meist ein Plan „Verteilung Elektrik“,
Prüfprotokoll der Abnahme durch Schornsteinfeger, bei Betonfertigdecken: Prüfprotokoll über Betonqualität.

Falls im „Leben“ des Hauses" was Gravierendes passiert ist, müssen entsprechende Baugenehmigungen vorliegen. Falls tragende Wände nachträglich durchbrochen wurden, muss Statik vorliegen.

Sollte ein potentieller Käufer diese zu sehen bekommen?

Wenn ´ne tragende Wand ohne Statiker durchbrochen wurde, würde ich mir das ganze vor Kauf genaustens ansehen.

Du solltest dir auf jeden Fall nen Grundbuchauszug ansehen. Ob z.B. irgendwelche Rechte anderer auf dem Grundstück lasten. z.B. wege oder leitungsrechte, Stromverteilerkasten der Stadwerke…

Irgendwie habe ich noch ein anderes Problem, das aber wohl
eher subjektiver Natur ist. Vermutlich suche ich derzeit
krampfhaft nach Haken und Ösen, weil ich ja gebürtiger
Pessimist bin.
Was mir irgendwie Bauchschmerzen bereitet, ist der
Veranschlagte Preis für das Objekt. Laut Makler soll das
Objekt 125 T€ kommen, natürlich zzgl. aller üblichen
Nebenkosten (Courtage, Steuer, Notar etc.). Ich weiß, das das
eigentlich nicht teuer für Haus und Grundstück ist. Anderseits
weiß ich aber auch, das ich im gleichen Ort auch Neubauten mit
Grundstück für Preise angeboten bekomme, die sich zwischen 135
T€ und 150 T€ bewegen, auch das natürlich zzgl. Nebenkosten.
Wobei bei diesen Angeboten die Courtage und Steuern natürlich
nur auf den Grundstücksanteil entfallen würde. Bei Neubauten
hätte man dann auch eine höhere Wohnfläche, meist um die
100m². Dafür bringen Neubauten in der Regel das Baurisiko mit
sich.

Wenn du ein Fertighaus einer renommierten Firma Schwörer, Kampa o.ä. nimmst, ist das Risiko auch recht überschaubar. Schwörer hat(te?) z.B. ein Haus im Programm, das sogenannte Töpfer-Haus (nach dem ehemaligen Umweltminister, der gefordert hatte, Häuser unter 200 TDM anzubieten) 120 qm für so um die 200 TDM ohne Keller, der nochmals 60 TDM kostete. Ein Freund hat sich so ein Teil gekauft - Wartezeit 3/4 Jahr. Aufgebaut in einer Woche - ich war am Anfang sehr skeptisch, inzwischen würde ich auch nicht mehr Stein auf Stein bauen (bei gleichen Kosten) Für ein neues Haus spricht, dass du die ersten 10 Jahre wahrscheinlich keine Reparaturen hast, das genügend Steckdosen vorhanden sind, das die Fliesen halt nicht das Design der 70er Jahre haben, das die Fenster schon was von Wärmedämmung gehört haben, das im Bad schon eine Einhandmischarmatur ist, das die qm-Heizkosten deutlich niedriger sind usw usw

Nachteil - neue Häuser liegen meistens ungünstiger in Neubaugebieten mit weiteren Fahrwegen. Allerdings gibt es in Neubaugebieten meist mehr Kinder zum spielen für deinen Nachwuchs.

Sei´s drum. Ich habe so das komische Gefühl, das ich für das
kleine Haus in (für uns) optimaler Lage vom Verhältnis her
doch zuviel bezahlen soll. Wobei natürlich auch mit
hereinspielt, das für eine eventuell mögliche, wenn auch
eigentlich unnötige Wohnflächenerweiterung bzw. Anbau ja auch
noch Kohle fällig wäre.

In diesem Zusammenhang hätte ich eben auch noch eine Frage zu
den üblichen Gepflogenheiten beim Immobilienkauf. Ist es
üblich, bzgl. des Verkaufspreises zu handeln?

Ist absolute Pflicht. Zuerst den Verkäufer runterhandeln, und wenn alles in trocknen Tüchern ist und der Makler leuchtende Augen bekommt, nochmal über dessen Courtage reden.(Mit welcher Berechtigung bekommt er 6% ??? 3% tuns doch auch!)

Mir ist bekannt,
das gerade in dem Ort manche Verkaufsschilder bereits seit
über einem, teilweise seit zwei Jahren stehen. Das Angebot an
freien Grundstücken ist riesig. Ich weiß beispielsweise, das
ein Nachbar meiner Eltern (die bekanntlich dort leben) sein
Grundstück zur Hälfte verkauft hat. Allerdings hat er über ein
Jahr einen Käufer suchen müssen, und dieser hat dann auch nur
etwa zwei Drittel seiner Vorstellungen vom Kaufpreis erfüllt.
Daher also die Frage, wie weit ist es üblich, in diesem
Bereich zu verhandeln?

Ist die Regel!

Eine weitere Frage geht eher in Richtung Finanzierung. Wir
hätten eventuell die Möglichkeit, über die Investitionsbank
des Landes einen Teil der Finanzierung auf der Basis
zinsfreier(!) Kredite zu machen. Das hängt damit zusammen, das
wir wohl als Junge Familie mit zwei kleinen Kindern besonders
förderungswürdig sind. Wie auch immer, es ist zwar nicht meine
Art, betteln zu gehen, aber warum sollte man das nicht
mitnehmen? Der Vorteil durch die Zinsersparnis ist doch nicht
unerheblich.
Der Haken an der Sache ist die Vorgehensweise bei der
Förderungsvergabe.
Kurz gesagt ist es so, das man erst einen Kaufvertrag
unterschreiben darf, wenn für dieses Objekt die Förderung
bewilligt wurde. Andernfalls verliert man den Anspruch von
vornherein. Dummerweise dauert es nach Aussage der
Investitionsbank durchschnittlich drei bis vier Monate, bis
die Förderung bewilligt wird. Ob sich ein Makler darauf
einläßt, das er eben so lange warten muß? In Anbetracht der
Marktgegebenheiten vor Ort und des reichlichen Angebots könnte
man ja auch einfach abwarten. Doch bei unserem Glück dürfte
dann vielleicht ausgerechnet dieses Objekt doch recht schnell
einen Käufer finden.

Als es Berlin noch „gut“ ging, gabs auch hier die Investitionsbank Berlin IBB, mit ähnlichen Vorstellungen und Konditionen (allerdings nur für Neubauten). Es wurde hier notariell ein Vertrag geschlossen mit der Rücktrittsklausel, für den Fall der Förderungsablehnung.
Allerdings waren die Konditionen hier so irre und kompliziert, dass es einen Beruf des IBB-Betreuers gab.

Naja, soweit erstmal meine aktuellen Gedanken. Wem dazu
hilfreiche Gedanken einfallen, der möge sie doch bitte hier
loswerden. Wie immer bin ich für alle Hinweise, Anregungen und
Ratschläge dankbar. Beispielsweise dazu, was ich dem Makler im
Vorfeld bereits an wichtigen und von mir wahrscheinlich
überhaupt nicht bedachten Fragen stellen sollte.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.